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Erzbischof Bentz eine Woche mitten in der Region · Witten, Hagen, Herne und Umgebung · 21.–27. September 2026



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Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung

 

 

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Unser Glaube

© Foto: Birgit Engel / Erzbistum Paderborn
08.09.2026

„Wer nicht einmal am Tag in sich geht, ist ständig außer sich“

Der Einsiedler Pater Norbert Cuypers SVD über Selbstoptimierung, bewussten Verzicht und wahren Reichtum. Ein Beitrag in der Reihe „800 Jahre Franz von Assisi – sein Vermächtnis für heute“.
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06.09.2026

Das wahre Antlitz des Herrn!

Ursprünglich Teil einer Krankenhauskapelle, ist der neugotische Altar heute in der Propsteikirche St. Petrus und Andreas in Brilon aufgestellt
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03.09.2026

350 Jahre Fußwallfahrt Werne-Werl: „Einmal im Jahr die Mutter Gottes besuchen“

Weit mehr als 400 Pilgerinnen und Pilger kamen nach Werl. Zum 350. Mal fand die Fußwallfahrt Werne-Werl statt. Was trägt diese Glaubenstradition bis heute und wie hat sich das Wallfahren verändert?
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01.09.2026

„Pastoral im Vorbeigehen“

Das K³ in Siegen wurde 2016 als Experiment der Citypastoral eröffnet. Zehn Jahre später ist daraus ein fester Ort kirchlichen Lebens geworden. Was steckt hinter dem Konzept?
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01.09.2026

Grund Nr. 43: HALLO, DU GELIEBTER MENSCH!

Initiative 1000 gute Gründe: 12 gute Gründe für das Jahr 2026 – September
© Thaspol Sangsee / Shutterstock.com
31.08.2026

Franziskus im Heute: Ist Friedfertigkeit die richtige Antwort auf Hass bei Social Media?

Derbe Kommentare und immer schärfere Diskussionen prägen soziale Medien. Wie lässt sich ihnen im Sinne des heiligen Franziskus begegnen? Thomas Kuhr berichtet aus der Praxis, Franziskanerin Schwester M. Lucia Liebenau kommentiert.

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Glaube, Tanz und Trommeln: So feiert die afrikanische Gemeinde in Bielefeld ihr Gemeindefest

Wie feiert die afrikanische Gemeinde in Bielefeld Gottesdienst? Beim Gemeindefest der afrikanischen Gemeinde in der Kirche Christkönig erleben wir einen Gottesdienst voller Musik, Gesang, Bewegung, Gebet und Gemeinschaft.

Wie kann ich erfolgreich sein (im Sinne Gottes)?

Die Fußball WM 2026 ist gespielt, ein neuer Weltmeister ist gefunden: Spanien. Doch: Was ist so ein Erfolg wert? Was ist das Geile an Erfolg? Und wer definiert überhaupt, was zu einem erfolgreichen Leben dazugehört oder nicht? Darüber tauschen sich Tobias Hasselmeyer, Jugendpfarrer im Erzbistum Paderborn, und YOUPAX-Redakteur Tobi Schulte aus.

Weil Ehrenamt Ehrensache ist

Lena Ortwein arbeitet als Sonderpädagogin in Paderborn und setzt sich darüber hinaus ehrenamtlich in der Kolpingjugend ein. Sie wirkt unter anderem beim Projekt „Gute N8cht“ mit und übernimmt in diesem Jahr die Leitung der Kanu-Pilgerreise nach Werl.

KNA Newsticker

8. September 2026 17:55

Schuster: AfD-Erfolg auch wegen des Scheiterns anderer Parteien

Berlin (KNA) Der Erfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt nach Worten des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland vor allem im Scheitern anderer Parteien begründet. "Wenn die Regierungsparteien im Gespräch übereinander Ängste schüren, statt mit einer Stimme ...

Berlin (KNA) Der Erfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt nach Worten des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland vor allem im Scheitern anderer Parteien begründet. "Wenn die Regierungsparteien im Gespräch übereinander Ängste schüren, statt mit einer Stimme zu sprechen, kann es nicht gelingen, die in Deutschland nötigen Reformen zu einem großen Paket zusammenzubinden und so zu vermitteln, dass sie keine Politikverdrossenheit zur Folge haben", schreibt Josef Schuster in einem Kommentar für die "Jüdische Allgemeine" (Dienstag, online).

Wenn der Ton unter Demokraten kontinuierlich rauer werde und jedes Wohlwollen für das Gegenüber schwinde, lasse sich eine voranschreitende Normalisierung der AfD unmöglich aufhalten oder umkehren. "So wird, ohne bösen Willen, den Feinden unserer offenen Gesellschaft der Weg bereitet. Denn die Populisten, links wie rechts, sind Meister darin, Ängste zu bedienen", so Schuster.

Mit Blick auf das am Freitagabend beginnende jüdische Neujahrsfest Rosch Haschana, bei dem das Widderhorn, der Schofar, geblasen wird, erhofft sich Schuster, dass dieser "Weckruf" weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus vernommen werde. "Dass dieser Weckruf den Politikern der demokratischen Mitte unseres Landes Anlass gibt, ihren Kurs und ihr Handeln zu überdenken, um den Menschen Vertrauen in die Institutionen der Bundesrepublik zurückzugeben."

Doch gehe es nicht ausschließlich um das Handeln der Politik, betont Schuster. "Die Zukunft unseres Landes und unserer freiheitlichen Demokratie ist offen. Jeder von uns hat die Chance, sie mitzugestalten und aus vergangenen Fehlern zu lernen."

8. September 2026 17:28

Schulleistungen laut Pisa auf Tiefstand - "Gefahr für Demokratie"

Berlin (KNA) Historisch schlechte Ergebnisse deutscher Schüler in der aktuellen Pisa-Studie lassen Rufe nach mehr Anstrengungen in der Bildungspolitik laut werden. Nach der am Dienstag in Berlin vorgestellten jüngsten Ausgabe der internationalen Vergleichsstudie liegen die Leistungen in Deutsc ...

Berlin (KNA) Historisch schlechte Ergebnisse deutscher Schüler in der aktuellen Pisa-Studie lassen Rufe nach mehr Anstrengungen in der Bildungspolitik laut werden. Nach der am Dienstag in Berlin vorgestellten jüngsten Ausgabe der internationalen Vergleichsstudie liegen die Leistungen in Deutschland noch unter dem Niveau von 2000, dem Jahr des sogenannten Pisa-Schocks. Auch hängt der Bildungserfolg nach wie vor stärker vom familiären Hintergrund ab als in den meisten anderen Ländern. Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) sprach von einem "dramatischen Ergebnis".

Mit Werten von 486 Punkten in Naturwissenschaften, 465 Punkten beim Lesen und 464 Punkten in Mathematik lag Deutschland in etwa im Durchschnitt der Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Allerdings lagen die Leistungen von Schülern mit einem förderlichen familiären Hintergrund in den Naturwissenschaften um 125 Punkte über denen benachteiligter Schüler. Dieser Abstand war deutlich größer als im OECD-Schnitt von 85 Punkten.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte ein "radikales Umsteuern". "Es ist ein handfester Skandal, dass wir in Deutschland nach wie vor solche Probleme mit Chancenungleichheit und Bildungsungerechtigkeit haben", sagte GEW-Vorstandsmitglied Anja Bensinger-Stolze. Sie schlägt einen "Masterplan gegen Bildungsarmut und soziale Ungerechtigkeit" vor.

Der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, Jörg F. Maas, erklärte, Deutschland habe bei der Bildung kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. "Wir wissen längst, was wirkt. Jetzt brauchen wir eine verbindliche Förderkette, die in der Familie beginnt und über Kita, Grundschule und weiterführende Schule hinweg nicht abreißt", sagte Maas der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Eltern müssten früh und niedrigschwellig erreicht werden: "Mit mehrsprachigen Informationen, Buchgeschenken und der klaren Botschaft, dass zehn Minuten Vorlesen am Tag so selbstverständlich zum Familienalltag gehören sollten wie das Zähneputzen", so Maas.

Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Sebastian Guggolz, verwies auf rückläufige Buchkäufe unter Jugendlichen: "Viele junge Menschen in Deutschland erreichen beim Lesen nicht das Kompetenzniveau, das sie für eine selbstbestimmte Teilhabe an Bildung und Gesellschaft benötigen."

Der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks, Holger Hofmann, sagte, erfolgreiche Pisa-Länder investierten ihre Ressourcen vor allem in Kinder und Schulen mit schwierigen Rahmenbedingungen.

Ministerin Prien sagte, es sei außerordentlich beunruhigend, dass Pisa zeige, dass die soziale Schere weiter aufgehe. Bildung müsse zu einer Top-Priorität werden, auch in den Familien. Bereits umgesetzte Schritte wie das Startchancen-Programm für Schulen mit vielen benachteiligten Schülern oder der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen bräuchten jedoch Zeit, bis sie wirkten. Auch frühkindliche Bildung nehme man stärker in den Blick.

Die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Anna Stolz, sagte, Bund und Länder würden mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung reagieren. Im Herbst 2027 starte etwa das Programm "Stars" an Grundschulen zur gezielten Förderung in den ersten beiden Klassen. Auch müsse man das Thema Lehrkräftebildung angehen, so die bayerische Kultusministerin von den Freien Wählern.

OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher blickte auf andere Staaten. Deutschland könne zum Beispiel von Kanada die Integration von Schülern mit Migrationshintergrund lernen, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" von Mittwoch. "In Kanada können Sie innerhalb von zwei Jahren diesen Hintergrund kaum noch erkennen. Grund dafür sind intensive Förderprogramme. In Deutschland fallen einfach zu viele junge Menschen durch das Raster. In Kanada würde so etwas durch datengestützte Instrumente sofort auffallen."

Der Verband Bildung und Erziehung erklärte, die Pisa-Ergebnisse seien eine Quittung für gesellschaftliche Entwicklungen. "Das Aufwachsen in einer digitalen Umgebung, das damit einhergehende Umgehen mit Texten und künstlicher Intelligenz und die sinkenden Möglichkeiten familiärer Unterstützung wirken in die Schule", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft, Tomi Neckov.

Er warnte vor einem weltweit zu beobachtenden Rückgang der Lesekompetenz: "Wo das Bewerten, Verknüpfen und Reflektieren nicht mehr gelingt, haben Fake News leichtes Spiel. Das ist eine Gefahr für unser Zusammenleben und die Demokratie."

Die Schüler Union Deutschlands sieht die Bundesländer in der Pflicht. Sie forderte die Länder auf, Grundkompetenzen wieder konsequent zum Maßstab von Bildungspolitik zu machen. "Dazu gehören verbindliche und regelmäßige Lernstandskontrollen bereits in der Grundschule, eine frühzeitige und gezielte Förderung leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler sowie eine stärkere Konzentration auf Unterrichtsqualität und Basiskompetenzen."

8. September 2026 16:35

Missbrauchsfall - Abtei korrigiert Anselm Grüns erste Reaktion

Paderborn/Schwarzach am Main (KNA) Nach Kritik an dem katholischen Ordensmann und Bestsellerautor Anselm Grün im Zusammenhang mit einem Missbrauchsfall hat die Abtei Münsterschwarzach Grüns erste Zurückweisung relativiert. Dieser habe sich 1992 für einen weiteren seelsorglichen Einsatz eine ...

Paderborn/Schwarzach am Main (KNA) Nach Kritik an dem katholischen Ordensmann und Bestsellerautor Anselm Grün im Zusammenhang mit einem Missbrauchsfall hat die Abtei Münsterschwarzach Grüns erste Zurückweisung relativiert. Dieser habe sich 1992 für einen weiteren seelsorglichen Einsatz eines missbrauchsbeschuldigten Priesters offen gezeigt, teilte ein Sprecher des Klosters am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mit.

Hintergrund ist der aktuelle Jahresbericht der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Paderborn. Darin wird Grün wegen seines Umgangs mit einem Paderborner Priester kritisiert, der sexuelle Handlungen an einem damals 16-Jährigen eingeräumt hatte und gegen den später ein Strafbefehl erging.

Nach Darstellung der Kommission hielt sich der Geistliche 1992 im Recollectio-Haus der Abtei auf, dessen Mitgründer und geistlicher Leiter Grün ist. Bei einem Gespräch mit dem Priester und dem Paderborner Personalchef habe Grün für die Einschätzung des Priesters eingestanden, dieser sei nicht homosexuell veranlagt. Das Haus bietet psychotherapeutische und geistliche Begleitung für Priester, Ordensleute und andere Beschäftigte im kirchlichen Dienst an.

Zudem habe Grün seine Bereitschaft erklärt, den Geistlichen in das Benediktinerkloster aufzunehmen, und vorgeschlagen, ihn bis dahin in einer Gemeinde im Bistum Würzburg in der Seelsorge einzusetzen. Das Bistum Würzburg stimmte dem Einsatz dem Bericht zufolge im September 1992 zu. Der Priester war später bis 2009 im Bistum Würzburg und anschließend im Bistum Erfurt tätig. Die Darstellung dieses Falls stützt sich nach KNA-Recherchen auf einen Aktenvermerk des Paderborner Personalchefs.

Grün hatte den Vorwurf zunächst zurückgewiesen. "Ich kann mich an den Fall nicht erinnern und schließe das auch aus", sagte er am Freitag der KNA in einem Telefongespräch. Bei Menschen, die im Recollectio-Haus Hilfe gesucht hätten, habe er nie Bestätigungen oder Empfehlungen ausgesprochen.

Nach interner Prüfung teilte der Abteisprecher nun mit, Grüns telefonischer Kommentar sei überstürzt gewesen. Grün bedaure, wenn sein Kommentar Irritationen verursacht habe.

Der grundsätzliche Vorschlag für einen Einsatz des Priesters in der Seelsorge und für einen räumlichen Wechsel nach Unterfranken sei allerdings vom Erzbistum Paderborn ausgegangen, so der Sprecher weiter. Eine direkte Vermittlung durch Grün an das Bistum Würzburg oder an eine konkrete Gemeinde habe es nicht gegeben. Organisation und Umsetzung hätten bei den beteiligten Diözesen gelegen.

Zugleich räumte der Sprecher ein, dass das Recollectio-Haus in seinen Anfangsjahren auch Menschen aufgenommen habe, die als sexuell übergriffig aufgefallen seien. Die Arbeit der Einrichtung sei in den vergangenen 35 Jahren regelmäßig an neue psychologische Erkenntnisse angepasst worden. Die Aufdeckung der Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg im Jahr 2010 habe dabei eine "klare Zäsur" dargestellt. Seitdem würden sexuell übergriffige Menschen nicht mehr aufgenommen.

Der Betroffenenbeirat bei der Deutschen Bischofskonferenz hatte am Montag eine umfassende Aufklärung des Vorwurfs gegen Grün und eine unabhängige Untersuchung des Recollectio-Hauses gefordert.

Der Sprecher erklärte dazu, die Abtei verstehe diesen Wunsch und stehe für fachlichen Austausch und klärende Gespräche offen. Zugleich verwies er auf die gesetzlich geregelte Schweigepflicht. Eine Einsicht in Akten zu konkreten Fällen sei nur mit Zustimmung der jeweiligen Gäste erlaubt.

8. September 2026 16:06

Abtei relativiert Anselm Grüns Dementi in Missbrauchsfall

Paderborn/Schwarzach am Main (KNA) Nach Kritik an dem katholischen Ordensmann und Bestsellerautor Anselm Grün im Zusammenhang mit einem Missbrauchsfall hat die Abtei Münsterschwarzach Grüns erste Zurückweisung relativiert. Grün habe sich 1992 für einen weiteren seelsorglichen Einsatz eines ...

Paderborn/Schwarzach am Main (KNA) Nach Kritik an dem katholischen Ordensmann und Bestsellerautor Anselm Grün im Zusammenhang mit einem Missbrauchsfall hat die Abtei Münsterschwarzach Grüns erste Zurückweisung relativiert. Grün habe sich 1992 für einen weiteren seelsorglichen Einsatz eines missbrauchsbeschuldigten Priesters offen gezeigt, teilte ein Sprecher des Klosters am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mit.

Hintergrund ist der aktuelle Jahresbericht der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Paderborn. Darin wird Grün wegen seines Umgangs mit einem Paderborner Priester kritisiert, der sexuelle Handlungen an einem damals 16-Jährigen eingeräumt hatte und gegen den später ein Strafbefehl erging.

Nach Darstellung der Kommission hielt sich der Geistliche 1992 im Recollectio-Haus in Münsterschwarzach auf, dessen Mitgründer und geistlicher Leiter Grün ist. Bei einem Gespräch mit dem Priester und dem Paderborner Personalchef habe Grün für die Einschätzung des Priesters eingestanden, dieser sei nicht homosexuell veranlagt.

Zudem habe Grün seine Bereitschaft erklärt, den Geistlichen in das Benediktinerkloster aufzunehmen, und vorgeschlagen, ihn bis dahin in einer Gemeinde im Bistum Würzburg in der Seelsorge einzusetzen. Das Bistum Würzburg stimmte dem Einsatz dem Bericht zufolge im September 1992 zu. Der Priester war später bis 2009 im Bistum Würzburg und anschließend im Bistum Erfurt tätig.

Grün hatte den Vorwurf zunächst zurückgewiesen. "Ich kann mich an den Fall nicht erinnern und schließe das auch aus", sagte er am Freitag der KNA. Bei Menschen, die im Recollectio-Haus Hilfe gesucht hätten, habe er nie Bestätigungen oder Empfehlungen ausgesprochen.

Nach interner Prüfung teilte der Abteisprecher nun mit, Grüns telefonischer Kommentar sei überstürzt gewesen. Grün bedaure, wenn sein Kommentar Irritationen verursacht habe.

Der grundsätzliche Vorschlag für einen Einsatz des Priesters in der Seelsorge und für einen räumlichen Wechsel nach Unterfranken sei allerdings vom Erzbistum Paderborn ausgegangen, so der Sprecher weiter. Eine direkte Vermittlung durch Grün an das Bistum Würzburg oder an eine konkrete Gemeinde habe es nicht gegeben. Organisation und Umsetzung hätten bei den beteiligten Diözesen gelegen.

8. September 2026 15:54

Schmerzensgeldprozess - Betroffene werfen Kirche Verzögerung vor

Berlin/Köln (KNA) Die Missbrauchsbetroffenen-Initiative Eckiger Tisch kritisiert eine weitere Vertagung in einem Schmerzensgeldprozess gegen das Erzbistum Köln. "Mit dieser Taktik spielt die katholische Kirche bewusst auf Zeit. Doch Zeit ist etwas, das viele Betroffene nicht mehr haben", teilt ...

Berlin/Köln (KNA) Die Missbrauchsbetroffenen-Initiative Eckiger Tisch kritisiert eine weitere Vertagung in einem Schmerzensgeldprozess gegen das Erzbistum Köln. "Mit dieser Taktik spielt die katholische Kirche bewusst auf Zeit. Doch Zeit ist etwas, das viele Betroffene nicht mehr haben", teilte Sprecher Matthias Katsch am Dienstag in Berlin mit.

Die Klägerin, eine frühere Messdienerin, fordert 830.000 Euro Schmerzensgeld vom Erzbistum Köln. Als Kind wurde sie den Angaben zufolge über Jahre hinweg vom ehrenamtlichen Leiter ihrer Messdienergruppe missbraucht. In dem Prozess vor dem Landgericht Köln geht es auch um die Frage, inwieweit das Erzbistum für den Ehrenamtler haften muss. Die Anwälte der Betroffenen betonen, dass der Mann die Gruppe betreute, obwohl er bereits zuvor durch übergriffiges Verhalten aufgefallen sei.

Das Verfahren läuft seit mehr als zwei Jahren. Am Dienstag hätte es vor Gericht um ein Gutachten gehen sollen. Das Landgericht vertagte die Verhandlung jedoch auf den 13. Oktober. Der Anwalt der Betroffenen, Eberhard Luetjohann, teilte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mit, dass nach Ansicht des Erzbistums Köln die gesetzliche Unfallversicherung zuständig sei. Deren Entscheidung sei abzuwarten.

Luetjohann zweifelte an dem Argument, zumal das Erzbistum den Fall nie der Versicherung gemeldet habe. "Die Klägerin leidet enorm unter dieser weiteren Verzögerung", so der Anwalt. Das Erzbistum Köln teilte auf KNA-Anfrage mit, dass es sich zu laufenden Verfahren nicht äußere.

Sexueller Missbrauch kann in bestimmten Kontexten als Arbeitsunfall von der gesetzlichen Unfallversicherung anerkannt werden. Die Betroffenen können dann Anspruch auf Therapie und Unterstützung haben - und auch auf eine Rente.

8. September 2026 14:51

Entwicklungshilfeorganisationen warnen vor Kürzungen

Berlin (KNA) Verschiedene Entwicklungshilfeorganisationen haben die Politik dazu aufgerufen, auch künftig ärmere Länder zu unterstützen. Unter dem Motto "Solidarität nicht kaputtsparen" riefen sie am Dienstagnachmittag vor dem Bundestag dazu auf, die geplanten Kürzungen zu stoppen. An die ...

Berlin (KNA) Verschiedene Entwicklungshilfeorganisationen haben die Politik dazu aufgerufen, auch künftig ärmere Länder zu unterstützen. Unter dem Motto "Solidarität nicht kaputtsparen" riefen sie am Dienstagnachmittag vor dem Bundestag dazu auf, die geplanten Kürzungen zu stoppen. An die Regierungsfraktionen übergaben sie eine Liste mit rund 100.000 Unterschriften für einen solchen Stopp. Der Bundestag debattiert am Mittwoch auch über den Haushalt des für Entwicklungshilfe.

Zu den beteiligten Organisationen gehören unter anderem die Aktion gegen den Hunger, Brot für die Welt, Misereor und Oxfam sowie die Welthungerhilfe. In ihrem Aufruf heißt es weiter: "Sparen Sie nicht bei denen, die unsere Solidarität am dringendsten brauchen. Stärken Sie Menschenrechte und Gleichberechtigung, damit Menschen Hunger, Armut und Abhängigkeiten überwinden."

Der Haushaltsentwurf der Bundesregierung sieht für das kommende Jahr weitere Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit vor. So sollen die Ausgaben um rund 600 Millionen Euro sinken. Im laufenden Haushaltsjahr stehen dem Entwicklungsministerium rund 10,06 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Aufwendungen für humanitäre Hilfe waren zuletzt bereits auf eine Milliarde Euro halbiert worden. Der Bundestag entscheidet voraussichtlich im Herbst über den Haushalt 2027.

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