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Erstkommunion 2026

 

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50 Wege nach Ostern - der Osterbegleiter von YOUPAX
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Katholikentag 2026 in Würzburg

 

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Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung



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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Studie zum Missbrauch veröffentlicht

Die Universität Paderborn hat die Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn veröffentlicht. Sie trägt den Titel „Sexuelle Gewalt an Minderjährigen im Erzbistum Paderborn. Eine historische Untersuchung (1941–2002)“. Alle Informationen zur Studie sowie zur Aufarbeitung im Erzbistum Paderborn sind auf den Themenseiten gebündelt zusammengestellt.

Unsere Nachrichten

© Archiv-Foto: Isabella Maria Struck / Erzbistum Paderborn
17.04.2026

Hoffnung und Gemeinsinn sind entscheidend für die Zukunft der Gesellschaft

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zu Gast beim Lions Club Porta Westfalica in Minden
© Isabella Maria Struck / Erzbistum Paderborn
16.04.2026

„Wir entdecken die Schöpfung“

Geschichten- und Mitmachbuch auf dem Jugendbauernhof Hardehausen vorgestellt: Kinder machen das Werk Gottes sichtbar und interpretieren die sieben Tage der Schöpfung
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
15.04.2026

Gottes Segen für die Zielgerade der Schulzeit

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz wünscht Erfolg und Gottes Segen für Abschlussprüfungen / Schulstart-Aktion des Erzbistums geht in die dritte Runde
© Isabella Maria Struck / Erzbistum Paderborn
14.04.2026

Geschichte zum Anfassen im Erzbistumsarchiv Paderborn

Bundesweiter „Tag der Archive“: Archivalien und Vorträge locken zahlreiche Besucherinnen und Besucher ins Paderborner Erzbistumsarchiv
© Matthias König
13.04.2026

Schwester Anna-Maria Blum als Priorin der Karmelitinnen in Witten wiedergewählt

Schwester Anna-Maria Blum bleibt Priorin des Karmelitinnenklosters „Auf der Klippe“ in Witten. Die Ordensgemeinschaft bestätigte sie bei der turnusmäßigen Wahl am 13. April 2026 für eine weitere Amtszeit von drei Jahren im Amt
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
13.04.2026

Erzbistum Paderborn trauert um Bischof Leo Nowak

Emeritierter Bischof von Magdeburg verstarb am Sonntag / Enge Verbundenheit zwischen den Bistümern Paderborn und Magdeburg / Erzbischof Dr. Bentz würdigt verstorbenen Bischof

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Katholische Landvolkshochschule Hardehausen: Ein Ort zwischen Bildung, Natur und Gemeinschaft

Seit mehr als 19 Jahren begleitet Stephan Kreye Menschen in der Familien- und Erwachsenenbildung in Hardehausen. Im Video gibt er Einblicke in seine Arbeit, erzählt von besonderen Erfahrungen und zeigt, was die Landvolkshochschule für ihn zu einem ganz besonderen Ort macht.

Taizé - Wo junge Menschen zu Gott finden

Taizé ist für viele junge Menschen mehr als nur ein Ort – es ist ein Raum für Stille, Begegnung und echtes Gebet. In diesem Video nehmen wir dich mit nach Taizé und zeigen, warum gerade hier so viele junge Leute ihren Zugang zu Gott neu entdecken.

Schöpfungsgeschichte einfach erklärt: Wie hat Gott die Welt erschaffen?

Was ist die Schöpfungsgeschichte? Wie hat Gott die Welt erschaffen? Und was bedeutet das für uns heute? Dieses Video erklärt die biblische Schöpfungsgeschichte einfach und verständlich – für Kinder und für alle, die mehr über die Erschaffung der Welt erfahren möchten.

KNA Newsticker

20. April 2026 09:47

Weniger Gewaltkriminalität erfasst, aber Anstieg bei Kindern

Berlin (KNA) Die Zahl der von der Polizei erfassten Gewalttaten ist im vergangenen Jahr erstmals seit 2021 wieder gesunken. Die Zahl der Fälle ging im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf rund 212.000 zurück, wie aus der am Montag vorgestellten Polizeilichen Kriminalstatistik für 2025 her ...

Berlin (KNA) Die Zahl der von der Polizei erfassten Gewalttaten ist im vergangenen Jahr erstmals seit 2021 wieder gesunken. Die Zahl der Fälle ging im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf rund 212.000 zurück, wie aus der am Montag vorgestellten Polizeilichen Kriminalstatistik für 2025 hervorgeht.

Auch die Zahl der festgestellten Tatverdächtigen ging demnach um 2,6 Prozent zurück. Besonders starke Rückgänge gab es unter Jugendlichen (minus 7,4 Prozent) und Zuwanderern (minus 7,2 Prozent). Dagegen stieg die Zahl der tatverdächtigen Kinder erneut an (plus 3,3 Prozent). Nichtdeutsche Tatverdächtige sind bei der Gewaltkriminalität mit 42,9 Prozent weiterhin deutlich überrepräsentiert.

Die Zahl der Straftaten insgesamt ging 2025 ebenfalls zurück. "Weniger Straftaten, weniger Gewaltkriminalität bedeutet auch weniger Opfer", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Die Gewaltkriminalität befinde sich aber nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Die zuletzt gesunkenen Zahlen hätten auch etwas mit der gesunkenen Zahl neu ankommender Zuwanderer zu tun, so der Minister.

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, der Hamburger Innensenator Andy Grote (SPD), wies darauf hin, dass die Kriminalität insgesamt auf lange Sicht seit Jahrzehnten rückläufig sei, auch wenn sie nach der Corona-Pandemie zunächst angestiegen sei.

Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, erklärte ebenfalls, dass das Niveau der Gewaltkriminalität im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 weiterhin sehr hoch sei. Im vergangenen Jahr seien rund 17 Prozent mehr Fälle als vor der Pandemie erfasst worden. Auch bei tatverdächtigen Jugendlichen lägen die Zahlen noch 23 Prozent über dem Vor-Corona-Niveau. Es habe zuletzt vor allem weniger gefährliche und schwere Körperverletzung und weniger Raubfälle gegeben. Besonders junge Menschen seien von Gewalt betroffen.

Die Ursachen für den Anstieg bei tatverdächtigen Kindern müssten noch genauer betrachtet werden, so Münch. Man beobachte etwa psychische Auffälligkeiten, eine erhöhte Impulsivität sowie eine wachsende Akzeptanz von Verhalten, das von der Norm abweicht. Dabei spielten auch Erzählungen eine Rolle, die Kinder im Internet oder in Sozialen Medien präsentiert bekämen.

20. April 2026 09:17

Fundgrube alte Bücher - Antiquar: "Man findet nie nichts"

Berlin (KNA) Liebesbrief, Geld, Picasso-Zeichnung: Alte Bücher sind Fundgruben für alles Mögliche. "In alten Büchern finden wir nie nichts", sagte Markus Brandis, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Antiquare, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mit Blick auf den Welttag des Buches ...

Berlin (KNA) Liebesbrief, Geld, Picasso-Zeichnung: Alte Bücher sind Fundgruben für alles Mögliche. "In alten Büchern finden wir nie nichts", sagte Markus Brandis, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Antiquare, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mit Blick auf den Welttag des Buches am 23. April.

"Bücher haben ihre Schicksale. Die sind von Mann zu Mann, von Frau zu Frau weitergewandert und haben ihre Besitzer irgendwie immer in sich aufgenommen." Der Antiquar und Auktionator handelt mit Büchern, die teilweise 500 Jahre alt sind. "Es ist immer ein Herzklopfen dabei, man ist immer Entdecker", so der 58-Jährige.

Jeder Mensch habe beim Lesen seine Spuren hinterlassen: entweder durch Dinge, die zwischen die Seiten gelegt und dann vergessen wurden. Oder durch Besitzvermerke, Stempel, Einträge, Anmerkungen, Widmungen oder Zeichnungen, die Aufschluss über den Besitzer geben. "Zeig' mir deine Bibliothek, und ich zeig' dir, was für ein Mensch du bist", zitiert der Antiquar die Autorin Marie-Luise Ebner-Eschenbach.

Auch getrocknete Pflanzen finden sich immer wieder in alten Büchern: vom Efeu- bis zum Ginkgoblatt. "Teilweise sind die Pflanzen so selten, dass sich Pflanzensamenbanken dafür interessieren, weil es Pflanzen sind, die eigentlich schon ausgestorben sind", so der Experte.

Manche Bucheinträge könnten auch sehr wertvoll sein. "Ich hatte mal ein Buch über Picasso von 1952, ein ganz billiges Paperback, das 50 Cent kosten würde, wenn man es jetzt anbieten würde. Aber vorne hatte ein gewisser Pablo Picasso ein kleines Clowngesicht hineingemalt. Das Buch haben wir dann für 22.000 Euro verkauft", erzählt Brandis.

Auch ein prominenter Vorbesitzer steigere den Wert. "Früher waren die Leute, die sich Bücher leisten konnten, die überhaupt lesen konnten, meistens bedeutend - so dass man sie heute noch nachweisen kann, als bedeutende Figuren der Renaissance oder des Barock oder auch des 19. Jahrhunderts. Und bei einem prominenten Vorbesitzer sind Bücher mit Widmung immer mehr wert als ohne", erklärte Brandis.

Ein historischer Fund sei für ihn stets ein Heureka-Moment: "Ich hab's herausgekriegt. Das ist die Trüffelschweinnase des Antiquars, die ist unverzichtbar. Sie schnüffelt den historischen Kontext heraus."

20. April 2026 07:53

Pilotprojekt in Bayern: Helfer können Bodenfunde digital erfassen

München/Erlangen (KNA) Mithilfe einer neuen App können ehrenamtliche Helfer in der Bodendenkmalpflege ihre Funde künftig digital erfassen und melden. Das teilte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege in München mit. Denn oft seien es Ehrenamtliche, die im Rahmen von Erkundungsgängen er ...

München/Erlangen (KNA) Mithilfe einer neuen App können ehrenamtliche Helfer in der Bodendenkmalpflege ihre Funde künftig digital erfassen und melden. Das teilte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege in München mit. Denn oft seien es Ehrenamtliche, die im Rahmen von Erkundungsgängen erste Hinweise auf bedeutsame, aber noch im Boden verborgene Orte lieferten. Die Anwendung trägt den Namen ArchaeoSurveyTracker, kurz ASTRAcker. Bayern ist laut Angaben das erste Bundesland mit einer solchen digitalen Lösung.

Mit der App könnten alle, die sich für Landesarchäologie interessieren, die relevanten Informationen noch vor Ort festhalten. Dazu zählten zum Beispiel die Beschreibung der Funde und des Fundorts. Beim Speichern würden die GPS-Daten des Fundorts erfasst. Am Computer könne man die gesammelten Daten in der Web-Anwendung der App verwalten, auswerten und das Landesamt informieren, was gesetzlich vorgeschrieben ist. Das mühsame Zusammenstellen von Daten und das Einscannen analoger Formulare seien damit vorbei.

Entwickelt wurde die App laut Angaben vom Landesamt für Denkmalpflege in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte der Universität Erlangen-Nürnberg und unterstützt von der Gesellschaft für Archäologie in Bayern. Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) sagte, die App erleichtere die Arbeit und sei ein Gewinn für die Aktiven wie für die Forschung: "So geht Archäologie am Puls der Zeit."

20. April 2026 07:48

Caritas: Reform der Krankenversicherung belastet die Falschen

Berlin (KNA) Der Deutsche Caritasverband fürchtet durch die Reformvorschläge für die gesetzliche Krankenversicherung eine soziale Schieflage. Die Begrenzung der Familienmitversicherung gehe am Ziel vorbei. "Die Einschränkung der Mitversicherung nicht erwerbstätiger Ehepartner führt zu fami ...

Berlin (KNA) Der Deutsche Caritasverband fürchtet durch die Reformvorschläge für die gesetzliche Krankenversicherung eine soziale Schieflage. Die Begrenzung der Familienmitversicherung gehe am Ziel vorbei. "Die Einschränkung der Mitversicherung nicht erwerbstätiger Ehepartner führt zu familienpolitischen Härten und zu bürokratischem Aufwand", beklagte Caritaspräsidentin Eva Welskop-Deffaa am Montag.

Davon unabhängig belaste die geplante Erhöhung von Zuzahlungen viele Haushalte im Niedrigeinkommensbereich weiter. "Wenn künftig für Medikamente oder Krankenhausaufenthalt deutlich höhere Zuzahlung geleistet werden müssen, führt das zu einer sozialen Schieflage." Die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, die wie Caritas-Häuser tarifgebunden seien, seien durch die Sparpläne gar direkt gefährdet.

Stattdessen fehle der Plan, die Kassen um die Krankenkassenbeiträge für Bürgergeldbezieher, jährlich rund 12 Milliarden Euro, zu entlasten, beklagte Welskop-Deffaa. Und auch die von den Experten vorgeschlagenen Steuern auf zuckergesüßte Getränke und Alkohol, fänden sich nicht im Gesetzentwurf.

Ende März hatte eine Expertenkommission der Bundesregierung 66 Ideen veröffentlicht, wie sich die Finanzmisere der gesetzlichen Krankenkassen lösen ließe. Der nun vorliegende Gesetzentwurf sieht etwa eine Einschränkung der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern und einmalig höhere Beiträge für Gutverdiener vor. Auch sollen zahlreiche Leistungen, etwa beim Kieferorthopäden oder der Homöopathie, gestrichen werden. Zudem sind höhere Zuzahlungen bei Medikamenten und eine Reduktion des Krankengelds geplant.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will mit der Reform 20 Milliarden Euro im Gesundheitssystem sparen. Die Kritik von Kassenärzten, Kliniken, aber auch Verbraucherschützern und der SPD ist groß.

20. April 2026 06:00

Gremium zu Risiken von Social-Media - Empfehlungen sollen folgen

Berlin (KNA) Kinder und Jugendliche sind aus Expertensicht bei der Social-Media-Nutzung nicht ausreichend geschützt. Nach einem am Montag von einer von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission veröffentlichten Bericht sind Alterssicherung und Kontrollmöglichkeiten weiterhin unzurei ...

Berlin (KNA) Kinder und Jugendliche sind aus Expertensicht bei der Social-Media-Nutzung nicht ausreichend geschützt. Nach einem am Montag von einer von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission veröffentlichten Bericht sind Alterssicherung und Kontrollmöglichkeiten weiterhin unzureichend. Bei der Frage nach den Risiken einer ungefilterten Nutzung spielten neben dem Alter auch die soziale Lage oder psychische Belastung der Kinder und Jugendlichen eine wichtige Rolle.

Die Expertenkommission will bis Ende Juni konkrete Empfehlungen vorlegen. Die Bundesregierung muss dann entscheiden, welche Konsequenzen sie daraus zieht und welche konkreten Maßnahmen folgen sollen. Das könnte etwa eine Altersregelung für Social Media sein. Risiken einer ungefilterten Nutzung sind laut Kommission Suchtverhalten, Cybermobbing, sexualisierte Gewalt im Internet sowie Essstörungen und Selbstverletzungen. Hinzu kämen Kostenfallen sowie neue Gefahren durch KI-Systeme.

Der Bericht soll den Angaben zufolge eine wissenschaftlich fundierte Grundlage bieten, auf der dann Empfehlungen folgen. Ziel soll sein, Kinder und Jugendliche besser vor Gefahren in der digitalen Welt zu schützen. Dazu gehörten neben Regelungen auch eine Stärkung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen.

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) erklärte, der Bericht schaffe eine belastbare und evidenzbasierte Grundlage für Handlungsempfehlungen. Es werde deutlich, dass der Schutz von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt nicht durch Einzelmaßnahmen zu erreichen sei. Nötig sei eine vorausschauende und kontinuierlich weiterzuentwickelnde Gesamtstrategie – ein Dreiklang aus Schutz, Befähigung und Teilhabe, der Regulierung, Bildung und Prävention gleichermaßen umfasse. Prien selbst hat sich schon mehrfach für eine Altersregelung für Kinder und Jugendliche bei der Nutzung von Social Media ausgesprochen. Sie dringt auf EU-weite Regelungen.

Die 18 Expertinnen und Experten der Kommission kommen unter anderem aus den Bereichen Rechtswissenschaft, Medizin, Psychologie, Kriminologie, Pädagogik und Bildungsforschung. An Workshops seien auch Kinder und Jugendliche beteiligt worden.

20. April 2026 05:00

Streit um Gesundheitsreform wird schärfer

Berlin (KNA) Der Streit um die Gesundheitsreform von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) nimmt Fahrt auf. Das Kabinett will den Gesetzentwurf schon bis Ende des Monats beschließen. Vertreter der Kassenärzte und der Kliniken wehren sich vehement gegen die geplante Bremse für Gehaltss ...

Berlin (KNA) Der Streit um die Gesundheitsreform von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) nimmt Fahrt auf. Das Kabinett will den Gesetzentwurf schon bis Ende des Monats beschließen. Vertreter der Kassenärzte und der Kliniken wehren sich vehement gegen die geplante Bremse für Gehaltssteigerungen und das Streichen von Vergütungen und haben für Montag zu einer Pressekonferenz geladen. SPD und Verbraucherschützer sehen eine zu starke Belastung der Patienten.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Matthias Miersch, beklagte am Sonntag eine "Unwucht" zu Lasten der Patienten. Im Deutschlandfunk kritisierte er, dass sich Warken offenkundig nicht mit der Pharmaindustrie anlegen wolle. Das gelte etwa für eine Verringerung der Kosten bei patentgeschützten Medikamenten. Miersch kündigte an, die SPD wolle mehr Gerechtigkeit ins Gesundheitssystem bringen. So dürfe es nicht sein, dass Privatpatienten deutlich schneller Facharzttermine erhielten als gesetzlich Versicherte.

Warken hatte am Donnerstag Kernpunkte eines Sparpakets vorgelegt, das die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) um 20 Milliarden Euro entlasten soll. Es geht um Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und in der Pharmabranche - aber auch um höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern. Der Gesetzentwurf soll am 29. April ins Bundeskabinett kommen.

Unterdessen warnen Deutschlands Verbraucherschützer davor, die Gesundheitsreform übers Knie zu brechen. "So richtig es ist, Tempo zu machen, so gefährlich wäre ein Schnellschuss", sagte Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverband vzbv, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). "Bei so einem Großprojekt braucht es eine vernünftige Expertenanhörung und Diskussion."

Auch die Bundesärztekammer warnte, es sei eine Zumutung, dass den Beteiligten lediglich vier Tage Zeit über ein Wochenende gegeben werde, um ein über 150 Seiten starkes Gesetz mit solch grundlegenden Einschnitten und Veränderungen zu prüfen und zu bewerten. Dass die Krankenkassenbeiträger für Bürgergeldempfänger weiterhin nur von den Beitragszahlern bezahlt werden sollten, zeige einen Mangel an Wertschätzung für die Versicherten und die im Gesundheitswesen Tätigen, sagte Kammerpräsident Klaus Reinhardt.

Die Ärzteorganisation Marburger Bund befürchtet einen grundlegenden Kurswechsel durch die Reformen. Die Versorgung solle nicht länger vom Bedarf her gedacht werden, sondern ausschließlich von der verfügbaren Finanzmasse, kritisierte die Vorsitzende Susanne Johna. Damit würde die Patientenversorgung gefährdet.

Kassen und Verbraucherschützer kritisierten, dass Verbände der Ärzteschaft, der Krankenhäuser und der Pharmaindustrie Horrorszenarien an die Wand malten. Der Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen, Oliver Blatt, bezeichnete es als überzogen, dass sie den Patienten mit einer schlechteren Versorgung drohten, um ihren eigenen Reformbeitrag möglichst zu minimieren.

Verbraucherschützerin Pop ergänzte: "Wir sehen, dass für Arzneimittel, für die ärztliche Versorgung in Praxen und in Kliniken zu viel Geld ausgegeben wird." Nach ihrer Berechnung müssen die Patientinnen und Patienten 20 Prozent der Reformlasten schultern, etwa durch deutlich höhere Zuzahlungen und Leistungskürzungen beim Zahnersatz und Krankengeld. Das sei unsolidarisch und unausgewogen.

GKV-Chef Blatt sagte, wenn die Regierung den Rotstift bei den Zusatzvergütungen der Ärzte für eine schnellere Terminvergabe ansetze, sei das richtig, denn schnellere Termine gebe es ja kaum. "Für eine Leistungsverbesserung, die es nicht gibt, kann man auch kein zusätzliches Geld verlangen."

Die Verbraucherschützer hatten zuvor das von Warken geplante Aus der Gratisversicherung nicht arbeitender Ehepartner unterstützt, allerdings eine "fairere" Regelung vorgeschlagen. Der Gesetzentwurf sieht einen Zusatzbeitrag von 3,5 Prozent der Einnahmen des beitragspflichtigen Partners vor. Die Alternative des vzbv: "Wir schlagen ein Partnersplitting vor, bei dem das Haushaltseinkommen gleichmäßig auf die beiden Partner verteilt wird und dann getrennt voneinander verbeitragt wird", erläuterte Pop.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnte vor Qualitätsverlusten bei der medizinischen Versorgung. So drohe die geforderte verpflichtende Zweitmeinung bei Gelenkoperationen dazu zu führen, dass Terminschwierigkeiten und Wartezeiten für betroffene Patienten weiter zunähmen, sagte Vorstand Eugen Brysch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Dortmund. "Denn es gibt schlichtweg zu wenig medizinische Stellen, die dafür zugelassen sind."

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