logocontainer-upper
logocontainer-lower

Firmung

Ein Sakrament und seine Nähe zu Pfingsten –
Glaube, Orientierung und Rückenwind

© S.H.exclusiv / Shutterstock.com
© S.H.exclusiv / Shutterstock.com

Fronleichnam - ein Feiertag für die Eucharistie und gelebte Gemeinschaft

Prozession zu Fronleichnam mit Baldachin© lorenza62 / Shutterstock.com
© lorenza62 / Shutterstock.com

Katholikentag 2028 in Paderborn

 

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

Neupriester Viktor Schefer im Porträt

Viktor Schefer wird im Erzbistum Paderborn zum Priester geweiht.© Berufungspastoral
© Berufungspastoral

Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung

 

 

© Erzbistum Paderborn
© Erzbistum Paderborn
© Erzbistum Paderborn
© Erzbistum Paderborn

Kinderwallfahrt 2026

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
#wepower - hier wirkt das Wir!

Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

© Frederik Köhler
28.05.2026

„Gott hat gewollt, dass ich zurück ins Leben finde“

Nach einer schweren Hirntumor-Operation muss Dr. Uwe Slabke vieles neu lernen – gehen, duschen, einkaufen. Die Krankheit verändert sein Leben und seinen Glauben. Nun stiftet er ein Kreuz, um anderen Menschen Hoffnung zu schenken.
© Mariusz Zysk / Shutterstock.com
27.05.2026

„Abschied muss man üben“

Warum uns Kondolieren so schwer fällt und wie wir Beileid angemessen ausdrücken können - Erfahrungen einer Seelsorgerin.
© Vatican Media/Romano Siciliani/KNA
25.05.2026

Die große soziale Frage unserer Zeit

Papst Leo XIV. hat unter dem Titel „Magnifica humanitas“ seine erste Enzyklika veröffentlicht. Der Text der Sozialenzyklika befasst sich mit dem Thema künstliche Intelligenz (KI).
© Jasmin Lobert / Erzbistum Paderborn
22.05.2026

Ein neuer alter Schatz erreicht das Erzbistumsarchiv

Die BVB-Gründerkirche tritt biografische Dokumente des Kaplans Hubert Dewald ab und erhält im Gegenzug erstklassige Digitalisate für die multimediale Ausstellung
© Interplast-Germany.V. Michael Bergermann
20.05.2026

Vom OP in Hamm in die Krisenregionen der Welt: „Da muss ich hin!“

Seit fast 25 Jahren operiert Michael Bergermann ehrenamtlich Lippen-, Kiefer-, und Gaumenspalten. Auch im Ruhestand will er weitermachen.
© Nicoleta Ionescu / Shutterstock.com
17.05.2026

Jemanden haben, der mit durch die Angst geht

Gott löst die Angst nicht auf - aber er kann uns jemanden an die Seite stellen, um dadurch zu gehen. Und das passiert. Ein Impuls.

Unsere Nachrichten

© Erzbistum Paderborn
29.05.2026

Mutmacher für den Start in die Schule

Erzbistum Paderborn ruft zum dritten Mal Schulstartaktion aus: Schulstart- und Schulklassen-Box schon jetzt bestellbar
© P. Siegfried Modenbach
28.05.2026

Austauschtreffen mit indischen Schwestern in der Abtei Königsmünster

Seit einigen Jahren lädt das Ordensreferat unter der Leitung von Frau Dr. Rosel Oehmen-Vieregge gemeinsam mit Weihbischof Matthias König die indischen Ordensschwestern, die in unserem Erzbistum tätig sind, zu einem Tag der Begegnung ein.
© Dirk Lankowski / Erzbistum Paderborn
28.05.2026

Weltjugendtag 2027: Anmeldung für Seoul startet

Das Erzbistum Paderborn lädt junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren ein, im Sommer 2027 zum Weltjugendtag nach Seoul zu reisen. Die erste Anmeldephase für die Fahrt nach Südkorea beginnt am 1. Juni 2026.
© Sollbach-Papeler
27.05.2026

Pfarrarchive bewahren kulturelles Erbe vor Ort

Kirchengemeinde St. Philippus und Jakobus Herdecke Gastgeberin für 9. Tag der Pfarrarchive im Erzbistum Paderborn
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
26.05.2026

Neupriester des Erzbistums Paderborn geht nach Bad Driburg

Erste Priesterstelle von Vikar Viktor Schefer aus Delbrück steht fest: Pfarrei St. Peter und Paul Bad Driburg im Pastoralen Raum Bad Driburg
© Riccardo De Luca - Update / Shutterstock.com
25.05.2026

Magnifica humanitas: erste Enzyklika von Papst Leo XIV

Heute, an Pfingstmontag, hat Papst Leo XIV seine erste Enzyklika veröffentlicht. Sie trägt den Titel Magnifica humanitas und widmet sich unter anderem der Menschenwürde in Zeiten künstlicher Intelligenz.

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Neupriester im Porträt

Viktor Schefer gibt in diesem Video einen persönlichen Einblick in seinen Alltag als Diakon und Neupriester 2026. Zwischen Gefängnisseelsorge, Schule und Kirche wird deutlich, was es bedeutet, Menschen wirklich zu begegnen, zuzuhören und Hoffnung zu teilen – gerade dort, wo das Leben herausfordernd ist.

Katholikentag im Erzbistum Paderborn: Das sind wir

Der 105. Katholikentag findet 2028 in Paderborn statt. Vom 24. bis zum 28. Mai laden Stadt und Erzbistum Paderborn ein zu einem großen Fest des Glaubens und der Begegnung. Was dich in Paderborn beim Katholikentag erwartet? Unglaublich viel. Im Film stellen wir das Erzbistum Paderborn ein wenig näher vor: 10 gute Gründe, warum du uns besuchen sollst.

Schöpfungsgeschichte einfach erklärt: Wie hat Gott die Welt erschaffen?

Was ist die Schöpfungsgeschichte? Wie hat Gott die Welt erschaffen? Und was bedeutet das für uns heute? Dieses Video erklärt die biblische Schöpfungsgeschichte einfach und verständlich – für Kinder und für alle, die mehr über die Erschaffung der Welt erfahren möchten.

Veranstaltungen im Erzbistum Paderborn

Jugendtrauerausstellung in Siegen: „Das ist doch einfach nur Scheiße… um es mal auf den Punkt zu bringen!“

Ein Titel, der aufrüttelt, ehrlich ist und genau das ausspricht, was viele junge Menschen fühlen: Vom 08. bis 30. Mai 2026 lädt das Beratungs-zentrum „Hörst du mich?“ des Caritasverbandes in Südwestfalen e.V. in die Kolumbariumskirche Siegen zu einer außergewöhnlichen Ausstellung ein.
mehr lesen
  • 08.05.2026(Freitag) – 30.05.2026(Samstag)
  • 10:00 – 18:00 Uhr
  • Caritas-Beratungszentrum „Hörst Du mich?“ Numbachstraße 3057072 Siegen
Seminare und Fortbildungen

Bibeltheologische Tagung: Feinde im Buch der Psalmen und in Kunst, Musik und Literatur

Das Christliche Bildungswerk Die HEGGE bietet vom 29. bis 31. Mai 2026 ein Seminar zum Thema „Feinde im Buch der Psalmen und ihr Echo in Psalmen und Gebeten der Gegenwart sowie in Musik und Gegenwartskunst“ an.
mehr lesen
  • 29.05.2026(Freitag) – 31.03.2026(Dienstag)
  • DIE HEGGE – Christliches BildungswerkNiesen – Hegge 434439 Willebadessen
Besondere Exerzitienformen – Verschiedenes

„Hüte die Stille und die Stille wird dich behüten“ Einführung in die Zen-Meditation

Das "Herz" oder der "Geist" verweisen auf die letzte Wirklichkeit, die den Verstand übersteigt. Durch das "stille Sitzen" wachsen der innere Friede, die Konzentration des Geistes und die Fähigkeit, auf einer tieferen Ebene zu leben.
mehr lesen
  • 29.05.2026(Freitag) – 31.05.2026(Sonntag)
  • 18:00 – 13:00 Uhr
  • Abtei Königsmünster Klosterberg 1159872 Meschede
  • Paul Shepherd

KNA Newsticker

29. Mai 2026 19:26

Bischof Feige sieht Kirchen durch AfD zunehmend unter Druck

München (KNA) Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige hat sich in der Vergangenheit mit dem jetzigen Spitzenkandidaten der AfD in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, über dessen Positionen ausgetauscht. "Ich hatte vor einigen Jahren einmal ein Gespräch mit Ulrich Siegmund", sagte Feige der "Südde ...

München (KNA) Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige hat sich in der Vergangenheit mit dem jetzigen Spitzenkandidaten der AfD in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, über dessen Positionen ausgetauscht. "Ich hatte vor einigen Jahren einmal ein Gespräch mit Ulrich Siegmund", sagte Feige der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenende). Das Treffen sei auf Siegmunds Wunsch hin zustandegekommen, "von Katholik zu Katholik". Aber schon damals seien die jeweiligen Positionen nicht versöhnlich gewesen. "Vermutlich habe ich ihn als Jugendlichen sogar gefirmt", so Feige. "Inzwischen ist er aber aus der katholischen Kirche ausgetreten."

Mit Blick auf den derzeit großen Zuspruch für die AfD sagte der Bischof: "Die Menschen suchen Halt und folgen deshalb markigen Parolen. Die AfD schafft es, den Bauch anzusprechen, die Instinkte und die Ängste. Die Kirche verusche, dem mit rationalen Argumenten beizukommen - "aber Hirn und Bauch, das trifft sich dann nicht".

Für den Fall eines Wahlsiegs hat die AfD in Sachsen-Anhalt angekündigt, den Kirchen finanzielle Mittel zu streichen. Feige dazu: "Das ist so, als wenn man uns domestizieren wollte. Wenn wir artig sind, bekommen wir Geld. Und wenn wir andere Positionen beziehen als die AfD, dann nichts oder weniger."

Die Partei bekämpfe die Kirchen als Teil des Establishments - "wir seien der 'Queer-Transgender-Regenbogenideologie' verfallen, heißt es, wir machten mit dem Staat gemeinsame Sache und müssten abgeschafft werden". Die Kirche werde beschimpft, lächerlich gemacht und unter Druck gesetzt. Er selbst bekomme zum Teil unverschämte E-Mails und Briefe, anonym, aber auch mit Klarnamen.

Bischof Feige mahnte zu Lösungen in der derzeit schwierigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lage. "Politiker können natürlich keine Wunder vollbringen. Aber wenn in Wirtschaft und Politik andere Lösungen zustande kämen, wäre auch die Stimmung eine andere." Wenn aber nur Parteiengezänk wahrgenommen werde, sei das ein Problem.

Mit Blick auf die Landtagswahl am 6. September - momentan liegt die AfD in Umfragen bei über 40 Prozent - erklärte Feige, er hoffe immer noch, dass andere politische Lösungen zustande kommen und die Trendumfragen vielleicht am Ende nicht die Wahlwirklichkeit widerspiegeln. "Aber ich muss auch klar sagen: Kirche ist nicht an bestimmte gesellschaftliche Verhältnisse gebunden. Sie kann in allen Situationen Wurzeln schlagen und versuchen, ihrer Sendung gerecht zu werden."

29. Mai 2026 18:09

Erzbischof Heße für Olympische Spiele in Hamburg

Köln (KNA) Hamburgs Erzbischof Stefan Heße hat kurz vor dem Referendum über eine mögliche Bewerbung der Hansestadt für Olympische und Paralympische Spiele für das Projekt geworben. Sport könne Menschen verbinden und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, sagte Heße am Freitag in Hambu ...

Köln (KNA) Hamburgs Erzbischof Stefan Heße hat kurz vor dem Referendum über eine mögliche Bewerbung der Hansestadt für Olympische und Paralympische Spiele für das Projekt geworben. Sport könne Menschen verbinden und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, sagte Heße am Freitag in Hamburg, wie das katholische Kölner Internetportal domradio.de berichtete. Die mögliche Bewerbung gilt grundsätzlich für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044.

Die Olympischen und Paralympischen Spiele seien weit mehr als große Sportereignisse, so der Erzbischof. Sie schafften Begegnungen über Grenzen hinweg und stärkten ein faires Miteinander. Besonders die Paralympics erinnerten daran, wie wichtig Teilhabe, Respekt und Inklusion seien. In einer Zeit, in der vieles auseinanderzudriften scheine, könnten die Spiele "richtig was bewegen".

Mit Blick auf Hamburg als möglichen Austragungsort verwies Heße auf die Offenheit und Gastfreundschaft der beteiligten Städte. Hamburg, Kiel und im Falle einer Berliner Austragung auch Rostock-Warnemünde stünden für ein vielfältiges Miteinander. "Ich bin mir sicher, die Spiele wären hier sehr gut aufgehoben", sagte Heße.

Zum Erzbistum Hamburg gehören neben Hamburg auch Schleswig-Holstein sowie Mecklenburg als Teil Mecklenburg-Vorpommerns. Sollte Berlin Austragungsort werden, würde das Segeln im mecklenburgischen Rostock-Warnemünde stattfinden.

Für die Abstimmung am Sonntag wünschte Heße den Hamburgerinnen und Hamburgern, ihre Entscheidung "mit Zuversicht und Hoffnung im Herzen" zu treffen. Eine Olympia-Bewerbung könne eine Chance für den Zusammenhalt in der Region und für eine Kultur des Miteinanders sein, die über den Sport hinausreiche.

29. Mai 2026 17:56

Papst telefoniert mit Kanadas Regierungschef

Vatikanstadt (KNA) Kanadas Premierminister Mark Carney hat mit Papst Leo XIV. telefoniert. Wie das vatikanische Presseamt am Freitagabend erklärte, war die Veröffentlichung der Enzyklika "Magnifica humanitas" am Pfingstmontag Anlass des Gesprächs, das demnach am Freitagnachmittag europäische ...

Vatikanstadt (KNA) Kanadas Premierminister Mark Carney hat mit Papst Leo XIV. telefoniert. Wie das vatikanische Presseamt am Freitagabend erklärte, war die Veröffentlichung der Enzyklika "Magnifica humanitas" am Pfingstmontag Anlass des Gesprächs, das demnach am Freitagnachmittag europäischer Zeit geführt wurde. In der Enzyklika hatte sich Papst Leo XIV. grundsätzlich zur Zukunft der Menschheit im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz geäußert.

In der Erklärung des Vatikans zu dem Telefonat heißt es, Carney und der Papst hätten darüber gesprochen, dass es wichtig sei, Künstliche Intelligenz von einem ethischen Standpunkt her zu entwickeln und dabei den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

Ferner habe man über regionale und internationale Fragen von beiderseitigem Interesse gesprochen und dabei besonderen Wert auf die Bemühungen um Frieden insbesondere im Nahen Osten und in der Ukraine gelegt.

Zuvor hatte bereits US-Vizepräsident JD Vance am Dienstag in einem Interview des Fernsehsenders NBC die Enzyklika des Papstes als die richtige Antwort auf drängende Fragen der Zeit gelobt.

Am Donnerstag betonte Vance dann in einer Ansprache an Absolventen der US Air Force Academy in Colorado Springs, dass Entscheidungen über Leben und Tod im Krieg weiterhin von Menschen und nicht von Maschinen getroffen werden müssten. Dies war auch eine der zentralen Forderungen des Papstes in seiner Enzyklika.

29. Mai 2026 17:49

Woelki verteidigt Vorgehen bei mutmaßlichem Missbrauchsfall

Köln (KNA) Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki zeigt sich überzeugt, dass sein Umgang mit einem Missbrauchsverdachtsfall von 2015 der damaligen kirchenrechtlichen Praxis entsprach. Die diesbezügliche Meldung sei "anonym, abstrakt und bis heute unbelegt" gewesen, zitiert der Newsletter de ...

Köln (KNA) Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki zeigt sich überzeugt, dass sein Umgang mit einem Missbrauchsverdachtsfall von 2015 der damaligen kirchenrechtlichen Praxis entsprach. Die diesbezügliche Meldung sei "anonym, abstrakt und bis heute unbelegt" gewesen, zitiert der Newsletter des "Kölner Presseclubs" am Freitag den Erzbischof. Dennoch habe er alle verfügbaren Möglichkeiten genutzt, um zu einer Einschätzung zu kommen.

Hinzugezogene Experten hätten damals kein weiteres Vorgehen empfohlen, "da bei einer anonymen und inhaltlich völlig abstrakten Meldung nach damaliger Einschätzung kein Ermittlungs- und Aufklärungserfolg erreicht werden konnte". Zugleich verwies Woelki darauf, dass sich die Praxis inzwischen geändert habe. Heute gebe man auch "anonyme und abstrakte Meldungen" an die Staatsanwaltschaft weiter: "Heute würde bei einer vergleichbaren Ausgangslage anders gehandelt." Deshalb liege auch der genannte Missbrauchsverdachtsfall seit Ende des vergangenen Jahres bei den Behörden.

Ein Zwischenbericht der Unabhängigen Aufarbeitungskommission für das Erzbistum hatte Anfang Mai den Fall eines Geistlichen angeführt, gegen den es schon unter dem früheren Kölner Kardinal Joachim Meisner anonyme Anschuldigungen gab, dann erneut 2015 unter Woelki. Außerdem meldete sich nun eine namentlich bekannte Person, "die aber nichts Konkretes beitrug", so der Newsletter. Ein Gutachten des Kölner Strafrechtlers Björn Gercke habe dem Erzbistum hier keine Fehler angelastet. Die Kommission bewertete es jetzt anders: "Wenigstens" der anonyme Hinweis von 2015 hätte zu Meldungen an Glaubenskongregation und Staatsanwaltschaft führen müssen.

Ungeachtet seines 70. Geburtstags im August denkt Woelki eigenen Angaben zufolge nicht an einen Rückzug: "Wenn ich ehrlich bin, dann hat mir mein Amt eigentlich nie mehr Freude bereitet als derzeit", zitiert ihn der Newsletter. Auf die Frage, ob er sein Amt nicht manchmal gerne an einen Jüngeren abgeben würde, antwortete er: "Nein, überhaupt nicht."

29. Mai 2026 17:28

Judaist dringt auf mehr religiöse Bildung - Ruf nach Miteinander

Bonn (KNA) Der Judaist Christian Rutishauser dringt auf mehr religiöse Bildung. Jeder Einzelne müsse lernen, selbst in seiner Religion verwurzelt zu sein, sagte der diesjährige Träger der Buber-Rosenzweig-Medaille am Freitag in Bonn und plädierte für "Bildung, Bildung, Bildung". Für ein g ...

Bonn (KNA) Der Judaist Christian Rutishauser dringt auf mehr religiöse Bildung. Jeder Einzelne müsse lernen, selbst in seiner Religion verwurzelt zu sein, sagte der diesjährige Träger der Buber-Rosenzweig-Medaille am Freitag in Bonn und plädierte für "Bildung, Bildung, Bildung".

Für ein gelingendes Zusammenleben der Religionen und auch in der Gesellschaft müssten Menschen sich gegenseitig wertschätzen, eine "ganz konkrete Form des Respekts" einüben und verstehen, dass man auf andere verwiesen sei. Dialog sei eine Alternative zur Gewalt, betonte der Jesuit aus der Schweiz.

Der islamische Theologe Mouhanad Khorchide sagte, Religion sei dann eine Ressource, wenn man sie so verstehe, dass Gott auf das Zutun der Menschen und ihr Verständnis von der Verantwortung in der Welt angewiesen sei. Ein Islam, der einen Absolutheitsanspruch vertrete, werde keine Ressource sein können.

Es müsse gelingen zu zeigen, warum Religion eine Bereicherung für die Gesellschaft sein könne, sagte Khorchide. Er wünsche sich, dass die Anhänger der drei abrahamitischen Religionen Islam, Judentum und Christentum Verantwortung füreinander übernähmen.

Rutishauser und Khorchide, künftiger Dekan der geplanten bundesweit ersten islamisch-theologischen Fakultät an einer staatlichen Hochschule in Münster, äußerten sich auf einer Studientagung des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Bis Samstag geht es dabei um das Heilige Land, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland und den Beitrag von Christen, Juden und Muslimen dafür. Hintergrund ist die Situation seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem folgenden Gazakrieg.

In der Folge war der Antisemitismus auch in Deutschland stark angewachsen: Das Bundeskriminalamt verzeichnete bei den antisemitisch motivierten Straftaten im Jahr 2024 hierzulande einen Höchststand mit rund 6.200 Delikten. 2023 waren es etwa 5.200. So beklagte Rabbinerin Alisa Bach eine Aggressivität des Antisemitismus und ein nachlassendes Sicherheitsgefühl.

Torsten Lattki, Studienleiter beim Deutschen Koordinierungsrat, beklagte, dass es häufig ein Schwarz-Weiß-Denken und Unkenntnis gebe. Die Ereignisse in der Nahost-Region gefährdeten jüdisches Leben etwa in Deutschland.

Jüdinnen und Juden gerieten kollektiv unter Generalverdacht und Rechtfertigungsdruck für Entscheidungen der israelischen Politik und Geschehnisse in Nahost. Insgesamt müsse wieder differenzierter gesprochen werden, forderte Lattki.

Rutishauser betonte, dass es weder auf der jüdisch-israelischen noch auf der arabischen beziehungsweise palästinensischen Seite "einheitliche Blöcke" gebe. Jüdinnen und Juden sowie der Staat Israel würden mit "unheimlich vielen Klischees" überzogen - sowohl mit positiven als auch mit negativen. Dieser Umstand schaffe Räume, die von der Realität abgekoppelt seien.

29. Mai 2026 17:03

Neue Standorte von Yad Vashem in Deutschland sorgen für Kritik

Frankfurt (KNA) An den zwei geplanten Niederlassungen der israelischen Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in München und Leipzig gibt es Kritik. Der jüdische Historiker und Publizist Meron Mendel sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag), Yad Vashem habe zwar große Verdienste, sei ...

Frankfurt (KNA) An den zwei geplanten Niederlassungen der israelischen Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in München und Leipzig gibt es Kritik. Der jüdische Historiker und Publizist Meron Mendel sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag), Yad Vashem habe zwar große Verdienste, sei aber keine unabhängige Forschungseinrichtung, sondern der israelischen Regierung unterstellt. Derzeit seien in dieser Regierung rechtsradikale Politiker an der Macht. "Was bedeutet das für die Zukunft, wenn eine noch radikalere Regierung kommt?"

Mendel, Leiter der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt, warnte davor, bestimmten Narrativen "langfristig eine Tür zu öffnen", etwa mit Blick auf die Frage, wo die Trennlinie zwischen berechtigter Israelkritik und Antisemitismus verläuft. Er plädierte für eine strukturelle Einbindung deutscher Erinnerungsinstitutionen. Notwendig sei eine kritische Diskussion darüber, was in den Yad-Vashem-Außenstellen vermittelt werden soll. Bisher nehme er eine große Zurückhaltung bei dem Thema wahr.

Der Leiter der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, kritisierte am Freitag, sowohl der Entscheidungsprozess als auch die Ausrichtung der Einrichtung seien intransparent. "Keiner weiß genau, was in diesem Bildungszentrum gemacht werden soll", sagte Wagner der FAZ. Zudem sei mit den deutschen Gedenkstätten nur sehr oberflächlich gesprochen worden, gerade mit den benachbarten Münchner Institutionen wie dem NS-Dokumentationszentrum oder der KZ-Gedenkstätte Dachau. Wagner forderte, die Bildungsangebote mit diesen Nachbarn abzustimmen.

Positiv äußerte sich hingegen der Zentralrat der Juden in Deutschland über die Ansiedlung von Yad-Vashem-Außenstellen in München und Leipzig. Präsident Josef Schuster lobte gegenüber der Zeitung eine dezidiert jüdische und israelische Sicht auf die Schoah. Angesichts des zunehmenden Antisemitismus habe er die Hoffnung, "dass sich Yad Vashem hier fest etabliert und die wichtige Arbeit der Gedenkstätten gestärkt wird".

Erzbistumsfinder

Mit dem neuen „Erzbistumsfinder“ sehen Sie die Vielfalt aller katholischer Einrichtungen im Erzbistum Paderborn auf einen Blick – ob Pfarrbüros, Kirchen, Jugendstätten, Schulen, Bildungshäuser, Bibliotheken, Beratungszentren, Krankenhäuser, Orden und Konvente oder Kunst- und Kulturstätten – immer samt Kontaktmöglichkeiten.

© Erzbistum Paderborn
© Erzbistum Paderborn
Kontakt
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0