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© Viacheslav Lopatin / Shutterstock.com
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Romreise der Erzbischöflichen Leitungskonferenz (ELKo): Ein geistlicher Aufbruch

In der besonderen Atmosphäre der Heiligen Stadt arbeitete die Leitung des Erzbistums an der Frage, wie der Transformationsprozess noch stärker geistlich fundiert werden kann / Begegnung mit Papst Leo XIV.

Rom im September 2025. Fünf Tage lang war die Erzbischöfliche Leitungskonferenz des Erzbistums Paderborn unterwegs – eine Reise, die keine gewöhnliche Dienstfahrt war, sondern eine geistliche Expedition in das Herz des Glaubens. Angeführt von Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, begleitet von den Weihbischöfen Josef Holtkotte und Matthias König, den Generalvikaren Thomas Dornseifer und Dr. Michael Bredeck sowie den Mitgliedern der Leitungskonferenz, ging es auf den Spuren der Apostel Petrus und Paulus um eine zentrale Frage: Wie kann der tiefgreifende Transformationsprozess, der Pastoral und Verwaltung des Erzbistums Paderborn prägt, noch stärker geistlich fundiert und getragen werden?

Gemeinsame Reflexion des Transformationsprozesses

Seit Beginn ist dieser Prozess auf das Ziel hin angelegt, das Evangelium für die Menschen heute und in Zukunft nah und erfahrbar zu machen. In Rom wurde dieser Weg noch einmal bewusst geistlich vertieft, mit dem Mut, den eigenen Glauben neu durchzubuchstabieren. Die Leitungskonferenz ließ sich vom Beispiel der ersten Christinnen und Christen inspirieren, die ihren Glauben trotz großer Gefahren und Widerstände lebten. Sie suchte nach Wegen, Herausforderungen beherzt anzunehmen, sie als Chancen zu begreifen und aus dem Glauben heraus aktiv zu gestalten. So wurde der Transformationsprozess in Pastoral und Verwaltung in der gemeinsamen Reflexion der Leitungsebene noch stärker als das akzentuiert, was ihn ausmachen soll: eine geistliche Erneuerung aus der Mitte des Glaubens heraus, getragen von der Hoffnung, dass aus dem Evangelium immer wieder Neues wachsen kann.

Viele bewegende Augenblicke in der Heiligen Stadt

Die Tage waren geprägt von intensiven Eindrücken. Schon am ersten Abend feierte die Gruppe die Heilige Messe im Campo Santo, mitten in der Ewigen Stadt, und tauchte damit unmittelbar in die römische Atmosphäre ein. Am nächsten Morgen folgte einer der emotionalsten Momente der Reise: der Abstieg in die vatikanische Nekropole, nur wenige Meter vom Grab des Apostels Petrus entfernt. Der Blick auf den Ort, an dem alles begann, ließ viele in Stille verweilen. „Wir wollten ganz nah an die Wurzeln unseres Glaubens“, so beschrieb es ein Teilnehmer. Und genau das gelang.

Von dort führte der Weg weiter durch die Vatikanischen Gärten, die Sixtinische Kapelle, zur Lateranbasilika und schließlich in die Basiliken San Clemente und St. Paul vor den Mauern. Überall suchte die Leitungskonferenz nach Zeichen der Transformation: in den Bauwerken, die sich über Jahrhunderte verändert haben, und in den Biografien der Apostel, die selbst durch tiefe Umbrüche gingen. Immer wieder war Zeit für Gottesdienste, für Gebet, für Stille. Die Mitglieder erneuerten gemeinsam ihr Taufbekenntnis, durchschritten die Heiligen Pforten, feierten Eucharistie auch in der Tiefe der Katakomben – ein besonders bewegender Augenblick, der viele nachhaltig berührte.

Generalaudienz als Höhepunkt

Zwischen den spirituellen Stationen arbeitete die Konferenz konzentriert an den zentralen Themen des eigenen Transformationsprozesses. In intensiven Einheiten ging es darum, wie Führung geistlich geschehen kann, wie Verantwortung in einer Zeit des Wandels geteilt und getragen wird und wie die Kirche heute so gestaltet werden kann, dass das Evangelium auch für junge Menschen relevant bleibt. Immer wieder war das ignatianische „Magis“ der rote Faden: nicht im Sinne von „noch mehr tun“, sondern in der demütigen Frage: Was dient in diesem Moment, in dieser Entscheidung, dem größeren Ziel? Was trägt wirklich dazu bei, dass das Beste für die Gemeinschaft der Gläubigen geschieht – auch wenn es bedeutet, die eigenen Ambitionen noch einmal zu prüfen?

Die Generalaudienz mit Papst Leo XIV. wurde für die gesamte Gruppe zu einem ergreifenden Höhepunkt. Auf dem Petersplatz, mitten unter Tausenden von Pilgern aus aller Welt, erlebte sie die Weltkirche in ihrer ganzen Weite und spürte die Nähe des Nachfolgers Petri. Als Papst Leo die Pilger aus Paderborn persönlich willkommen hieß, war die Freude spürbar. Viele empfanden diesen Moment als Bestätigung, dass ihr Weg der Transformation Teil des weltweiten Glaubenszeugnisses der Kirche ist – eingebettet in ihre Sendung, das Evangelium im Wandel der Zeit immer wieder neu zum Leuchten zu bringen.

Persönliche Begegnung zwischen Erzbischof Dr. Bentz und Papst Leo XIV.

Den feierlichen Schlusspunkt setzte schließlich eine persönliche Audienz von Erzbischof Dr. Bentz beim Heiligen Vater am Ende der Reise. Dabei kam es zu einem guten und ermutigenden Gespräch, in dem Erzbischof Bentz die Situation des Erzbistums schilderte. Papst Leo ließ ausdrücklich alle Gläubigen des Erzbistums herzlich grüßen. „Diese Begegnung war ein Geschenk“, so Erzbischof Bentz. „Sie bestärkt uns, den Weg der Transformation mit geistlicher Klarheit und mit großer Hoffnung weiterzugehen, damit Pastoral und Verwaltung im Erzbistum noch stärker aus der Mitte des Evangeliums heraus gestaltet werden können.“

Ein Beitrag von:
Leiterin Abteilung Kommunikation

Heike Meyer

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