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Die Anmeldung für die Fahrt zum Weltjugendtag nach Seoul aus dem Erzbistum Paderborn hat begonnen.
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Amtssitzwechsel 2026 - MITTEN UNTER EUCH.

Erzbischof Bentz eine Woche mitten in der Region · Witten, Hagen, Herne und Umgebung · 21.–27. September 2026



© Hans Blossey / luftbild-blossey.de
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Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

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Wie kann ich erfolgreich sein (im Sinne Gottes)?

Die Fußball WM 2026 ist gespielt, ein neuer Weltmeister ist gefunden: Spanien. Doch: Was ist so ein Erfolg wert? Was ist das Geile an Erfolg? Und wer definiert überhaupt, was zu einem erfolgreichen Leben dazugehört oder nicht? Darüber tauschen sich Tobias Hasselmeyer, Jugendpfarrer im Erzbistum Paderborn, und YOUPAX-Redakteur Tobi Schulte aus.

Weil Ehrenamt Ehrensache ist

Lena Ortwein arbeitet als Sonderpädagogin in Paderborn und setzt sich darüber hinaus ehrenamtlich in der Kolpingjugend ein. Sie wirkt unter anderem beim Projekt „Gute N8cht“ mit und übernimmt in diesem Jahr die Leitung der Kanu-Pilgerreise nach Werl.

"Du bist gut genug" - Wie kann ich das verinnerlichen?

Ein Ohrwurm fesselt Deutschland – das Lied „Gut genug“. Doch: Stimmt die Aussage des Lieds? Ist jeder Mensch gut genug? Und wenn das so ist, was ist das unser Problem als Menschen? Wieso sind wir so verletzlich? Was kann uns helfen, zu spüren, dass wir gut genug sind?

KNA Newsticker

9. August 2026 12:49

Brandenburgs Regierung sieht Sonntagsschutz nicht eingeschränkt

Potsdam (KNA) Brandenburgs Landesregierung sieht durch eine geplante Änderung des Ladenöffnungsgesetzes keine Aufweichung des Sonn- und Feiertagsschutzes. Das geht aus einer Antwort der Potsdamer Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des BSW-Abgeordneten Andreas Kutsche hervor. Der Potsdamer ...

Potsdam (KNA) Brandenburgs Landesregierung sieht durch eine geplante Änderung des Ladenöffnungsgesetzes keine Aufweichung des Sonn- und Feiertagsschutzes. Das geht aus einer Antwort der Potsdamer Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des BSW-Abgeordneten Andreas Kutsche hervor. Der Potsdamer Landtag hatte im April in erster Lesung über eine Änderung des Ladenöffnungsgesetzes beraten, wonach vollautomatisierte Verkaufsstellen, sogenannte Smart Stores, die nicht mit Personal besetzt sind, rund um die Uhr geöffnet sein dürfen.

"Der Gesetzentwurf schafft durch die Verkaufsflächenbegrenzung eine Sortimentsbegrenzung auf den alltäglichen Lebensbedarf und durch den zwingenden Verzicht auf Verkaufspersonal einen rechtlich engen, klar definierten Rahmen", heißt es in der Antwort des von René Wilke (SPD) geführten Sozialministeriums. "Damit ist sichergestellt, dass Smart Stores lediglich der Abdeckung eines spontanen Ergänzungsbedarfs im Sinne der Daseinsvorsorge dienen und bestehende Einzelhandelsstrukturen sowie der verfassungsrechtliche Feiertagsschutz auch in Zukunft verlässlich gewahrt bleiben."

Kutsche wirft der Landesregierung vor, keine belastbaren Wirtschaftlichkeitsberechnungen, keine Folgenabschätzung und keine eigenen empirischen Daten zur Nachfrage an Sonn- und Feiertagen vorgelegt zu haben. "Für die BSW-Fraktion ist klar: Wo es keinen Laden mehr gibt, können Smart Stores eine sinnvolle Lösung sein", sagte Kutsche. Warum ausgerechnet der Sonntag für die Nahversorgung notwendig sein solle, könne die Landesregierung nicht nachweisen.

Das BSW sei für die Schließung von Versorgungslücken, so Kutsche. Dies dürfe aber nicht auf Kosten bestehender Strukturen wie etwa Dorfläden, Bäckereien, Tankstellen und anderer Nahversorger geschehen. "Der Sonntag ist kein Instrument der Wirtschaftsförderung", so Kutsche. Wer seinen Schutz einschränken wolle, müsse die Notwendigkeit belegen.

9. August 2026 11:36

Papst beklagt zivile Opfer in Ukraine und Russland - Sorge um Sudan

Vatikanstadt (KNA) Papst Leo XIV. hat beide Parteien im Ukrainekrieg nachdrücklich zu einem sofortigen Ende der Kampfhandlungen aufgerufen. "Schmerzliche Nachrichten über getötete und verletzte Unschuldige in der Ukraine und in Russland" häuften sich, sagte er am Sonntag im Vatikan. "Tragisc ...

Vatikanstadt (KNA) Papst Leo XIV. hat beide Parteien im Ukrainekrieg nachdrücklich zu einem sofortigen Ende der Kampfhandlungen aufgerufen. "Schmerzliche Nachrichten über getötete und verletzte Unschuldige in der Ukraine und in Russland" häuften sich, sagte er am Sonntag im Vatikan. "Tragische Vorfälle" führten zu immer mehr zivilen Opfern, darunter auch Kinder, so der Papst vor Tausenden auf dem Petersplatz.

"Angesichts dieses Leids appelliere ich erneut eindringlich an die Achtung des humanitären Völkerrechts und an beide Seiten, die Angriffe auf zivile Ziele einzustellen", unterstrich Leo XIV. "Krieg erzeugt nur weiteren Krieg und verursacht unermessliches Leid."

Es sei an der Zeit, die Spirale der Gewalt zu durchbrechen und Raum für Diplomatie und Dialog zu schaffen, um den Weg zum Frieden zu ebnen. "Ich stehe an der Seite der Familien der Opfer, der Verletzten und all jener, die unter dem andauernden Konflikt leiden", so der Papst auf Italienisch beim traditionellen sonntäglichen Mittagsgebet.

Zuvor hatte er auf Englisch seine Sorge über die anhaltend "tragische Lage" im Sudan, insbesondere in der Stadt El Obeid, geäußert. Er erneuerte seinen Appell an die Verantwortlichen, humanitäre Korridore für die Zivilbevölkerung zu gewährleisten. "Zugleich rufe ich die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Bemühungen um einen sofortigen Waffenstillstand zu unterstützen", sagte Leo XIV.

Der gesamten Bevölkerung des Landes versicherte er seine geistliche Verbundenheit. "Beten wir darum, dass der Herr die Leidenden stärkt, die Herzen derer wandelt, die Gewalt säen, und den lang ersehnten Frieden schenkt", so der Papst.

Im Sudan tobt seit 2023 ein Krieg um Macht und Ressourcen. Mehr als 13 Millionen Menschen sind auf der Flucht: rund 9 Millionen innerhalb des Sudans, 4,5 Millionen in den Nachbarländern Tschad, Südsudan und Ägypten. Mit 20 Millionen hungernden Menschen und mehr als 150.000 im Krieg Getöteten gilt der Sudankonflikt als aktuell größte humanitäre Krise weltweit.

In der seit Monaten belagerten sudanesischen Großstadt El Obeid bahnt sich nach UN-Angaben eine humanitäre Katastrophe an. Die Stadt mit üblicherweise rund 500.000 Einwohnern sei überfüllt; in offiziellen Camps der Vereinten Nationen befänden sich Zehntausende Vertriebene, die Nahrungsmittel reichten nicht, der Treibstoff für Hilfstransporte drohe auszugehen.

9. August 2026 10:39

Erzbischof Bentz: Christen sollten nicht festgefahren sein

Salzburg/Paderborn (KNA) Der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz hat vor einem zu engen Verständnis christlicher Identität gewarnt. "Meine Identität als Christ ist nicht starr und fest umrissen, sondern in gewisser Weise liquide - mit einem hoffentlich festen inneren Kern", sagte Bentz be ...

Salzburg/Paderborn (KNA) Der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz hat vor einem zu engen Verständnis christlicher Identität gewarnt. "Meine Identität als Christ ist nicht starr und fest umrissen, sondern in gewisser Weise liquide - mit einem hoffentlich festen inneren Kern", sagte Bentz bei einem Vortrag am Sonntag in Salzburg, wie die Nachrichtenagentur Kathpress berichtet. Eckpunkte seien Christus, die Kirche und ihre Tradition, die je eigenen biografischen und kulturellen Prägungen und die Zuschreibungen durch andere, "die mich als Christen identifizieren".

Kirchlich finde diese relationale Identität, bei der diese Eckpunkte also in Verbindung zueinander stehen, ihre Entsprechung im Begriff der Synodalität, führte der Erzbischof aus. Dabei ginge es nämlich nicht nur um Inhalte, sondern auch darum, mit welcher Qualität Beziehungen untereinander gestaltet würden.

Bentz äußerte sich im Rahmen des Akademischen Festaktes, mit dem am Sonntagvormittag die diesjährigen Salzburger Hochschulwochen endeten. Sie standen vom 3. bis 9. August unter dem Generalthema "Wer wir sind und sein wollen. Identität: Superkraft und Problemzone". Unter den Teilnehmenden waren unter anderen der Salzburger Erzbischof Franz Lackner und der emeritierte Bamberger Erzbischof Ludwig Schick.

"Relationale Identität" kenne bereits die Bibel, zeigte Bentz auf. "Israel lebt als wanderndes, abhängiges und von Gottes Treue getragenes Volk - aus Verheißung und Erinnerung, aus Beziehung statt aus Selbstbesitz." Das Neue Testament entwickle diesen Gedanken weiter, insofern Christus zum Referenzpunkt der Identität derer werde, die ihm nachfolgen und von ihm erzählen. Christliche Identität müsse man daher "als empfangene, erzählte und gelebte Christusbeziehung" verstehen, führte der Paderborner Erzbischof aus.

Damit wandte sich Bentz zugleich gegen alle Versuche, unter dem Säkularisierungsdruck Identität verstärkt in Abgrenzung, Abschottung des vermeintlich Eigenen und in Besitzstandsdenken zu suchen: "Eine solche, sich als abgrenzend verstehende kirchliche Identität findet Resonanz und Inspiration in politisch identitären Bewegungen". Es bereite ihm daher auch Sorgen, so Bentz, "dass die Seelenverwandtschaft zwischen solchen politischen, identitären und autoritären Strömungen und gewissen Gruppen und Dynamiken in der katholischen Kirche nicht mehr nur ein exotisches Randthema ist, sondern eine toxische Melange bildet".

Ein Identitätsverständnis, das geschichtliche Dynamik relativiere oder auf einen bestimmten Moment hin "festfriert", entspreche daher auch nicht dem Verständnis, "zu dem sich die Erzählgemeinschaft Kirche auf dem letzten Konzil und in den Folgejahren positioniert hat", so Bentz. In einer pluralen Gesellschaft bedeute christliche Identität daher: "präsent sein, ohne zu vereinnahmen. Zeugnis geben, ohne zu zwingen. Die eigene Hoffnung bekennen, ohne die Freiheit anderer zu bedrohen. Sprechen, ohne andere zu übertönen. Widersprechen, ohne zu zerstören. Einladen, ohne zu vereinnahmen".

9. August 2026 09:01

Olympiasiegerin Mihambo: "Rassismus wird deutlich offener geäußert"

München (KNA) Die Leichtathletin Malaika Mihambo sieht Rassismus in Deutschland im Aufwind. "Natürlich hat sich das Klima verändert. Rassismus wird heute deutlich offener geäußert, gleichzeitig ist auch der versteckte Rassismus ein großes Problem", sagte die 32-jährige Weitsprung-Olympias ...

München (KNA) Die Leichtathletin Malaika Mihambo sieht Rassismus in Deutschland im Aufwind. "Natürlich hat sich das Klima verändert. Rassismus wird heute deutlich offener geäußert, gleichzeitig ist auch der versteckte Rassismus ein großes Problem", sagte die 32-jährige Weitsprung-Olympiasiegerin der "Süddeutschen Zeitung".

Mihambo ergänzte, sie habe als Mensch mit Migrationshintergrund immer schon Rassismus erlebt. Sie habe nie eine Zeit in Deutschland kennengelernt, die frei von Rassismus gewesen sei. "Von dieser Vorstellung müssen wir uns verabschieden und anerkennen, dass es noch nie perfekt war. Und dass es hin zu einer rassismusfreien Gesellschaft ein weiter Weg ist."

Im Hinblick auf die anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland sagte Mihambo: "Ich kann die Gedanken verstehen, dass alle Parteien, die rechtmäßig gewählt werden, auch zum Zuge kommen sollen. Gleichzeitig denke ich, dass es das Wichtigste in einer Demokratie ist, dass alle, die dort teilhaben, gerade in Form von politischer Organisation, auch demokratisch sind."

Die Sportlerin fügte hinzu: "Und wenn mehrere AfD-Landesverbände als gesichert rechtsextrem eingestuft sind, muss man sich schon fragen, welche Konsequenzen eine wehrhafte Demokratie daraus ziehen muss." Eine Demokratie müsse sich gegen Kräfte schützen, die ihre Grundwerte infrage stellten.

In einer Demokratie sollten nur Positionen und Organisationen Raum bekommen, die die demokratische Grundordnung achteten, forderte Mihambo. "Ansonsten schafft sich die Demokratie im schlimmsten Fall selbst ab. Wir wissen aus unserer Geschichte, dass das passieren kann. Und insofern denke ich, dass die Demokratie etwas ist, was wir beschützen müssen, wofür wir jeden Tag kämpfen müssen."

Entscheidend seien Aufklärung und dass sich die ganze Gesellschaft für diesen Weg einsetze. "Es geht auch hier um demokratische Werte und ein Miteinander. Denn es reicht nicht, wenn nur die Betroffenen ihre Stimme erheben. Damit sich etwas verändert, müssen wir alle Verantwortung übernehmen." Es könne sich niemand dieser Verantwortung entziehen.

Malaika Mihambo wurde 1994 in Heidelberg geboren. Ihre Mutter stammt aus Deutschland, ihr Vater aus Tansania. Bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio gewann sie die Goldmedaille im Weitsprung.

9. August 2026 08:58

Bundesweit neuer Religionsunterricht startet in Niedersachsen

Hannover (KNA) Mit Beginn des neuen Schuljahres startet in Niedersachsen am Donnerstag das neue Unterrichtsfach "Christliche Religion". Es ersetzt zunächst in den ersten und fünften Klassen den bisherigen evangelischen und katholischen Religionsunterricht und wird von den beiden großen Kirche ...

Hannover (KNA) Mit Beginn des neuen Schuljahres startet in Niedersachsen am Donnerstag das neue Unterrichtsfach "Christliche Religion". Es ersetzt zunächst in den ersten und fünften Klassen den bisherigen evangelischen und katholischen Religionsunterricht und wird von den beiden großen Kirchen gemeinsam verantwortet. Es handelt sich um eine bundesweite Premiere.

Der neue Unterricht soll zugleich die Lebenswirklichkeit junger Menschen stärker als bisher in den Mittelpunkt rücken. Themen wie Freiheit, Verantwortung und Gerechtigkeit sollen aus christlicher Perspektive behandelt und zugleich mit anderen religiösen, philosophischen und weltanschaulichen Sichtweisen verknüpft werden. Grundlage ist ein gemeinsam entwickelter Lehrplan des Landes, der evangelischen Landeskirchen und der katholischen Bistümer.

Die Einführung sei unter anderem eine Reaktion auf gesellschaftliche Veränderungen, sagte der katholische Osnabrücker Bischof Dominicus Meier der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Kinder nach Konfessionen zu trennen, ist für viele Menschen nicht mehr plausibel." Zudem könne in manchen Regionen ein getrennter Religionsunterricht wegen fehlender Lehrkräfte künftig nicht mehr gewährleistet werden.

Nach Meiers Worten lernen junge Menschen im neuen Religionsunterricht, Gemeinsamkeiten zu erkennen und zugleich einen wertschätzenden Umgang mit bleibenden Unterschieden zu pflegen. "Das ist ein Beitrag zur ökumenischen Entwicklung und zu einer konstruktiven, wertschätzenden gesellschaftlichen Dialogkultur."

Der evangelische Oldenburger Bischof Thomas Adomeit erklärte auf Anfrage: "Evangelische und katholische Kirche verantworten den Religionsunterricht künftig gemeinsam, weil wir jungen Menschen so die Breite und Vielfalt des christlichen Glaubens erschließen können, ohne die konfessionellen Profile zu verwischen." Zugleich helfe das Fach Schülerinnen und Schülern, Orientierung zu finden und Gemeinschaft zu erleben. Das sei eine Zukunftsaufgabe für die Gesellschaft, so der Ratsvorsitzende der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen.

Der Religionsunterricht wird in Deutschland von Staat und Religionsgemeinschaften gemeinsam verantwortet. Neben dem Fach "Christliche Religion" gibt es in Niedersachsen weiterhin jüdischen, islamischen und alevitischen Religionsunterricht, sofern die organisatorischen Voraussetzungen erfüllt sind. Auch das Fach Werte und Normen bleibt bestehen.

9. August 2026 07:12

Missio an Baerbock: Tag gegen Hexenwahn weltweit zu Gedenktag machen

Aachen/New York (KNA) Das katholische Hilfswerk missio Aachen ruft Annalena Baerbock als Präsidentin der UN-Vollversammlung auf, den 10. August als offiziellen UN-Gedenk- und Aktionstag gegen Hexenwahn einzuführen. Dieser solle weltweit auf die Zunahme massiver Menschenrechtsverletzungen aufme ...

Aachen/New York (KNA) Das katholische Hilfswerk missio Aachen ruft Annalena Baerbock als Präsidentin der UN-Vollversammlung auf, den 10. August als offiziellen UN-Gedenk- und Aktionstag gegen Hexenwahn einzuführen. Dieser solle weltweit auf die Zunahme massiver Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen, denen vor allem Frauen infolge von Hexereivorwürfen ausgesetzt seien, sagte missio-Präsident Dirk Bingener der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Die aktuelle missio-Weltkarte zum Hexenwahn dokumentiert entsprechende Fälle inzwischen in 47 Ländern. Neu hinzugekommen ist 2026 der Jemen. "Menschen werden als vermeintliche Hexen stigmatisiert, misshandelt oder getötet", fügte Bingener hinzu: "Dabei spielt sexualisierte Gewalt zunehmend eine große Rolle. Immer öfter werden die Übergriffe öffentlich inszeniert, gefilmt und über Soziale Medien verbreitet." Hier brauche es strengere Regeln, um die Verbreitung solcher Aufnahmen zu unterbinden.

Ein offizieller Gedenk- und Aktionstag der Vereinten Nationen würde "den Betroffenen mehr Sichtbarkeit verleihen und international die Solidarität mit ihnen stärken", heißt es in dem Brief an Baerbock. Ein solcher Tag solle zudem motivieren, mehr offizielle und verlässliche Daten über diese Form von Menschenrechtsverletzungen zu erheben und Strategien für Prävention und Strafverfolgung sowie die Begleitung von Überlebenden zu entwickeln.

Bereits 2020 hatte missio Aachen den 10. August als Welttag gegen Hexenwahn ausgerufen. Das Datum erinnert an eine Frau mit dem Namen Christina aus Papua-Neuguinea. Sie wurde der Hexerei beschuldigt und gefoltert, konnte aber am 10. August 2012 mit Hilfe von missio-Partnerin Schwester Lorena Jenal fliehen.

Menschenrechtsverletzungen infolge von Vorwürfen vermeintlicher Hexerei seien ein zunehmendes globales Problem, das jedoch noch zu wenig bekannt sei, ergänzte die Ordensfrau. Daher sei es so wichtig, dass missio Vorkommen dieser Art auf einer jährlich aktualisierten Weltkarte dokumentiere.

Dass jetzt der Jemen als 47. Land auf diese Karte aufgenommen wurde, zeige, "dass Hexenwahn weder ein Phänomen der Vergangenheit noch auf einzelne Weltregionen begrenzt ist", ergänzte missio-Präsident Bingener: "Bewaffnete islamistische Gruppen nutzen solche Vorwürfe der angeblichen Hexerei, um die Bevölkerung einzuschüchtern." Die moderne Hexenverfolgung habe inzwischen mehr Todesopfer gefordert als die im Europa der frühen Neuzeit.

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