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Die Anmeldung für die Fahrt zum Weltjugendtag nach Seoul aus dem Erzbistum Paderborn hat begonnen.
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Firmung

Ein Sakrament und seine Nähe zu Pfingsten –
Glaube, Orientierung und Rückenwind

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Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

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Beim Inklusionstag auf dem Reitturnier in Balve erlebten Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung einen besonderen Tag voller Teilhabe und Begegnung. Sie erhielten exklusive Einblicke hinter die Kulissen des hochrangigen Reitsportevents.

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Katholikentag im Erzbistum Paderborn: Das sind wir

Der 105. Katholikentag findet 2028 in Paderborn statt. Vom 24. bis zum 28. Mai laden Stadt und Erzbistum Paderborn ein zu einem großen Fest des Glaubens und der Begegnung. Was dich in Paderborn beim Katholikentag erwartet? Unglaublich viel. Im Film stellen wir das Erzbistum Paderborn ein wenig näher vor: 10 gute Gründe, warum du uns besuchen sollst.

KNA Newsticker

4. Juli 2026 11:03

Papst auf Lampedusa: Gedenken an tote Flüchtlinge, Appell an Europa

Lampedusa (KNA) Mit einem Besuch auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa hat Papst Leo XIV. an das Leid von Bootsmigranten erinnert und damit das Vermächtnis seines Vorgängers Franziskus fortgesetzt. Eindringlich rief er Europa zu einer humanen Flüchtlingspolitik auf. Er kritisierte a ...

Lampedusa (KNA) Mit einem Besuch auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa hat Papst Leo XIV. an das Leid von Bootsmigranten erinnert und damit das Vermächtnis seines Vorgängers Franziskus fortgesetzt. Eindringlich rief er Europa zu einer humanen Flüchtlingspolitik auf. Er kritisierte aber auch Korruption in den Herkunftsländern und ein ungerechtes globales Wirtschaftssystem.

Zum Auftakt am Samstagmorgen legte Leo auf dem Friedhof der Insel Blumen an den Gräbern verstorbener Migranten nieder und verharrte im stillen Gebet. Dort werden neben Inselbewohnern auch ertrunkene Flüchtlinge beigesetzt, viele von ihnen anonym. Nach Angaben des Projekts "Missing Migrants" der Internationalen Organisation für Migration starben oder verschwanden seit 2014 insgesamt 35.070 Menschen im Mittelmeer.

Am Denkmal "Porta d'Europa", das an die vielen Migranten erinnert, die Europa nie erreichten, traf Leo XIV. eine Migrantenfamilie und ein Flüchtlingskind. Der Junge erzählte dem Papst: "Vor zehn Jahren hat meine Geschichte hier in Lampedusa begonnen. Ich war allein und hatte alles verloren - besonders meine Mama." Nach seiner Ankunft habe er geweint und erst aufgehört, als man ihm einen Ball aus Papier schenkte. Diesen überreichte er nun dem Papst mit den Worten: "Ich hoffe so sehr, dass dieser Ball, den ich dir jetzt schenke, ein anderes Kind erreicht und es genauso glücklich macht wie mich." Der bewegende Moment zählte zu den eindrücklichsten dieser Papstreise.

Anschließend besuchte Leo XIV. den Landungssteg "Molo Favaloro", über den Bootsflüchtlinge auf die Insel gelangen. Dort segnete er die Gedenkstele "Pier Papst Franziskus: Ort der Ankunft, der Hoffnung und der Menschlichkeit". Franziskus hatte Lampedusa 2013 zum Ziel seiner ersten Reise als Papst gemacht und dort das Wort von einer "Globalisierung der Gleichgültigkeit" geprägt, das zu einem zentralen Begriff seines Pontifikats wurde.

Zum Abschluss des halbtägigen Besuchs feierte der Papst mit rund 4.000 Teilnehmenden eine Freiluftmesse auf dem Sportplatz der Insel. Dabei rief Leo XIV. Europa zu einem vorausschauenden und menschenwürdigen Umgang mit Migration auf. "Aufgrund seiner geografischen Lage und seiner institutionellen Struktur ist Europa in der Lage, die Krise in diesem Bereich ganzheitlich anzugehen", sagte er. Die Soforthilfe müsse in einen langfristigen strategischen Plan eingebunden werden, "der Migranten aufnimmt, schützt, fördert und integriert und gleichzeitig auf Entwicklung hinarbeitet, damit niemand zur Auswanderung gezwungen wird". Dies alles müsse unter Wahrung der Würde jedes Einzelnen geschehen.

In seiner Predigt erklärte der Papst: "Die Toten in diesem Meer sind Opfer sowohl getroffener als auch versäumter Entscheidungen." Er prangerte Gleichgültigkeit, Korruption in den Herkunftsländern, ein ausgrenzendes und Armut schaffendes globales Wirtschaftssystem sowie jene an, die aus dem Leid anderer Profit schlagen.

Mit Blick auf Lampedusa als Touristeninsel und Zufluchtsort warnte Leo XIV. davor, eine unsichtbare Mauer zwischen dem "Meer der Schiffbrüchigen und jenem der Urlauber" zu errichten. Migrationsströme könnten "leider" als Bedrohung erscheinen; auf ihre dramatischen Seiten werde dann mit Gleichgültigkeit oder Ablehnung reagiert. Den Inselbewohnern rief er zu, kreativ mitzuwirken, damit "jeder, der eine Zeit - auch zur Erholung - auf dieser Insel verbringt, menschlicher wird". Wahre Erholung gebe es dort, wo der Sinn des Lebens wiedergefunden werde, und wahres Wohlergehen dort, wo die Wirtschaft gerecht und geschwisterlich sei.

Abschließend traf der Papst Verantwortliche von Behörden sowie freiwillige Helfer und eine Gruppe kranker Kinder, bevor er mit dem Flugzeug zurück nach Rom flog.

4. Juli 2026 09:52

Papst beglückwünscht und mahnt seine Landsleute zum USA-Jubiläum

Vatikanstadt (KNA) In einem offenen Brief hat Papst Leo XIV. "allen Amerikanern anlässlich des 250. Jahrestags der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung" gratuliert. Der am Samstag vom vatikanischen Presseamt veröffentlichte persönliche Brief des Papstes ist nicht an den US-Präsident ...

Vatikanstadt (KNA) In einem offenen Brief hat Papst Leo XIV. "allen Amerikanern anlässlich des 250. Jahrestags der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung" gratuliert. Der am Samstag vom vatikanischen Presseamt veröffentlichte persönliche Brief des Papstes ist nicht an den US-Präsidenten oder ein anderes Staatsorgan adressiert.

In dem Schreiben betont der aus Chicago stammende Papst, das Jubiläum markiere einen entscheidenden Moment in der Geschichte. Dieser habe den Idealen der Freiheit, der Gleichheit, des Strebens nach Glück, Gerechtigkeit und demokratischer Selbstbestimmung auf Dauer eine Stimme gegeben.

Der Jahrestag sei nicht nur ein Grund, die bemerkenswerte Geschichte der USA zu feiern. Sie sei auch ein Anlass, über die Verantwortung der Amerikaner nachzudenken, die sie "gegenüber jenen Generationen haben, die jene Nation erben werden, die derzeit geformt wird."

Ferner erinnerte der Papst an das Prinzip der Religionsfreiheit. Sie habe es der katholischen Kirche ermöglicht, in den USA "Wurzeln zu schlagen und zu gedeihen". Davon profitierten nicht nur ihre Mitglieder, sondern die gesamte Nation. Der Glaube stehe nicht im Gegensatz zur Verantwortung als Bürger, sondern verleihe dem Streben nach Gerechtigkeit, Frieden und Gemeinwohl zusätzliche Kraft. Die Katholiken seien berufen, der Nation zu dienen und eine treibende Kraft für das "Wachstum der Zivilisation der Liebe zu sein."

Zu den Leitideen der amerikanischen Geschichte gehöre die gottgegebene Würde jedes menschlichen Lebens. Das bedeute, den Schutz des menschlichen Lebens von seiner Empfängnis bis zum natürlichen Tod anzuerkennen und an einer Gesellschaft mitzuwirken, die Verletzliche, Leidende und Vergessene mit Mitgefühl, Solidarität und Liebe behandle.

Die Verteidigung des menschlichen Lebens beinhalte auch, Einwanderer aufzunehmen, zu schützen und ihnen beizustehen. "Ihre Hoffnungen, Opfer und Beiträge waren von Anfang an ein Teil der Geschichte dieses Landes", betonte der Papst.

Mit Nachdruck mahnte der Papst die USA zur Zusammenarbeit mit anderen Nationen. Er schrieb: "Niemand kann allein das Gewicht der Herausforderungen schultern, vor denen die Welt steht. Wir brauchen einander und müssen in Eintracht zusammenarbeiten, um die Herausforderungen anzugehen, vor denen die Welt heute steht."

Der Brief schließt mit "Glückwünschen an diesem außergewöhnlichen nationalen Geburtstag" und der Zusage des Papstes, für seine Landsleute zu beten, damit sie "die Nation in den Prinzipien stärken, die schon die Gründerväter leiteten."

4. Juli 2026 09:13

Papst fordert auf Lampedusa neue EU-Strategie für Migration

Lampedusa (KNA) Papst Leo XIV. hat die EU zu einem langfristigen und menschenwürdigen Umgang mit Migranten aufgerufen. Aufgrund seiner geografischen Lage und seiner institutionellen Struktur sei Europa in der Lage, die Krise in diesem Bereich ganzheitlich anzugehen, sagte das Kirchenoberhaupt a ...

Lampedusa (KNA) Papst Leo XIV. hat die EU zu einem langfristigen und menschenwürdigen Umgang mit Migranten aufgerufen. Aufgrund seiner geografischen Lage und seiner institutionellen Struktur sei Europa in der Lage, die Krise in diesem Bereich ganzheitlich anzugehen, sagte das Kirchenoberhaupt am Samstag auf der "Flüchtlingsinsel" Lampedusa im Mittelmeer.

Leo XIV. forderte, die Soforthilfe in einen langfristigen strategischen Plan einzubinden, "der Migranten aufnimmt, schützt, fördert und integriert und gleichzeitig auf Entwicklung hinarbeitet, damit niemand zur Auswanderung gezwungen wird". All dies müsse unter Wahrung der Würde jedes Einzelnen geschehen, so der Papst. Die Verantwortung dafür sieht der Papst nicht allein bei den öffentlichen Institutionen, sondern auch bei der Zivilgesellschaft und der Kirche.

Die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa ist für Migranten aus Nordafrika der nächstgelegene Punkt in Europa. Nach Angaben des Projekts "Missing Migrants" der Internationalen Organisation für Migration starben oder verschwanden seit 2014 insgesamt 35.070 Menschen im Mittelmeer (Stand: 4. Juli).

"Die Toten in diesem Meer sind Opfer sowohl getroffener als auch versäumter Entscheidungen", kritisierte Leo XIV. in seiner Predigt auf dem Sportplatz der Insel. Er prangerte Gleichgültigkeit, Korruption in den Herkunftsländern, ein ausgrenzendes und Armut schaffendes globales Wirtschaftssystem sowie jene an, die aus dem Leid anderer Profit schlagen.

Erst vor zwei Wochen hatte das EU-Parlament endgültig grünes Licht für ein schärferes und schnelleres Vorgehen bei Abschiebungen gegeben. Laut der sogenannten Rückführungsverordnung können Migranten ohne Bleiberecht unter bestimmten Umständen bis zu 30 Monate in Abschiebehaft genommen werden. Mit der neuen Regelung werden auch spezielle Rückkehrzentren außerhalb der Union möglich.

Hilfsorganisationen sowie Kirchenvertreter befürchten mehr haftähnliche Unterbringungen und Freiheitseinschränkungen. Kritisiert wird zudem die Situation von Familien und unbegleiteten Minderjährigen.

In Bezug auf Lampedusa, das stark von Tourismus geprägt ist, warnte er davor, eine unsichtbare Mauer zwischen dem "Meer der Schiffbrüchigen und jenem der Urlauber" zu errichten. Für viele bedeute Urlaub lediglich Ablenkung, Unbeschwertheit und Sorglosigkeit. Migrationsströme könnten da "leider" als eine Bedrohung erscheinen, auf ihre dramatischen Seiten könnte mit Gleichgültigkeit oder Ablehnung reagiert werden.

An die Inselbewohner appellierte er, kreativ zu werden, damit "jeder der eine Zeit – auch zur Erholung – auf dieser Insel verbringt, menschlicher wird". Wahre Erholung gebe es dort, wo der Sinn des Lebens wiedergefunden werde, und wahres Wohlergehen dort, wo die Wirtschaft gerecht und geschwisterlich sei.

4. Juli 2026 09:00

80 Jahre Axel Springer - 80 Erinnerungsstücke

Berlin (KNA) Von Barbies deutscher Vorgängerin bis zum Chefschreibtisch eines Zeitungskönigs: Der Medienkonzern Axel Springer wird 80 Jahre alt und hat zu diesem Anlass eine Ausstellung mit 80 Erinnerungsstücken zusammengestellt. Die Schau im Berliner Verlagsgebäude ist nicht öffentlich, ab ...

Berlin (KNA) Von Barbies deutscher Vorgängerin bis zum Chefschreibtisch eines Zeitungskönigs: Der Medienkonzern Axel Springer wird 80 Jahre alt und hat zu diesem Anlass eine Ausstellung mit 80 Erinnerungsstücken zusammengestellt. Die Schau im Berliner Verlagsgebäude ist nicht öffentlich, aber über eine Internetgalerie auch Webnutzern in Bild, Text und Video zugänglich.

Zu sehen sind unter anderem mehrere historische Fälschungen der "Bild"-Zeitung, meist in der westdeutschen Studentenszene der 1960er Jahre entstanden. Schon 1958 wurde eine solche Fake-"Bild" allerdings auch in der DDR hergestellt. "Das hat die DDR gebastelt und hat dann versucht, die Zeitung bei West-Berlinern ins Auto zu legen", sagte Lars-Broder Keil, Leiter des Unternehmensarchivs von Axel Springer.

Das vermutlich kurioseste Ausstellungsstück ist die "Bild-Lilli". Schon in der ersten Ausgabe 1952 tauchte sie als Comic-Heldin auf. Nach der gezeichneten Figur wurde ab 1955 eine Puppe hergestellt. Wenig später entstand in den USA die Barbie-Puppe, die Lilli auffällig ähnlich ist. Ein Rechtsstreit endete mit einem Erfolg für die Firma Mattel, die die Rechte an der "Bild"-Puppe aufkaufte.

In der Schau zeigt Springer, wie das Unternehmen immer wieder früh neue Märkte austestete. So entwickelte das Medienhaus um 1975 eine sogenannte Bildplatte, einen frühen Vorläufer der DVD-Technik. Jedoch waren die Abspielgeräte mit 1.500 Mark (750 Euro) für damalige Verhältnisse zu unerschwinglich.

"Die Technologie war noch nicht ausgereift. Es gab ständig Probleme mit der Technik, so dass wir das nicht weitergeführt haben", so Archivar Keil. Der Springer-Titel "Die Welt" sollte 1995 zu den ersten fünf deutschen Zeitungen mit eigener Webseite zählen. Eine ganze Wand zeigt die digitale Expansion Springers seither.

Für die Ausstellung wurde auch das Hamburger Arbeitszimmer von Axel Springer nachgebaut. Die Ledersessel sind Originale. Ein für den Stand der 1960er Jahre hochmodernes kleines Schaltkästchen auf der Tischplatte regelt Licht und Klimaanlage. Am Balkon hatte das Arbeitszimmer eine Reling - wie für den Kapitän eines Flaggschiffs.

4. Juli 2026 08:49

Flüchtlingskind an Papst: Habe meine Mama verloren

Lampedusa (KNA) Ein Flüchtlingskind hat Papst Leo XIV. von seinem Schicksal erzählt. "Vor zehn Jahren hat meine Geschichte hier in Lampedusa begonnen. Ich war allein und hatte alles verloren - besonders meine Mama", so der Junge, der das Kirchenoberhaupt auf der italienischen Mittelmeerinsel t ...

Lampedusa (KNA) Ein Flüchtlingskind hat Papst Leo XIV. von seinem Schicksal erzählt. "Vor zehn Jahren hat meine Geschichte hier in Lampedusa begonnen. Ich war allein und hatte alles verloren - besonders meine Mama", so der Junge, der das Kirchenoberhaupt auf der italienischen Mittelmeerinsel traf. Nach seiner Ankunft auf Lampedusa habe er geweint und erst aufgehört, als man ihm einen Ball aus Papier gab. "Seitdem ist der Ball in meinem Herzen geblieben und ich habe nie wieder aufgehört zu spielen."

Der Junge hatte seine Worte auch in einem Brief niedergeschrieben und den Ball auf das Papier gemalt. "Ich hoffe so sehr, dass dieser Ball, den ich dir jetzt schenke, ein anderes Kind erreicht und es genauso glücklich macht wie mich."

Das Zusammentreffen der beiden fand am "Tor Europas" statt. Das Denkmal "Porta d'Europa", ein rund fünf Meter hoher Torbogen, erinnert an die vielen Migranten, die Europa nie erreichten. Nach Angaben des Projekts "Missing Migrants" der Internationalen Organisation für Migration starben oder verschwanden seit 2014 insgesamt 35.070 Menschen im Mittelmeer (Stand: 4. Juli).

Papst Leo XIV. hält sich für einen halben Tag auf Lampedusa auf. Zum Auftakt seines Besuchs legte er auf dem örtlichen Friedhof Blumen an den Gräbern verstorbener Migranten nieder. Später besuchte er den Landungssteg, über den Bootsmigranten auf die Mittelmeerinsel kommen. Zum Abschluss feierte Leo XIV. eine Freiluftmesse.

4. Juli 2026 07:54

Leo XIV. erinnert auf Lampedusa an "Flüchtlingspapst" Franziskus

Lampedusa (KNA) "Pier Papst Franziskus: Ort der Ankunft, der Hoffnung und der Menschlichkeit" - so steht es auf der Gedenkstele am Hafen von Lampedusa. Der Landungssteg, über den Bootsmigranten auf die Mittelmeerinsel kommen, wurde am Samstag nach dem "Flüchtlingspapst" umbenannt. Sein Nachfol ...

Lampedusa (KNA) "Pier Papst Franziskus: Ort der Ankunft, der Hoffnung und der Menschlichkeit" - so steht es auf der Gedenkstele am Hafen von Lampedusa. Der Landungssteg, über den Bootsmigranten auf die Mittelmeerinsel kommen, wurde am Samstag nach dem "Flüchtlingspapst" umbenannt. Sein Nachfolger Leo XIV. segnete die auf einer wellenförmigen Kalksteinsäule angebrachte Gedenktafel. Anschließend sprach das aktuelle Kirchenoberhaupt mit einer Gruppe von Migranten.

Leo XIV. knüpfte damit an seinen Vorgänger an. Franziskus hatte Lampedusa zum Ziel seiner ersten Papstreise gemacht, um auf das oft tödliche Schicksal von Bootsflüchtlingen aufmerksam zu machen. Damals prägte er auch den Begriff der "Globalisierung der Gleichgültigkeit" – eine Formulierung, die seine gut zwölfjährige Amtszeit prägen sollte.

Während Franziskus bei seinem Lampedusa-Besuch in Gedenken an die ertrunkenen Migranten einen Blumenkranz ins Mittelmeer warf, gedachte Leo XIV. am Samstagmorgen auf dem Insel-Friedhof der Toten. Vor dem Hafenbesuch machte der Papst Halt am "Tor Europas", traf kurz mit einer Migrantenfamilie zusammen und ging allein über die Felsen Richtung Meer.

Das Denkmal "Porta d'Europa", ein rund fünf Meter hoher Torbogen, erinnert an die vielen Migranten, die Europa nie erreichten. Nach Angaben des Projekts "Missing Migrants" der Internationalen Organisation für Migration starben oder verschwanden seit 2014 insgesamt 35.070 Menschen im Mittelmeer (Stand 4. Juli).

Auch in den Tagen vor dem Papstbesuch hatten Migranten die Insel über den Seeweg erreicht. Sie werden von dem nun nach Franziskus benannten Pier in den "Hotspot", dem Erstaufnahmelager der Insel, gebracht. Von dort werden die Migranten auf andere Aufnahmeeinrichtungen verteilt. Ein Besuch in der Aufnahmeeinrichtung war im Papstprogramm nicht vorgesehen. Zum Abschluss des halbtägigen Besuchs war eine Freiluftmesse geplant.

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