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Achtung Advent! - der Adventsbegleiter von YOUPAX
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St.-Martins-Tag

Geschichte, Bräuche und Bedeutung

 

 

© Besim Mazhiqi
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Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung

Gute Gründe für jeden Monat



© Erzbistum Paderborn
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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

© Serene View / Shutterstock.com
22.10.2026

Das Leben auf den zweiten Blick

Abgelaufene Gewürzgurken, Flaute auf See, heulende Sirenen. Dazu Omas Lourdeswasser, zwei Gräber an einer Mauer und eine Gemeinde, die umdenkt. In seinen WDR-Hörbeiträgen entdeckt Sascha Heinrich Alltagsgeschichten, die an alten Gewissheiten rütteln und dem Glauben neue Türen öffnen.
© Jasmin Lobert / Erzbistum Paderborn
21.10.2026

Eine große Bühne für die Weihnachtsbotschaft

Wenn Hunderte gemeinsam singen, bekommt Karolin Koldehoff Gänsehaut. Bei der Aufführung des Bethlehem-Musicals in Minden leitet sie den Großchor. Ein Probenbesuch zeigt, wie Musik und Glaube verschiedene Generationen miteinander verbinden.
© Lazy_Bear / Shutterstock.com
19.10.2026

La Via – Der Weg des Trauerns

Trauer ist kein gerader Weg. Es gibt Umwege, Rückschritte und Tage, an denen gar nichts mehr geht. Wie kann man durch die Trauer gehen und irgendwann wieder ins Leben zurückfinden? Davon handelt das Geistliche Wort von Uta Trosien im WDR Hörfunk.
© Dima Moroz / Shutterstock.com
19.10.2026

GLÜCKLICH/T im Franziskus-Jahr: San-Damiano-Momente für eine bessere Welt

Die GLÜCKLICH/T-Aktion lebt von kleinen Gesten, die das Leben anderer Menschen besser machen. Der heilige Franziskus und sein Einsatz für die kleine Kirche San Damiano können dafür Vorbild sein.
© Schmidt-Schule Jerusalem
16.10.2026

Ein Stück Erzbistum Paderborn im Heiligen Land

Seit 140 Jahren fördert die Schmidt-Schule in Ostjerusalem palästinensische Mädchen. Dass sie heute den Titel „Exzellente deutsche Auslandschule“ trägt, hat sie nicht zuletzt den Borromäerinnen vom Kloster Grafschaft in Schmallenberg zu verdanken.
© Moritz Kröner / Erzbistum Paderborn
15.10.2026

Die Kraft aus der Stille

Jonas findet Kraft in Gemeinschaft, Natur, Schauspiel und Gebet. In stillen Momenten gelingt es ihm, Stress loszulassen und neue Energie zu schöpfen.

Unsere Nachrichten

© Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn
26.10.2026

„Der priesterliche Dienst bleibt ein wunderbarer Dienst“

Zehn Priester-Weihejubilare feiern mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz und Weihbischof Josef Holtkotte Dankgottesdienst im Paderborner Dom
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
25.10.2026

Unseren Glauben einbringen und darauf Zukunft bauen

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz feiert zu Herbst-Libori Pontifikalamt im Paderborner Dom / Start der Mitmachaktion des Erzbistums GLÜCKLICH/T SEIN!
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
24.10.2026

Vor Wahl in Israel: Erzbischof Bentz wirbt für kleine Schritte zum Frieden

Nach seiner Reise ins Heilige Land hat Erzbischof Bentz in Osnabrück vor der „Schwerkraft der Gewalt“ gewarnt. Mit der bevorstehenden Wahl in Israel verbindet er vorsichtige Hoffnung.
© Johannes Duwe
22.10.2026

„Mein Herz schlägt weiter für das Heilige Land“

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz spricht nach seiner Nahost-Reise über gewachsene Beziehungen, gelebte Solidarität und die gesellschaftliche Verantwortung der katholischen Kirche
© Archiv-Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
20.10.2026

Einführung von Ehrendomherr Bischof Heinz Josef Algermissen

Treue gegenüber Dom und Erzbistum / Dompropst Joachim Göbel führt am 24. Oktober emeritierten Bischof des Bistums Fulda in Vespergottesdienst als Ehrendomherren ein
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
19.10.2026

Weltmissionssonntag: Erzbistum Paderborn und Hilfswerk missio Aachen rufen zu Kollekte auf

Ein politisches Zeichen gegen Nationalismus und Egoismus: Bei der größte katholischen Spendenaktion weltweit wurden 2025 fast 135.500 Euro im Erzbistum Paderborn gesammelt

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. – Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

GLÜCKLICH/T SEIN in den Caritas Werkstätten Schloss Neuhaus

Zum Auftakt fand in den Caritas Werkstätten Schloß Neuhaus eine Aktion statt, bei der gegenseitige Wertschätzung in Gesten ausgedrückt wurde. Das Schreiben von Postkarten mit Dankesgrüßen wurde dabei begeistert angenommen. Die Reaktionen machten klar: Auch kleine Gesten können glücklich machen.

Begeisterung, Zweifel, viele Fragen - von den Jüngern lernen

Sie kapieren es nicht, haben Fragen, Zweifel und sind immer wieder auch total begeistert – so erlebt man die Jünger von Jesus in der Serie „The Chosen“. YOUPAX-Redakteur Tobi Schulte unterhält sich mit Gemeindereferent Jan-Niklas Kleinschmidt darüber, wie es sie inspiriert, sich in die Jünger hineinzuversetzen.

Pfadfinder - eine Lebenseinstellung

Max Halbe ist Pfadfinder. Immer. Er sagt: „Eigentlich ist das für mich eine Lebenseinstellung“. Im YouTube-Video aus der Serie „Mein Engagement“ lernen wir Max als Pfadfinderleiter des Stamms Vinzenz Pallotti in Olpe näher kennen.

Veranstaltungen im Erzbistum Paderborn

KNA Newsticker

26. Oktober 2026 12:14

Berlin besorgt über mögliche Abriegelung des Westjordanlands

Berlin (KNA) Die Bundesregierung hat sich besorgt über eine mögliche Abriegelung des Westjordanlands geäußert. Eine solche Ankündigung sei sehr beunruhigend, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Montag in Berlin. Als Besatzungsmacht sei die israelische Armee dazu verpflichtet, die R ...

Berlin (KNA) Die Bundesregierung hat sich besorgt über eine mögliche Abriegelung des Westjordanlands geäußert. Eine solche Ankündigung sei sehr beunruhigend, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Montag in Berlin. Als Besatzungsmacht sei die israelische Armee dazu verpflichtet, die Rechte der Palästinenser und Palästinenserinnen zu wahren und zu schützen. Außenminister Johann Wadephul (CDU) sei mit seinem israelischen Amtskollegen im Austausch.  

Derzeit findet ein israelischer Militäreinsatz in und um Hebron statt. Dieser sei eine Reaktion auf einen Schusswaffenangriff zweier Terroristen auf israelische Soldaten mit zwei Toten am vergangenen Freitag. Der Einsatz soll demnach mehrere Tage dauern. Mehr als 3.000 Menschen mussten wegen der anhaltenden israelischen Militäroperation ihre Häuser verlassen.

26. Oktober 2026 12:12

Neue Vatikan-Kommunikationschefin spricht über sich und ihre Ideen

Irondale (KNA) Die designierte Kommunikationschefin des Vatikans, Montserrat Alvarado, hält weitreichende Veränderungen in der Struktur der Vatikan-Kommunikation für möglich. In einem Interview mit ihrem bisherigen Arbeitgeber, dem privaten katholischen Mediennetzwerk EWTN, sagte die US-Amer ...

Irondale (KNA) Die designierte Kommunikationschefin des Vatikans, Montserrat Alvarado, hält weitreichende Veränderungen in der Struktur der Vatikan-Kommunikation für möglich. In einem Interview mit ihrem bisherigen Arbeitgeber, dem privaten katholischen Mediennetzwerk EWTN, sagte die US-Amerikanerin: "Es ist der Moment, in dem digitale und herkömmliche Formen der Kommunikation zusammenkommen."

Genau diesen Übergang habe Papst Leo XIV. bei EWTN beobachten können, sagte Alvarado. Deshalb sei es möglich, dass er etwas Vergleichbares auch für den Vatikan im Auge habe. Sie selbst nannte sich "Profi der nächsten Generation". Am 1. November übernimmt Alvarado die Gesamtleitung der Medien und der Kommunikation des Heiligen Stuhls.

Alvarado sagte, sie versuche noch zu verstehen, was der Papst auf dem Posten von ihr erwarte. Sie werde keinesfalls eine eigene Vision durchsetzen. "Vielmehr nehme ich eine Vision entgegen und setze sie um." Ohne konkret zu werden, deutete sie an, von Leo XIV. direkt für die Aufgabe angesprochen worden zu sein.

Zu möglichen Strukturveränderungen im vatikanischen Medienapparat sagte Alvarado, sie komme aus einem technikzentrierten Umfeld. Sie äußerte die Erwartung, dass Journalisten auf mehreren technischen Plattformen arbeiten könnten.

Als Vorbild für Personalführung verwies Alvarado auf die New Yorker Football-Trainerlegende Vince Lombardi (1913-1970) und erläuterte: "Du hast alle Spieler, die du brauchst, aber sie spielen auf der falschen Position. Also musst du die Dinge vielleicht neu ordnen, oder wir entdecken etwas ganz Neues." Außerdem werde sie Analyse-Instrumente nutzen, "um besser zu verstehen, was die Bedarfe der Kirche sind".

Alvarado, die als Kind mit ihren Eltern aus Mexiko in die USA eingewandert war, bestätigte in dem Interview auch ein Detail aus ihrem Privatleben: Demnach wurde ihre frühere Ehe annulliert, also kirchenrechtlich für niemals gültig geschlossen erklärt. Zu ihrer persönlichen theologischen oder kirchenpolitischen Ausrichtung erklärte Alvarado: "Jeder Katholik, der den Katechismus und die Bibel gelesen hat, weiß, was ich glaube."

26. Oktober 2026 10:23

Jüdisches Museum ehrt Journalistin Tekkal und Unternehmer Moritz

Berlin (KNA) Der Preis für Verständigung und Toleranz des Jüdischen Museums Berlin geht in diesem Jahr an die Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal und den britischen Autor und Unternehmer Michael Moritz. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Museums sprechen bei der Pr ...

Berlin (KNA) Der Preis für Verständigung und Toleranz des Jüdischen Museums Berlin geht in diesem Jahr an die Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal und den britischen Autor und Unternehmer Michael Moritz. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Museums sprechen bei der Preisverleihung am 16. November Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Gründungsdirektor W. Michael Blumenthal ein Grußwort, wie das Museum am Montag ankündigte.

Zur Begründung für die Preisvergabe an Düzen Tekkal führt die Jury an, dass sich die deutsche Journalistin kurdisch-jesidischer Abstammung konsequent gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit sowie für den interreligiösen Dialog, Bildungs- und Chancengerechtigkeit, Frieden und Demokratie einsetze.

Mit der von ihr mitgegründeten Organisation "HÁWAR.help" unterstütze sie weltweit jesidische Frauen, Mädchen und weitere marginalisierte Gruppen. Zugleich bringe sie mit der Bildungsinitiative "GermanDream" Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion zusammen und stärke gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie demokratisches Bewusstsein.

Tekkal wurde 1978 in Hannover als Tochter kurdisch-jesidischer Eltern geboren, die in den 1970er Jahren vor Verfolgung in der Türkei nach Deutschland flohen. Seit 2014 ist sie als freie Journalistin, Autorin, Filmemacherin und Menschenrechtsaktivistin tätig.

Die Vergabe an Michael Moritz begründete die Jury mit seinem Wirken als Mäzen, insbesondere für künstlerische Projekte, die jüdische Perspektiven und Diaspora-Erfahrungen sichtbar machten und den gesellschaftlichen Dialog stärkten. Mit der im Jahr 2000 gegründeten Stiftung "Crankstart" unterstütze er gemeinsam mit seiner Ehefrau Projekte für besseren Bildungszugang, Chancengleichheit und Bürgerrechte. "Sein Engagement steht beispielhaft für die Verbindung von unternehmerischem Erfolg, gesellschaftlicher Verantwortung und langfristigem Denken."

Moritz wurde 1954 in Cardiff als Sohn jüdischer Eltern geboren, die vor dem Nationalsozialismus aus Deutschland nach Großbritannien geflohen waren. Seine berufliche Laufbahn begann als Journalist und Autor, unter anderem für das "Time Magazine". 1986 wechselte er zum Risikokapitalgeber Sequoia Capital und wurde zu einer der prägenden Persönlichkeiten der internationalen Technologiebranche.

26. Oktober 2026 10:22

Schauspielerin Triebel: Berliner Dialekt ist Teil meiner Identität

München (KNA) Jördis Triebel (48), in Ost-Berlin geborene Schauspielerin, empfindet den Dialekt als Teil ihrer Identität. "Leider durfte ich in meinen Filmen bisher nicht so oft berlinern, wie ich gern gewollt hätte", sagte Triebel der "Süddeutschen Zeitung". Zwischendurch sei der Dialekt b ...

München (KNA) Jördis Triebel (48), in Ost-Berlin geborene Schauspielerin, empfindet den Dialekt als Teil ihrer Identität. "Leider durfte ich in meinen Filmen bisher nicht so oft berlinern, wie ich gern gewollt hätte", sagte Triebel der "Süddeutschen Zeitung". Zwischendurch sei der Dialekt bei ihr auch verschwunden, weil sie versucht habe, sich anzupassen. "Als ich kurz nach der Wende ans Theater nach Bremen kam, wollte ich nicht als Ostdeutsche erkannt werden."

Ihr Eindruck sei, dass der Dialekt in Bayern vor der Kamera viel mehr gefeiert werde, als in anderen Bundesländern, erklärte die Schauspielerin. Dabei verwies sie auf den Pumuckl und die Eberhofer-Filme. Doch: "Wenn ich Berliner Schnauze höre, freue ich mich und bin stolz, das an meine Kinder weitergegeben zu haben."

Berlin sei ihre Heimat, aber dennoch empfinde sie zu der Stadt auch eine Hassliebe, bekannte die Künstlerin. Berlin sei sehr offen und könne ein Ort der Zuflucht sein für Menschen, die andernorts nicht akzeptiert würden. "Aber die Stadt kann auch an den Nerven zerren, sie ist laut, dreckig und sie kann sehr einsam machen."

Triebel war zwölf Jahre alt, als im November 1989 die Mauer fiel. Mit Blick auf heute erklärte sie, "man hat immer noch nicht wirklich das Gefühl, dass wir ein Land sind". Der Osten habe sich dem Westen anpassen müssen. "Er wurde ausgeschlachtet. Zudem wusste niemand, wie die Regeln im Westen funktionierten." Demzufolge, glaube sie, habe es an Selbstwertgefühl gemangelt. Die Menschen aus Ostdeutschland seien nicht hinterhergekommen und hätten sich als Menschen zweiter Klasse betrachtet.

Die Schauspielerin verglich die Situation mit einer Beziehung. Wenn nur ein Partner die Regeln vorgebe und alle Entscheidungen treffe, fühle sich der andere nicht ernst genommen und fange irgendwann an zu rebellieren. Das könne dann gefährlich werden. Als empörend bezeichnete es Triebel, dass die ARD für die kommenden drei Jahre den "Polizeiruf" aus Magdeburg und den Dresdner "Tatort" aus Spargründen pausieren lassen wolle. Ein solcher Schritt, insbesondere jetzt, wo sich politisch gerade so viel entwickle, sei einfach fahrlässig.

Der "Polizeiruf" sei ein Aushängeschild und ein Format, das die Menschen liebten, gab die Künstlerin zu bedenken. "Wenn das jetzt wegfällt, hinterlässt das bei den Zuschauern doch das Gefühl: Der Osten ist nicht wichtig." Zudem könnte es der Anfang von weiteren Streichungen sein. Denn Entwicklungen gingen schließlich immer langsam voran. - Am Montagabend ist Triebel um 20.15 Uhr in dem ZDF-Film "Neues Land" zu sehen.

26. Oktober 2026 10:18

Hilfswerke erleichtert über Lula-Sieg in Brasilien

Aachen/Essen (KNA) Der Ausgang der Präsidentenstichwahl in Brasilien ist von katholischen Hilfswerken mit großer Erleichterung aufgenommen worden. "Gewinnerinnen und Gewinner sind Frauen, Indigene, Arme, Natur und Demokratie", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks A ...

Aachen/Essen (KNA) Der Ausgang der Präsidentenstichwahl in Brasilien ist von katholischen Hilfswerken mit großer Erleichterung aufgenommen worden. "Gewinnerinnen und Gewinner sind Frauen, Indigene, Arme, Natur und Demokratie", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Martin Maier, am Montagmorgen. Das Entwicklungshilfswerk Misereor beruft sich auf Partnerinnen und Partner vor Ort, die "voller Freude" seien. Gleichzeitig weisen die Organisationen darauf hin, dass die kommenden Jahre dennoch herausfordernd werden, da in beiden Kammern des Parlaments künftig konservative bis rechtsextreme Parteien die Mehrheit halten.

Bei der Stichwahl am Sonntag hat sich der amtierende linke Präsident Luiz Inácio Lula da Silva (80) am Ende überraschend deutlich gegen Flávio Bolsonaro (45) durchgesetzt. Das Oberste Wahlgericht erklärte Lula zum Wahlsieger mit 51,8 zu 48,2 Prozent der Stimmen. Bolsonaro will das Ergebnis aber anfechten.

"Gewonnen hat Lula da Silva im Endspurt sicherlich, weil er deutliche Verbesserungen zugunsten der Armen angekündigt hatte", vermutete Maier. Der Ordensmann und Adveniat-Chef zeigte sich zuversichtlich, dass der alte und neue Präsident seinen Ankündigungen auch Taten folgen lässt: "Denn in den vergangenen vier Jahren hatte Lula da Silva bereits eine mehr an den Bedürfnissen gesellschaftlich benachteiligter Gruppen und dem Schutz der Umwelt ausgerichtete Politik dem Bolsonarismus entgegengesetzt."

Zudem sei mit Lulas Wahlsieg die Hoffnung verbunden, dass die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes weiter zurückgeht. Zwischen August 2025 und Juli 2026 sind in Brasilien weniger als 3.000 Quadratkilometer Wald vernichtet worden - der tiefste Stand seit 1988. Bis 2030 will Lula die Abholzung sogar auf null senken. Dabei brauche er die Unterstützung der Weltgemeinschaft, mahnte Maier. Es sei höchste Zeit, dass sich Bundesregierung und EU klar positionieren und "die Verteidigerinnen und Verteidiger von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Minderheiten in Lateinamerika systematisch schützen".

Misereor sieht in Lulas Sieg ein Bekenntnis des Landes zur Demokratie. Für Projektpartner vor Ort habe viel auf dem Spiel gestanden. Die meisten von ihnen seien nun aber erleichtert, dass Lulas moderate Politik fortgeführt werde.

Gleichzeitig warnen Adveniat und Misereor, dass durch die Wahlerfolge der rechten Parteien bei den zeitgleich stattgefundenen Wahlen für Senat, Abgeordnetenkammer und Gouverneursposten das Land vor große Herausforderungen stellten. Lulas Spielraum sei dadurch eng, erklärte Maier. "Er wird die gespaltene Gesellschaft nach dem polarisierten Wahlkampf einen müssen."

Auch die Leiterin der Verbindungsstelle von Misereor in Brasilien, Claudia Fix, äußert sich besorgt. "Die Regierung wird gezwungen sein, viel Energie darauf zu verwenden, bereits Erreichtes zu verteidigen - und wird nur geringe Spielräume zur Gestaltung haben." Gleichzeitig hätten sich die politischen Gräben weiter vertieft. "Der Wahlsieg allein schützt unsere Partnerorganisationen noch lange nicht vor einer zerstörerischen Wirtschaftspolitik und neuen Bedrohungen der Menschenrechte."

26. Oktober 2026 09:42

Cyberkriminelle nutzen Deepfakes - Wenige Opfer gehen zur Polizei

Berlin (KNA) Cyberkriminelle setzen laut einer Befragung verstärkt auf Deepfakes. Demnach wurden 9 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland in den vergangenen zwölf Monaten mit Hilfe von KI erstellten oder veränderten Foto-, Video- oder Sprachaufnahmen getäuscht. Vor einem ...

Berlin (KNA) Cyberkriminelle setzen laut einer Befragung verstärkt auf Deepfakes. Demnach wurden 9 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland in den vergangenen zwölf Monaten mit Hilfe von KI erstellten oder veränderten Foto-, Video- oder Sprachaufnahmen getäuscht. Vor einem Jahr hatten 3 Prozent davon berichtet. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.126 Personen ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Insgesamt sind demnach 64 Prozent der Internetnutzer binnen zwölf Monaten Opfer von Cyberkriminalität geworden. Vor einem Jahr waren es 61 Prozent. Im Schnitt entstand den Betroffenen ein Schaden von 233 Euro.

"Künstliche Intelligenz macht Betrug leichter und glaubwürdiger. Eine vertraute Stimme oder ein echt wirkendes Video schaltet bei vielen das Misstrauen zumindest im ersten Moment aus, genau darauf setzen die Täter", sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. "Wer einen schockierenden oder ungewöhnlichen Anruf oder eine dringende Zahlungsaufforderung bekommt, sollte immer über einen zweiten Kanal nachfragen, bevor er handelt."

Strafanzeige bei der Polizei stellte laut Umfrage mit 19 Prozent nur knapp ein Fünftel der Betroffenen. Vor einem Jahr waren es noch 26 Prozent. 18 Prozent reagierten demnach gar nicht.

Die meisten Opfer von Cyberkriminalität trifft es demnach weiterhin mit altbekannten Methoden. An der Spitze stehen laut Angaben Schadprogramme wie Viren, mit denen bei 32 Prozent Computer oder Smartphones infiziert wurden. Es folgen Betrug beim Online-Einkauf (29 Prozent) und Phishing per Mail, Kurznachricht oder Telefon (21 Prozent), die beide seltener geworden sind.

Bei 14 Prozent wurden laut Umfrage Zugangsdaten zu Online-Diensten wie sozialen Netzwerken oder Shopping-Seiten ausspioniert. 9 Prozent berichten, dass sich jemand im Internet unter ihrem Namen ausgegeben hat, 6 Prozent wurden Kontodaten oder Kreditkarten gestohlen und missbraucht.

"Zugangsdaten und digitale Identitäten sind für Kriminelle bares Geld wert. Wer einmal Zugriff auf ein E-Mail-Konto hat, kann von dort aus weitere Konten übernehmen, im Namen des Opfers Waren bestellen oder Freunde und Familie täuschen", sagt Dehmel. "Ein einzigartiges, starkes Passwort für jeden Dienst und die Zwei-Faktor-Authentifizierung oder auch neue Lösungen wie Passkeys sind der wirksamste Schutz."

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