Verantwortung übernehmen und Vertrauen schöpfen
An zahlreichen Orten des Erzbistums Paderborn sei zu erleben, wie sehr sich Kirche verändere, Bisheriges nicht mehr trage, manches hohl geworden und nicht mehr mit Leben gefüllt sei, vieles abbreche, vertiefte Erzbischof Dr. Bentz. Der Paderborner Erzbischof betonte im Hinblick auf den aktuellen Bistumsprozess: „Unserer Verantwortung heute für ein Vertrauen ins Morgen werden wir als Kirche dann gerecht, wenn wir aktiv und mutig diesen Gestaltwandel anpacken“. Zum Abschluss seiner Predigt appellierte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz: „Liborius ist und bleibt ein ‚Hoffnungsanker‘ für Paderborn. Ich habe den Wunsch und die Hoffnung: Lasst uns Libori so feiern, so dass wir aus dem Erlebnis dieser Tage neuen Mut für ein ‚Vertrauen ins Morgen‘ schöpfen!“.
Christus und Liborius in die Welt hineintragen
Nach dem Pontifikalamt im Dom wurden das Allerheiligste in einer Monstranz und die Reliquien des heiligen Liborius im vergoldeten Libori-Schrein in einer Prozession durch die Paderborner Innenstadt getragen – zudem trugen Schützen bei der Prozession drei Reliquiare. Die Gläubigen begleiteten „ihren“ Schutzpatron durch die Straßen, vorbei an Besuchern des Pott-Markts und an Menschen, die den Sonntagvormittag in den Cafés verbrachten. Dem von den Schreinträgern der Libori-Bruderschaft geschulterten Reliquienschrein wurde ein Fächer aus Pfauenfedern vorangetragen – dieser erinnert an den Pfau, der laut Überlieferung der Prozession vorangeflogen sein soll, in der im Jahr 836 die Reliquien des heiligen Liborius von Le Mans nach Paderborn überführt wurden.
Vor dem Paderborner Rathaus spendete Weihbischof Josef Holtkotte mit dem Allerheiligsten den sakramentalen Segen. Anschließend führte die Prozession zurück in die Paderborner Bischofskirche, wo der Reliquienschrein mit den Reliquien des heiligen Liborius wieder im Hochchor zur Verehrung aufgestellt wurde.