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Fronleichnam - Ein Feiertag für die Eucharistie
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Das sind die neuen Priester des Erzbistums
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Zukunftskonvent in Werl
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Katholikentag 2024 – „Zukunft hat der Mensch des Friedens“
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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unsere Nachrichten

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Bergfest im Pauluskolleg
27.05.2024

„Nicht aufhören, das Evangelium zu verkünden“

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz besucht Studierende des Pauluskollegs / Viertsemester feiern „Bergfest“
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Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz führte mit einigen Kindern ein Predigtgespräch auf den Stufen der Altar-Bühne.
26.05.2024

Gottes Liebe verleiht Kindern Flügel

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz feiert mit fast 2.500 Menschen die 15. Kinderwallfahrt auf dem Paderborner Schützenplatz
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25.05.2024

„Deutungshoheit über das christliche Menschenbild haben wir als Religionen“

Weckruf für die Demokratie: Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn diskutierte mit dem Correctiv-Journalisten Marcus Bensmann
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25.05.2024

Stärkung für den Lebens- und Glaubensweg

Weihbischof Matthias König spendet 12 Erwachsenen aus dem Erzbistum Paderborn das Sakrament der Firmung / Ministranten aus verschiedenen Gemeinden dienen im Paderborner Dom
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Für Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz ist es die erste Verleihung des Silvesterordens. Als Malteserritter sei es für ihn eine große Ehre, Albert Bosserhoffs Engagement beim Malteserhilfsdienst mit dem Orden des heiligen Papstes Silvester anzuerkennen.
24.05.2024

Vom Mut, über das Eigene hinauszudenken

Albert Bosserhoff erhält Orden des heiligen Papstes Silvester/ Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz dankt für außerordentliches Engagement
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24.05.2024

Professor Dr. Günter Lange verstorben

Das Erzbistum Paderborn trauert um Professor i. R. Dr. Günter Lange. Er starb am Donnerstag, dem 23. Mai 2024.

Unsere Videos

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Erzbischof Dr. Bentz reist durchs Erzbistum

19 Dekanate, 19 Tage: Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz bereist in den kommenden fünf Monaten das gesamte Erzbistum Paderborn. Sein Ziel: Land und Leute in seiner neuen Heimat kennenlernen. Dazu besucht Erzbischof Dr. Bentz jeden Tag ein anderes Dekanat.

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Highlights vom Zukunftskonvent

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, die Bistumsleitung und über 800 Pilgerinnen und Pilger trafen sich in Werl: zum Zukunftskonvent. Es ging um Fragen und Themen, die den Haupt- und Ehrenamtlichen wichtig sind: das Ehrenamt, die Gremien in den Gemeinden vor Ort, queersensible Pastoral und noch mehr. Los ging der Tag mit einem großen Pilgern: Aus allen Himmelsrichtungen kamen die Menschen nach Werl, wo sie von Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz begrüßt wurden. Workshops, Diskussionen und ein feierlicher Gottesdienst zum Abschluss machten den Tag zu einem beeindruckenden Erlebnis.

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Die Neupriester im Porträt

In diesem Video erzählen Jens Baronowsky aus der Pfarrei St. Christophorus Hirschberg, Jakob Ohm aus der Pfarrei St. Jodokus Bielefeld und Tobias Goltsch aus der Propstei St. Gorgonius und St. Petrus Apostel Minden von ihrer Berufung, Priester zu werden.

Ticker der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA)

27. May 2024 20:56

Bischof Bätzing irritiert über Papst-Aussage gegen Frauenweihe

Frankfurt (KNA) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, zeigt sich überrascht und "etwas irritiert" über die jüngsten ablehnenden Interview-Aussagen von Papst Franziskus zur Weihe von Frauen in der katholischen Kirche. "Ich habe ihn noch nie so reden hören und habe ...

Frankfurt (KNA) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, zeigt sich überrascht und "etwas irritiert" über die jüngsten ablehnenden Interview-Aussagen von Papst Franziskus zur Weihe von Frauen in der katholischen Kirche. "Ich habe ihn noch nie so reden hören und habe öfter schon mit ihm auch persönlich über diese Fragen gesprochen", sagte der Limburger Bischof am Montagabend in Frankfurt: "Ich sag mal: Lehramtlich ist für mich nicht, was der Papst in Interviews sagt - sondern wozu er sich entschließt und es in offiziellen Dokumenten niederlegt."

Im Interview des US-Senders CBS zu Pfingsten hatte die Moderatorin den Papst gefragt, ob ein katholisches Mädchen je die Möglichkeit haben werde, Diakonin und damit Mitglied des Klerus zu werden. Franziskus' Antwort darauf war ein schlichtes "Nein". Auf Nachfrage erklärte er: "Handelt es sich um geweihte Diakone, dann nein. Aber Frauen haben immer, würde ich sagen, Aufgaben einer Diakonin übernommen, ohne Diakon zu sein. Frauen sind großartig im Dienst als Frauen - aber nicht im Dienst mit Weihe."

Die Frage nach dem Diakonat der Frau als erste Stufe der Weihe sei bei allen Beratungen der Weltsynode und bei den Berichten aus den einzelnen Ländern immer ein wichtiges Thema gewesen, berichtete Bätzing weiter. Franziskus habe dazu eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet und dabei nie den Anschein erweckt, die Frage sei längst entschieden.

Dass der Papst das Thema Frauenweihe ähnlich wie andere inhaltliche Knackpunkte ausdrücklich an Arbeitsgruppen verwiesen habe und damit aus der zweiten Etappe der Weltsynode auslagern wolle, stimme ihn aber etwas skeptisch, fügte der Bischof hinzu: "Man kann nicht nur abstrakt über Synodalität reden"; das gehe nur anhand konkreter Beispiele.

Bisher allerdings habe die Synode selbst eine sehr lebendige Dynamik entwickelt, ergänzte Bätzing: "Die Fragen sind da, und der Drive ist da und lässt sich nicht mehr bremsen." Der Reformdruck sei erheblich, und das längst nicht nur in Deutschland.

Der Papst sei ein "Türöffner", der aber selbst keine grundlegenden Änderungen der Lehre mehr vornehmen wolle, so die Einschätzung des Limburger Bischofs. Aber: "die Paste geht nicht mehr in die Tube zurück"; in der Kirche entwickele sich eine Kultur, die nicht mehr rückgängig gemacht werden könne. Allerdings, so Bätzing weiter, frage er sich oft, wie viel Zeit noch bleibt für die Kirche in Deutschland.

Bei der Vorstellung seines neuen Gesprächsbuchs "Rom ist kein Gegner - Warum die Kirche Reformen braucht" sagte Bätzing auf die Frage nach seiner eigenen Einstellung zum Thema Frauenweihe, er glaube, dass vieles dafür spreche, "dass wir in einer kulturellen Situation leben, in der die Frau und das Priesteramt sehr gut miteinander verbunden werden können".

27. May 2024 20:40

Skandal um mutmaßlich homophobe Worte des Papstes

Rom (KNA) Worte von Papst Franziskus gegen die Zulassung aktiver Homosexueller zur Priesterausbildung haben in Italien eine Debatte in Medien und Sozialen Netzwerken ausgelöst. Wie die Leitmedien "La Repubblica" und "Corriere della Sera" (online) sowie die TV-Nachrichten des Kanals "La Sette" ( ...

Rom (KNA) Worte von Papst Franziskus gegen die Zulassung aktiver Homosexueller zur Priesterausbildung haben in Italien eine Debatte in Medien und Sozialen Netzwerken ausgelöst. Wie die Leitmedien "La Repubblica" und "Corriere della Sera" (online) sowie die TV-Nachrichten des Kanals "La Sette" (Montagabend) berichteten, sprach sich der Papst vergangene Woche bei einem nicht öffentlichen Treffen mit rund 200 italienischen Bischöfen im Vatikan gegen eine Aufnahme aktiver homosexueller Männer in die Priesterseminare des Landes aus.

Zur Begründung soll er gesagt haben, dass es dort ohnehin schon "zu viel Schwuchtelei" gebe. Der vom Papst dabei angeblich verwendete Begriff "froci" entspricht in etwa dem deutschen Begriff "Schwuchteln" und wird in Italien meist als abwertend empfunden; im Sprachgebrauch der HAuptstadt Rom wird er aber auch oft umgangssprachlich und nicht zwingend pejorativ verwandt.

Die Worte des Papstes wurden offenbar von einigen Teilnehmern des Bischofstreffens an Medien durchgestochen. Auch der Rom-Korrespondent der vom Jesuitenorden herausgegebenen und zumeist papstfreundlichen Zeitschrift "America" berichtete am Montagabend unter Berufung auf Ohrenzeugen darüber.

Auf der Sachebene entspricht die Ablehnung aktiver Homosexueller in der Priesterausbildung der geltenden Richtlinie der katholischen Kirche in dieser Frage. Die Norm wurde 2005 unter Benedikt XVI. festgeschrieben und zuletzt 2016 von Franziskus bestätigt.

Italiens Bischöfe hatten angesichts rückläufiger Eintritte in den meisten Priesterseminaren des Landes sowie angesichts eines veränderten gesellschaftlichen Klimas gegenüber Homosexuellen über eine flexiblere Handhabung dieser Richtlinien debattiert. Zu dieser Debatte hat sich nun offenbar der Papst negativ geäußert. Weder der Vatikan noch Italiens Bischofskonferenz gaben am Montagabend Stellungnahmen zum Thema ab.

27. May 2024 19:08

Bischof Bätzing: Zölibat und Verbot von Frauenweihe überdenken

Frankfurt (KNA) Der Limburger Bischof Georg Bätzing kann sich verheiratete Priester und die Weihe von Frauen in der katholischen Kirche vorstellen. Er selbst lebe den Zölibat, also die Pflicht zur Ehelosigkeit für Priester, aus Überzeugung, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonfere ...

Frankfurt (KNA) Der Limburger Bischof Georg Bätzing kann sich verheiratete Priester und die Weihe von Frauen in der katholischen Kirche vorstellen. Er selbst lebe den Zölibat, also die Pflicht zur Ehelosigkeit für Priester, aus Überzeugung, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Montagabend in Frankfurt. Aber wenn das mit dazu führe, dass kaum noch jemand Priester werden wolle, frage er sich schon, ob man auf Dauer nicht wesentliche Elemente des Kirche-Seins durch solche Zugangsvoraussetzungen gefährde: "Ist der Zölibat wichtiger - oder ist die Sakramentalität der Kirche wichtiger?"

Bei der Vorstellung seines neuen Gesprächsbuchs - "Rom ist kein Gegner - Warum die Kirche Reformen braucht" - hinterfragte Bätzing auch das Verbot der Weihe von Frauen zu Diakoninnen und Priesterinnen. Die Tradition der nur Männern vorbehaltenen Weihe könne man nicht einfach und schnell ändern; aber man müsse sich schon fragen: "Ist das heute genauso akzeptiert, reflektiert, notwendig, wie es früher war? Ich glaube nein."

Der Bischof fügte hinzu, er glaube, dass vieles dafür spricht, "dass wir in einer kulturellen Situation leben, in der die Frau und das Priesteramt sehr gut miteinander verbunden werden können". Das seien aber weltkirchliche Prozesse, über die nicht in Deutschland entschieden werden könne. Daher habe man im deutschen Reformprojekt Synodaler Weg bewusst formuliert, so Bätzing: "Wir wissen, was die Lehre der Kirche ist. Wir bitten darum, die Frage nicht dogmatisch zu schließen und für auf ewig geschlossen zu erklären."

Papst Johannes Paul II. hatte 1994 erklärt, "dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben". Die Diskussionen halten darüber halten trotzdem an.

27. May 2024 17:40

Pastor: Geflüchtete müssen im Kirchenasyl sicher sein

Osnabrück (KNA) Nach der Abschiebung einer russischen Familie aus einem Kirchenasyl in Uelzen/Niedersachsen fordert der Pastor der Gemeinde mehr Respekt des Staates ein. "Geflüchtete müssen im Kirchenasyl sicher sein", sagte Tobias Heyden der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). "Auch die ...

Osnabrück (KNA) Nach der Abschiebung einer russischen Familie aus einem Kirchenasyl in Uelzen/Niedersachsen fordert der Pastor der Gemeinde mehr Respekt des Staates ein. "Geflüchtete müssen im Kirchenasyl sicher sein", sagte Tobias Heyden der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). "Auch die Kirchen spüren den rauen Ton in der Geflüchteten- und Migrationspolitik", so Heyden. Er gehe davon aus, dass die Behörden künftig weitere Fälle von Kirchenasyl beenden werden.

Die russische Familie war in der Nacht zum 13. Mai nach Barcelona ausgewiesen worden. Für sie sei die Abschiebung eine traumatische Erfahrung gewesen, berichtet der Pastor. Die erste Nacht habe die Familie in einer Obdachlosenunterkunft verbracht. Anschließend habe ihnen eine Hilfsorganisation ein Zimmer zur Verfügung gestellt. Seitdem versuche die Familie, in Barcelona zurechtzukommen; doch, so Heyden, am liebsten würde sie nach Deutschland zurückkehren.

Der Vorfall ist Anlass für ein Treffen an diesem Dienstag zwischen der niedersächsischen Innenministerin, Vertretern der evangelischen Kirche, der Landesaufnahmebehörde und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Pastor Heyden sagte der Zeitung, er hoffe, dass der Termin dazu führt, dass das Kirchenasyl "von den Ausländerbehörden wieder mit dem notwendigen Respekt behandelt wird".

Beim sogenannten Kirchenasyl nehmen Gemeinden oder Ordensgemeinschaften vorübergehend Asylbewerber auf, um eine Abschiebung abzuwenden, weil diese für den Flüchtling eine Bedrohung an Leib und Leben darstellt.

Schon aus dem vierten Jahrhundert ist bekannt, dass Flüchtlinge in Kirchen Schutz suchten. Mit der Entwicklung rechtsstaatlicher Systeme verlor das Kirchenasyl an Bedeutung und wurde im 18. und 19. Jahrhundert in den meisten Ländern abgeschafft. In der katholischen Kirche gibt es seit dem neuen katholischen Kirchenrecht 1983 offiziell kein Kirchenasyl mehr.

Wer heute in Deutschland Kirchenasyl gewährt, verstößt nach einhelliger Rechtsauffassung gegen geltendes Recht. Die Mehrzahl der Schutzsuchenden sind zudem sogenannte Dublin-Fälle, die eigentlich in das EU-Ersteinreiseland zurückgeschickt werden müssten, um dort Asyl zu beantragen. Läuft jedoch die Überstellungsfrist ab, ist Deutschland für den Asylantrag zuständig.

Das Kirchenasyl ist zwischen Behörden und Kirchen zunehmend umstritten. Eine Handreichung der katholischen Bischöfe spricht vom Kirchenasyl als letztem Mittel, um in Einzelfällen unzumutbare Härten abzuwenden.

Seit August 2018 kann die Überstellungsfrist auf 18 Monate verlängert werden, wenn die Gemeinden bestimmte Vorgaben nicht einhalten. Gemeinden müssen sich dann wesentlich länger um die Flüchtlinge kümmern.

27. May 2024 17:00

Beauftragte Ataman: Thema Altersdiskriminierung ins Grundgesetz

Berlin (KNA) Ein Verbot von Altersdiskriminierung ins Grundgesetz: Das fordert die Beauftragte der Bundesregierung, Ferda Ataman. Altersdiskriminierung sei nicht nur verboten, sondern auch ein Problem für die Wirtschaft, sagte Ataman dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Dienstag). Personalmange ...

Berlin (KNA) Ein Verbot von Altersdiskriminierung ins Grundgesetz: Das fordert die Beauftragte der Bundesregierung, Ferda Ataman. Altersdiskriminierung sei nicht nur verboten, sondern auch ein Problem für die Wirtschaft, sagte Ataman dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Dienstag). Personalmangel koste die deutsche Wirtschaft Milliarden. Ältere Menschen zu beschäftigen, sei Teil einer Lösungsstrategie, so die Antidiskriminierungsbeauftragte.

Diskriminierungsschutz müsse im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) um das Merkmal Lebensalter ergänzt werden, fordert Ataman. 22 Millionen Menschen in Deutschland seien über 60. Ältere würden am Arbeitsmarkt diskriminiert oder bei Kreditanträgen pauschal ausgeschlossen. Mitunter hätten sie Probleme, eine Wohnung zu finden, weil sie für zu alt befünden würden. - In einer Umfrage des Jobnetzwerks Xing gab mehr als ein Drittel der Beschäftigten über 50 Jahre an, bereits Altersdiskriminierung am Arbeitsplatz erlebt zu haben.

27. May 2024 16:45

Medienexperte warnt vor "digitalem Pranger" nach Sylt-Video

Köln (KNA) Nach dem Sylt-Video mit rassistischen Gesängen, Nazi-Gesten und -Parolen warnt der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen vor einem "digitalen Pranger". Die Taten seien widerlich und abscheulich und müssten auch strafrechtlich verfolgt werden, sagte Pörksen (Montagnachm ...

Köln (KNA) Nach dem Sylt-Video mit rassistischen Gesängen, Nazi-Gesten und -Parolen warnt der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen vor einem "digitalen Pranger". Die Taten seien widerlich und abscheulich und müssten auch strafrechtlich verfolgt werden, sagte Pörksen (Montagnachmittag) im Deutschlandfunk. Aber man solle in dem Zusammenhang auch die Frage stellen, "ob es nötig ist, Klarnamen zu enthüllen und Menschen in dieser Weise dann für die Verfolgung freizugeben".

Von Rassismus, antisemitischem Gegröle und Hitlergrüßen müsse man sich aufs Schärfste distanzieren und abgrenzen, so Pörksen weiter. Doch bei aller Kritik dürfe es nicht zu einer Art digitaler Menschenjagd kommen, die durch die Sozialen Medien mit ihrem "permanent vibrierenden, hochnervösen Wirkungsnetz" noch verstärkt würden. Da spiele es auch keine Rolle, dass die jungen Menschen in dem Club auf Sylt ihr Handeln selbst gefilmt und im Netz geteilt hätten.

Allzu schnell würden heutzutage mediale Urteile gefällt, statt auf das wichtige juristische Urteil in einer Demokratie zu warten, warnte der Medienwissenschaftler: "Im Netz wimmelt es dann von Ermittlerinnen und Ermittlern." Und neben der digitalen Jagd im Netz habe auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk das Video unverpixelt gezeigt, und Politiker hätten sich "bis weit in die obersten Ebenen hinauf sehr entschieden und mit Sofort-Urteilen positioniert".

In dieser "Zusammenballung von Energien, in dieser plötzlich aufschäumenden Empörung entsteht dann eine Gewalt eigener Art", so Pörksen weiter; "und niemand weiß, was übermorgen einer der Beschuldigten tun wird". Zudem habe es auch immer wieder Verwechslungen oder Drohungen gegen Menschen mit ähnlichen Namen gegeben.

Das Video, das seit Donnerstagabend millionenfach geteilt wurde, zeigt feiernde junge Menschen auf der Terrasse eines Clubs auf Sylt. Einige von ihnen singen fremdenfeindliche Slogans wie "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" auf die Musik des Liedes "L'Amour toujours" von Gigi D'Agostino. Dabei imitieren einzelne Personen mit Gesten offenbar den in Deutschland verbotenen nationalsozialistischen Hitlergruß. Die Namen der meisten im Video zu sehenden Personen sind inzwischen bekannt; mindestens zwei von ihnen haben deshalb ihren Job verloren. Die Justiz ermittelt.

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