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St. Martin

Geschichte, Bräuche und Bedeutung

 

 

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Achtung Advent! - der Adventsbegleiter von YOUPAX
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Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung

Gute Gründe für jeden Monat

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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

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02.11.2026

Grund Nr. 789: DU BIST DER GOTT, DER MICH SIEHT!

Initiative 1000 gute Gründe: 12 gute Gründe für das Jahr 2026 – November
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01.11.2026

Deutsch-romantische Liebesgeschichte in Eiche massiv

Die „neue alte“ Orgel in St. Clemens in Dortmund-Hombruch löst Begeisterung aus – und wurde erst mit dem Engel komplett
© Patryk Kosmider / Shutterstock.com
31.10.2026

Wie sehr fühlen wir Allerheiligen und Allerseelen?

Mit viel Licht und geborgen in der Familie eine Brücke zu den Verstorbenen bauen: Wie Allerheiligen wirken und Trost bringen kann – auch über Rituale.
© Blautann-Film
28.10.2026

„Verlockender geht’s doch wohl nicht, oder?“

„Pilgern auf Jakobswegen im Hochstift Paderborn“ heißt eine Dokumentation, die ab Januar 2027 in ausgewählte heimische Kinos kommt. Warum es sich lohnt, einfach loszugehen - im Hochstift, im Sauerland, vor der eigenen Haustür.
© YOUPAX
28.10.2026

„The Chosen“: Von den Jüngern lernen

Zweifeln, Fragen, Staunen und Begeisterung: Wie die Jünger in der Bibel-TV-Serie "The Chosen" gezeigt werden, inspiriert die Reporter im YOUPAX-Video.
© Serene View / Shutterstock.com
22.10.2026

Das Leben auf den zweiten Blick

Abgelaufene Gewürzgurken, Flaute auf See, heulende Sirenen. Dazu Omas Lourdeswasser, zwei Gräber an einer Mauer und eine Gemeinde, die umdenkt. In seinen WDR-Hörbeiträgen entdeckt Sascha Heinrich Alltagsgeschichten, die an alten Gewissheiten rütteln und dem Glauben neue Türen öffnen.

Unsere Nachrichten

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02.11.2026

Glocke ist Zeichen der Aussöhnung und des Friedens

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz weiht am 6. November neue Glocke in Bremke / Neue Glocke ersetzt bisherige Frielinghausener Denkmalglocke, die an Kirchengemeinde in Polen übergeben wird
© Marienwallfahrt Werl
02.11.2026

Erzbischof beendet Wallfahrtszeit in Werl: Trost und Hoffnung am Gnadenbild

Erzbischof Udo Markus Bentz feiert an Allerheiligen den Abschluss der Wallfahrtszeit und dankt allen, die Pilger willkommen heißen.
© privat
02.11.2026

Junge Menschen aus dem Erzbistum Paderborn feiern zusammen mit Weihbischof König ihren Glauben in Rom

Messdiener aus verschiedenen Gemeinden des Erzbistums Paderborn und eine Pilgergruppe des Gymnasiums Schloß Neuhaus waren in den Herbstferien in Rom. Weihbischof Matthias König feierte mit beiden Gruppen Gottesdienste im Petersdom.
© SSKH-Pictures / Shutterstock.com
30.10.2026

60. Diaspora-Aktion: Bonifatiuswerk eröffnet bundesweite Aktion am 8. November in Fulda

Mit dem Leitwort „Glauben bezeugen – Hoffnung teilen“ setzt das Hilfswerk ein Zeichen für gelebten Glauben, Solidarität und Nächstenliebe
© Jochen Maiworm
29.10.2026

Erzbischof Bentz im Gespräch mit Studierenden in Siegen

Politik, Wirtschaft und die Zukunft des Religionsunterrichts: Bei seinem Besuch in der Katholischen Hochschulgemeinde Siegen nahm sich Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz Zeit für die Fragen der Studierenden.
© Möhler-Institut für Ökumenik
28.10.2026

Die Taufe als Grundlage kirchlicher Einheit

Internationale Tagung zur „Baptismalen Ekklesiologie“ im Paderborner Möhler-Institut für Ökumenik

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. – Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Warum wir uns der Trauer stellen sollten

Als Priester ist es für Mike Hottmann Teil jeder Arbeitswoche, trauernde Menschen zu begleiten. Er spricht mit YOUPAX-Redakteur Tobi Schulte darüber, wie der christliche Glaube in der Trauer Halt und Hoffnung geben kann.

GLÜCKLICH/T SEIN in den Caritas Werkstätten Schloss Neuhaus

Zum Auftakt fand in den Caritas Werkstätten Schloß Neuhaus eine Aktion statt, bei der gegenseitige Wertschätzung in Gesten ausgedrückt wurde. Das Schreiben von Postkarten mit Dankesgrüßen wurde dabei begeistert angenommen. Die Reaktionen machten klar: Auch kleine Gesten können glücklich machen.

Begeisterung, Zweifel, viele Fragen - von den Jüngern lernen

Sie kapieren es nicht, haben Fragen, Zweifel und sind immer wieder auch total begeistert – so erlebt man die Jünger von Jesus in der Serie „The Chosen“. YOUPAX-Redakteur Tobi Schulte unterhält sich mit Gemeindereferent Jan-Niklas Kleinschmidt darüber, wie es sie inspiriert, sich in die Jünger hineinzuversetzen.

KNA Newsticker

4. November 2026 05:00

Ministerpräsident Günther: Kirche kann Orte der Begegnung schaffen

Köln (KNA) In Zeiten von Kriegen, einer neuen Bedrohungslage und existenziellen Fragen können die Kirchen nach Worten des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) wieder mehr Bedeutung erlangen. Sie würden Halt und Ordnung geben, sagte Günther (53) dem Podcast Himm ...

Köln (KNA) In Zeiten von Kriegen, einer neuen Bedrohungslage und existenziellen Fragen können die Kirchen nach Worten des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) wieder mehr Bedeutung erlangen. Sie würden Halt und Ordnung geben, sagte Günther (53) dem Podcast Himmelklar der Portale domradio.de und katholisch.de. Das spiele für Menschen eine immer größere Rolle.

Günther, Katholik und früher Messdiener, nahm die Kirche auch in die Verantwortung. Sie müsse sich bewusst sein, "dass es in diesen Zeiten immer mehr Menschen gibt, die sich Fragen stellen, die von der Kirche gut beantwortet werden können". Auch sollte sie Orte schaffen, an denen sich Menschen mit unterschiedlicher politischer Auffassung begegnen können.

Von diesen gibt es nach Günthers Auffassung heute zu wenige - ein Grundproblem im Land. "Früher haben sich die die Leute zum Beispiel nach dem Gottesdienst noch beim Kirchenkaffee getroffen und ausgetauscht, egal wo sie politisch standen. Solche Räume sind weniger geworden." Vor allem in Ostdeutschland spielten Institutionen eine noch geringere Rolle.

Kritik übte Günther auch an der Berliner Regierungskoalition aus CDU, CSU und SPD. Ihre öffentlichen Streitereien seien in Krisenzeiten besonders schlimm. "Menschen haben meiner Erfahrung nach wenig Verständnis dafür, dass eine Regierung einen Koalitionsvertrag abschließt, sich aber trotzdem jedes Mal wieder neu streitet, wenn Gesetze vorgelegt werden." Das sei schon bei der Ampel abschreckend gewesen, und "leider hat die aktuelle Bundesregierung daraus noch nicht genug gelernt". Vertrauen habe man hingegen nur zu Menschen, die an einem Strang ziehen.

Für die nächste Landtagswahl in Schleswig-Holstein im April 2027 habe man sich deshalb auf ein Fairnessabkommen geeinigt. Darin steht laut Günther, "dass man vernünftig miteinander umgeht, und dass man sich, egal, ob man christlichen Glaubens ist oder nicht, an die zehn Gebote hält - zum Beispiel ans 'Du sollst nicht falsch Zeugnis legen wider deinen Nächsten!'". In einem christlich geprägten Land sollte das seinen Worten zufolge eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.

Das Abkommen sei wohltuend, so der CDU-Politiker. Konsequenterweise hätten es extremistische Parteien nicht unterschrieben.

4. November 2026 05:00

Magdeburger Bischof Feige hofft auf mutigen Nachfolger

Magdeburg (KNA) Der katholische Magdeburger Bischof Gerhard Feige ist angesichts der AfD-Mehrheit im Landtag von Sachsen-Anhalt froh, dass das Land kein Mitspracherecht bei der Bestellung eines neuen Bischofs hat. Der Ministerpräsident werde lediglich über den Kandidaten informiert. "Auch eine ...

Magdeburg (KNA) Der katholische Magdeburger Bischof Gerhard Feige ist angesichts der AfD-Mehrheit im Landtag von Sachsen-Anhalt froh, dass das Land kein Mitspracherecht bei der Bestellung eines neuen Bischofs hat. Der Ministerpräsident werde lediglich über den Kandidaten informiert. "Auch einen Treueeid vor dem Ministerpräsidenten muss der neue Bischof hier nicht ablegen", sagte er in einem am Mittwoch auf dem Portal katholisch.de veröffentlichten Interview.

Feige wird am 19. November 75 Jahre alt und hatte im Juli Papst Leo XIV. seinen Rücktritt angeboten. Schon früh warnte Feige vor der AfD, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem gilt.

Für seine Nachfolge hoffe er auf mutige, vielleicht auch kämpferische Kandidaten, "die bereit sind, sich den Herausforderungen hier zu stellen", so der Bischof weiter. Ein weiterer Wunsch lautet: jemand mit ostdeutscher Sozialisation. Zwar wolle Feige die Ostproblematik nicht übermäßig in den Vordergrund rücken. Und doch sei sie wichtig, "gerade gesellschaftlich und politisch".

"Ich glaube, dass auch die jüngste Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine Reaktion auf die Entwicklungen seit der Wiedervereinigung war." Man müsse die Unterschiede zwischen Ost und West nicht künstlich pflegen, aber sie zur Kenntnis nehmen und ein Gespür dafür haben, betonte Feige.

"Wer im Osten aufgewachsen ist und noch die DDR oder die dramatischen Umbrüche danach erlebt hat, kann vermutlich besser einschätzen, wie die Menschen hier empfinden und denken." Das habe inzwischen auch die Kirche erkannt. Sie würde verstärkt Menschen aus dem Osten mit Führungsaufgaben betrauen.

Das Gefühl, ausgerechnet jetzt und somit zur falschen Zeit zu gehen, hat der Bischof aber nicht. Ihn tröste der Spruch: "Alles hat seine Zeit." Auch im Studium in den 1979er Jahren erhielt er den Rat, sich nicht zu überschätzen. Feige: "Ich gehöre zu denen, die bislang Verantwortung getragen haben. Andere werden diese Verantwortung gut weitertragen."

4. November 2026 04:38

Forscher: Mehrheit der Wohnungslosen hat psychische Erkrankung

Berlin (KNA) Rund drei Viertel der Obdach- und Wohnungslosen haben laut Einschätzung eines Forschers eine psychische Erkrankung. "Die Menschen werden meistens erst psychisch krank, verlieren dann ihre Wohnung und leben in der Folge auf der Straße", erklärte Stefan Gutwinski, Professor an der ...

Berlin (KNA) Rund drei Viertel der Obdach- und Wohnungslosen haben laut Einschätzung eines Forschers eine psychische Erkrankung. "Die Menschen werden meistens erst psychisch krank, verlieren dann ihre Wohnung und leben in der Folge auf der Straße", erklärte Stefan Gutwinski, Professor an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Umgekehrt gebe es auch Psychosen, Angst- und Suchterkrankungen oder Traumata, die etwa in 40 Prozent der Fälle erst dann aufträten, wenn Menschen schon länger auf der Straße lebten. "Aber vor allem die schweren psychiatrischen Erkrankungen entstehen meistens schon vor der Wohnungslosigkeit", erklärte Gutwinski.

Oftmals seien sie gekoppelt mit anderen Belastungen. Studien hätten etwa gezeigt, dass rund ein Viertel der Obdach-und Wohnungslosen keinen Schulabschluss haben oder aus Pflege- oder Adoptionsfamilien stammen. "Die Menschen, die auf der Straße leben, sind häufig einem Hilfesystem wie etwa dem Jugendamt schon vorher bekannt gewesen", sagte Gutwinski.

Er plädierte für weitergehende Unterstützung. "Wenn man diese Menschen gut versorgen will, muss man sich auch darüber im Klaren sein, dass die Verfügungsstellung von Nahrung, Essen und einer Wohnung manchmal eben nicht ausreichen. Es sollte gekoppelt werden mit sozialarbeiterischen, psychotherapeutischen und psychiatrischen Angeboten."

Krankenhäuser könnten obdachlose Patienten, die psychiatrisch versorgt werden müssten, nicht unbegrenzt aufnehmen. "Es muss für sie eine Pflichtversorgung in der ambulanten Versorgung geben", forderte der Experte. "Wir haben Patienten, die eine chronische Psychose oder eine chronische Depression haben, und können die auch behandeln. Aber niemand ist im ambulanten Bereich verpflichtet, diese Menschen anschließend zu betreuen, sodass einige Personen nicht in Einrichtungen ankommen, sondern auf der Straße leben."

Dieses Problem werde zur Zeit eher größer. "Wir müssen mittlerweile Patienten in die Obdachlosigkeit entlassen; wir erleben, dass Patienten die Behandlung abbrechen, die keine Wohnung mehr haben. Und auch dass Patienten, die sich schwer tun, Regeln einzuhalten, immer häufiger ihre Wohnung verlieren", so Gutwinski.

Daher bedürfe es mehr staatlicher Anstrengung, um mehr Sozialwohnungen bereitzustellen. "Deutschland hatte mal vier Millionen Sozialwohnungen, jetzt sind es weniger als eine Million", mahnte Gutwinski. "Der Staat sollte Lösungen finden, oder wollen wir Zustände akzeptieren, dass diese Menschen alle auf den Straßen leben?"

Ohne Lösung im Wohnungsbereich werde es immer mehr obdachlose Menschen mit psychischen Problemen geben, warnte Gutwinski. "Situationen, wie wir sie an den großen S- und U-Bahnhöfen bereits haben in Berlin, wird es in den nächsten zehn Jahren öfter geben."

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die Obdachlosigkeit hierzulande zu überwinden. Laut Schätzungen leben 50.000 Menschen auf der Straße, mindestens 600.000 sind verdeckt wohnungslos: Sie haben eine vorübergehende Bleibe, leben etwa bei Freunden oder Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe.

4. November 2026 04:00

Umfrage: Zivilgesellschaftliche Organisationen bleiben optimistisch

Berlin (KNA) Allen Krisen und schwierigen Rahmenbedingungen zum Trotz blicken zivilgesellschaftliche Organisationen wie Vereine und Stiftungen mehrheitlich positiv in ihre eigene Zukunft. In einer bundesweiten Forsa-Umfrage im Auftrag der in Stuttgart ansässigen Robert Bosch Stiftung zeigten si ...

Berlin (KNA) Allen Krisen und schwierigen Rahmenbedingungen zum Trotz blicken zivilgesellschaftliche Organisationen wie Vereine und Stiftungen mehrheitlich positiv in ihre eigene Zukunft. In einer bundesweiten Forsa-Umfrage im Auftrag der in Stuttgart ansässigen Robert Bosch Stiftung zeigten sich 72 Prozent der befragten Organisationen optimistisch. Ihre Zuversicht speise sich vor allem aus dem Engagement ihrer Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen und der direkten Wirkung ihrer Arbeit, hieß es.

Zugleich beklagen die befragten Vereine, Stiftungen und gemeinnützigen GmbHs strukturelle Belastungen: 73 Prozent nennen Bürokratie und hohen Verwaltungsaufwand, 64 Prozent Finanzierungsfragen und 60 Prozent Personalmangel. Auch mangelnde politische Unterstützung (54 Prozent) und gesellschaftliche Polarisierung (46 Prozent) werden von vielen als Belastung wahrgenommen. 16 Prozent berichten von Hass oder Anfeindungen.

Die Robert Bosch Stiftung fordert eine langfristige und flexible Finanzierung für zivilgesellschaftliche Organisationen. Ohne staatliche Unterstützung werde es nicht gelingen, das Engagement langfristig zu sichern, sagte die Leiterin des Fördergebiets "Globale Fragen" der Stiftung, Ottilie Bälz. Dabei komme es aber auch auf private Stiftungen und die Wirtschaft an.

Nötig sei zudem eine Modernisierung des Gemeinnützigkeitsrechts, um die politische Betätigung zivilgesellschaftlicher Organisationen rechtlich abzusichern, so Bälz. Und es brauche Strukturen, die schnell und unbürokratisch Finanzierungslücken schließen, falls Organisationen unter politischem Druck geraten, wie es etwa in Sachsen-Anhalt nach dem Wahlsieg der gesichert rechtsextremen AfD befürchtet wird. Die Robert Bosch Stiftung unterstützt dazu den in diesem Jahr gegründeten Deutschen Fonds für Demokratie.

Für das neue "Zuversichtsbarometer" der Stiftung hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im August und September bundesweit 754 Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen telefonisch befragt.

3. November 2026 19:33

Papstbotschafter van Megen wirbt für mehr Dialog und Diplomatie

Berlin (KNA) Gerade angesichts wachsender Krisen und Veränderungen ist nach Ansicht des neuen Papstbotschafters in Deutschland, Hubertus van Megen, Dialog unverzichtbar. "Jedes vermiedene Missverständnis, jede entschärfte Spannung und jeder offengehaltene Kommunikationskanal sind wichtige Bei ...

Berlin (KNA) Gerade angesichts wachsender Krisen und Veränderungen ist nach Ansicht des neuen Papstbotschafters in Deutschland, Hubertus van Megen, Dialog unverzichtbar. "Jedes vermiedene Missverständnis, jede entschärfte Spannung und jeder offengehaltene Kommunikationskanal sind wichtige Beiträge zum Frieden", sagte der Nuntius am Dienstagabend in Berlin bei einem Empfang für das Diplomatische Corps, dem er als Doyen vorsteht. Van Megen ist seit gut 100 Tagen in Deutschland im Amt.

"Unsere Welt braucht heute Menschen, die zuhören können. Menschen, die verstehen wollen, bevor sie urteilen. Menschen, die ihre Überzeugungen vertreten und zugleich die Würde ihres Gegenübers achten", so der Erzbischof vor gut 100 Diplomaten in seinem Amtssitz. "Die großen Fragen unserer Zeit lassen sich nicht allein lösen. Sie verlangen Zusammenarbeit, gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft zum Gespräch."

Frieden sei ein Ziel, für das sich jedes Bemühen lohne, hob der Nuntius hervor. Trotz aller Herausforderungen gebe es Zuversicht. Die Geschichte zeige: "Immer wieder wurden Konflikte durch Verhandlungen überwunden, Versöhnung durch Begegnung möglich gemacht und Frieden durch beharrlichen Dialog aufgebaut." Wichtig sei dabei auch die menschliche Dimension: "Hinter erfolgreichen Verhandlungen stehen fast immer persönliche Beziehungen, die über Jahre hinweg mit Geduld, Respekt und Verlässlichkeit aufgebaut wurden."

Diplomatie könne Unterschiede nicht beseitigen, erklärte der 65-Jährige. Das sei auch nicht ihre Aufgabe. Diese bestehe vielmehr darin, Wege zu finden, mit den Unterschieden friedlich umzugehen. "Oft ist ihr erster Erfolg noch nicht die Einigung. Oft besteht er zunächst darin, das Gespräch nicht abreißen zu lassen."

Diplomatie erfülle ihre höchste Aufgabe dort, wo sie auch dem Wohl der gesamten Menschheitsfamilie diene, führte der Nuntius aus. Das Ziel der vatikanischen Diplomatie bestehe daher nicht allein darin, Abkommen auszuhandeln. "Es geht ebenso darum, Vertrauen wachsen zu lassen, Verständnis zu fördern und die Voraussetzungen für einen gerechten und dauerhaften Frieden zu schaffen."

3. November 2026 18:26

Experte: Berichte über Halloween-Süßigkeiten kein Grund zur Panik

Bonn/Chemnitz (KNA) Der Direktor des Zentrums für kriminologische Forschung Sachsen (ZKFS), Frank Asbrock, sieht mit Blick auf die jüngsten Fälle manipulierter Halloween-Süßigkeiten keinen Grund zur Panik. Da es um reale Vorkommnisse gehe, sollte man sie zwar keinesfalls herunterspielen, sa ...

Bonn/Chemnitz (KNA) Der Direktor des Zentrums für kriminologische Forschung Sachsen (ZKFS), Frank Asbrock, sieht mit Blick auf die jüngsten Fälle manipulierter Halloween-Süßigkeiten keinen Grund zur Panik. Da es um reale Vorkommnisse gehe, sollte man sie zwar keinesfalls herunterspielen, sagte er der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Der Professor für Sozialpsychologie gab jedoch zu bedenken: "Solche Meldungen passen in eine unsichere Zeit, in der wir uns gesamtgesellschaftlich immer bedrohter fühlen."

Natürlich müsse die Polizei dies verfolgen - und Eltern sollten stets aufmerksam sein. "Aber ich sehe keinen Grund zu der Annahme, dass die Bevölkerung sich vor einer neuen Welle schrecklicher Verbrechen in Acht nehmen muss", so Asbrock. Zu viel Misstrauen sei überdies schädlich.

Bei der aktuellen Häufung einschlägiger Berichte stelle sich darüber hinaus die Frage, was jeweils dahinter stecke. In einem Fall aus Niederbayern habe sich bereits erwiesen, dass Nachahmer, die den Vorfall meldeten, die Süßigkeit selbst präpariert hatten. Derlei Wendungen fänden im Nachgang aber kaum Niederschlag in den Medien.

Nach dem Halloween-Wochenende waren bundesweit Dutzende Fälle von gefährlich präparierten Süßigkeiten bekannt geworden. Betroffen waren etwa Schokoriegel, Kaubonbons und Weingummi mit versteckten Nadeln oder anderen Metallgegenständen. Mindestens zwei Kinder wurden leicht verletzt. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Experte Asbrock verweist auf ähnliche Häufungen in den USA, wo Halloween bereits seit den 1950er-Jahren in der heutigen Form gefeiert wird - also mit kostümierten Kindern, die in der Nachbarschaft Süßigkeiten sammeln. Vor allem in Krisenzeiten, beispielsweise nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001, habe es vermehrt Berichte über Straftaten und Zwischenfälle rund um das Gruselfest gegeben. Dies vermittle einen falschen Eindruck - und die Studienlage zeige, dass der Hintergrund oftmals anders sei als anfangs vermutet.

Tatsächlich untersucht der US-Soziologe und Kriminalexperte Joel Best seit den 1980er-Jahren das Phänomen des "Halloween-Sadismus". In einer systematischen, mehrfach aktualisierten Auswertung von Medienberichten und medizinischen Quellen kommt er zu dem Ergebnis, dass es keinen belegten Halloween-Fall gibt, in dem ein Kind durch vergiftete oder manipulierte Süßigkeiten eines Fremden schwer verletzt oder getötet worden sei.

Die wenigen dokumentierten Todesfälle, die zunächst mit präparierten Süßigkeiten in Verbindung gebracht worden seien, stellten sich laut seiner Untersuchung als Straftaten von Familienmitgliedern heraus. Best wertet die wiederkehrende Angst deshalb als urbane Legende, die weniger auf realen Risiken als auf allgemeinen Ängsten um die Sicherheit von Kindern beruhe.

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