München (KNA) Urs Kalecinski (28), international erfolgreicher Profi-Bodybuilder aus Deutschland und Unternehmer, sieht die sozialen Medien als großen Fluch und Segen zugleich. In diesem Bereich hätten die Menschen einen massiven Informationsüberschuss, sagte Kalecinski der "Süddeutschen Ze ...
München (KNA) Urs Kalecinski (28), international erfolgreicher Profi-Bodybuilder aus Deutschland und Unternehmer, sieht die sozialen Medien als großen Fluch und Segen zugleich. In diesem Bereich hätten die Menschen einen massiven Informationsüberschuss, sagte Kalecinski der "Süddeutschen Zeitung".
Selbstkritisch fügte er hinzu: "Ich sehe das auch an mir, wenn ich morgens aus dem Bett rolle und sofort aufs Handy schaue, ist das das Schlimmste, was ich tun kann." Eigentlich sollte man normal in den Tag starten, mal rausgehen, das echte Leben, die echte Natur sehen, das Gesicht in die Sonne halten, dreimal durchatmen, einen Kaffee trinken und dann irgendwann erst das Handy nutzen.
Mit Blick auf die zunehmend genutzte Künstliche Intelligenz (KI) gab der Profi-Bodybuilder zu bedenken, die Menschen müssten immer weniger nachdenken, das sei gerade bei der Generation nach ihm ein großes Problem. "Man ist schnell fremdgesteuert, ohne Plan, sprunghaft."
Er sehe bei jungen Menschen auch ein ganz großes Depressionspotenzial, erklärte Kalecinski. Grund sei das ständige Vergleichen, wer etwa die schönste Freundin, das bessere Auto oder den tolleren Urlaub habe. "Aber wer postet denn mal auf Instagram, wenn es einem schlecht geht?" Er selbst versuche, transparent zu bleiben, gerade in der Wettkampfvorbereitung. Da gehe es ihm nicht immer blendend, das sollten seine Follower auch mitkriegen, so der Bodybuilder.