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Die Anmeldung für die Fahrt zum Weltjugendtag nach Seoul aus dem Erzbistum Paderborn hat begonnen.
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Amtssitzwechsel 2026 - MITTEN UNTER EUCH.

Erzbischof Bentz eine Woche mitten in der Region · Witten, Hagen, Herne und Umgebung · 21.–27. September 2026



© Hans Blossey / luftbild-blossey.de
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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

30.08.2026

Ich bin Christ, aber nicht besser als du

Der Dortmunder Artist „Promise of the Lord“ erreicht Tausende mit seiner Musik. Doch ihm geht es um mehr als Klicks: Er will Menschen Gott näherbringen.
© Pfarrei St. Katharina Unna
28.08.2026

Nächstenliebe auf direktem Dienstweg: GLÜCKLICHT-Tüten von Unna nach Rumänien gebracht

Die Ehrenamtliche Elisabeth Wächter lebt vor, wie „einfach machen“ geht - zuletzt mit einer Hilfsaktion in ihrer Heimatgemeinde für Caransebes in Rumänien. Wie Gemeinschaft, Dankbarkeit und ihr Glaube sie immer neu motivieren.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
25.08.2026

Der Dom eine öffentliche Landstraße!

Libori ist vorbei, doch Domküster Berendes hat Anlass zur Beschwerde. Zu viel Betrieb, ein schlimmer Verfall der Sitten. O tempora, o mores! Aber keine Sorge – die Beschwerde ist 174 Jahre alt. Das Erzbistumsarchiv präsentiert: die Archivalie des Monats!
© Ralf Litera / Erzbistum Paderborn
21.08.2026

Braucht Glaube Rituale?

Rituale begleiten uns, oft unbemerkt. Sie strukturieren den Alltag, geben ihm Tiefe und verbinden uns mit etwas, das größer ist als wir selbst. Auch im Christentum spielen sie seit jeher eine wichtige Rolle.
© Tobias Koch
20.08.2026

„Ich schöpfe Kraft aus meinem Glauben“

Philipp Amthor hat sich als junger Erwachsener taufen lassen. Was den 33-jährigen Christdemokraten dazu bewegt hat, wie ihn die Bergpredigt bei seiner politischen Arbeit leitet und wann er mit Gott spricht, erzählt er im Interview.
© Klaus-Peter-Kappest
19.08.2026

Mit dem Rad von Kirchturm zu Kirchturm

Vier Dorfkirchen-Radrouten in Schmallenberg und Eslohe laden dazu ein, die Kirchenlandschaft des Sauerlands zu erfahren – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Wie kann ich erfolgreich sein (im Sinne Gottes)?

Die Fußball WM 2026 ist gespielt, ein neuer Weltmeister ist gefunden: Spanien. Doch: Was ist so ein Erfolg wert? Was ist das Geile an Erfolg? Und wer definiert überhaupt, was zu einem erfolgreichen Leben dazugehört oder nicht? Darüber tauschen sich Tobias Hasselmeyer, Jugendpfarrer im Erzbistum Paderborn, und YOUPAX-Redakteur Tobi Schulte aus.

Weil Ehrenamt Ehrensache ist

Lena Ortwein arbeitet als Sonderpädagogin in Paderborn und setzt sich darüber hinaus ehrenamtlich in der Kolpingjugend ein. Sie wirkt unter anderem beim Projekt „Gute N8cht“ mit und übernimmt in diesem Jahr die Leitung der Kanu-Pilgerreise nach Werl.

"Du bist gut genug" - Wie kann ich das verinnerlichen?

Ein Ohrwurm fesselt Deutschland – das Lied „Gut genug“. Doch: Stimmt die Aussage des Lieds? Ist jeder Mensch gut genug? Und wenn das so ist, was ist das unser Problem als Menschen? Wieso sind wir so verletzlich? Was kann uns helfen, zu spüren, dass wir gut genug sind?

KNA Newsticker

30. August 2026 13:32

Jüdische Chabad-Gemeinde in Berlin feiert 30-jähriges Bestehen

Berlin (KNA) Mit einem großen Straßenfest hat die Jüdische Gemeinde Chabad Berlin diesen Sonntag ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. "Ihr reicht Hände, ihr seid Brückenbauer", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bei einem Festakt am Nachmittag. Chabad sei ein Glücksfa ...

Berlin (KNA) Mit einem großen Straßenfest hat die Jüdische Gemeinde Chabad Berlin diesen Sonntag ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. "Ihr reicht Hände, ihr seid Brückenbauer", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bei einem Festakt am Nachmittag. Chabad sei ein Glücksfall für Berlin. "Ich möchte in keinem Berlin leben, wo jüdisches Leben nicht sichtbar ist. Denn jüdisches Leben gehört zur DNA Berlins."

Auch Ron Prosor, der israelische Botschafter in Deutschland, würdigte die Gemeinde. "Ich wünsche Euch, dass ihr so weitermacht, damit jüdisches Leben in Berlin weiter sichtbar ist." Noch immer würden Juden tagtäglich bedroht. "Möge Eure Energie, Eure Unterstützung, das ändern."

Für den Rabbiner Yehuda Teichtal, Vorsitzender der Chabad-Gemeinde, sei das Jubiläum eine Zeit großer Dankbarkeit. "Wir wollen die Zukunft jüdischen Lebens in Berlin und Deutschland mit Zuversicht, Freude und Entschlossenheit mitgestalten", sagte er im Vorfeld. "Unser Jubiläum soll Menschen zusammenbringen und ein starkes Zeichen für ein respektvolles und friedliches Miteinander setzen."

Neben Live-Musik und jüdischem Street-Food präsentierte die Gemeinde bei dem Straßenfest auch die Aktion "Tora für Deutschland". Dabei soll eine Tora, die Heilige Schrift des Judentums, komplett in Deutschland entstehen. In den nächsten Wochen sollen verschiedene Vertreter aus Politik, Kultur und Wissenschaft dort Buchstaben hinzufügen.

Ebenso konnten die Besucher des Fests mittels Virtual-Reality-Brillen einen Blick auf den geplanten Neubau der zentralen Synagoge der Chabad-Gemeinde werfen. Nach Angaben von Chabad sei die jetzige Synagoge in Berlin-Wilmersdorf zu klein. Aktuell könnten etwa 250 Gläubige dort Platz finden, nach dem Umbau sollen bis zu 600 Besucher in die Synagoge passen.

Laut Chabad soll der Bau des etwa 20 Millionen Euro teuren Projekts im kommenden Jahr starten. Als Zieldatum werde 2030 angepeilt. Finanziert werden soll der Neubau unter anderem durch Spenden und die Unterstützung durch den Bund.

Die Chabad-Gemeinde in Berlin wurde 1996 gegründet und ist eine von mehreren jüdischen Gemeinden in der Hauptstadt. Sie zählt mittlerweile rund 4.000 Mitglieder, betreibt mehrere kleine Synagogen sowie den Jüdischen Campus. Zu diesem gehören unter anderem ein Kindergarten, eine Grundschule und ein Gymnasium.

30. August 2026 12:09

Papst fordert Freilassung aller Geiseln des Massakers in Haiti

Castel Gandolfo (KNA) Papst Leo XIV. dringt auf eine unverzügliche Freilassung aller Geiseln des Massakers in Haiti. Die Nachrichten aus Kenscoff nahe der Hauptstadt Port-au-Prince, wo bei einem Banden-Angriff vor knapp einer Woche etwa 50 Menschen getötet und ebensoviele verschleppt wurden, s ...

Castel Gandolfo (KNA) Papst Leo XIV. dringt auf eine unverzügliche Freilassung aller Geiseln des Massakers in Haiti. Die Nachrichten aus Kenscoff nahe der Hauptstadt Port-au-Prince, wo bei einem Banden-Angriff vor knapp einer Woche etwa 50 Menschen getötet und ebensoviele verschleppt wurden, seien dramatisch, sagte Leo XIV. am Sonntag beim Mittagsgebet in Castel Gandolfo nahe Rom, wo er das Wochenende verbrachte.

Er appelliere eindringlich an alle Verantwortlichen, sich "zu verpflichten, die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten und allen Formen von Gewalt ein Ende zu setzen", so der Papst mit Blick auf die seit Jahren verheerende Sicherheitslage in dem Karibikstaat. Nach dem Mord an Haitis Präsident Jovenel Moïse 2021 bauten kriminelle Banden ihre Macht aus und terrorisieren die Bevölkerung. Rund 1,5 Millionen Menschen flohen innerhalb des Landes vor grassierender Gewalt.

Weiter rief der Papst zu Gebeten für die Toten, Verletzten und Vermissten sowie für Familien und Rettungskräfte der Flutkatastrophe in Nepal und Tibet auf. "Möge die Hilfsbereitschaft aller dazu beitragen, das Leid zu lindern und der Bevölkerung die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen", so Leo XIV. Am Mittwoch hatte er in einem Telegramm seine Anteilnahme ausgedrückt und für die Betroffenen gespendet.

Mit Blick auf den von vielen christlichen Konfessionen begangenen Weltgebetstag zur Bewahrung der Schöpfung am Dienstag (1. September) verwies das Kirchenoberhaupt auf den Zusammenhang zwischen Krieg und Umweltzerstörung. "Die Sorge für unser gemeinsames Haus (erfordert) eine Bekehrung des Herzens, damit das, was bislang zur Zerstörung eingesetzt wurde, künftig vielmehr dem Leben zugutekommt", so der Papst auf Englisch.

"Ich lade alle ein, sich im Gebet und im Handeln einzubringen, damit wir zu Kanälen für das lebendige Wasser von Gottes Frieden werden und unsere verwundete Welt erquicken", appellierte Leo XIV. vor Hunderten Menschen auf der zentralen Piazza des Bergstädtchens Castel Gandolfo hoch über dem Albaner See, wo Päpste seit 400 Jahren Urlaub machen.

Am Samstagabend hatte er in der Kirche am Seeufer eine Messe zum lokalen Marienfest gefeiert und anschließend an der traditionellen Bootsprozession teilgenommen - als erster Papst der Geschichte an Bord eines Schiffes.

Seinen nächsten offiziellen Termin in dem Ort rund 20 Kilometer südlich von Rom hat Leo XIV. am Dienstag: Dann wird er im dortigen Ökoprojekt "Laudato si" in den päpstlichen Gärten einen Gottesdienst zum Tag der Schöpfung feiern. Beim Mittagsgebet dankte er den Ordnungskräften und allen, die während seiner Aufenthalte in Castel Gandolfo für Sicherheit sorgen.

30. August 2026 11:30

Kirchen zum NRW-Geburtstag: Gott liebt die Vielfalt im Land

Münster (KNA) Zum 80-jährigen Bestehen Nordrhein-Westfalens haben die Kirchen die gesellschaftliche Vielfalt des Landes betont und mehr Anstrengung bei der Integration gefordert. Wie kein anderes Bundesland habe NRW "Menschen verschiedener Herkunft, Sprachen, Religionen und Kulturen integriert ...

Münster (KNA) Zum 80-jährigen Bestehen Nordrhein-Westfalens haben die Kirchen die gesellschaftliche Vielfalt des Landes betont und mehr Anstrengung bei der Integration gefordert. Wie kein anderes Bundesland habe NRW "Menschen verschiedener Herkunft, Sprachen, Religionen und Kulturen integriert. Wir sind nicht fertig damit", lobte die evangelische Präses von Westfalen, Adelheid Ruck-Schröder, am Sonntag bei einem ökumenischen Gottesdienst vor dem Dom in Münster.

Anlass ist der Nordrhein-Westfalen-Tag dort an diesem Wochenende zum Geburtstag des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes. Er steht unter dem Motto "Demokratie lebt. Vielfalt verbindet".

Münsters katholischer Bischof Heiner Wilmer warnte in der gemeinsamen Predigt vor neuen Formen von Armut: "Arm ist, wer das Land schlechter redet, als es ist, wer vor Angst vergeht und die Freiheit eintauscht gegen Sicherheit. Arm ist, wer in der identitären Debatte meint, exakt sagen zu können, wer wir sind und wer die anderen sind, und dann munter ins Blaue wählt."

Stattdessen gelte es, den Reichtum zu erkennen. "Reich ist, wer erkennt, dass der Wohlstand unseres Landes wesentlich auch den ausländischen Bergarbeitern im Ruhrgebiet zu verdanken ist", so Wilmer. "Reich ist, wer dankbar ist für den syrischen Chefarzt, für die muslimische Krankenschwester und für den katholischen Kongolesen, der auf der Intensivstation arbeitet."

Auch die biblische Geschichte vom Turmbau zu Babel zeige diese neuen Formen des Reichtums. Der Turmbau, bei dem die Sprache der Menschen verwirrt wurde, lehre, dass Menschen nicht alle dieselbe Sprache, dieselben Überzeugungen, dieselbe Herkunft bräuchten, betonte Wilmer. "Wir brauchen die Bereitschaft, uns aufeinander zuzubewegen. Empathie ist keine Schwäche. Empathie ist das Gütesiegel Europas."

Pluralität und gottgewollte Vielfalt seien die biblische Grußbotschaft zum NRW-Geburtstag, so auch Präses Ruck-Schröder. Gott wolle, dass die Menschen sich verständigen müssen. Dies sei "ein großartiger Auftrag an das Land NRW von wahrhaft biblischem Ausmaß".

In Nordrhein-Westfalen leben knapp 18 Millionen Menschen, davon hat fast jeder Dritte einen Migrationshintergrund. Knapp ein Drittel der Einwohner ist katholisch, ein Fünftel evangelisch. Annähernd die Hälfte gehört einer anderen Glaubensgemeinschaft oder gar keiner mehr an.

30. August 2026 07:54

Pianist Schiff: Beim Spielen sehe ich manchmal den Kölner Dom vor mir

München (KNA) Pianist Andras Schiff (72) verbindet Musik vor seinem inneren Auge oft mit Texten, Landschaften oder auch architektonischen Räumen wie Kirchen. "Bachfugen sind wie romanische Kirchen oder manche auch so monumental wie der Kölner Dom", sagte er im Interview der "Süddeutschen Zei ...

München (KNA) Pianist Andras Schiff (72) verbindet Musik vor seinem inneren Auge oft mit Texten, Landschaften oder auch architektonischen Räumen wie Kirchen. "Bachfugen sind wie romanische Kirchen oder manche auch so monumental wie der Kölner Dom", sagte er im Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenende).

Noten sehe er nicht vor sich, denn sein Gedächtnis funktioniere über Klänge und nicht visuell. "Ich sehe dann beim Spielen das Mittelschiff, die Seitenschiffe, die Säulen, das ist das Fundament", führte der Musiker aus. Hinzu kämen dekorative Elemente, die aber weniger wichtig seien.

Bei normalen Konzerten habe er nur ein bisschen Lampenfieber, so der Pianist weiter. "Ich brauche ein paar Minuten, um reinzukommen." Wenn er aber einmal im Spielen sei, dann sei Ruhe: "Wie im Kölner Dom."

Auf die Frage, wie politisch ein Künstler sein müsse, antwortete der aus Ungarn stammende Schiff: "Sehr politisch meiner Meinung nach." Schiff wird Anfang September das erste Mal seit 16 Jahren wieder in seiner Heimat auftreten. Man könne Kunst und Politik nicht trennen, fügte er hinzu. "Und ich verstehe die Menschen nicht, die glauben, das trennen zu können."

30. August 2026 07:44

Bischof: Moskau-Reise von Vatikan-Gesandten wichtiger Schritt

Moskau (KNA) Die katholische Kirche in Russland zieht ein positives Fazit des Moskau-Besuchs des vatikanischen Außenministers Paul Richard Gallagher. Er sehe die Reise von Erzbischof Gallagher "als kleinen, aber wichtigen Schritt", sagte der Generalsekretär der Russischen Bischofskonferenz, We ...

Moskau (KNA) Die katholische Kirche in Russland zieht ein positives Fazit des Moskau-Besuchs des vatikanischen Außenministers Paul Richard Gallagher. Er sehe die Reise von Erzbischof Gallagher "als kleinen, aber wichtigen Schritt", sagte der Generalsekretär der Russischen Bischofskonferenz, Weihbischof Stephan Lipke, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Wochenende in Moskau. "Der Besuch zeigt, dass sich die weltweite Kirche für Russland interessiert; und er ermutigt uns, für den Frieden zu beten und zu arbeiten und uns einzubringen."

Gallagher hatte am Freitag seine mehrtägigen diplomatischen und kirchlichen Gespräche in der russischen Hauptstadt beendet. Am Donnerstag traf er sich mit Vertretern der römisch-katholischen Minderheit in Russland und feierte in ihrer Kathedrale eine Messe für Frieden. Papst Leo XIV. habe ihn beauftragt, den Katholikinnen und Katholiken in Russland auszurichten, dass er sie jeden Tag in seine Gebete einschließe, so der Erzbischof in seiner Predigt.

Gleich zu Beginn seines Besuchs am Dienstag bot Gallagher Russlands Außenminister Sergej Lawrow an, dass der Vatikan zwischen Moskau und Kiew vermittelt, um den seit viereinhalb Jahren andauernden russisch-ukrainischen Krieg zu beenden. Der Kurienerzbischof hatte Moskau zuletzt im November 2021 besucht, also wenige Monate bevor die russische Armee in die Ukraine einmarschierte.

Die Russische Bischofskonferenz ist angesichts der staatlichen Repression in dem Land sehr vorsichtig mit öffentlichen Stellungnahmen. "Es ist richtig, dass wir umsichtig vorgehen, um nicht zum Beispiel Abschiebungen von Priestern oder Ordensschwestern zu riskieren", so Lipke. Der Hintergrund: Mehr als zwei Drittel der katholischen Geistlichen in Russland stammen aus dem Ausland. Wer öffentlich den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine kritisiert, kann nach den äußerst rigiden Gesetzen des Landes mit vielen Jahren Haft bestraft werden.

Andererseits habe Gallagher laut Lipke noch einmal betont, "was uns schon Papst Leo XIV. selbst während unserer Pilgerfahrt im Heiligen Jahr, im Oktober 2025, gesagt hatte: dass wir als kleine Minderheit uns trotzdem einbringen und Brücken bauen sollten". Das könne man auch gut. "Denn wir haben den Reichtum, eine internationale Gemeinschaft zu sein, mit Gläubigen nicht nur aus den verschiedensten Völkern Russlands, sondern auch aus den unterschiedlichsten Ländern, von Ecuador bis zu den Philippinen und von Simbabwe bis Kanada", so der Weihbischof.

Lipke (50) wurde 2002 in Köln zum Priester geweiht; 2006 trat er in den Jesuitenorden ein. Er lebt seit 2011 in Russland und ist seit 2020 Generalsekretär der dortigen Bischofskonferenz. 2024 wurde er von Papst Franziskus zum Weihbischof in der Diözese "Verklärung des Herrn in Nowosibirsk" ernannt. Das westsibirische Bistum gehört mit etwa zwei Millionen Quadratkilometern zu den größten der Welt.

Weniger als ein Prozent der Bewohner Russlands sind katholisch. In dem riesigen Land gibt es nur vier Bistümer mit insgesamt rund 200 Priestern - zu wenige, um überall jeden Sonntag Messe feiern zu können. Vorsitzender der Bischofskonferenz ist der gebürtige Sachse Clemens Pickel (65). Seine Diözese in Saratow umfasst den ganzen Südwesten Russlands.

30. August 2026 07:25

Digitalexperte warnt vor Einsparungen bei Datenschutzbehörden

Berlin (KNA) Jochim Selzer, Sprecher des Chaos Computer Clubs, kritisiert die Pläne der Bundesregierung, bei den Landesdatenschutzbehörden einzusparen. Dies habe in seinen Augen "mit der föderalen Struktur dieses Landes nichts mehr zu tun", sagte Selzer der Katholischen Nachrichten-Agentur (K ...

Berlin (KNA) Jochim Selzer, Sprecher des Chaos Computer Clubs, kritisiert die Pläne der Bundesregierung, bei den Landesdatenschutzbehörden einzusparen. Dies habe in seinen Augen "mit der föderalen Struktur dieses Landes nichts mehr zu tun", sagte Selzer der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Der Verein gilt als maßgebliche Nichtregierungsorganisation in Sachen Computer-Sicherheit.

Die Behörden seien bei dem aktuellen Vorgehen bereits überlastet. Zentriere sich der Datenschutz aber stärker auf die Bundesebene, "dann findet da eine völlige Überlastung statt".

Er sei dafür, den Bund jene Themen bearbeiten zu lassen, die nur den Bund betreffen - und das jeweilige Land ebenso die eigenen. "Wenn der gesamte Datenschutz davon abhängt, dass diese eine Bundesdatenschutz-Aufsicht gut besetzt ist, wüsste ich als Regierung, was ich mache", sagt Selzer: "Dann setze ich da irgendeinen Typen hin, der eine Planstelle ausfüllt und ansonsten die Klappe hält." Im Gegensatz dazu finde er "dieses föderale Durcheinander eigentlich ganz charmant".

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