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St. Martin

Geschichte, Bräuche und Bedeutung

 

 

© Besim Mazhiqi
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Achtung Advent! - der Adventsbegleiter von YOUPAX
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Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung

Gute Gründe für jeden Monat

© Erzbistum Paderborn
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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

Unsere Nachrichten

© AIRV8
06.11.2026

LUMINISCENCE feiert eindrucksvolle Premiere im Paderborner Dom

Gestern (05.11.) feierte das Licht- und Klangerlebnis LUMINISCENCE im Hohen Dom zu Paderborn Premiere.
© Archivfoto: Maria Aßhauer
06.11.2026

Gemeinsames Gedenken erhellt das Dunkel

Gedenkgottesdienst für Betroffene sexualisierter Gewalt am 18. November im Paderborner Dom mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz
© Erzbistum Paderborn
02.11.2026

Glocke ist Zeichen der Aussöhnung und des Friedens

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz weiht am 6. November neue Glocke in Bremke / Neue Glocke ersetzt bisherige Frielinghausener Denkmalglocke, die an Kirchengemeinde in Polen übergeben wird
© Marienwallfahrt Werl
02.11.2026

Erzbischof beendet Wallfahrtszeit in Werl: Trost und Hoffnung am Gnadenbild

Erzbischof Udo Markus Bentz feiert an Allerheiligen den Abschluss der Wallfahrtszeit und dankt allen, die Pilger willkommen heißen.
© privat
02.11.2026

Junge Menschen aus dem Erzbistum Paderborn feiern zusammen mit Weihbischof König ihren Glauben in Rom

Messdiener aus verschiedenen Gemeinden des Erzbistums Paderborn und eine Pilgergruppe des Gymnasiums Schloß Neuhaus waren in den Herbstferien in Rom. Weihbischof Matthias König feierte mit beiden Gruppen Gottesdienste im Petersdom.
© SSKH-Pictures / Shutterstock.com
30.10.2026

60. Diaspora-Aktion: Bonifatiuswerk eröffnet bundesweite Aktion am 8. November in Fulda

Mit dem Leitwort „Glauben bezeugen – Hoffnung teilen“ setzt das Hilfswerk ein Zeichen für gelebten Glauben, Solidarität und Nächstenliebe

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. – Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Tanzen für Teilhabe

Gemeinsam tanzen, füreinander da sein: Sophia Ditz begleitet bei der Caritas in Paderborn Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung. Im Videoporträt erzählt sie, wie sie Berührungsängste überwunden hat und warum ihr Ehrenamt für sie gelebter Glaube ist.

Warum wir uns der Trauer stellen sollten

Als Priester ist es für Mike Hottmann Teil jeder Arbeitswoche, trauernde Menschen zu begleiten. Er spricht mit YOUPAX-Redakteur Tobi Schulte darüber, wie der christliche Glaube in der Trauer Halt und Hoffnung geben kann.

GLÜCKLICH/T SEIN in den Caritas Werkstätten Schloss Neuhaus

Zum Auftakt fand in den Caritas Werkstätten Schloß Neuhaus eine Aktion statt, bei der gegenseitige Wertschätzung in Gesten ausgedrückt wurde. Das Schreiben von Postkarten mit Dankesgrüßen wurde dabei begeistert angenommen. Die Reaktionen machten klar: Auch kleine Gesten können glücklich machen.

Veranstaltungen im Erzbistum Paderborn

Einzelexerzitien

Einzelexerzitien nach Ignatius von Loyola

Diese geistlichen Übungen helfen, im Ganzen des eigenen Lebens die wirksame Gegenwart Gottes zu entdecken. So öffnen sie einen Weg, immer tiefer in eine spürbare, lebendige Gottes-/Christusbeziehung hineinzuwachsen und daraus alles Denken und Handeln prägen zu lassen.
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  • 01.11.2026(Sonntag) – 08.11.2026(Sonntag)
  • 15:00 – 13:15 Uhr
  • Bildungs- und Exerzitienhaus St. BonifatiusBonifatiusweg 159955 Winterberg
  • Dr. Daniela Frank, Pastor Liudger Gottschlich
Exerziten und Einkehrtage / Weiteres

„Jeder Fluss hat eine Quelle, jeder Baum hat eine Wurzel“ Herz Qigong

Himmel und Erde verbinden, auf den Weg zur Mitte kommen, sich als leibbeseelter Körper erfahren, dazu laden die Meditationen in Bewegung und Stille ein. Der Gegenwart Gottes zu lauschen, weitet den Geist und ermöglicht neue Klarheit. Herz Qigong stärkt Herzenskraft, Haltung, Beweglichkeit.
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  • 06.11.2026(Freitag) – 08.11.2026(Sonntag)
  • 18:00 – 13:00 Uhr
  • Abtei Königsmünster Klosterberg 1159872 Meschede
  • Hans Martin Lorentzen
Exerziten und Einkehrtage / Weiteres

Film-Exerzitien

Film-Exerzitien sind eine besondere Form von Exerzitien, bei denen Filme als Medium genutzt werden, um sich mit tiefgründigen Themen des Glaubens und des Lebens auseinanderzusetzen.
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  • 06.11.2026(Freitag) – 08.11.2026(Sonntag)
  • 18:00 – 10:00 Uhr
  • Haus Maria ImmaculataMallinckrodtstraße 133098 Paderborn
  • Bruder Balthasar Hartmann OSB, Abtei Königsmünster

KNA Newsticker

7. November 2026 14:58

Altbundespräsident Wulff bleibt Präsident des Chorverbandes

Erfurt/Berlin (KNA) Altbundespräsident Christian Wulff ist als Präsident des Deutschen Chorverbandes bestätigt worden. Bei der Mitgliederversammlung in Erfurt am Samstag wählten die Delegierten den 67-Jährigen für eine dritte Amtszeit, wie der Verband mitteilte. "Chöre und Chorvereine lei ...

Erfurt/Berlin (KNA) Altbundespräsident Christian Wulff ist als Präsident des Deutschen Chorverbandes bestätigt worden. Bei der Mitgliederversammlung in Erfurt am Samstag wählten die Delegierten den 67-Jährigen für eine dritte Amtszeit, wie der Verband mitteilte.

"Chöre und Chorvereine leisten seit Jahrzehnten als Orte gelebter Demokratie einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt der Gesellschaft. Darum sind sie gerade in Zeiten der Polarisierung und Spaltung verbindende Gemeinschaften", so Wulff laut Mitteilung. Er steht dem Verband seit 2018 vor. In dieser Zeit hätten sich unter anderem der Amateurmusikfonds auf Bundesebene sowie das Deutsche Chorzentrum in Berlin etabliert. Weiterhin soll Aufmerksamkeit auf einer Steigerung der öffentlichen und kulturpolitischen Aufmerksamkeit sowie der finanziellen Unterstützung für die Amateur-Chorszene liegen.

Der Deutsche Chorverband entstand Anfang 2005 aus dem Zusammenschluss des Deutschen Sängerbundes und des Deutschen Allgemeinen Sängerbundes. Aktuell sind nach eigenen Angaben 21 Mitgliedsverbände und die Deutsche Chorjugend mit 700.000 Mitgliedern in rund 13.000 Chören organisiert.

7. November 2026 14:56

Magdeburger Bischöfin: Kirche und Gesellschaft brauchen langen Atem

Würzburg (KNA) Kirchen und Zivilgesellschaft in Sachsen-Anhalt werden nach dem Wahlsieg der rechtsextremen AfD einen "langem Atem" brauchen: Dieser Auffassung ist die Magdeburger Regionalbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Bettina Schlauraff. "Diese Tage gerade in Sa ...

Würzburg (KNA) Kirchen und Zivilgesellschaft in Sachsen-Anhalt werden nach dem Wahlsieg der rechtsextremen AfD einen "langem Atem" brauchen: Dieser Auffassung ist die Magdeburger Regionalbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Bettina Schlauraff. "Diese Tage gerade in Sachsen-Anhalt sind ein wenig wie Verhaltens-Sepia", sagte Schlauraff vor der in Würzburg tagenden EKD-Synode.

Man erhole sich von einem "Werte-Wrestling und einem verhaltensauffälligem Wahlkampf", vom "Bündnisseschmieden, Redenreden, Tränen- und Frustaushalten"; davon, "rechte Influencer mit Regenschirmen von unseren Jugendlichen abzuwehren." Die Kirche präpariere sich "wie ein Insekt im Kokon". Es werde Netzwerke brauchen, Wachsamkeit und Mut. "Und es wird diesen langen Atmen brauchen; nicht nur einen Wahlkampf lang, sondern eine ganze Legislatur."

Schlauraff beklagte, dass es in Teilen von Sachsen-Anhalt bereits vorauseilenden Gehorsam gebe. "Die Grundschule nutzt die Kirche plötzlich nicht mehr zur Zeugnisübergabe, aus Neutralitätsgründen", so die Bischöfin. "Eine Gemeinde muss entscheiden, ob sie die dicken Windrad-Erträge der Kommune für ihr Kirchengebäude annimmt, angeboten lächelnd aus blauer Hand mit Rechtsextremismus-Hintergrund." Eine Universität in der Landeshauptstadt melde sich von den Tagen "Wissenschaft gegen Rechtsextremismus" ab, aus Angst vor Repressalien der künftigen Regierung.

"Es gibt Rückzug und vorgreifende Maßnahmen, Vorzeigeübungen in Neutralität, um der künftigen Regierung zu gefallen oder zumindest nicht negativ aufzufallen", sagte Schlauraff. "Wie ein böser Wurm sitzt der Geist der Ausgrenzung in der Gemeinschaft, sickert selbst zersetzend in sie hinein."

Vor den Synodalen, die den Vortrag der Regionalbischöfin teils mit stehendem Applaus bedachten, betonte Schlauraff, dass Extremismus eine klare Entgegnung brauche. Die Kirche habe eine große Rolle in krisenhaften Zeiten, selbst wenn sie noch so klein ist.

"Die eingeübte Haltung der Bedeutungslosigkeit, des Relevanzverlustes von Kirche müssen wir dringend ablegen im Tausch für eine Klarheit in der Überzeugung, dass dieser Glaube hilft und bewegt und Maßstäbe setzt." Die Kirche gehöre zum politischen Lager der Menschenwürde; sei nicht für alles offen und sollte auch dann bei der Sache bleiben, wenn ihre Haltung Konsequenzen habe.

Der sächsische Pfarrer Justus Geilhufe verwies darauf, dass man in der Gesellschaft beobachte, dass Unterschiede zwischen den Menschen Begegnungen verhinderten, statt sie zu befördern. "Streit endet mit totalem Sieg oder Niederlage und nicht der besten Lösung für alle", so Geilhufe. "Unser Glaube erzählt das Gegenteil davon."

Der Soziologe Harald Welzer erinnerte daran, dass die Kirche eine Institution sei, die über Räume verfüge, und sie für die zentrale Form der Demokratie vorhalten könne. "Es reicht, gute Orte zur Verfügung zu stellen, die in sich einen Attraktionswert für die Demokratie haben."

7. November 2026 12:46

Bonhoeffer-Nachfahre: Kampf gegen die AfD ist ernste Bewährungsprobe

Berlin (KNA) Beim Kampf gegen die in Teilen rechtsextreme AfD geht es nach Ansicht des Großneffen von Dietrich Bonhoeffer auch um das Erbe der NS-Widerstandkämpfer. "Ich tue es, weil ich nicht möchte, dass der Einsatz, den Widerstandskämpfer wie mein Großvater und meine Großonkel mit dem L ...

Berlin (KNA) Beim Kampf gegen die in Teilen rechtsextreme AfD geht es nach Ansicht des Großneffen von Dietrich Bonhoeffer auch um das Erbe der NS-Widerstandkämpfer. "Ich tue es, weil ich nicht möchte, dass der Einsatz, den Widerstandskämpfer wie mein Großvater und meine Großonkel mit dem Leben bezahlt haben, umsonst war", sagte Tobias Korenke am Samstag im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin.

"Ich glaube, die Widerstandskämpfer haben ein Samenkorn gelegt. Jetzt sind wir als Nachgeborene gefordert, es keimen und unsere wunderbare freiheitliche Demokratie gedeihen zu lassen", so der Historiker und Publizist. "Wir haben hier eine Bewährungsprobe - und die sollten wir verdammt ernst nehmen."

Korenke sieht eine "wahnsinnig große Gefahr" in der AfD und ihrem Agieren. Gerade auch mit Blick auf die von ihr propagierte 180-Grad-Wende in der deutschen Erinnerungskultur und Begrifflichkeiten wie "Schuldkult". "Wir müssen uns mit ganzer Kraft dagegen wehren. Überall, wo es geht. Es ist höchste Zeit, dass wir den Mund aufmachen", betonte Korenke.

Er selbst frage sich vor dem Hintergrund seiner Familiengeschichte häufig, was es heiße, anständig zu sein: "Wie ist das eigentlich mit diesen kleinen Opportunismen, die man im Leben oder vor allem im Berufsleben immer wieder eingeht, um nicht anzuecken oder einfach um Ruhe zu haben. Wie häufig akzeptiert man Dinge einfach, die man eigentlich nicht akzeptieren dürfte? Einfach aus Bequemlichkeit oder Feigheit."

Seine Vorfahren mit ihrem Handeln seien für ihn die Instanz zu sagen: "Nein, das geht so nicht, da musst du was machen." Daraus resultiert auch sein Engagement gegen die AfD. Korenke hatte für öffentliches Aufsehen gesorgt, als er am 20. Juli bei der Gedenkfeier der Bundesregierung zum gescheiterten Stauffenberg-Attentat auf Hitler im Bendler-Block einen Gedenkkranz der AfD entfernen wollte und es zu einem Handgemenge kam.

7. November 2026 12:11

Bonhoeffer-Nachfahre: Erinnerungskultur interessiert viele nicht mehr

Berlin (KNA) Der Großneffe des Theologen und NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, Tobias Korenke, hat die deutsche Erinnerungskultur scharf kritisiert. "Wir haben uns in der Erinnerungskultur zu sehr auf erstarrte Rituale verlassen. Wir fühlen uns ganz gut, wenn wir am 9. November der ...

Berlin (KNA) Der Großneffe des Theologen und NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, Tobias Korenke, hat die deutsche Erinnerungskultur scharf kritisiert. "Wir haben uns in der Erinnerungskultur zu sehr auf erstarrte Rituale verlassen. Wir fühlen uns ganz gut, wenn wir am 9. November der Judenverfolgung, am 27. Januar der Holocaust-Opfer gedenken und am 20. Juli der Widerstandskämpfer. Aber daraus folgt nichts", sagte er am Samstag im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin. Ihn erreichten erstaunlich viele Zuschriften von Menschen, die sagten: "Interessiert doch gar keinen mehr. Die NS-Zeit ist genauso relevant wie der 30-jährige Krieg."

Erinnerungskultur sei immer ein bisschen ein "Studienratsprojekt" gewesen, das eher auf gebildete Schichten abzielte: "Es ist uns in Hauptschulen und Realschulen nicht wirklich gelungen, mit diesem Thema durchzudringen." Außerdem sei bei dem Thema viel zu lange ausgeblendet worden, dass Deutschland eine Einwanderungsgesellschaft ist: "Wie sollen und können Menschen, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind und hier leben, eigentlich mit unserer Geschichte umgehen? Welche Rolle spielt die deutsche Erinnerungskultur für ihr Leben?"

Korenke warb dafür, stärker die Sozialen Medien für eine interaktive Erinnerungsarbeit zu nutzen: "Darüber können wir eine große Bandbreite von Menschen erreichen. Und dabei sollten wir nicht nur die NS-Zeit im Blick haben, sondern genauso die Zeit der DDR-Diktatur." Man sollte zudem überlegen, ob sich nicht Angebote mit Moscheegemeinden oder anderen Religionsgemeinschaften entwickeln ließen. Letztlich gehe es ja darum, gemeinsam in den Austausch über Geschichte zu kommen. "Meiner Erfahrung nach geht das immer am besten, wenn Geschichte personalisiert wird, über individuelle Schicksale. Ich bin dann doch immer wieder ganz begeistert, wie viele Menschen man damit abholen kann", so Korenke.

7. November 2026 10:12

Palästinensischer Bischof: Treten Sie ein für Gerechtigkeit

Würzburg (KNA) Christen in Deutschland sollten im Nahost-Konflikt aus Sicht eines örtlichen Kirchenführers weder die Seite Israels noch die der Palästinenser einnehmen. "Treten Sie ein für Gerechtigkeit, für Frieden, für das Leben und die Menschenwürde für Israelis und Palästinenser gl ...

Würzburg (KNA) Christen in Deutschland sollten im Nahost-Konflikt aus Sicht eines örtlichen Kirchenführers weder die Seite Israels noch die der Palästinenser einnehmen. "Treten Sie ein für Gerechtigkeit, für Frieden, für das Leben und die Menschenwürde für Israelis und Palästinenser gleichermaßen", sagte der Bischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land, Imad Mousa Haddad, am Samstag in Würzburg.

Er äußerte sich vor der dort tagenden Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Haddads Kirche besteht aus rund 2.000 palästinensischen Christen, die sich in sechs Gemeinden in Jordanien, in Jerusalem und im Westjordanland zum Gottesdienst versammeln.

In seinem Grußwort verzichtete der seit Januar amtierende Bischof auf kontroverse Formulierungen, "um den Frieden der Tagung nicht zu stören". Er selbst könne aber nicht schweigen, etwa zu den täglichen Attacken jüdischer Siedler auf palästinensische Zivilisten. Bauern würden gehindert, ihre Oliven zu ernten. Ernten würden gestohlen, Lehrer steckten auf dem Weg zu Schulen endlose Stunden an Kontrollpunkten fest. "Wir haben schon Generationen an den Hass verloren", sagte Haddad. "Ich fürchte, dass wir nun noch eine weitere Generation verlieren."

7. November 2026 09:00

Bundesjustizministerin verteidigt Jugendproteste - keine Verbote

Osnabrück (KNA) Bundesjustizministerin Stefanie Hubig wirbt für einen differenzierten Blick auf die aktuellen Jugendproteste in Deutschland. "Die weit überwiegende Mehrzahl der Demonstranten war friedlich. Und es ist das gute Recht der jungen Leute, für ihre Belange demonstrieren zu gehen", ...

Osnabrück (KNA) Bundesjustizministerin Stefanie Hubig wirbt für einen differenzierten Blick auf die aktuellen Jugendproteste in Deutschland. "Die weit überwiegende Mehrzahl der Demonstranten war friedlich. Und es ist das gute Recht der jungen Leute, für ihre Belange demonstrieren zu gehen", sagte Hubig im Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Sie sehe hierzulande noch "keine französischen Verhältnisse", so die Ministerin mit Blick auf die Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften im Zuge der Proteste im Nachbarland. Gleichzeitig betonte sie: "Plünderungen und Gewalt gegen Sicherheitskräfte sind schwere Straftaten." Sie arbeite bereits an einem Gesetz, das härtere Strafen gegen Angriffe auf Polizisten und andere Einsatzkräfte ermögliche. Bislang könne, wer bei Ausschreitungen plündert oder große Sachschäden verursacht, bereits wegen Landfriedensbruchs für bis zu zehn Jahre ins Gefängnis kommen.

Ein pauschales Verbot der für in zwei Wochen angekündigten erneuten Demonstrationen halte sie für "ein völlig falsches Signal", erklärte Hubig. "Wir erwarten von jungen Menschen doch immer, dass sie sich politisch einbringen und engagieren. Es ist ihr gutes Recht, dass die Jugend für bessere Bildung und soziale Gerechtigkeit auf die Straße geht."

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