Die Universität Paderborn hat die Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn veröffentlicht. Sie trägt den Titel „Sexuelle Gewalt an Minderjährigen im Erzbistum Paderborn. Eine historische Untersuchung (1941–2002)“. Alle Informationen zur Studie sowie zur Aufarbeitung im Erzbistum Paderborn sind auf den Themenseiten gebündelt zusammengestellt.
Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn
Unser Glaube
Geschwindigkeit, Stille, lebendige Hoffnung
Von Advent bis Pfingsten steht die Krippe in St. Marien Witten
Von der Hebamme zur Gemeindereferentin
Zwölf Kirchen in Herne verwandeln sich in künstlerische Lichträume
Was bleibt, wenn man geht
Wo Kindern eine Zukunft geschenkt wird
Unsere Nachrichten
Schwester Anna-Maria Blum als Priorin der Karmelitinnen in Witten wiedergewählt
Erzbistum Paderborn trauert um Bischof Leo Nowak
Bischof Dieter Stöckler vollendet 90. Lebensjahr
Pferdeprozession im 300. Jubiläumsjahr
Gerechte Gesellschaft denken und gestalten
Nuntius van Megen folgt auf Nuntius Eterović
Glauben. Gemeinsam. Gestalten. – Alle Informationen zum Bistumsprozess
Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.
Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:
Unsere Videos
Gehorsam gegenüber Gott?!
Von wem lässt du dir was sagen? Auf wen hörst du? Eine Facette des Glaubens an Gott ist der Gehorsam gegenüber ihm. Doch: Gehorsam – das klingt nach Fremdbestimmung und Zwang. Wie passen Glaube und Gehorsam zusammen? Was bedeutet es, Gott gehorsam zu sein? Eine Spur dahin finden Diözesanjugendseelsorger Tobias und YOUPAX-Redakteur Tobi in ihrem Glaubenstalk bei einer ganz alltäglichen Situation: im Restaurant.
Was bedeutet es, ein Jünger Jesu zu sein?
Adrian Tentscher engagiert sich als Teamer bei der Jüngerschaftsschule „Follow Me!“. Wie kann er durch den Austausch seinen Glauben vertiefen?
Christoph Brech erklärt das Mahnmal für Betroffene sexualisierter Gewalt in Paderborn
Der Münchener Künstler Christoph Brech hat das Mahnmal für Betroffene sexualisierter Gewalt im Erzbistum Paderborn entworfen. Das interaktive Kunstwerk mit dem Titel „memory – AUFDECKEN + ERINNERN“ ist in der Brigidenkapelle im Paderborner Dom zugänglich. Im Video stellt Christoph Brech die Installation vor und erklärt seine Herangehensweise an dieses sensible Thema.
Veranstaltungen im Erzbistum Paderborn
Grow up – A Franciscan Way of Life
- 08.04.2026(Mittwoch) – 04.10.2026(Sonntag)
- Mutterhaus der FranziskanerinnenPaderborner Straße 733154 Salzkotten
Kontemplative Exerzitien
- 12.04.2026(Sonntag) – 17.04.2026(Freitag)
- 16:00 – 10:00 Uhr
- Benediktinerinnenabtei HerstelleCarolus-Magnus-Str. 937688 Beverungen
- Pfr. Dr. Dr. Markus Jacobs und Regina Beissel
Alltagsinsel plus
- 13.04.2026(Montag) – 15.04.2026(Mittwoch)
- 15:00 – 13:15 Uhr
- Bildungs- und Exerzitienhaus St. BonifatiusBonifatiusweg 159955 Winterberg
- Theo Hoppe
Kirchliche Nachrichten aus Paderborn und Deutschland
KNA Newsticker
CDU-Generalsekretär: "Zehn Krankenkassen in Deutschland reichen"
Bonn (KNA) Aus Sicht von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann gibt es zu viele Krankenkassen in Deutschland. "Zehn Krankenkassen in Deutschland reichen", sagte Linnemann am Dienstag im RTL/ntv-Frühstart. Die derzeit mehr als 90 Krankenkassen böten meist die gleichen Leistungen an und produzierten einen großen Verwaltungsaufwand.
"Wenn ich sehe, dass da Milliarden ausgegeben werden für nichts, weil es keinen Wettbewerb gibt, dann müssen wir da ran und deswegen sind über 90 Krankenkassen zu viel", sagte Linnemann. Er regte an, vor allem kleinere Kassen "auszusortieren". Als mögliche Schwelle nannte er 200.000 oder 250.000 Versicherte.
Jüngst hatten auch der Sozialverband VdK und Ärztevertreter Einsparungen bei den gesetzlichen Krankenkassen gefordert. Der Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Markus Blumenthal-Beier, etwa sagte, Versicherte sollten entscheiden, ob sie ihr Geld eher in die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung oder in den Erhalt einer Vielzahl von Krankenkassen investieren wollten.
Der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Oliver Blatt, wies die Kritik zurück. Die Verwaltungskosten der gesetzlichen Krankenkassen seien insgesamt günstig. Zudem habe sich die Zahl der Krankenkassen seit den 1990er Jahren von weit über tausend auf derzeit 93 reduziert.
Umfrage zeigt Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung in Kliniken
Berlin (KNA) Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung sind einer Umfrage zufolge ein ernstzunehmendes Problem im Krankenhausalltag. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Befragung des Marburger Bundes unter seinen Mitgliedern. Knapp die Hälfte der Befragten berichtet, in den vergangenen zwölf Monaten Machtmissbrauch durch ärztliche Beschäftigte erlebt zu haben. Die Vorfälle treten demnach häufig wiederholt auf, meist durch männliche ärztliche Vorgesetzte.
Am häufigsten äußert sich Machtmissbrauch demnach in einem respektlosen und herablassenden Umgangston. An zweiter Stelle steht eine aus Sicht der Befragten grundlose Infragestellung der fachlichen Kompetenz, und am dritthäufigsten wurden Mobbing oder öffentliche Bloßstellung genannt. Drei Viertel der Betroffenen verzichten demnach auf eine Meldung, da sie keine wirksamen Konsequenzen erwarten, berufliche Nachteile befürchten oder keine vertraulichen Meldewege sehen.
13 Prozent der Befragten berichteten von sexueller Belästigung in den vergangenen zwölf Monaten. Am häufigsten handelt es sich der Umfrage zufolge um sexualbezogene Kommentare oder abwertende Sprüche sowie um unerwünschte Gespräche mit sexuellem Inhalt. Auch unerwünschte körperliche Nähe wurde von vielen Betroffenen genannt. Drei von vier seien in den vergangenen zwölf Monaten mehrfach sexuell belästigt worden.
Die bundesweite Befragung fand im Februar und März statt. Befragt wurden rund 9.000 angestellte Ärztinnen und Ärzte, die zu 90 Prozent in Krankenhäusern arbeiten. Mehr als zwei Drittel der Teilnehmenden (69 Prozent) sind weiblich, rund die Hälfte 40 Jahre und jünger.
2024 mehr Tote durch Zecken
Wiesbaden (KNA) Die Zahl der Todesfälle nach Zeckenstichen ist 2024 in Deutschland gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, starben in dem Jahr 24 Menschen an den Folgen. Davon erlagen 15 Personen der von Zecken übertragenen Borreliose, neun Todesopfer starben an der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). 2023 hatten 19 Menschen einen Zeckenstich nicht überlebt, davon 10 wegen Borreliose und 9 aufgrund einer FSME.
Insgesamt kam es 2024 zu gut 4.830 Krankenhausbehandlungen wegen Borreliose. Das waren weniger als im Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2024: In diesem Zeitraum wurden im Jahr durchschnittlich knapp 6.270 Menschen stationär aufgrund einer Borreliose behandelt. Die Borreliose wird durch eine bakterielle Infektion hervorgerufen. Eine Impfung steht bisher nicht zur Verfügung.
Knapp 850 Patientinnen und Patienten wurden 2024 aufgrund einer FSME stationär in einer Klinik behandelt. Das waren deutlich mehr als im Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2024: Knapp 490 Menschen im Jahr mussten in diesem Zeitraum durchschnittlich aufgrund einer FSME im Krankenhaus aufgenommen werden.
Bei einer FSME wird eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute durch Viren hervorgerufen. Anders als gegen Borreliose steht eine Impfung gegen FSME bereit.
"Marsch fürs Leben" demonstriert gegen Abtreibung und Sterbehilfe
München (KNA) Gegner und Befürworter von Abtreibungen treffen am Samstag bei Demonstrationen in der Münchner Innenstadt aufeinander. Zum 6. Münchner "Marsch fürs Leben" haben die Veranstalter laut Kreisverwaltungsreferat 6.000 Teilnehmer angemeldet. Zu Gegendemonstrationen werden etwas mehr als 200 Menschen erwartet.
Einige katholische Bischöfe haben sich in Grußworten mit dem "Marsch fürs Leben" solidarisiert. Unter ihnen sind der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, der Passauer Bischof Stefan Oster, der bisherige Papstbotschafter in Deutschland, Erzbischof Nicola Eterovic, und US-Bischof Robert Barron.
Der Marsch wird vom Münchner Verein "Stimme der Stillen" ausgerichtet, der sich als Teil einer internationalen Bewegung versteht. Nach eigenem Bekunden geht es ihm um "ein öffentliches Zeichen dafür, dass jeder Mensch wertvoll ist - von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod". Politisch wendet sich die Veranstaltung unter anderem gegen Abtreibungen und aktive Sterbehilfe.
Kritiker sehen in der Veranstaltung "den größten rechten Aufmarsch in ganz Bayern" - was die Organisatoren als "negatives Zerrbild" zurückweisen. In den vergangenen Jahren klafften die offiziellen Angaben zur Teilnehmerzahl stark auseinander. So war vonseiten der Lebensrechtsbewegung 2025 von 6.000 Teilnehmern die Rede, die Polizei schätzte die Zahl auf etwas über 2.000.
Der "Marsch fürs Leben" wird auch innerhalb der katholischen Kirche unterschiedlich bewertet. In großen Organisationen wie dem Landeskomitee der Katholiken in Bayern hat die Veranstaltung keinen Rückhalt. Gleichwohl wird auch dort die Grundposition geteilt, dass menschliches Leben vom Anfang bis zum Ende geschützt werden müsse.
Als ein Hauptredner auf dem Königsplatz ist in diesem Jahr Mathias von Gersdorff angekündigt. Der Politaktivist bezeichnet sich als "christlich-konservativ" und firmiert unter anderem als Vorsitzender der "Deutschen Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum". Diese Gesellschaft katholischer Laien stehe heute "mit Tausenden von aktiven Mitgliedern, Freiwilligen und Spendern an vorderster Front des Kulturkampfes" um eine Wiederherstellung der "christlichen Zivilisation".
Nach Trump-Attacke: Lateinamerikas Kirche stellt sich hinter Papst
Buenos Aires (KNA) Die Angriffe von US-Präsident Donald Trump gegen Papst Leo XIV. haben unter Katholiken in Lateinamerika eine Welle der Solidarität mit dem Kirchenoberhaupt ausgelöst. "Wir haben einen konsequenten Anführer, der uns einen Weg ohne Umkehr aufzeigt: den Frieden stets und unter allen Umständen zu fördern", schrieb der chilenische Kardinal Fernando Chomalí im Kurznachrichtendienst X.
Papst Leo XIV. sei geprägt von jahrelangem Gebet, Studium und der Nähe zu den Armen. "Dies hat in ihm ein Herz geformt, das sich den Schwachen zuwendet. Er zieht es vor, Gott zu gehorchen statt den Menschen", so Chomalí, der Erzbischof von Santiago de Chile ist. Leos Mut entspringe seinen tiefsten Überzeugungen, nicht seinen Leidenschaften.
Der peruanische Kardinal Carlos Castillo erklärte: "Wir bekunden unsere Unterstützung angesichts der Äußerungen eines Staatsoberhauptes, das versucht hat, einen Papst zu diskreditieren, der seine Mission erfüllt, die Mission Jesu." Er bekunde seine uneingeschränkte Solidarität mit Papst Leo XIV.
Trump hatte den Papst wegen dessen Kritik am Iran-Krieg unter anderem als "schwach" gegenüber Kriminalität und als "Katastrophe" in der Außenpolitik bezeichnet. Castillo schrieb dazu, der Papst stehe aus ethischer und christlicher Sicht für die wahre Form des Christentums. Dabei gehe es um die Befriedung der Welt und Begegnung zwischen den Menschen.
Die brasilianische Bischofskonferenz schrieb in einer Stellungnahme, die geistliche und moralische Autorität des Papstes orientiere sich nicht an der Logik der politischen Konfrontation, sondern an der Treue zum Evangelium, "das sich unablässig für den Frieden, die Menschenwürde und den Dialog zwischen den Völkern einsetzt". Die brasilianischen Bischöfe bekräftigten die Gemeinschaft und Einheit mit Papst Leo. Gemeinsam stehe man für die Werte, "die das christliche Gewissen erleuchten und die Hoffnung der Menschheit stützen".
In Mittelamerika meldete sich die Bischofskonferenz aus Panama zu Wort. Die von Erzbischof José Domingo Ulloa und Bischof Luis Enrique Saldaña unterzeichnete Erklärung stellte heraus, das Amt des Papstes sei ein geistliches und kein politisches. Seine Worte seien ein Dienst am Gewissen der Menschheit.
Bischof Meier: Radikaler Islam in Bosnien nicht auf dem Vormarsch
Bonn (KNA) Der katholische Bischof Bertram Meier hält eine islamistische Radikalisierung auf dem Balkan für unwahrscheinlich. Bei seiner jüngsten Reise nach Bosnien-Herzegowina habe er zwar auch die Sorge wahrgenommen, "dass externe Scharfmacher die Unzufriedenheit junger Menschen für ihre radikale Agenda ausnutzen wollen", sagte Meier, der in der Deutschen Bischofskonferenz für den Bereich Weltkirche zuständig ist, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Aber: "Glücklicherweise gibt es hier im Land ein geschärftes Bewusstsein dafür, welch gefährliches Potenzial radikale Strömungen in sich bergen." Das Bestreben, den moderaten Weg des bosnischen Islam fortzusetzen, verdiene Unterstützung.
Der Bischof von Augsburg hatte sich in der vergangenen Woche vier Tage lang in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo ein Bild von der politischen Lage und dem Zusammenleben der Religionen in Bosnien-Herzegowina gemacht. Rund 30 Jahre nach dem Krieg zwischen orthodoxen bosnischen Serben, muslimischen Bosniaken und überwiegend katholischen Kroaten bleiben die Trennlinien zwischen den Ethnien dort sehr präsent.
Als einen Höhepunkt seines Sarajevo-Besuchs bezeichnete Meier "ein sehr herzliches und inhaltlich tiefgründiges Gespräch" mit dem Großmufti der Bosniaken, Reisul-ulema Husein Kavazović. "Dabei hat der Großmufti hervorgehoben, dass der bosnische Islam sich europäischen Grundwerten verpflichtet weiß und sich daher jedem Extremismus widersetzt." Für den obersten Repräsentanten der bosnischen Muslime stehe außer Frage, dass der Staat säkular verfasst sein muss. "Nur so lässt sich in einer multireligiösen Gesellschaft gewährleisten, dass die Menschenrechte aller geschützt werden."
Die drei Volksgruppen im Land definierten sich stark über die Religionszugehörigkeit, fügte Meier hinzu. Gleichzeitig betonten die Repräsentanten des Islams, der katholischen und der serbisch-orthodoxen Kirche sowie des Judentums ihre gemeinsame Verantwortung für den Frieden. Dazu hätten sie in der Vergangenheit einen Interreligiösen Rat gegründet, der sich stark in der Dialogarbeit engagiere.
Meier führte in Sarajevo auch Gespräche mit dem deutschen Botschafter Alfred Grannas und dem Hohen Repräsentanten für Bosnien-Herzegowina, dem Deutschen Christian Schmidt, der die Einhaltung des Friedensvertrags von Dayton aus dem Jahr 1995 überwacht. "Die große Mehrheit der Menschen in Bosnien und Herzegowina sieht die Zukunft ihres Landes in der Europäischen Union", so der Bischof. Für diese Vision seien jedoch tiefgreifende Reformen notwendig.
Erzbistumsfinder
Mit dem neuen „Erzbistumsfinder“ sehen Sie die Vielfalt aller katholischer Einrichtungen im Erzbistum Paderborn auf einen Blick – ob Pfarrbüros, Kirchen, Jugendstätten, Schulen, Bildungshäuser, Bibliotheken, Beratungszentren, Krankenhäuser, Orden und Konvente oder Kunst- und Kulturstätten – immer samt Kontaktmöglichkeiten.







