München (KNA) Rosalie Thomass (39), deutsche Schauspielerin, empfindet Körperideale nach eigenen Worten als zu eng gesteckt. "Da ist noch richtig Luft nach oben, übrigens auch für Männer", sagte sie in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Wenn männliche Figuren etwa ...
München (KNA) Rosalie Thomass (39), deutsche Schauspielerin, empfindet Körperideale nach eigenen Worten als zu eng gesteckt. "Da ist noch richtig Luft nach oben, übrigens auch für Männer", sagte sie in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Wenn männliche Figuren etwa stets größer seien als ihre Filmpartnerinnen, entstünden Sehgewohnheiten, "die nicht zu einem gesunden Selbstbewusstsein beitragen".
Im Kinofilm "Lügen über meine Mutter" spielt Thomass die Hauptrolle; das Drehbuch zum Film hat sie ebenfalls geschrieben, nach dem Roman von Daniela Dröscher. Am Sonntag ist sie im "Tatort: Gottesgarten" (Das Erste, 20.15 Uhr) erstmals als Kriminalkommissarin zu sehen.
In "Lügen über meine Mutter" geht es um eine gewaltvolle Beziehung in den 1980er Jahren; ein Mann kontrolliert das Gewicht seiner Frau und hintertreibt ihre beruflichen Ambitionen. Ähnliche Strukturen beobachtet die Hauptdarstellerin weiterhin: "Wir machen einfach genauso weiter. Ob das Politikerinnen sind, die dafür beschämt werden, dass sie nicht 24/7 bei ihren Kindern zu Hause sitzen, sondern die Frechheit besitzen, eine politische Position einzunehmen und gleichzeitig Mutter zu sein, oder viele, viele andere Frauen."
Auf Social Media werde dies sichtbar, fügte Thomass hinzu: "Frauen werden beschämt, weil man hofft, dass man sie dadurch klein halten kann. Als Grundproblem sieht sie, "dass Männer denken, sie hätten ein Anrecht auf den weiblichen Körper, ein Bestimmungsrecht darüber. Sei es in der Reproduktionsmedizin oder eben die Bestimmung darüber, wie eine Frau vermeintlich auszusehen hat, damit sie attraktiv ist".
Derzeit betrachte sie es als besonders wichtig, sich dieser Entwicklung zu widersetzen. "Es gibt ja so ein starkes Aufbäumen des Patriarchats: diese Bro Culture, die Manosphere, diese gefährliche Schnittmenge aus Rechtsextremismus und Frauenfeindlichkeit. Da sollten wir stabil dagegenhalten und uns die Befreiung, die wir schon erkämpft haben, nicht nehmen lassen. Und uns vor allem nicht einschüchtern lassen."