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Katholikentag 2028 in Paderborn

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
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Katholikentag 2026 in Würzburg

 

Infos zu Anmeldung und Kartenkauf

 

Überblick über Würzburg© canadastock / Shutterstock.com
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Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung

© Erzbistum Paderborn
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Kinderwallfahrt 2026

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
15.05.2026

Alte Pfarrkirche, stolze Bürgerkirche, lebendige Marktkirche und jetzt auch Wallfahrtskirche

Maria ist weitergezogen: St. Aegidius in Wiedenbrück hat im Jahr 2024 von der Franziskanerkirche St. Marien die Marienwallfahrt übernommen
© LuckyNova / Shutterstock.com
13.05.2026

Trost – wie finde ich ihn? Wie hilft Glaube?

Neue Themenseite „Trost - Umgang mit Trauer und Tod“: Wirken Sie mit und teilen Sie Ihre Erfahrungen.
© Maximilian Gödecke / Renovabis
11.05.2026

Über die Pfingstkollekte zu mehr Freundschaft in Europa beitragen – eine Reportage

Mehr als 100.000 Menschen flohen 2023 aus Bergkarabach nach Armenien. Eine Reportage im Rahmen der Renovabis-Pfingstaktion 2026 erzählt von Menschen, die alles verloren haben und dennoch Hoffnung schöpfen.
Junger Mann lächelt in Kamera © YOUPAX / Erzbistum Paderborn
09.05.2026

Zwischen wissenschaftlichen Beweisen und Staunen über Gott

Marc studiert Mathe. Er sagt: „An einem gewissen Punkt kann der Mensch nur noch staunen“
© Torychemistry / Shutterstock.com
07.05.2026

Glaube wird handfest

Da wird geknotet, gegraben, gesungen und gelaufen. Annkathrin Taddays WDR-Morgenandachten bleiben nah am Alltag. Es geht um Schmerz, Durchhalten und Miteinander. Nichts ist glatt, alles hat Erde, Schweiß und Stimme. Glaube wird handfest, als Knoten, Dreck und Atem bis zum Ziel.
© Markus Nowak / Bonifatiuswerk
04.05.2026

Hier wird am Leben gebaut

Mit ihrer Firmung setzen junge Menschen im Erzbistum Paderborn ein Zeichen gelebter Nächstenliebe. Im Rahmen der Firmaktion des Bonifatiuswerkes engagieren sich Firmbewerber unter dem Leitwort „#BaustelleLeben“ für Gleichaltrige in schwierigen Lebenssituationen.

Unsere Nachrichten

© canadastock / Shutterstock.com
13.05.2026

Erzbistum Paderborn beim Katholikentag in Würzburg vielfältig vertreten

Mit dem Deutschen Katholikentag hat in Würzburg eines der größten Treffen der katholischen Kirche in diesem Jahr begonnen. Viele Engagierte aus dem Erzbistum Paderborn sind dabei – und sammeln Ideen und Eindrücke für den Katholikentag 2028 in Paderborn.
© Erzbistum Paderborn
13.05.2026

„Wir verstehen uns – wir teilen unseren Glauben“

Weihbischof Josef Holtkotte feiert in der Domkrypta mit über 50 gehörlosen Menschen einen Dankgottesdienst zu deren Jubelkommunion
© Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn
12.05.2026

„Ihr seid Zeugen durch euer Bleiben“

Elf Priester feiern mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz ihr 40-jähriges Weihejubiläum
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
12.05.2026

Den Weg des Priesters gehen

Priesterweihe von Viktor Schefer aus Delbrück am 23. Mai 2026 / Biografisches / Was ist dem zukünftigen Priester des Erzbistums Paderborn wichtig?
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
11.05.2026

Gemeinsam beten, singen, hören und feiern als Freunde Jesu

Ökumenischer Vespergottesdienst in St. Martin in Bad Lippspringe macht Gemeinschaft verschiedener Konfessionen erfahrbar und sichtbar
© Heiko Appelbaum / Erzbistum Paderborn
11.05.2026

„Familientreffen“ im Dom im Zeichen des Friedens und der Einheit

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz feiert Festhochamt mit Päpstlicher Familie und Verband der Wissenschaftlichen Katholischen Studentenvereine Unitas e.V.

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Katholische Landvolkshochschule Hardehausen: Ein Ort zwischen Bildung, Natur und Gemeinschaft

Seit mehr als 19 Jahren begleitet Stephan Kreye Menschen in der Familien- und Erwachsenenbildung in Hardehausen. Im Video gibt er Einblicke in seine Arbeit, erzählt von besonderen Erfahrungen und zeigt, was die Landvolkshochschule für ihn zu einem ganz besonderen Ort macht.

Taizé - Wo junge Menschen zu Gott finden

Taizé ist für viele junge Menschen mehr als nur ein Ort – es ist ein Raum für Stille, Begegnung und echtes Gebet. In diesem Video nehmen wir dich mit nach Taizé und zeigen, warum gerade hier so viele junge Leute ihren Zugang zu Gott neu entdecken.

Schöpfungsgeschichte einfach erklärt: Wie hat Gott die Welt erschaffen?

Was ist die Schöpfungsgeschichte? Wie hat Gott die Welt erschaffen? Und was bedeutet das für uns heute? Dieses Video erklärt die biblische Schöpfungsgeschichte einfach und verständlich – für Kinder und für alle, die mehr über die Erschaffung der Welt erfahren möchten.

KNA Newsticker

15. Mai 2026 09:43

Ex-Arbeitsminister Heil: Politiker brauchen mehr Zuspruch

Würzburg (KNA) Angesichts internationaler Krisen fordert der frühere Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und Zuversicht. Menschen, die sich in Vereinen, in der Kirchengemeinde und in der Politik engagierten, bräuchten Zuspruch, sagte der religionspol ...

Würzburg (KNA) Angesichts internationaler Krisen fordert der frühere Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und Zuversicht. Menschen, die sich in Vereinen, in der Kirchengemeinde und in der Politik engagierten, bräuchten Zuspruch, sagte der religionspolitische Sprecher seiner Partei am Freitag beim Katholikentag in Würzburg: "Jetzt nicht im Kleinen, nach dem Motto 'Du armer Politiker', aber im Großen brauchen wir gemeinsam Ermutigung als Gesellschaft."

Viele Menschen hätten das Gefühl, die Welt sei aus den Fugen geraten. "Wir haben über 60 Kriege auf der Welt - mehr als noch vor einem Jahr", so das Mitglied des Auswärtigen Ausschusses. Der Krieg im Iran sei nicht nur eine Katastrophe für den Nahen Osten, sondern habe globale Folgen: "Die Ärmsten der Armen leiden am meisten darunter, weil gerade keine Düngemittellieferungen durch die Straße von Hormus kommen." Das werde zu noch mehr Hunger, Flucht und Migration führen - "und das in einer Zeit, in der wir selbst übrigens - wie alle Industrienationen - die humanitäre Hilfe und die Entwicklungshilfe zusammenstreichen".

Heil forderte mehr Orte der Begegnung und des Austauschs. Als Beispiele nannte er Dorfläden oder Kulturkirchen. Zudem sprach er sich dafür aus, digitale Plattformen mit einer Abgabe zu belegen, um damit Lokaljournalismus zu finanzieren. Es brauche Orte, an denen Menschen mit unterschiedlichen Meinungen miteinander ins Gespräch kämen.

Mit Blick auf die politische Kultur in Deutschland äußerte sich Heil selbstkritisch: "Ich finde es ganz furchtbar, dass wir die Leidenschaft den Rechtsradikalen im Parlament überlassen." Die Demokraten redeten immer zur Sache, und das sei gut so. "Aber die anderen haben ein Weltbild, eine Orientierung und eine empathische Sprache. Unsere Reden sind wie eine Büroklammer."

Heil hob hervor, Demokratie könne nicht allein von Politikern getragen werden. Diese müssten zwar ihre Arbeit machen und "sich mehr zusammenraufen, als es die Koalition in Berlin gerade tut". Zugleich sei es aber auch eine Aufgabe für alle Bürger, mehr Zuversicht zu stiften.

15. Mai 2026 09:42

Demonstration bei Kanzlerbesuch in Würzburg

Würzburg (KNA) Der Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beim Katholikentag in Würzburg ist von Protesten begleitet worden. Wie die Polizei der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mitteilte, versammelten sich am Freitag um 11 Uhr rund 600 Demonstrierende vor dem Congress Centrum Wü ...

Würzburg (KNA) Der Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beim Katholikentag in Würzburg ist von Protesten begleitet worden. Wie die Polizei der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mitteilte, versammelten sich am Freitag um 11 Uhr rund 600 Demonstrierende vor dem Congress Centrum Würzburg. Zu der Kundgebung hatte das "Offene Antifaschistische Treffen" aufgerufen. Der Vorwurf der Organisatoren: Merz ignoriere die Anliegen junger Menschen in Deutschland.

An der Protestaktion beteiligten sich unter anderem Ortsgruppen von Fridays for Future und der Seebrücke. Während der Frankfurter Rapper Erzin vor der Kongresshalle auftrat, betrat Merz auf der anderen Seite das Gebäude zu einer Gesprächsveranstaltung mit jungen Menschen.

15. Mai 2026 09:38

Bericht: Verfassungsschutz stoppt Beobachtung von Scientology

Baden-Baden (KNA) Die Scientology-Bewegung wird laut einem Medienbericht künftig nicht mehr umfassend von den deutschen Geheimdiensten beobachtet. Das Bundesamt für Verfassungsschutz sagte auf Anfrage des Südwestrundfunks (SWR), die Scientology-Organisation habe in den vergangenen Jahren an R ...

Baden-Baden (KNA) Die Scientology-Bewegung wird laut einem Medienbericht künftig nicht mehr umfassend von den deutschen Geheimdiensten beobachtet. Das Bundesamt für Verfassungsschutz sagte auf Anfrage des Südwestrundfunks (SWR), die Scientology-Organisation habe in den vergangenen Jahren an Relevanz verloren und werde daher nicht mehr als bundesweiter, eigener Beobachtungsbereich geführt. Denkbar ist mit dieser Formulierung aber noch die Beobachtung einzelner Personen.

Laut SWR-Recherchen haben sich auch mehrere Landesämter für Verfassungsschutz aus der systematischen Beobachtung zurückgezogen. Der deutsche Verfassungsschutz hatte Scientology seit 1997 im Visier. Der Organisation, die sich selbst als Kirche bezeichnet, wurde Demokratiegefährdung vorgeworfen, weil es ihr letztlich um die Weltherrschaft gehe. Kritiker werfen der Organisation vor, ihre Mitglieder abhängig zu machen, sozial zu kontrollieren und finanziell auszubeuten. Ihr Denken ziele auf die Ausbildung einer globalen Machtelite.

Gegründet wurde Scientology 1953 vom US-Amerikaner Ron Hubbard. In Deutschland wehrte sich Scientology immer gegen eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz und betonte, die demokratische Grundordnung der Bundesrepublik zu achten. In Deutschland unterhält Scientology mehrere Niederlassungen, beispielsweise in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart.

15. Mai 2026 09:19

Missio und Gundula Gause: Umweltminister muss Handy-Pfand einführen

Würzburg (KNA) Das katholische Hilfswerk missio Aachen fordert zusammen mit ZDF-Journalistin Gundula Gause und Partnern aus Afrika ein Handy-Pfand. Auch das Kolpingwerk, die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) rufen Bundesumwelt ...

Würzburg (KNA) Das katholische Hilfswerk missio Aachen fordert zusammen mit ZDF-Journalistin Gundula Gause und Partnern aus Afrika ein Handy-Pfand. Auch das Kolpingwerk, die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) rufen Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) zum raschen Handeln auf.

"Da müssen endlich politische Vorgaben gemacht werden, die dann auch eingehalten werden", sagte Gause beim Katholikentag in Würzburg der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Ich kann uns alle nur dazu ermuntern, die Schubladen zu durchsuchen und die alten Handys abzugeben, denn Recycling schont nicht nur die Umwelt, sondern kann auch die schlimmen Menschenrechtsverletzungen reduzieren, unter denen vor allem Menschen in Afrika leiden wegen unserer Handys."

Ein Pfandsystem solle Rückgabe und Recycling alter Mobiltelefone verbessern und verhindern, dass Elektroschrott illegal aus Deutschland nach Afrika gelangt, zum Beispiel zu einer der weltweit größten Deponien in Ghana, fügte missio-Chef Dirk Bingener hinzu. Dort gewännen Männer, Frauen und Kinder unter menschenunwürdigen und gesundheitsgefährdenden Bedingungen Rohstoffe aus Altgeräten zurück.

"Der Kreislauf ist verheerend. Erst werden Rohstoffe aus Afrika ausgebeutet, dann werden damit unsere Smartphones produziert. Sind sie kaputt oder überholt, landet ein Teil des Mülls wieder bei den Menschen, die schon den Preis der Rohstoffausbeutung zahlen", ergänzte Bingener.

"Ein Handy-Pfand von vielleicht 20 Euro wäre ein erster konkreter und einfacher Schritt, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen", sagte Gause.

In Deutschland, so Bingener, hätten sich - auch aufgrund des fehlenden Handy-Pfands - rund 200 Millionen gebrauchte Handys angesammelt: "Die darin enthaltenen Materialien würden laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft ausreichen, um den Rohstoffbedarf aller neuen Smartphones der nächsten zehn Jahre zu decken."

Mit einem Handy-Pfand könne auch das Gold alter Smartphones wiederverwendet werden. Aktuell schlummerten rund 6.000 Kilogramm Gold, das in Mobiltelefonen verbaut sei, in deutschen Schubladen: "Wir brauchen Handys mit Gold-zurück-Garantie", so Bingener.

Auch Schwester Mercy Benson, missio-Projektpartnerin in Ghana, warb in Würzburg für ein Ende der Wegwerfmentalität: "Der Elektroschrott zerstört Gesundheit, Zukunft und Würde - vor allem die der Kinder. Geben Sie Ihre alten Handys zum Recycling ab und fordern Sie von der Politik Regeln, die Menschen schützen."

Bingener kritisierte, dass sich das Bundesumweltministerium trotz Anfrage nicht der Diskussion in Würzburg gestellt habe.

15. Mai 2026 07:34

Bischof Wiesemann berichtet über seine Depressions-Erkrankung

Würzburg (KNA) Der katholische Bischof von Speyer, Karl-Heinz Wiesemann (65), hat sich offen zu seiner Depressions-Erkrankung bekannt. Diese Erfahrung habe auch seinen Glauben verändert und seinen Blick stärker auf die Bruchstellen des menschlichen Lebens gelenkt, sagte der Bischof am Donners ...

Würzburg (KNA) Der katholische Bischof von Speyer, Karl-Heinz Wiesemann (65), hat sich offen zu seiner Depressions-Erkrankung bekannt. Diese Erfahrung habe auch seinen Glauben verändert und seinen Blick stärker auf die Bruchstellen des menschlichen Lebens gelenkt, sagte der Bischof am Donnerstagabend in Würzburg.

Wiesemann äußerte sich bei einem Forum des Deutschen Katholikentags, das für den NDR-Podcast "Raus aus der Depression" aufgezeichnet wurde. Der Wissenschafts-Podcast wird seit 2021 vom Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Ulrich Hegerl, und vom Entertainer Harald Schmidt produziert, um über Depressionen aufzuklären. Bislang gibt es mehr als 40 Folgen. Der Talkmaster ist Schirmherr der Stiftung.

Im Februar 2021 hatte der Speyerer Bischof aus gesundheitlichen Gründen eine sieben Monate dauernde Auszeit genommen, inklusive zwei Monaten Klinikaufenthalt. Als Grund nannte Wiesemann damals, dass er "schon längere Zeit die Grenzen meiner körperlichen und psychischen Belastbarkeit immer mehr gespürt habe und mir die großen Anforderungen an das Bischofsamt angesichts der enormen Umbruchsituation, in der wir als Kirche wie auch als Gesellschaft stehen, immer mehr zur Last geworden sind".

In Würzburg betonte der Theologe, der seit 2007 Bischof von Speyer ist, dass die Erkrankung einen langen Vorlauf gehabt habe. Schon länger habe er gemerkt, dass ihm die Krise der Kirche und das Verschwinden der traditionellen Kirchlichkeit zugesetzt hätten. Auslöser seiner Erkrankung seien auch ein hohes Ideal als Priester und Bischof und eine ständige Überforderung gewesen, so Wiesemann.

Er sei mit großer Begeisterung und auch Naivität Priester geworden; die Realität in Kirche, Gemeinden und bei den katholischen Familien habe dann vielfach anders ausgesehen. Finanzprobleme und Änderungsprozesse im Bistum sowie vor allem der Missbrauchsskandal in der Kirche seien ihm dann so sehr an die Nieren gegangen, dass er krank geworden sei.

In der Depression habe er Ohnmachtsgefühle, tiefe Hoffnungslosigkeit und die Brüchigkeit des eigenen Glaubens gespürt. "Ich habe gelernt, mit Ohnmachtserfahrungen umzugehen, Hilfe anzunehmen und mich auf das Positive, auf das Schöne in der Welt zu konzentrieren", sagte der Geistliche mit Blick auf seine Auszeit. Es gehe nicht darum, immer besser zu funktionieren, sondern man müsse auch seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche wahrnehmen.

"Es war eine Zeit, die für mich nicht einfach, aber notwendig war", sagte der Bischof. Während der Krankheitsphase seien ihm seine Schwächen und Grenzen, aber auch seine Stärken und Kraftquellen wieder deutlicher bewusst geworden. Zu den Kraftquellen zählten der Glaube, aber auch das Gefühl, von anderen Menschen getragen zu werden. "Ich glaube, dass der liebe Gott über viele Kanäle arbeitet."

Wiesemann kritisierte, sowohl in der Kirche als auch in der Gesellschaft herrsche ein Drang zu Perfektionierung und Selbstoptimierung. Kirche könne aber mit ihrem Gottesbild dazu beitragen, dass die Menschen Begrenztheiten und Endlichkeit annehmen könnten.

Hegerl, der Professor für Psychiatrie an der Uni Frankfurt ist, erklärte, es sei keine Schwäche, sich in einer beginnenden Depression möglichst schnell Hilfe von außen zu holen. "Depressionen sind eigenständige, schwere Erkrankungen und mehr als eine Reaktion auf schwierige Lebensumstände."

In Deutschland erkrankt etwa jede fünfte Person mindestens einmal in ihrem Leben an einer Depression. Innerhalb eines Jahres sind das nach Schätzungen um die 6,2 Millionen Menschen. Experten gehen aber von einer hohen Dunkelziffer aus.

15. Mai 2026 07:24

Psychologin sieht Smartphone-Sucht als Grund für Einsamkeit

München (KNA) Die Sucht nach dem eigenen Smartphone sieht die britische Psychotherapeutin Philippa Perry als Ursache für zunehmende psychische Erkrankungen. Durch das Handy entstehe "nur ein vages Gefühl von Verbundenheit", sagte Perry dem "Magazin" der "Süddeutschen Zeitung". "Wer nach sein ...

München (KNA) Die Sucht nach dem eigenen Smartphone sieht die britische Psychotherapeutin Philippa Perry als Ursache für zunehmende psychische Erkrankungen. Durch das Handy entstehe "nur ein vages Gefühl von Verbundenheit", sagte Perry dem "Magazin" der "Süddeutschen Zeitung". "Wer nach seinem Handy greift, macht es sich leicht. Es kostet viel Überwindung, sich Gruppen anzuschließen, unsere Familien zu besuchen und mit unseren Freunden in Kontakt zu bleiben."

Manche Menschen hätten "ihre sozialen Fähigkeiten nach den Corona-Jahren immer noch nicht wiedererlangt", erklärte die Expertin. Geselligkeit sei jedoch wie ein Muskel, der verkümmere, wenn er nicht genutzt werde. "Früher gab es Kirchengemeinden, Arbeitsgruppen und Dorfgemeinschaften. Heute gibt es Single-Haushalte und Homeoffice. Wir haben uns zu einer individualistischeren Gesellschaft entwickelt, und die Menschen finden echten Kontakt zunehmend beängstigend."

Auch der Alltag sei leiser geworden, etwa im Bus starrten alle auf einen Bildschirm, fügte Perry hinzu. All diese Entwicklungen machten einsam. "Es ist wichtig, verbindliche Treffen mit anderen Menschen zu haben. Es reicht schon, zur selben Zeit am selben Ort zu sein. Einfach um dieses Gemeinschaftsgefühl zu erleben."

Der Wunsch, zu einer Gruppe zu gehören, bestehe jedoch weiterhin. Dies zeige sich etwa im Wunsch nach psychiatrischen Diagnosen: "Wenn ich sagen kann, ich habe ADHS, gehöre ich irgendwo dazu." Dies ziehe nicht zwingend eine tiefgreifende Auseinandersetzung nach sich, kritisierte die Psychotherapeutin: "Die Leute kleben sich Etiketten auf, statt sich selbst zu erforschen. Das ist einfacher, als zu ergründen, was man wirklich fühlt, und das eigene Verhalten zu hinterfragen."

Das Spektrum für Symptome, um eine Diagnose zu stellen, habe sich ausgedehnt: "Früher wurden achtjährige Jungen mit ADHS diagnostiziert, weil sie nicht stillsitzen konnten, absolut keinen Fokus hatten und in der Schule abschmierten. Diese Jungen brauchen Hilfe, ja." Wer jedoch keinen Roman mehr zu lesen schaffe, obwohl er Anglistik studiere, habe schlicht eine Konzentrationsschwäche - die wiederum mit der Gewöhnung an "Informationsschnipsel" auf dem Handy zusammenhänge.

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