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Zum Thema

 

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Erstkommunion 2026

Am 12. April ist Weißer Sonntag – Informationen und Tipps zur Erstkommunion

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50 Wege nach Ostern - der Osterbegleiter von YOUPAX
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„WIR WOLLEN MEHR“

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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Studie zum Missbrauch veröffentlicht

Die Universität Paderborn hat die Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn veröffentlicht. Sie trägt den Titel „Sexuelle Gewalt an Minderjährigen im Erzbistum Paderborn. Eine historische Untersuchung (1941–2002)“. Alle Informationen zur Studie sowie zur Aufarbeitung im Erzbistum Paderborn sind auf den Themenseiten gebündelt zusammengestellt.

Unser Glaube

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz spricht bei einer Pressekonferenz vom Erzbistum Paderborn nach Vorstellung einer Missbrauchsstudie am Freitag (13.03.2026) in Paderborn (Nordrhein-Westfalen). Foto: Erzbistum Paderborn
13.03.2026

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zur unabhängigen Studie zu Missbrauch im Erzbistum Paderborn

Am Donnerstag, 12. März 2026, hat die Universität Paderborn die Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn veröffentlicht. In einer Videobotschaft ordnet Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz die Studie einen Tag nach der Veröffentlichung ein und blickt auf erste Eindrücke der Ergebnisse.
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10.03.2026

Im Geist der Heiligen Hedwig: Einsatz für Vertriebene und ihre Anliegen

Hedwigswerke, die sich nach dem 2. Weltkrieg gründeten, halfen Vertriebenen, anzukommen. Das Erzbistumsarchiv erinnert an Vertriebenenseelsorger Pfarrer Wilhelm Trennert und lädt zum Publikumstag am 27. März 2026.
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07.03.2026

3. Fastensonntag: „Jesus wartet nicht auf perfekte Menschen“

Der Theologe und Kirchenmusiker Bernd Michael Pawellek findet - ausgehend vom Evangelium des 3. Fastensonntags - eine Antwort auf brandaktuelle Fragen.
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05.03.2026

„Kommt, bringt Eure Last“: Im Dialog mit Gott – zum Weltgebetstag und im Alltag

Am heutigen Freitag, 6. März, ist Weltgebetstag - er startet mit einem Gottesdienst in Nigeria. Beten kann befreien - und verbinden. Mehr zum Thema Gebet, Weltgebetstag und dem weltweiten Gebetsnetzwerkes des Papstes.
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04.03.2026

Stress, Krise – Was hilft? Wo ist Gott?

Im Interview sagt Abt Mauritius Wilde, was guten von schlechtem Stress unterscheidet – und warum er keine Angst mehr vor Krisen hat.
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02.03.2026

Wenn der Blick sich dreht

Mitten im ganz normalen Alltag kippt etwas. Kein Donnerschlag, eher ein leiser Dreh im Blick. Tobias Schulte entdeckt in seinen Radiobeiträgen für 1Live genau diese Momente, in denen das Selbstverständliche plötzlich Tiefe bekommt.

Unsere Nachrichten

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13.03.2026

„Die Betroffenen haben ein Recht auf die Wahrheit“

Erzbistum Paderborn und Betroffenenvertretung ordnen gemeinsam die historische Untersuchung zum sexuellen Missbrauch im Erzbistum Paderborn ein
12.03.2026

Studie zum Download

„Se­xu­el­le Ge­walt an Min­der­jäh­ri­gen im Erz­bis­tum Pa­der­born. Ei­ne his­to­ri­sche Un­ter­su­chung (1941–2002)“: Die Universität Paderborn hat die Studie auch online veröffentlicht, hier können Sie sie einsehen.
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12.03.2026

Wesentlicher Meilenstein auf dem Weg der Aufarbeitung

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz nimmt unabhängige Forschungsergebnisse entgegen / Pressekonferenz des Erzbistums Paderborn am 13. März 2026
© Besim Mazhiqi / Universität Paderborn
12.03.2026

Universität stellt Studie zum Missbrauch Minderjähriger im Erzbistum Paderborn vor

Die Studie von Prof. Dr. Nicole Priesching und Dr. des. Christine Hartig der Universität Paderborn behandelt die Amtszeiten der Kardinäle Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt.
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12.03.2026

Ausstellung: Kreuzigung

Künstler Christof Baust aus Delbrück zeigt in der Fastenzeit Kreuz-Zeichnungen im Kreuzgang des Paderborner Domes / Ausstellungseröffnung am 14. März 2026 um 15 Uhr
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12.03.2026

Glaubwürdiger Zeuge des Evangeliums

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz trauert mit Deutscher Bischofskonferenz um den am 12. März verstorbenen emeritierten Bischof von Erfurt, Bischof Dr. Joachim Wanke

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Christoph Brech erklärt das Mahnmal für Betroffene sexualisierter Gewalt in Paderborn

Der Münchener Künstler Christoph Brech hat das Mahnmal für Betroffene sexualisierter Gewalt im Erzbistum Paderborn entworfen. Das interaktive Kunstwerk mit dem Titel „memory – AUFDECKEN + ERINNERN“ ist in der Brigidenkapelle im Paderborner Dom zugänglich. Im Video stellt Christoph Brech die Installation vor und erklärt seine Herangehensweise an dieses sensible Thema.

Mahnmal für Betroffene sexualisierter Gewalt

Das Mahnmal für Betroffene sexualisierter Gewalt im Erzbistum Paderborn ist ab sofort öffentlich zugänglich. Unter dem Titel „memory – AUFDECKEN + ERINNERN“ wurde das interaktive Kunstwerk des Münchner Künstlers Christoph Brech am Montag, 2. März 2026, zunächst Betroffenen sowie Pressevertreterinnen und -vertretern vorgestellt. In einer anschließenden öffentlichen Gedenkstunde hatten Interessierte Gelegenheit, das Mahnmal erstmals auf sich wirken zu lassen.

Judith und das Wunder der Schöpfung

Was passiert, wenn tausende Menschen ihre Stimmen bündeln und eine biblische Geschichte neu erzählen? Es entsteht mehr als nur Musik. Es entsteht ein Moment, der unter die Haut geht. Eindrücke von der Premiere von „Judith und das Wunder der Schöpfung“ in der Dortmunder Westfalenhalle.

KNA Newsticker

14. März 2026 16:56

Jürgen Habermas stirbt mit 96 Jahren - "Philosoph der Bundesrepublik"

Berlin (KNA) Der Philosoph Jürgen Habermas ist mit 96 Jahren in Starnberg gestorben. Die Spitzen des Staates würdigen ihn einhellig als bedeutenden Philosophen der Gegenwart und als einflussreichen Intellektuellen. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer nannte Habermas einen "Meisterdenker und Ph ...

Berlin (KNA) Der Philosoph Jürgen Habermas ist mit 96 Jahren in Starnberg gestorben. Die Spitzen des Staates würdigen ihn einhellig als bedeutenden Philosophen der Gegenwart und als einflussreichen Intellektuellen. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer nannte Habermas einen "Meisterdenker und Philosophen der Bundesrepublik".

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schrieb an Habermas' Kinder: "Ich weiß, die politischen Entwicklungen in Deutschland und Europa haben ihn bedrückt und zweifeln lassen, zumal er bei nachlassenden Kräften den Anspruch hatte, sein Wort gegen Gewalt und Unrecht zu stellen." Deutschland verliere mit Habermas "einen großen Aufklärer, der die Widersprüche der Moderne durchmessen hat". Er habe "uns das Ethos des demokratischen Diskurses gelehrt und die Emanzipation des Menschen als unaufgebbares Ziel begründet".

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach von einem der bedeutendsten Denker unserer Zeit und einem "Leuchtfeuer in tosender See", Bundestagspräsidentin Julia Klöckner von einem der bedeutendsten Intellektuellen der Gegenwart. Sein Werk erinnere uns daran, dass Demokratie mehr ist als Mehrheiten, sondern "die gemeinsame Suche nach besseren Gründen".

Der Linken-Politiker Gregor Gysi würdigte Habermas' messerscharfe Analyse, der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, die Weite seines Denkens und seine visionäre Kraft. Kulturstaatsminister Weimer sagte, Habermas habe die geistigen Grundlagen unserer Demokratie geprägt. Mit seiner Diskurstheorie habe er "ein Gehäuse für den offenen Meinungsstreit und Toleranz" geschaffen. Deutschland werde seine Stimme vermissen.

Geboren wurde Habermas am 18. Juni 1929 in Düsseldorf. Er studierte Philosophie, Geschichte, Psychologie, Deutsche Literatur und Ökonomie in Göttingen, Zürich und Bonn. Dort erlangte er 1954 die Doktorwürde. Auf Einladung von Theodor Adorno begann er in den 1950er Jahren als Assistent am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main. Habermas war einer der bekanntesten Vertreter der Kritischen Theorie der Gesellschaft, die aus der "Frankfurter Schule" hervorgegangen war.

Als Universitätsprofessor für Philosophie beziehungsweise Soziologie lehrte Habermas in den 1960er und 1970er Jahren erst in Heidelberg und dann in Frankfurt am Main. Als Wissenschaftler wurde er im Zuge der Studentenbewegung einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Von 1971 bis 1983 war er Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg. 1983 kehrte er wieder als Philosophieprofessor an die Frankfurter Universität zurück.

Neben zahlreichen Auszeichnungen - darunter der Heine-Preis - und Ehrendoktorwürden im In- und Ausland erhielt Habermas 2001 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Die Jury würdigte, er habe vor allem in den 70er Jahren "innovative Diskussionen" in den Sozialwissenschaften gefördert.

Allerdings nahm Habermas nicht alle Auszeichnungen an: 2021 lehnte er den Zayed Book Award der Vereinigten Arabischen Emirate ab. Als Begründung führte er die sehr engen Verbindungen der preisverleihenden Institution mit dem politischen System in den Emiraten an.

Habermas äußerte sich nicht nur zu gesellschaftlichen Fragen wie 2017 mit seiner Ablehnung einer Leitkultur oder 2022 zum Ukraine-Krieg, sondern auch zu religiösen Themen. Der Bischofskonferenz-Vorsitzende Wilmer erklärte, unvergessen sei Habermas' Dialog mit Kardinal Joseph Ratzinger 2004, "der gezeigt hat, dass die Theologie nicht ohne die Philosophie und die Philosophie nicht ohne die Theologie bestehen kann". Ratzinger wurde im Jahr darauf Papst.

14. März 2026 15:46

Jürgen Habermas stirbt mit 96 Jahren - "Philosoph der Bundesrepublik"

Berlin (KNA) Der Philosoph Jürgen Habermas ist im Alter von 96 Jahren in Starnberg gestorben. Das bestätigte sein Verlag Suhrkamp der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Habermas galt als einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart und war ein einflussreicher Intellektueller. Kulturs ...

Berlin (KNA) Der Philosoph Jürgen Habermas ist im Alter von 96 Jahren in Starnberg gestorben. Das bestätigte sein Verlag Suhrkamp der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Habermas galt als einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart und war ein einflussreicher Intellektueller.

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer nannte Habermas einen "Meisterdenker und Philosoph der Bundesrepublik", der die geistigen Grundlagen unserer Demokratie geprägt habe. Mit seiner Diskurstheorie habe er "ein Gehäuse für den offenen Meinungsstreit und Toleranz" geschaffen. Zugleich war Habermas laut Weimer ein engagierter Kämpfer für Demokratie, Vernunft, Meinungsfreiheit und das vereinte Europa. Der Minister weiter: "Angesichts heutiger Polarisierungen sollten wir uns auf Jürgen Habermas' zwanglosen Zwang des besseren Arguments besinnen – also auf die Kraft rationaler Verständigung." Deutschland werde seine Stimme vermissen.

Die katholische Deutsche Bischofskonferenz kondolierte. Der Vorsitzende, Bischof Heiner Wilmer, nannte Habermas einen "Ausnahme-Philosophen". Er erklärte: "Die Weite seines Denkens und die visionäre Kraft, Brücken zwischen der Philosophie und Religion zu bauen, werden bleiben." Unvergessen sei Habermas' Dialog mit Kardinal Joseph Ratzinger 2004, "der gezeigt hat, dass die Theologie nicht ohne die Philosophie und die Philosophie nicht ohne die Theologie bestehen kann". Ratzinger wurde im Jahr darauf Papst.

Geboren wurde Habermas am 18. Juni 1929 in Düsseldorf. Er studierte Philosophie, Geschichte, Psychologie, Deutsche Literatur sowieÖkonomie in Göttingen, Zürich und Bonn. Dort erlangte er 1954 die Doktorwürde. Auf Einladung von Theodor W. Adorno begann er in den 1950er Jahren als Assistent am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main. Habermas war einer der bekanntesten Vertreter der Kritischen Theorie der Gesellschaft, die aus der "Frankfurter Schule" hervorgangen war.

Als Universitätsprofessor für Philosophie beziehungsweise Soziologie lehrte Habermas in den 1960er und 1970er Jahren erst in Heidelberg und dann in Frankfurt am Main. Als Wissenschaftler wurde er im Zuge der Studentenbewegung einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Von 1971 bis 1983 war er Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg. 1983 kehrte er wieder als Philosophieprofessor an die Frankfurter Universität zurück.

Neben zahlreichen Auszeichnungen - darunter der Heine-Preis - und Ehrendoktorwürden im In- und Ausland erhielt Habermas 2001 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Die Jury würdigte ihn als den prägendsten deutschen Philosophen der Gegenwart, der zu den meistübersetzten Autoren des Deutschen gehöre.

Er habe vor allem in den 70er Jahren "innovative Diskussionen" in den Sozialwissenschaften gefördert. Mit seiner Gesellschaftstheorie habe Habermas "die Tradition kritischer Aufklärung fortgeführt und mit einer weit über sein Fach hinausreichenden Wirkung Freiheit und Gerechtigkeit als die Grundlagen in Erinnerung gebracht, an die jede staatliche Macht gebunden ist und die den unaufgebbaren Kern des demokratischen Gemeinwesens ausmachen".

Allerdings nahm er auch nicht alle Auszeichnungen an: 2021 lehnte er den Zayed Book Award der Vereinigten Arabischen Emirate ab. Er führte als Begründung die sehr engen Verbindungen der preisverleihenden Institution mit dem "politischen System" in den Emiraten an. Habermas äußerte sich nicht nur zu gesellschaftlichen Fragen wie 2017 mit seiner Ablehnung einer Leitkultur oder 2022 zum Ukraine-Krieg, sondern auch zu religiösen Themen.

14. März 2026 14:42

Philosoph Jürgen Habermas stirbt mit 96 Jahren

Berlin (KNA) Der Philosoph Jürgen Habermas ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Er starb am Samstag in Starnberg, wie sein Verlag Suhrkamp der Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) bestätigte. Habermas galt als einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart und war ein einflussreicher Inte ...

Berlin (KNA) Der Philosoph Jürgen Habermas ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Er starb am Samstag in Starnberg, wie sein Verlag Suhrkamp der Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) bestätigte. Habermas galt als einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart und war ein einflussreicher Intellektueller.

Die katholische Deutsche Bischofskonferenz kondolierte. Der Voristzende Bischof Wilmer nannte Habermas einen "Ausnahme-Philosophen". Er erklärte: "Die Weite seines Denkens und die visionäre Kraft Brücken zwischen der Philosophie und Religion zu bauen, werden bleiben." Unvergessen sei sein Dialog mit Joseph Ratzinger, "der gezeigt hat, dass die Theologie nicht ohne die Philosophie und die Philosophie nicht ohne die Theologie bestehen kann."

Geboren wurde Habermas am 18. Juni 1929 in Düsseldorf. Er studierte Philosophie, Geschichte, Psychologie, Deutsche Literatur sowieÖkonomie in Göttingen, Zürich und Bonn. Dort erlangte er 1954 die Doktorwürde. Auf Einladung von Theodor W. Adorno begann er in den 1950er Jahren als Assistent am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main. Habermas war einer der bekanntesten Vertreter der Kritischen Theorie der Gesellschaft, die aus der "Frankfurter Schule" hervorgangen war.

Als Universitätsprofessor für Philosophie beziehungsweise Soziologie lehrte Habermas in den 1960er und 1970er Jahren erst in Heidelberg und dann in Frankfurt am Main. Als Wissenschaftler wurde er im Zuge der Studentenbewegung einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Von 1971 bis 1983 war er Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg. 1983 kehrte er wieder als Philosophieprofessor an die Frankfurter Universität zurück.

Neben zahlreichen Auszeichnungen - darunter der Heine-Preis - und Ehrendoktorwürden im In- und Ausland erhielt Habermas 2001 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Die Jury würdigte ihn als den prägendsten deutschen Philosophen der Gegenwart, der zu den meistübersetzten Autoren des Deutschen gehöre.

Er habe vor allem in den 70er Jahren "innovative Diskussionen" in den Sozialwissenschaften gefördert. Mit seiner Gesellschaftstheorie habe Habermas "die Tradition kritischer Aufklärung fortgeführt und mit einer weit über sein Fach hinausreichenden Wirkung Freiheit und Gerechtigkeit als die Grundlagen in Erinnerung gebracht, an die jede staatliche Macht gebunden ist und die den unaufgebbaren Kern des demokratischen Gemeinwesens ausmachen".

Allerdings nahm er auch nicht alle Auszeichnungen an: 2021 lehnte er den Zayed Book Award der Vereinigten Arabischen Emirate ab. Er führte als Begründung die sehr engen Verbindungen der preisverleihenden Institution mit dem "politischen System" in den Emiraten an.

Habermas äußerte sich nicht nur zu gesellschaftlichen Fragen wie 2017 mit seiner Ablehnung einer Leitkultur oder 2022 zum Ukrainekrieg, sondern auch zu religiösen Themen. Bekannt ist seine Debatte 2004 mit Kardinal Joseph Ratzinger, der im Jahr darauf Papst wurde.

14. März 2026 14:15

Zeitung: Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. kommt nach Ostern

Rom (KNA) Das erste höchstrangige Lehrschreiben von Papst Leo XIV. ist offenbar in der letzten Überarbeitungsphase. Wie die Zeitung "La Repubblica" am Samstag berichtete, wird die Veröffentlichung der Enzyklika nach Ostern erwartet. Der Arbeitstitel laute "Magnifica humanitas" (Die großartig ...

Rom (KNA) Das erste höchstrangige Lehrschreiben von Papst Leo XIV. ist offenbar in der letzten Überarbeitungsphase. Wie die Zeitung "La Repubblica" am Samstag berichtete, wird die Veröffentlichung der Enzyklika nach Ostern erwartet. Der Arbeitstitel laute "Magnifica humanitas" (Die großartige Menschheit), wichtigstes Thema sei eine umfassende Warnung vor möglichen negativen Folgen der Künstlichen Intelligenz (KI). Insbesondere werde es um die Folgen für den Arbeitsmarkt und die menschlichen Beziehungen gehen.

Schon im Oktober hatte das konservative Portal "Silere non possum" über Titel und Thema der ersten Enzyklika von Leo XIV. spekuliert und war dabei von ähnlichen Annahmen ausgegangen. Allerdings rechneten Vatikanbeobachter damals mit einem früheren Erscheinungstermin. Enzykliken sind verbindliche päpstliche Lehrschreiben für die gesamte katholische Weltkirche, werden aber auch darüber hinaus viel beachtet.

14. März 2026 14:05

Vatikan fordert vor UN weltweites Aus für Leihmutterschaft

New York (KNA) Der Heilige Stuhl fordert ein weltweites Ende von Leihmutterschaft. In einer Stellungnahme warnte die Ständige Vertretung des Vatikans bei der UNO in New York davor, dass Technologie und Praxis Ethik und Recht überholt hätten. Kinder würden zu Produkten und Frauen zu Dienstlei ...

New York (KNA) Der Heilige Stuhl fordert ein weltweites Ende von Leihmutterschaft. In einer Stellungnahme warnte die Ständige Vertretung des Vatikans bei der UNO in New York davor, dass Technologie und Praxis Ethik und Recht überholt hätten. Kinder würden zu Produkten und Frauen zu Dienstleistern herabgewürdigt.

Die Vertreter des Vatikans kritisierten einen "perversen Wettbewerb", der entstehe, wenn Frauen um Auftraggeber konkurrieren. Selbst dort, wo kommerzielle Leihmutterschaft verboten sei, würden Zahlungen oft als "Geschenke" oder "Aufwandsentschädigungen" getarnt. Anlass der Stellungnahme ist die 70. Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen.

Die Sitzung, die laut dem Vatikan-Online-Portal "Vatican News" (Samstag) gemeinsam mit Italien, der Türkei und Paraguay veranstaltet wurde, befasste sich mit Gewalt und Ausbeutung im Kontext der Leihmutterschaft. Der Heilige Stuhl betonte, dass die Praxis oft als "mitfühlende Lösung" für unerfüllte Kinderwünsche dargestellt werde. Jedoch müsse der gesamte Kontext betrachtet werden, um die Würde von Frauen und Kindern zu wahren.

Der Heilige Stuhl wies darauf hin, dass ökonomische Not der Hauptgrund für Frauen sei, Leihmütter zu werden. "Es ist kein Zufall, dass Berichte über reiche und berühmte Auftraggeber üblich sind, während Berichte über wohlhabende Frauen, die als Leihmütter dienen, selten sind", hieß es in der Stellungnahme. Man müsse sich fragen, ob die Leihmutterschafts-Industrie überleben könnte, wenn die Armut ausgerottet wäre.

Besorgniserregend sei auch die soziale Isolation der Leihmütter. Es gebe Fälle, in denen Auftraggeber Diät, Aktivität und Gesundheit der Frauen lückenlos überwachen wollten. Diese Kommerzialisierung der Schwangerschaft führe zu einer gefährlichen Fragmentierung familiärer Bindungen. "Ein Kind ist immer ein Geschenk und niemals die Grundlage eines Handelsvertrags", zitiert die Vertretung Worte von Papst Franziskus (2013-2025).

Der Heilige Stuhl schilderte besonders drastisch die Situation bei pränatalen Diagnosen von Behinderungen. In solchen Fällen werde das Kind oft als "fehlerhaftes Produkt" oder als zu lösendes Problem betrachtet, statt als Geschenk willkommen geheißen. Dies widerspreche grundlegend einer gerechten Gesellschaft, in der Kinder gedeihen können.

Diese Probleme könnten nicht durch einfache Regulierung gelöst werden. Man begrüße daher die Entscheidung der Haager Konferenz für Internationales Privatrecht, vorerst keine Konvention zur rechtlichen Elternschaft bei Leihmutterschaft zu verfolgen.

14. März 2026 11:33

Papst Leo XIV. will vorbildliche Justiz im Vatikanstaat

Vatikanstadt (KNA) Papst Leo XIV. hat Richter und Staatsanwälte im Vatikan ermahnt, sich streng an rechtsstaatliche Grundsätze zu halten. "Die Ausübung der Justiz beschränkt sich nicht darauf, Streitfälle zu lösen; sondern sie trägt zum Schutz der rechtlichen Ordnung und zur Glaubwürdigk ...

Vatikanstadt (KNA) Papst Leo XIV. hat Richter und Staatsanwälte im Vatikan ermahnt, sich streng an rechtsstaatliche Grundsätze zu halten. "Die Ausübung der Justiz beschränkt sich nicht darauf, Streitfälle zu lösen; sondern sie trägt zum Schutz der rechtlichen Ordnung und zur Glaubwürdigkeit der Institutionen bei", so der Papst in einer Ansprache am Samstag im Vatikan. Anlass war ein Treffen mit den vatikanischen Richtern, Anwälten, Staatsanwälten und Justizangestellten zu Beginn des neuen Gerichtsjahres. Als Gäste waren auch italienische Juristen anwesend.

Weiter mahnte der Papst: "Die Beachtung der Prozessgarantien, die Überparteilichkeit des Richters, die Durchsetzung des Rechts auf Verteidigung und eine vernünftige Prozessdauer (...) sind Bedingungen, damit die Rechtsprechung respektiert wird und zur Stabilität der Institutionen beiträgt." In einem Staat wie dem Vatikan, der die Unabhängigkeit des Heiligen Stuhls territorial absichere, sei dies besonders wichtig.

"Durch ihre integre und der Wahrheit verpflichtete Ausübung wird die Gerechtigkeit zu einem Faktor von Stabilität und Vertrauen in einer Gesellschaft und trägt damit auf natürliche Weise zur inneren Einheit bei", so der Papst, der zugleich auch Staatsoberhaupt des Zwergstaates Vatikan sowie dessen oberster Gesetzgeber ist.

Die Ausführungen des Papstes erfolgten zu Beginn eines Gerichtsjahres, in dem vor dem Vatikangericht in zweiter Instanz ein spektakulärer Prozess um eine verfehlte Immobilieninvestition in London verhandelt wird. In erster Instanz war, noch unter Papst Franziskus, unter anderem der italienische Kurienkardinal Angelo Becciu (77) zu einer mehrjährigen Haft- und einer hohen Geldstrafe wegen Unterschlagung verurteilt worden. Da Papst Franziskus damals einige rechtliche Normen im laufenden Prozess änderte, sprach die Verteidigung von einem Bruch rechtsstaatlicher Prinzipien.

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