logocontainer-upper
logocontainer-lower
© Realstock / Shutterstock.com
© Realstock / Shutterstock.com

Jahresrückblick 2025

Das Jahr 2025 war geprägt von tiefgreifenden Veränderungen – in der Weltkirche ebenso wie im Erzbistum Paderborn. Besonders das Frühjahr brachte große Veränderungen. Am Ostersonntag starb Papst Franziskus – sein Tod bewegte Millionen weltweit. Wenige Wochen später wurde mit Leo XIV. ein neuer Papst gewählt. Der Moment, in dem er auf die Loggia des Petersdoms trat, erfüllte viele mit neuer Hoffnung.

Auch im Erzbistum Paderborn standen im Frühjahr die Zeichen auf Aufbruch: Anfang April begann eine zentrale Etappe des Bistumsprozesses. Die Bistumsleitung kündigte eine Transformation von Pastoral und Verwaltung an und lud Haupt- und Ehrenamtliche ein, sich gemeinsam auf diesen herausfordernden Weg zu machen.

2025: Ein Heiliges Jahr der Hoffnung

Inmitten aller Umbrüche bot das Heilige Jahr 2025 einen stärkenden Rahmen. Papst Franziskus hatte es unter das Leitwort „Pilger der Hoffnung“ gestellt – und nicht nur in Rom wurde es lebendig, sondern auch im Erzbistum Paderborn. Monat für Monat wurde hier ein besonderer Ort als Hoffnungsort gestaltet – jeder mit eigenem thematischem Fokus, etwa für Jugendliche, Geflüchtete, Kranke oder Familien.

Alle Beiträge rund ums Heilige Jahr stehen hier zur Verfügung:

Januar: Zeichen der Verbundenheit

Das neue Jahr beginnt ruhig – und dennoch mit wichtigen Zeichen der Verbundenheit. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz nimmt am Internationalen Bischofstreffen für Solidarität mit Christen im Heiligen Land teil. Später im Monat reist er erstmals nach Le Mans, um mit den französischen Gläubigen das Juliansfest zu feiern – ein Zeichen der Jahrhunderte alten Freundschaft zwischen den beiden Bistümern. Dass Freundschaft von solchen Begegnungen lebt, erklärt Beatrix Gierling, Vorstandsmitglied der Deutsch-Französischen St. Liborius-Fraternität.

Februar: Gesellschaftliches Engagement im Fokus

Der Februar steht im Zeichen der vorgezogenen Bundestagswahl. Das Erzbistum startet aus diesem Anlass die Initiative „Wir sagen zusammen: Halt!“: für Frieden und Demokratie und gegen Extremismus. Nach der Bundestagswahl äußert sich Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz und ruft zu einem konstruktiven, klugen und tragfähigen Miteinander auf. Weitere Themen im Februar: die Verbindung zwischen Glauben und Karneval sowie das Engagement zahlreicher Menschen für Geflüchtete. Ein Ehrenamtstag würdigt dieses Engagement, ein aus diesem Anlass entstandenes Video zeigt eindrucksvolle Beispiele.

März: Bilanz nach einem Jahr

Ein Jahr Erzbischof – eine erste Bilanz. Am Jahrestag seiner Amtseinführung blickt Dr. Udo Markus Bentz auf zwölf bewegte Monate zurück. In Dortmund wird mit großer Freude ein neuer Konvent der Sießener Franziskanerinnen eröffnet. Das Erzbistum bietet jungen Menschen erstmals ein christliches Orientierungsjahr an und eröffnet dafür das Bewerbungsverfahren. Und für das geplante Denk- und Mahnmal am Hohen Dom zum Thema Missbrauch liegt nun ein prämierter Entwurf vor. Auf Youtube beginnt eine Video-Reihe zum Thema Gebet.

April: Der Wind der Veränderung weht

Der April ist ein ereignisreicher Monat und startet mit einem Meilenstein: Unter dem Leitwort „Glauben.Gemeinsam.Gestalten“ informiert die Bistumsleitung die haupt- und ehrenamtlich Engagierten über die nächste Etappe des Bistumsprozesses, die eine Transformation von Pastoral und Verwaltung mit sich bringen soll. Fast zeitgleich beendet Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz seine Reise durch die 19 Dekanate mit dem Besuch des Dekanates Hochsauerland-West. Ein wichtiger Schritt in Richtung Barrierefreiheit: Im Hohen Dom finden künftig regelmäßig Gottesdienste in Gebärdensprache statt, beginnend mit Ostersonntag. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz richtet sich an Ostern mit einem Videoimpuls an die Menschen im Erzbistum und begibt sich dafür an die Quellen der Ems. Auf Instagram erklärt ein Survival Guide, wie man sich bei Oster-Gottesdiensten liturgisch „richtig verhält“.

Große Trauer dann an Ostermontag, als bekannt wird, dass Papst Franziskus gestorben ist. Auch im Erzbistum Paderborn drücken zahlreiche Menschen ihre Anteilnahme aus, der Erzbischof veröffentlicht einen Nachruf.

Mai: Freude über Leo XIV., Social-Media-Erfolge und den Katholikentag 2028

Der Mai beginnt mit einem historischen Moment: Habemus Papam – die Glocken des Paderborner Domes verkünden die Wahl von Papst Leo XIV. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz äußert in einer ersten Botschaft Freude über diese Wahl und reist nach Rom zur Amtseinführung. Das Social-Media-Team des Erzbistums kann einen unglaublichen Erfolg einfahren: Ein Video mit Domkantor Patrick Cellnik, der die Sängerinnen der Mädchenkantorei an der Stimme erkennt, wird millionenfach geklickt.

Im Mai wird außerdem das 1.700ste Jubiläum des Konzils von Nizäa begangen – ein Beitrag erklärt, wieso dieses Ereignis auch heute von Bedeutung ist. In Dortmund startet eine Serie von insgesamt zwölf Regionalkonferenzen, die dem Austausch und Dialog über die Pastoraltransformation dienen sollen. Außerdem wird verkündet, dass der Katholikentag 2028 in Paderborn stattfindet.

Juni: Zwischen Aufbruch und Aufarbeitung

Im Juni stellt das Erzbistum Rainer Fromme als neuen Beauftragten für den Umgang mit Verdachtsfällen von Missbrauch geistlicher Autorität vor.  Zugleich sorgen die Nachwirkungen eines Tanzauftritts im Rahmen der Westfalen-Jubiläumsfeier im Hohen Dom für heftige Debatten. Heike Meyer, Leiterin der Abteilung Kommunikation, ordnet das Geschehen in einem Blogbeitrag ein. Auf digitalen Wegen tut sich ebenfalls Neues: Das Erzbistum startet seinen TikTok-Kanal „praystation.pb“, während sich die Weihbischöfe König und Holtkotte auf Instagramm humorvoll zur Frage „Wer kennt wen besser?“ duellieren.

Juli: Vertrauen ins Morgen

Der Juli gehört traditionell Libori – und auch 2025 zieht das Fest zahlreiche Menschen in die Stadt Paderborn. Das Motto lautet in diesem Jahr „Vertrauen ins Morgen“. Dompropst Joachim Göbel erklärt im Interview, was hinter diesem Leitwort steht. Und auf Social Media zeigen Beiträge, was Libori den Menschen bedeutet.

Gleichzeitig setzen andere Themen Akzente: Im Bistumsprozess geben Kirchenvorstände an drei Abenden in Paderborn, Meschede und Schwerte wichtige Impulse für die Transformation der Verwaltung. Im Bereich Intervention verstärkt ein unabhängiger Expertenrat die Bearbeitung gemeldeter Fälle sexualisierter Gewalt. Und in Rom beginnt im Rahmen des Heiligen Jahres das „Jubiläum der Jugend“ – mit Teilnehmenden aus dem Erzbistum Paderborn.

August: Neue Wege, neue Fragen

Der August bringt das „Jubiläum der Jugend“ in Rom zu einem feierlichen Abschluss. Das Erzbistum veröffentlicht das Verfahren zur geplanten Umschreibung der künftigen Seelsorgeräume – ein zentrales Element des Transformationsprozesses. Eine Sommerreportage stellt zwei inspirierende Projekte im Sauerland vor: Kirchen, die ganz bewusst für Fahrradpilgerinnen und -pilger geöffnet sind. Außerdem reagiert das Erzbistum mit einer Stellungnahme auf ein arbeitsrechtlich relevantes Gerichtsurteil in Lippstadt zum Thema Lebensschutz.

September: Pilgerfahrten und Resonanzen

Im September führt ein Diözesaner Pilgertag rund 280 Menschen nach Werl – eine zentrale Veranstaltung im Rahmen des Heiligen Jahres. Auch in Rom gibt es Neuigkeiten: Prälat Dr. Peter Klasvogt, langjähriger Leiter der Katholischen Akademie Schwerte und Kommende Dortmund, wird als neuer Rektor des Campo Santo Teutonico eingeführt. Zeitgleich begibt sich die Erzbischöfliche Leitungskommission (ELKo) selbst auf eine geistliche Pilgerreise nach Rom. Rückmeldungen zur pastoralen Transformation kommen in diesem Monat von verschiedenen Berufsgruppen: pastorale Laienberufe, Priester, Diakone und Seelsorgerinnen und Seelsorger unter 40 zeigen, wie sie die geplanten Veränderungen wahrnehmen und mitgestalten wollen.

© Ralf Litera / Erzbistum Paderborn

Hoffnung als Haltung für die Zukunft

Diözesaner Pilgertag des Erzbistums Paderborn in Werl: Rund 280 Menschen erlebten Stärkung auf gemeinsamem Weg
Mehr
© Deutsche Bischofskonferenz/Matthias Kopp

Brückenbauer in Kirche und Welt

Prälat Klasvogt als Rektor am Campo Santo Teutonico eingeführt
Mehr
© Vatican Media/kna

Romreise der Erzbischöflichen Leitungskonferenz: Ein geistlicher Aufbruch

In der Atmosphäre der Heiligen Stadt arbeitete die Leitung des Erzbistums an der Frage, wie der Transformationsprozess noch stärker geistlich fundiert werden kann / Begegnung mit Papst Leo XIV.
Mehr
© Anna-Sophie Meyer / Erzbistum Paderborn

Priester geben Resonanz zur Pastoralen Transformation

Diözesan-Priestertag 2025: Gemeinsam den Weg in die Zukunft der Seelsorge gestalten
Mehr
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Kirche im Wandel mitgestalten

70 Ständige Diakone diskutieren bei Diözesantag „Wandel und Veränderung“ sowie Rolle des Diakons im Transformationsprozess des Erzbistums Paderborn
Mehr
© Marcel Clasen / Erzbistum Paderborn

Vielfältige Bilder für die Pastoral der Zukunft

Beim U40-Forum Pastorales Personal entwarfen junge Seelsorgerinnen und Seelsorgerinnen Szenen für das kirchliche Leben der Zukunft und kamen in Austausch mit Erzbischof Dr. Bentz
Mehr
© Dr. Claudia Nieser / Erzbistum Paderborn

Mit Kompetenz und Leidenschaft für Gott und die Menschen

Am Tag der pastoralen Laienberufe machten die Teilnehmenden deutlich, dass sie den Prozess der pastoralen Transformation mittragen – trotz noch offener Fragen und Unsicherheiten
Mehr

Oktober: Nähe zeigen

Der Oktober steht ganz im Zeichen der Nähe: Für eine Woche verlegt Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz seinen Amtssitz ins Sauerland. Er begegnet Menschen, hört zu, tauscht sich aus – etwa bei einem Bürgerdialog, beim Besuch eines Hospizes oder an Bord eines Schiffs auf dem Biggesee. Ein weiterer Meilenstein: Zum ersten Mal finden die Wahlen zu den Kirchenvorständen und pastoralen Gremien im Erzbistum hybrid statt – mit der Möglichkeit zur Online- oder Briefwahl. Ein Instagram-Video erklärt, wie das funktioniert. Ebenfalls neu aufgelegt: Die Mitmachkampagne GLÜCKLICH/T SEIN!, mit der Einrichtungen im ganzen Erzbistum eingeladen werden, gemeinsam Zeichen des Miteinanders zu setzen.

November: Gemeinsam nach dem „Mehr“ suchen

Der Martinstag macht sichtbar, wie viel Engagement hinter den traditionellen Laternenumzügen steckt – ein Beitrag würdigt das Ehrenamt hinter den Kulissen. Freude herrscht über das starke Ergebnis der Wahlen zu den Kirchenvorständen und pastoralen Gremien: Die Wahlbeteiligung hat sich im Vergleich zur letzten Wahl verdreifacht. Anlässlich des Gebetstages für Betroffene sexualisierter Gewalt feiert Erzbischof Dr. Bentz einen Gottesdienst mit Betroffenen und Mitgliedern der Unabhängigen Aufarbeitungskommission im Hohen Dom und nimmt an einer Podiumsveranstaltung teil – Thema: Wie können Betroffene ermutigt werden, über ihr Leid zu sprechen?

Eine sehr gut besuchte digitale Mitarbeitendeninformation markierte das Erreichen des ersten Meilensteins in der Verwaltungstransformation. Das Projekt startet nun in die Konzeptionsphase. Mit einem Bischofswort zum Advent lädt Erzbischof Dr. Bentz dazu ein, sich im Wandel nach dem „Mehr“ auszustrecken. Und inzwischen eine Advents-Tradition: Die Videoserie „Backen im Advent“ startet mit Maike Vollmer von der BVB-Stiftung „leuchte auf“.

Dezember: Advent und Weihnachten mitten im Leben

Im Dezember konstituiert sich der neue Diözesanpastoralrat und berät im Rahmen seiner ersten Sitzung gemeinsam mit der Erzbischöflichen Leitungskommission (ELKo) über die Transformation von Pastoral und Verwaltung. Für Aufsehen sorgt der Nikolaus auf der Comic Con in Dortmund, wo er unter anderem Darth Vader und Comedian Torsten Sträter trifft. Eine besondere Weihnachtsbotschaft vermittelt auch die Milieukrippe in der St. Agnes-Kirche in Hamm. Und zum ersten Mal findet in der Home Deluxe Arena des SC Paderborn 07 ein öffentliches Weihnachtssingen statt. In die Krippe des Paderborner Domes zieht als Figur der Patron der Bischofskirche, des Erzbistums und der Stadt Paderborn ein: der heilige Liborius.

Kontakt
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0