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„WIR WOLLEN MEHR“

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
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Fastenzeit-Aktion für Familien und Paare

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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

© Erzbistumsarchiv Paderborn
05.02.2026

Heilige Agatha: Ein Feiertag aus „fürst-väterlicher Sorge“

Der 5. Februar ist Sankt-Agatha-Tag. Folgende Sonntagsgottesdienste im Erzbistum werden von Feuerwehrleuten geprägt sein. Auch die Archivalie des Monats widmet sich der Heiligen. Und: Das Erzbistumsarchiv sucht weitere Hinweise zu Bräuchen rund um Agatha.
© Laura Reuter
03.02.2026

Heimat im Kinder- und Jugendchor St. Aegidius gefunden

"Im Chor darf ich sein, wie ich immer bin": Magdalena Heitmann und ihre "Familie" in den Kinder- und Jugendchören St. Aegidius Wiedenbrück.
© Erzbistum Paderborn
02.02.2026

Grund Nr. 456: VERTRAUEN IST DIE STILLSTE ART VON MUT!

Initiative 1000 gute Gründe: 12 gute Gründe für das Jahr 2026 – Februar
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
01.02.2026

Wie mehr Licht in die barocke Propsteikirche Belecke kam

Im Fokus des Erzbistumskalenders: Die Propsteikirche St. Pankratius in Belecke, wo schon Erzbischof em. Hans-Josef Becker als Messdiener wirkte.
© Gideon.j / Shutterstock.com
29.01.2026

Unterwegs im Unfertigen

Kleine Szenen, große Reibung: Claudius Rosenthal erzählt in seinen WDR-Morgenandachten Geschichten von einem Glauben, der nicht glänzt, sondern sich unterwegs zeigt. Wärmend, kantig, tröstlich unperfekt.
© Ralf Litera
29.01.2026

Wie der Glaube eine Feuerwehrfrau und Notfallseelsorgerin trägt

Wenn Sekunden zählen und nichts sicher ist: Susanne Hüwel-Rozman leistet ihren Dienst für die Feuerwehr zwischen Einsatz, Emotion und innerer Stärke.

Unsere Nachrichten

© Stefano Dal Pozzolo/Romano Siciliani/KNA
06.02.2026

„Viva Santa Agatha!“ – Pilger aus dem Erzbistum Paderborn erleben Agatha-Fest

Hunderttausende feiern in Catania das Triduum zu Ehren der heiligen Agatha – mittendrin eine Pilgergruppe aus dem Südsauerland und Weihbischof Matthias König
© Erzbistum Paderborn
06.02.2026

Studie zu Missbrauch im Erzbistum Paderborn erscheint im März 2026

Universität Paderborn veröffentlicht kirchenhistorische Untersuchung / Erzbistum Paderborn kündigt umfangreiche Informations- und Begleitangebote an
© Copyright (c) 2020 Sven Piper/Shutterstock.
05.02.2026

Stellungnahme des Erzbistums Paderborn

anlässlich der Berufungsverhandlung vor dem Landesarbeitsgericht Hamm im arbeitsrechtlichen Verfahren um das Klinikum Lippstadt – Christliches Krankenhaus am 5. Februar 2026
© Ivan Kacarov / Shutterstock.com
05.02.2026

Landesregierung kürzt Kita-Finanzierung

Ein Schlag ins Gesicht für Familien und Träger: Während Kosten steigen und steigen, senkt das Land die KiBiz-Pauschalen für die Kitas. Trägerverbund warnt vor spürbaren Einschränkungen.
© Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
05.02.2026

Widerspruch gegen Antisemitismus gefordert

Podium mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz bei der Jahrestagung der Vereinigung katholischer Religionslehrerinnen und -lehrer an Gymnasien und Gesamtschulen im Erzbistum Paderborn
© Kirchenvorstand Balve
04.02.2026

Zwei Ehrenkreuze „Pro Ecclesia et Pontifice“ in Balve verliehen

Bruno Köck und Paul Stüeken erhalten Auszeichnung für jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in Kirche und Gemeinde

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

"... dass alle Kinder gleichberechtigt werden.“

Hannah (14) und Moritz (10) sind Sternsinger aus Dortmund und durften dieses Jahr den Bundespräsidenten im Schloss Bellevue in Berlin besuchen und mit ihm einen Kakao trinken. Aber warum sind die beiden überhaupt Sternsinger? Was treibt sie an, anderen Kindern zu helfen und den Segen zu verbreiten?

Das war das Weihnachtssingen im Stadion – die Highlights

Gänsehaut pur beim ersten Weihnachtssingen in der Home-Deluxe-Arena in Paderborn. Rund 10.000 Menschen sangen gemeinsam Weihnachtsklassiker, erlebten emotionale Momente und setzten ein starkes Zeichen der Gemeinschaft, Hoffnung und Nächstenliebe.

Backen im Advent: Mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz

Zum diesjährigen Abschluss unserer Reihe „Backen im Advent“ empfängt Diözesanjugendpfarrer Tobias Hasselmeyer einen besonderen Gast in der Backstube: Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz.
Gemeinsam backen sie beschwipste Kapuziner und sprechen über die Adventszeit, den christlichen Glauben und weihnachtliche Traditionen.

KNA Newsticker

6. Februar 2026 13:58

Erfurter Moschee wird eröffnet

Erfurt (KNA) Nach fast 20-jähriger Bauzeit wird der umstrittene Moschee-Neubau in Erfurt am 14. Februar eröffnet. Das teilte die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde am Freitag mit. Am 15. Februar öffnet die Mahmud-Moschee von 10.00 bis 18.00 Uhr ihre Türen für die breite Öffentlichkeit im Rahme ...

Erfurt (KNA) Nach fast 20-jähriger Bauzeit wird der umstrittene Moschee-Neubau in Erfurt am 14. Februar eröffnet. Das teilte die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde am Freitag mit. Am 15. Februar öffnet die Mahmud-Moschee von 10.00 bis 18.00 Uhr ihre Türen für die breite Öffentlichkeit im Rahmen des "Tags der offenen Moschee".

Das islamische Gotteshaus mit einem zehn Meter hohen Zierminarett ist der erste Moschee-Neubau in Ostdeutschland außerhalb von Berlin. Der Grundstein war 2018 gelegt worden. Ende vergangenen Jahres wurde das Gebäude fertiggestellt. Es liegt am Rand von Erfurt in einem Gewerbegebiet.

Seit der Ankündigung des Bauvorhabens 2016 hatte es immer wieder teils massive islamfeindliche Proteste gegeben. Moschee-Gegner errichteten meterhohe Protest-Kreuze und spießten im Sommer 2017 Schweinekadaver auf dem Gelände auf. Die christlichen Kirchen unterstützten das Bauvorhaben. Der Bau, zu dem neben Gebetsräumen auch eine Wohnung für den Imam gehört, wurde ausschließlich aus Spenden finanziert.

Die Ahmadiyya-Gemeinschaft versteht sich als weltweite islamische Reformbewegung, wird aber von vielen anderen muslimischen Strömungen nicht anerkannt und teils verfolgt. Bundesweit hat sie nach eigenen Angaben etwa 50.000 Mitglieder und unterhält mehr als 60 Moscheen.

6. Februar 2026 13:45

Millionenförderung für mehr Wissen über geraubte Kulturobjekte

Magdeburg (KNA) Geraubtes Kulturgut soll seine ursprünglichen Besitzer finden. Insgesamt 2,8 Millionen Euro wurden hierfür im vergangenen Jahr vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste ausgeschüttet. Wie das Zentrum am Freitag in Magdeburg mitteilte, wird mit dem Geld etwa der Ursprung menschli ...

Magdeburg (KNA) Geraubtes Kulturgut soll seine ursprünglichen Besitzer finden. Insgesamt 2,8 Millionen Euro wurden hierfür im vergangenen Jahr vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste ausgeschüttet. Wie das Zentrum am Freitag in Magdeburg mitteilte, wird mit dem Geld etwa der Ursprung menschlicher Überreste oder religiös wichtiger Artefakte erforscht. Diese stammen den Angaben zufolge unter anderem aus dem afrikanischen Mali und Tansania. Insgesamt würden vier kurzfristige und sieben langfristige Forschungsprojekte gefördert.

"Die Zahl der Forschungsprojekte, die von Anfang an gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus den Herkunftsregionen entwickelt werden, nimmt zu", erklärte Meike Hopp, Vorständin des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste. Damit rücke die Perspektive jener Menschen in den Vordergrund, deren Vorfahren unterdrückt und ihrer Kulturobjekte beraubt worden seien.

Das von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden zum 1. Januar 2015 gegründete Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg ist nach eigenen Angaben zentraler Ansprechpartner zu Fragen unrechtmäßig entzogenen Kulturguts in Deutschland. Das Zentrum wird aus dem Etat von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) gefördert.

6. Februar 2026 12:46

Papst fordert Kampf gegen Menschenhandel: "Schweres Verbrechen"

Vatikanstadt (KNA) Papst Leo XIV. hat zu einem stärkeren Einsatz gegen Menschenhandel aufgerufen. Es sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, so Leo XIV. in seiner Botschaft anlässlich des katholischen Welttags gegen Menschenhandel. Der von seinem Vorgänger Franziskus (2013-2025) eingefü ...

Vatikanstadt (KNA) Papst Leo XIV. hat zu einem stärkeren Einsatz gegen Menschenhandel aufgerufen. Es sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, so Leo XIV. in seiner Botschaft anlässlich des katholischen Welttags gegen Menschenhandel. Der von seinem Vorgänger Franziskus (2013-2025) eingeführte Tag wird jährlich am 8. Februar begangen.

"Wahrer Friede beginnt mit der Anerkennung und dem Schutz der von Gott gegebenen Würde jedes Menschen", schreibt Leo XIV. Ihre Missachtung hingegen schüre diese Plage, von der Frauen und Kinder am stärksten betroffen seien. "Geopolitische Instabilität und bewaffnete Konflikte schaffen einen fruchtbaren Boden für Menschenhändler, um die Schwächsten, insbesondere Vertriebene, Migranten und Flüchtlinge, auszubeuten."

Als besonders beunruhigend bezeichnete der Papst die Zunahme der sogenannten Cyber-Sklaverei. Menschen würden etwa in Online-Betrug oder Drogenschmuggel verwickelt. "In solchen Fällen werden die Opfer dazu gezwungen, die Rolle des Täters zu übernehmen, was ihre seelischen Wunden noch verschlimmert", so Leo XIV. Diese Formen der Gewalt seien keine Einzelfälle, sondern Symptome einer Kultur, die vergessen habe, wie man liebt.

Das katholische Kirchenoberhaupt forderte mehr Aufmerksamkeit für derlei Praktiken. "Bewusstseinsbildung ermöglicht es uns, die verborgenen Mechanismen der Ausbeutung in unserer Nachbarschaft und im digitalen Raum zu erkennen", so Leo XIV. "Letztlich kann die Gewalt des Menschenhandels nur durch eine neue Sichtweise überwunden werden, die jeden Menschen als geliebtes Kind Gottes betrachtet."

6. Februar 2026 12:16

Missbrauch im Erzbistum Paderborn - Studie kommt im März

Paderborn (KNA) Am 12. März wird die mit Spannung erwartete Missbrauchsstudie für das Erzbistum Paderborn vorgestellt. Das teilten Erzbistum und Universität Paderborn am Freitag mit. Ein erster Zwischenbericht hatte Ende 2021 bereits für Empörung gesorgt. Darin wird den früheren Erzbischö ...

Paderborn (KNA) Am 12. März wird die mit Spannung erwartete Missbrauchsstudie für das Erzbistum Paderborn vorgestellt. Das teilten Erzbistum und Universität Paderborn am Freitag mit. Ein erster Zwischenbericht hatte Ende 2021 bereits für Empörung gesorgt. Darin wird den früheren Erzbischöfen Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt gravierendes Fehlverhalten im Umgang mit Missbrauchstätern bescheinigt. Vorwürfe, dass Jaeger und Degenhardt selbst Missbrauch begangen haben sollen, wies das Erzbistum zuletzt zurück.

Im Dezember 2021 hatten die Studienleiterinnen Nicole Priesching und Christine Hartig von der Universität Paderborn einen Zwischenbericht vorgelegt. Ihr Fazit: Jaeger und Degenhardt hätten beschuldigte Geistliche geschützt und ihnen teils schriftlich ihr Mitgefühl bekundet. Betroffenen gegenüber hätten sie keine Fürsorge gezeigt. Missbrauchstäter seien immer wieder versetzt worden. Dadurch habe die Bistumsleitung Wiederholungstaten in Kauf genommen. Auch die Gesellschaft - Gerichte, Eltern, Gemeindemitglieder - hätten weggesehen.

Den Verdacht, dass Jaeger und Degenhardt selbst Täter gewesen sein sollen, wies das Erzbistum im Oktober zurück. Keiner der bisher bekannten Vorwürfe sei plausibel dargelegt, so die Erzdiözese damals. Sie seien teils unvollständig, widersprüchlich oder über Dritte eingebracht. Gutachter hätten sie als unplausibel eingestuft. Die Erzdiözese hatte zuvor von einem dritten Vorwurf gegen Jaeger und Degenhardt erfahren. Daneben gibt es Anschuldigungen zweier bereits bekannter mutmaßlicher Betroffener.

Erzbischof Udo Markus Bentz versicherte, er wolle den nun anstehenden Abschlussbericht der Universität Paderborn würdigen. Am Tag nach der Vorstellung will die Erzdiözese die Ergebnisse auf einer eigenen Pressekonferenz zusammen mit Betroffenenvertretern einordnen. Am selben Tag wird sich Bentz mit Betroffenen auf deren Jahresversammlung austauschen.

Zudem sind drei Veranstaltungen geplant, um mit den Menschen im Erzbistum über die Studie zu sprechen. Daran nehmen Bentz, seine Generalvikare Michael Bredeck und Thomas Dornseifer, der Interventionsbeauftragte Thomas Wendland sowie Mitglieder der Betroffenenvertretung teil. "Die Veröffentlichung der Studie bewegt und verunsichert viele Menschen", erklärte der Erzbischof. "Wir möchten mit möglichst vielen ins Gespräch kommen über die Ergebnisse."

An der kirchenhistorischen Untersuchung arbeiteten die Forscherinnen der Universität Paderborn seit sechs Jahren. Sie wird durch das Erzbistum gefördert und beleuchtet die Amtszeiten von Jaeger (1941-1973) und Degenhardt (1974-2002).

Eigentlich hätte der Abschlussbericht bereits vergangenes Jahr vorliegen sollen. Doch wegen der großen Menge an Material und wegen rechtlicher Prüfungen kam es zu Verzögerungen. Laut Erzbistum fällt in den untersuchten Zeitraum ein Großteil der bekannten Missbrauchsfälle.

Ein zweites Forschungsprojekt unter Prieschings Leitung untersucht seit 2023 zudem die Amtszeit von Erzbischof Hans-Josef Becker (2002 bis 2022). Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden laut Erzbistum voraussichtlich 2027 veröffentlicht.

6. Februar 2026 12:10

Aktionstag zum Umgang mit KI - Prien: "Verstehen" ist Trugbild

Berlin (KNA) Junge Menschen nutzen Chatbots zunehmend wie eine Therapeutin - doch zum Safer Internet Day am Dienstag weist Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) auf Grenzen von Künstlicher Intelligenz (KI) hin. "Eine Maschine fühlt nicht mit, sie hört nicht zwischen den Zeilen und sie h ...

Berlin (KNA) Junge Menschen nutzen Chatbots zunehmend wie eine Therapeutin - doch zum Safer Internet Day am Dienstag weist Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) auf Grenzen von Künstlicher Intelligenz (KI) hin. "Eine Maschine fühlt nicht mit, sie hört nicht zwischen den Zeilen und sie hält niemandem die Hand", sagte die Politikerin am Freitag in Berlin. "Echte Beziehungen entstehen im Austausch mit anderen Menschen, auch durch Widerspruch, Nähe und gemeinsame Erfahrungen. Gesellschaftlicher Zusammenhalt wächst aus realen Gesprächen und Begegnungen, nicht aus Algorithmen."

Daher sei es umso wichtiger, dass der Umgang mit KI am diesjährigen Aktionstag im Mittelpunkt stehe. Unter dem Motto "KI and me. In künstlicher Beziehung" sind laut Angaben mehr als 1.000 Schulen, Vereine, Bibliotheken, Unternehmen und Initiativen beteiligt.

So bietet die EU-Initiative klicksafe am Dienstag ab zehn Uhr eine Unterrichtsstunde zum Thema an, die live in Klassenzimmer gestreamt werden kann. "Junge Menschen brauchen Anlässe und Räume, um digitale Entwicklungen kritisch zu hinterfragen und ihren eigenen Standpunkt zu entwickeln", erklärte die klicksafe-Leiterin bei der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, Deborah Woldemichael.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) sprach von einer der wichtigsten Fragen der heutigen Zeit. "Deshalb müssen wir uns mit den alltäglichen KI-Begleitern auseinandersetzen. Dazu gehört auch, ethische Fragen zu stellen, um entscheiden zu können, wie wir leben wollen." Auch Lehrkräfte und Eltern bräuchten Unterstützung in der Begleitung ihrer Kinder "in einer zunehmend von künstlicher Nähe geprägten Lebenswelt", sagte Schweitzer, der auch Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder ist. Gleichzeitig sei es wichtig, junge Menschen zu befähigen, die Chancen digitaler Technologien zu nutzen und die Risiken zu erkennen.

6. Februar 2026 12:04

Ökonom Cremer: Sozialstaat leistungsfähiger als früher

Berlin (KNA) Der Ökonom Georg Cremer warnt vor dramatisierenden Darstellungen über einen Abbau des Sozialstaats und eine schrumpfende Mittelschicht in Deutschland. Seit fast zwei Jahrzehnten sei die Mittelschicht mit allenfalls leichten Schwankungen stabil, schreibt der Professur für Volkswir ...

Berlin (KNA) Der Ökonom Georg Cremer warnt vor dramatisierenden Darstellungen über einen Abbau des Sozialstaats und eine schrumpfende Mittelschicht in Deutschland. Seit fast zwei Jahrzehnten sei die Mittelschicht mit allenfalls leichten Schwankungen stabil, schreibt der Professur für Volkswirtschaft an der Universität Freiburg in einem Beitrag für das Magazin "Spiegel". Und der Sozialstaat sei, anders als vielfach behauptet, weit leistungsfähiger als früher.

Cremer, der von 2000 bis 2017 Generalsekretär des Deutschen Caritasverbands war, fordert angesichts dramatisch wachsender Aufgaben des Staates einen effizienteren Sozialstaat. Die hochkomplexen Strukturen sollten vereinfacht und bürgerfreundlicher werden; dabei müssten bedürftige Menschen einfacher an Hilfe gelangen. So müssten leistungsfeindliche Regelungen für Eltern, die zu geringen Löhnen arbeiteten und dann Abzüge etwa bei Wohngeld oder Kinderfreibetrag hinnehmen müssten, beseitigt werden. "Der Sozialstaat kann fairer werden für Familien am unteren Rand der Mitte", so der Experte.

"Sozialpolitischer Fortschritt, der bezahlbar ist, ist möglich - allerdings nur, wenn man die Vorstellung aufgibt, die Gießkanne sei das ideale Instrument, um Gerechtigkeit herzustellen", mahnte Cremer. Als Beispiel nannte er die Forderung nach kostenlosen Kitas für alle, unabhängig vom Einkommen der Eltern. "Damit wird auch die gehobene Mitte entlastet. Wenn dann aber die Kommunen bei Personal und Qualität sparen müssen, leiden die Kinder aus Risikofamilien."

In diesem Zusammenhang kritisiert der Ökonom Parteien und Verbände, die den Eindruck erweckten, als kümmere sich die Politik nicht um die Alltagsbelange der Bürgerinnen und Bürger. "Die AfD nutzt diesen Diskurs und lädt ihn rassistisch auf, indem sie die Finanzierungsprobleme des Sozialstaats völlig einseitig bei Flüchtlingen und Migranten ablädt."

Als Beispiel für Mythen über den schlechten Zustand des Sozialstaats nannte Cremer die Behauptung, dass die Tafeln dort handelten, wo der Staat versage. "Aber das verdreht die Tatsachen. Im Bundeshaushalt 2026 sind etwa 60 Milliarden Euro für existenzsichernde Leistungen veranschlagt. Bedürftige Menschen haben einen verfassungsrechtlich verbürgten Anspruch. Die überwiegende Mehrheit von ihnen kommt ohne Tafeln zurecht oder muss ohne sie zurechtkommen." Die Tafeln würden genutzt, weil es sie gebe.

Der Wissenschaftler betont, der Vorwurf, der Einzelne müsse immer mehr Lebensrisiken selbst bewältigen, sei haltlos. Cremer verweist beispielsweise darauf, dass in den vergangenen Jahrzehnten die realen Einkommen der Haushalte im Rentenalter gestiegen seien, zeitweise sogar stärker als bei den mittleren Altersgruppen. Weit häufiger als früher seien Frauen erwerbstätig und hätten eigene Rentenansprüche. Bevor die Pflegeversicherung eingeführt worden sei, habe das Pflegerisiko allein bei den Familien gelegen. "Die Ausstattung der alten Bundesrepublik mit Kindertagesstätten war jämmerlich, eine frühkindliche Betreuung gab es praktisch nicht."

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