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Pastorale Räume & Gemeinden

Als der Ort, wo sich kirchliches Leben abspielt, wurde bislang vor allem die (Pfarr-)Gemeinde gesehen. Das Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn sieht eine Weiterentwicklung dieses Gemeindeverständnisses vor. Neben die Pfarreien treten so nach und nach weitere Orte und Gelegenheiten, wo Menschen ihren Glauben vertiefen, zum Glauben an Gott finden oder Gemeinschaft im Glauben erleben. Solche Orte (z. B. Klöster oder Einrichtungen) und Gelegenheiten werden zu neuen „Gemeinden“. Gemeinden bisherigen und neuen Typs sollen dabei als gleichberechtigte und sich ergänzende Formen der Kirche vor Ort verstanden werden und zusammenarbeiten.

Dazu bedarf es eines Netzwerkes. Ein Netz, das die verschiedenen Orte und Gelegenheiten verbindet und miteinander in Beziehung bringt. So ist der Christ Teil einer großen Gemeinschaft: der Kirche, die ein Netzwerk von Beziehungen darstellt.

Ein Ort solcher Netzwerke ist der Pastorale Raum. Im Kirchlichen Amtsblatt Nr. 1 aus dem Jahr 2010 hat Erzbischof Hans-Josef Becker den Zuschnitt von 87 Pastoralen Räumen für das Erzbistum Paderborn festgelegt. In diesem Gesetz sind der künftige Sitz des Leiters sowie der Zeitkorridor der Errichtung angegeben.

Der Pastorale Raum ist in einem ersten Verständnis identisch mit einem bestimmten Gebiet, für das ein hauptberufliches Team aus Priestern, Diakonen sowie Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten unter Leitung eines Pfarrers beauftragt wird. Der Pastorale Raum besteht demnach aus einer bestimmten Zahl von Pfarreien mit einer bestimmten Zahl an Kirchen und weiteren Gebäuden, an Gruppen, Verbänden, Vereinen und Gremien. Dies beschreibt aber zunächst nur die äußeren Merkmale.

Der Pastorale Raum definiert sich durch mehrere Punkte:

  • Aus rechtlicher Perspektive kann der Pastorale Raum ebenfalls mehrere Formen haben: als Pastoralverbund aus rechtlich selbstständig bleibenden Kirchengemeinden mit gemeinsam organisierter Pastoral und zunehmend auch gemeinsam organisierten Gremien – oder als Gesamtpfarrei, die durch eine Fusion aus einer bestimmten Anzahl vorher bestehender Pfarreien gebildet wurde. Auch eine Kombination aus beiden genannten Modellen ist möglich.
  • Darüber hinaus stellt der Pastorale Raum einen Sozialraum dar, der durch die Menschen vor Ort und ihre Lebenswelten gebildet wird. Auf diese Weise kommen soziale Fragen als Herausforderungen in den Blick (Demografie, Armut, Bevölkerungszusammensetzung, Milieus etc.), die für die Planungen im Pastoralen Raum wichtig sind.
  • Schließlich kann der Pastorale Raum auch zu einem Erfahrungsraum für die Gegenwart Gottes werden, in dem Menschen ihre Berufung entdecken und leben können, indem sie sich mit ihren Fähigkeiten einbringen können.
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