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Firmung

Ein Sakrament und seine Nähe zu Pfingsten –
Glaube, Orientierung und Rückenwind

© S.H.exclusiv / Shutterstock.com
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Katholikentag 2028 in Paderborn

 

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
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Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung

 

 

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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

© Alissa Taube
08.06.2026

Glaube auf TikTok: Mit „Gottesbeweisen“ zum Nachdenken anregen

Könnte Gott dahinterstecken? In kurzen Videos stellt das Team Social Media des Erzbistums Paderborn auf TikTok grundlegende Fragen, die viele Menschen beschäftigen. Zum Beispiel nach Sinn und Ursprung des Lebens.
Marisol Recktenwald läuft vor dem Gebäude der Bahnhofsmission her © Tobias Schulte / Erzbistum Paderborn
Marisol Recktenwald hilft in der Bahnhofsmission Dortmund – und erlebt dort, was Dienen im Sinne Jesu bedeutet
08.06.2026

Bahnhofsmission: Dienen wie Jesus

Marisol Recktenwald hilft in der Bahnhofsmission Dortmund – und erlebt dort, was Dienen im Sinne Jesu bedeutet.
© Erzbistum Paderborn
07.06.2026

Ein Jahr nach der Priesterweihe

Friedrich Regener über Berufung, Alltag und Hoffnung
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04.06.2026

Ich sehe was, was du nicht siehst

Propst Dietmar Röttger spricht zu Fronleichnam über einen Blick, der tiefer geht. Aus einem Kinderspiel wird eine Sehschule. Wer anders hinsieht, entdeckt im Kleinen plötzlich etwas Großes.
© Nicola Trenz / KNA
03.06.2026

Fronleichnam: Was Mallorca und das Sauerland verbindet

Wer eine besondere Fronleichnamsprozession erleben möchte, könnte vom Paderborner Flughafen aus nach Mallorca fliegen. Doch auch die im Erzbistum heimischen Bräuche beeindrucken – durch das Engagement der Menschen vor Ort.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
02.06.2026

Fünf Glocken für „neue“ Selige und Heilige

Die letzten Kriegsschäden am Mindener Dom St. Gorgonius und St. Petrus Apostel wurden erst im Jahr 2011 behoben

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Ein Tag, der bewegt: Junge Menschen mit Beeinträchtigung beim Reitturnier in Balve

Beim Inklusionstag auf dem Reitturnier in Balve erlebten Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung einen besonderen Tag voller Teilhabe und Begegnung. Sie erhielten exklusive Einblicke hinter die Kulissen des hochrangigen Reitsportevents.

Neupriester im Porträt

Viktor Schefer gibt in diesem Video einen persönlichen Einblick in seinen Alltag als Diakon und Neupriester 2026. Zwischen Gefängnisseelsorge, Schule und Kirche wird deutlich, was es bedeutet, Menschen wirklich zu begegnen, zuzuhören und Hoffnung zu teilen – gerade dort, wo das Leben herausfordernd ist.

Katholikentag im Erzbistum Paderborn: Das sind wir

Der 105. Katholikentag findet 2028 in Paderborn statt. Vom 24. bis zum 28. Mai laden Stadt und Erzbistum Paderborn ein zu einem großen Fest des Glaubens und der Begegnung. Was dich in Paderborn beim Katholikentag erwartet? Unglaublich viel. Im Film stellen wir das Erzbistum Paderborn ein wenig näher vor: 10 gute Gründe, warum du uns besuchen sollst.

KNA Newsticker

8. Juni 2026 16:31

Papst Leo XIV. trifft in Spanien sechs Missbrauchsbetroffene

Madrid (KNA) Papst Leo XIV. hat am Montag in Madrid sechs Betroffene sexualisierter Gewalt durch Geistliche und andere Mitglieder der katholischen Kirche in Spanien getroffen. Bei dem fast einstündigen Gespräch in der Apostolischen Nuntiatur machte jeder der Anwesenden dem Papst Vorschläge, w ...

Madrid (KNA) Papst Leo XIV. hat am Montag in Madrid sechs Betroffene sexualisierter Gewalt durch Geistliche und andere Mitglieder der katholischen Kirche in Spanien getroffen. Bei dem fast einstündigen Gespräch in der Apostolischen Nuntiatur machte jeder der Anwesenden dem Papst Vorschläge, wie die Kirche wirksamer auf solche "tragischen Fälle" reagieren könne, wie der Vatikan anschließend mitteilte. Ebenso habe jeder von seinen eigenen "schmerzhaften Erfahrungen" berichtet.

Der Papst habe "mit Zuneigung und Aufmerksamkeit" zugehört und ihnen seine Verbundenheit und die der gesamten kirchlichen Gemeinschaft versichert, hieß es. Auch habe er bekräftigt, sich dafür einzusetzen, dass die Vorschläge als Grundlage für weitere Bemühungen dienen könnten, damit die Kirche "ein sicherer und spirituell gesunder Ort sein kann, an dem Wunden Trost und Heilung finden", so der Vatikan.

Bei der Begegnung in der vatikanischen Botschaft wurden die Betroffenen von kirchlichen Mitarbeitern begleitet, die sich für die Unterstützung von Opfern sexualisierter Gewalt einsetzen. Das Treffen war am Freitag, dem Vorabend der Abreise des Papstes nach Spanien, vom Vatikan ohne weitere Einzelheiten angekündigt worden.

Bereits am Montagmittag hatte der Papst Spaniens Bischöfe zu einem entschlossenen Vorgehen gegen sexualisierte Gewalt von Geistlichen an Minderjährigen und Schutzbefohlenen aufgerufen. Bei einer Begegnung mit den rund 120 Mitgliedern der Bischofskonferenz nannte Leo XIV. den sexuellen Missbrauch eine "Pest", auf die die Kirche "mit Zuhören, Wahrheit, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und einem immer entschlosseneren Handeln in Sachen Prävention und einer Kultur der Fürsorge" reagieren müsse.

"Allen verletzten Personen muss ehrlich Gehör geschenkt werden, sie müssen Annahme und Schutz erfahren und ihnen müssen echte Wege der Heilung ermöglicht werden", betonte Leo.

Hintergrund der Papstworte sind jahrelange Auseinandersetzungen zwischen Kirche, Politik und Justiz um die Aufarbeitung der Verbrechen und Entschädigungszahlungen für die Betroffenen. Kirchenvertreter und Regierung hatten sich erst im Januar auf ein provisorisches Verfahren zur finanziellen Wiedergutmachung geeinigt. Die Höhe der Summen wird dabei im Streitfall von einer unabhängigen Stelle entschieden. Neben Opfern von Geistlichen können sich auch andere Betroffene sexuellen Missbrauchs an die zuständige Kommission wenden.

8. Juni 2026 13:45

Staatsminister Weimer plädiert für europäisches Tiktok

Berlin (KNA) Medienstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) will sich bei der Regulierung von Tiktok ein Beispiel an den USA nehmen. "Lasst uns Tiktok nicht nur regulieren, sondern europäisieren", forderte Weimer zu Beginn des Digitalkongresses des Verlegerverbands BDZV am Montag in Berlin. Al ...

Berlin (KNA) Medienstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) will sich bei der Regulierung von Tiktok ein Beispiel an den USA nehmen. "Lasst uns Tiktok nicht nur regulieren, sondern europäisieren", forderte Weimer zu Beginn des Digitalkongresses des Verlegerverbands BDZV am Montag in Berlin. Als Beispiel nannte er die Gründung eines mehrheitlich US-geführten Gemeinschaftsunternehmens, mit dem ein drohendes Verbot der Social-Media-Plattform Tiktok in den USA abgewendet wurde.

Weimer sprach sich dafür aus, Plattformmonopole stärker "kartellrechtlich anzugehen". Nur so könne es fairen Wettbewerb mit den klassischen Medien geben. Der Staatsminister sieht in einem "fatalen Konzentrationsprozess" durch die Plattformen nicht nur einen Medienwandel, sondern einen "Achsbruch", durch den Konzerne maximale Gewinne einstrichen, aber keine Verantwortung übernähmen. Dieser dynamische Prozess führe zu einem "Mediazit", klagte Weimer. Das werde nicht nur zu einem Problem für die Industrie, sondern auch für die Gesellschaft.

Er plädierte dafür, Wertschöpfungsketten zu schützen und das Urheberrecht besser zu verteidigen. In diesem Zusammenhang sprach er sich dafür aus, das Leistungsschutzrecht zu erweitern. Eine von ihm geforderte Digitalabgabe für Internetkonzerne solle kein Ersatz dafür sein.

Er hoffe auf eine baldige faire Verteilung dieser Digitalabgabe, die keine Steuer sei, so Weimer. Noch stelle sich Bayern aber dagegen. Einmal eingeführt, werde die Abgabe wahrscheinlich über die Landesmedienanstalten den Schöpfern journalistischer Inhalte zugutekommen.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien will den Medienstandort Deutschland insgesamt stärken: "Wir brauchen Investitionen, wir sind zu kleinteilig und zu langsam unterwegs." Er appellierte an die Medienmanager, mit Blick auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk an "kooperativere Varianten" zu denken. Der neue Medienstaatsvertrag biete dafür die Grundlage. Weimer mahnte die Medienmacher zudem, gerade angesichts einer "Omnipräsenz der KI-Welten" auf vorhandenes Vertrauen zu setzen. Denn Vertrauen sei der "zentrale Rohstoff in unserer Welt".

8. Juni 2026 13:35

Diabetes-Hilfe: Erfolge wie der von Zverev für Betroffene wichtig

Stuttgart (KNA) Der lang ersehnte erste Grand-Slam-Titel für Alexander Zverev zeigt für die Deutsche Diabetes-Hilfe, dass sportliche Spitzenleistungen mit Diabetes Typ 1 zwar weiterhin eine enorme Herausforderung bleiben, aber erreichbar sind. "Moderne Therapien, technische Hilfsmittel und ein ...

Stuttgart (KNA) Der lang ersehnte erste Grand-Slam-Titel für Alexander Zverev zeigt für die Deutsche Diabetes-Hilfe, dass sportliche Spitzenleistungen mit Diabetes Typ 1 zwar weiterhin eine enorme Herausforderung bleiben, aber erreichbar sind. "Moderne Therapien, technische Hilfsmittel und ein gutes Selbstmanagement ermöglichen vielen Betroffenen sportliche Höchstleistungen – bis hin zum Profisport", sagte Diabetes-Hilfe-Geschäftsführerin Nicole Mattig-Fabian am Montag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Stuttgart.

Sichtbare Vorbilder wie Zverev, der nach drei vorausgegangenen Final-Niederlagen bei Grand-Slam-Turnieren am Sonntag erstmals die French Open gewinnen konnte, seien enorm wichtig, sagte Mattig-Fabian: "Sie zeigen anderen Menschen mit Diabetes, dass die Erkrankung kein Hindernis für ehrgeizige Ziele sein muss."

Gleichzeitig bedauert die Diabetes-Hilfe-Geschäftsführerin, dass vielfach weiterhin das gesellschaftliche Bewusstsein dafür fehle, "wie viel Disziplin und tägliche Leistung hinter einem Leben mit Diabetes steckt". Umso wichtiger seien mehr Aufklärung, Akzeptanz und ein Umfeld, das Betroffene nicht einschränkt.

Zverev geht seit Jahren offen mit seiner Diabetes-Erkrankung um. Er setzte sich am Sonntag in einem dramatischen Marathon-Fünf-Satz-Match gegen Flavio Cobolli durch.

8. Juni 2026 12:32

10.000 Jahre Männerschmuck: Zeitreise-Ausstellung in Stuttgart

Stuttgart (KNA) Nicht nur Frauen, auch Männer tragen seit Jahrtausenden Schmuck. Heute sind es Goldketten, Ringe, Tätowierungen oder Luxusuhren, einst waren es Anhänger aus Mammutelfenbein oder Muscheln. Das Landesmuseum Württemberg zeigt vom 17. Oktober 2026 bis 25. April 2027 die nach eige ...

Stuttgart (KNA) Nicht nur Frauen, auch Männer tragen seit Jahrtausenden Schmuck. Heute sind es Goldketten, Ringe, Tätowierungen oder Luxusuhren, einst waren es Anhänger aus Mammutelfenbein oder Muscheln. Das Landesmuseum Württemberg zeigt vom 17. Oktober 2026 bis 25. April 2027 die nach eigenen Angaben erste umfassende Ausstellung zur Kulturgeschichte des Männerschmucks. Der Titel der Großen Sonderausstellung lautet "Zier & Zeichen: Was Männer schmückt".

Es sei eine Zeitreise durch 10.000 Jahre Männerschmuck von der Steinzeit bis in die Gegenwart, erklärte das Museum am Montag. Die Ausstellung zeige anhand archäologischer Funde, historischer Artefakte und zeitgenössischer Exponate, wie Männer Schmuck nutzten und nutzen, um Zugehörigkeit, Status, Macht oder die eigene Individualität sichtbar zu machen.

Bereits in der Steinzeit schmückten demnach die Menschen ihre Körper mit Muscheln, Tierzähnen, Federn oder Anhängern aus Mammutelfenbein. In der Bronzezeit und bei den Kelten seien kostbare Gürtelbestandteile, Goldschmuck und repräsentative Waffen zu sichtbaren Zeichen von Macht und Ansehen geworden.

Etruskische Männer trugen den Angaben zufolge Armreife, Siegelringe und Anhänger. Skythen beeindruckten durch Goldschmuck und großflächige Tätowierungen. Die klassische Antike setzte hingegen einen Kontrapunkt: "Im antiken Griechenland galt der gepflegte und trainierte Körper als Ausdruck männlicher Exzellenz. Duftöle, Frisuren und Kränze gehörten zur Selbstdarstellung", so das Landesmuseum.

Im republikanischen Rom seien dagegen Schlichtheit und Selbstbeherrschung zum Ideal geworden. Auffälliger Schmuck galt als eitel und unmännlich. Der Fingerring blieb jedoch ein wichtiges Rang- und Statuszeichen.

Im frühen Mittelalter zeigten alemannische Eliten ihren Rang durch kostbare Schwerter und metallbeschlagene Gürtel. In der Renaissance und im Barock hätten sich Herrscher und Adelige opulent mit kostbaren Gewändern, Edelsteinen und Perlen geschmückt.

Erst das 19. Jahrhundert habe mit dem bürgerlichen Ideal von Nüchternheit und Zurückhaltung einen grundlegenden Wandel gebracht: Schmuck verschwand weitgehend aus der männlichen Alltagskultur und galt als unmännlich. "Taschenuhren, Siegelringe oder Manschettenknöpfe blieben lange die wenigen akzeptierten Formen männlicher Zier", so das Museum.

Im 20. Jahrhundert hätten Popkultur, Subkulturen und internationale Einflüsse neue Formen männlicher Selbstdarstellung eröffnet - ob bei Glam Rock, Hip-Hop oder queerer Kultur. Heute stünden klassische Statussymbole neben Tattoos, Perlenketten oder "genderfluiden Schmuckformen".

8. Juni 2026 12:23

Expertin: Nach Unfällen nicht nur äußere Blutungen beachten

Stuttgart (KNA) Bei Unfällen im Alltag oder in der Freizeit sollten auch Gefäßverletzungen und Durchblutungsstörungen im Blick behalten werden. Darauf weist die Augsburger Gefäßmedizinerin Yvonne Goslau hin. Bei Unfällen mit Fahrrad, Skateboard, Inlinern oder E-Rollern könne vor allem ei ...

Stuttgart (KNA) Bei Unfällen im Alltag oder in der Freizeit sollten auch Gefäßverletzungen und Durchblutungsstörungen im Blick behalten werden. Darauf weist die Augsburger Gefäßmedizinerin Yvonne Goslau hin. Bei Unfällen mit Fahrrad, Skateboard, Inlinern oder E-Rollern könne vor allem eine unzureichende Durchblutung von Armen oder Beinen gefährlich werden.

Goßlau äußerte sich bei der Online-Pressekonferenz "Gesundheitsgefahren im Sommer durch gestresste Gefäße" der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin.

Wichtig sei es, bei Verletzungen zunächst Ruhe zu bewahren, direkten Druck auf blutende Wunden auszuüben und den Rettungsdienst zu alarmieren, sagte Goßlau. Gleichzeitig sollten Betroffene und Helfer nicht nur auf sichtbare Blutungen achten, sondern auch auf mögliche Zeichen einer Mangeldurchblutung.

Dazu zählen nach ihren Angaben etwa starke Schmerzen, Blässe, Kälte, Taubheitsgefühle oder ein fehlender Puls in der betroffenen Extremität, also Arm oder Bein. Auch zunächst unscheinbare Verletzungen könnten auf schwerere Gefäß- oder Weichteilschäden hinweisen, mahnte die Gefäßmedizinerin. Insbesondere akute Durchblutungsstörungen an Armen oder Beinen seien ein Notfall: Bereits nach wenigen Stunden könne es zu bleibenden Schäden kommen.

8. Juni 2026 12:11

Expertin: Thrombose-Risiko bei langen Flügen minimieren - So geht's

Stuttgart (KNA) Wer mehrere Stunden im Flugzeug sitzt, sollte regelmäßig die Beine bewegen und ausreichend trinken. Darauf weisen Gefäßmediziner mit Blick auf das Risiko einer sogenannten Flug- oder Reisethrombose hin. Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie hielt am Montag eine Onli ...

Stuttgart (KNA) Wer mehrere Stunden im Flugzeug sitzt, sollte regelmäßig die Beine bewegen und ausreichend trinken. Darauf weisen Gefäßmediziner mit Blick auf das Risiko einer sogenannten Flug- oder Reisethrombose hin. Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie hielt am Montag eine Online-Pressekonferenz zu Gesundheitsgefahren im Sommer ab.

Carola Hoffmann-Wieker, Chefärztin der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie in Speyer, erklärt, dass vor allem bei Flügen von mehr als vier Stunden das Risiko für eine tiefe Venenthrombose (TVT) steige, also die Bildung eines Blutgerinnsels in einer tiefen Vene. Bei Risikopatienten dagegen steige das Risiko bereits nach zwei Stunden.

Studien zufolge erleidet etwa einer von 4.500 Flugreisenden nach einem Langstreckenflug eine solche Thrombose. Menschen mit Vorerkrankungen oder weiteren Risikofaktoren können deutlich stärker gefährdet sein. Auch noch direkt nach dem Flug könne man an einer Thrombose erkranken, so Hoffmann-Wieker.

Mit einfachen Maßnahmen wie Bewegung, Kompressionsstrümpfen und ausreichender Flüssigkeitszufuhr lassen sich die meisten Thrombosen vermeiden, erklärt die Gefäßchirurgin. Sie empfiehlt, während des Flugs regelmäßig aufzustehen und sich zu bewegen. Auch einfache Fuß- und Wadenübungen am Sitzplatz können die Durchblutung fördern.

Wichtig sei zudem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Wasser eigne sich dafür besonders gut. Auch Frucht- oder Tomatensaft seien geeignet, da sie zusätzlich Mineralstoffe lieferten. Kaffee und alkoholische Getränke sollten dagegen nur in Maßen getrunken werden. Beide könnten dazu beitragen, dass der Körper mehr Flüssigkeit verliert, so Hoffmann-Wieker.

Bei Menschen mit erhöhtem Risiko können zudem medizinische Kompressionsstrümpfe oder - in Einzelfällen - gerinnungshemmende Medikamente sinnvoll sein. Darüber sollten Betroffene mit ihrem Arzt sprechen.

Thrombose-Prävention schütze nicht nur einzelne Passagiere, sondern auch das Gesundheitssystem, betont die Gefäßchirurgin. Vorsorge sei praktisch, wirksam und schütze Leben. Viele Reisende seien sich ihres persönlichen Thrombose-Risikos jedoch nicht bewusst.

Nach Angaben der International Air Transport Association (IATA) wurden im vergangenen Jahr weltweit mehr als 4,5 Milliarden Passagiere befördert.

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