Die Universität Paderborn hat die Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn veröffentlicht. Sie trägt den Titel „Sexuelle Gewalt an Minderjährigen im Erzbistum Paderborn. Eine historische Untersuchung (1941–2002)“. Alle Informationen zur Studie sowie zur Aufarbeitung im Erzbistum Paderborn sind auf den Themenseiten gebündelt zusammengestellt.
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Wenn die Eltern nicht für einen da sind
Hoffnung! Impuls zum 5. Fastensonntag
Mit Kindern bewusst auf Ostern zugehen: Misereor-Aktion 2026
„Militäreinsatz hochgradig unverantwortlich“
Mysterienspiele in Kleinenberg: Maria begleiten und sich im eigenen Glauben finden
Mit Mut Kraft geben
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BVB-Gründerkirche als zukunftsweisendes Beispiel
„Archive machen Geschichte lebendig“
Katholische Kindertageseinrichtungen: Herausforderungen und Perspektiven
Ohne Abstimmung und Billigung des Erzbistums Paderborn
Pfarrer Anton Althaus verstorben
Erzbistum Paderborn geht nach der Aufarbeitungsstudie mit Menschen in den Dialog
Glauben. Gemeinsam. Gestalten. – Alle Informationen zum Bistumsprozess
Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.
Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:
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Was bedeutet es, ein Jünger Jesu zu sein?
Adrian Tentscher engagiert sich als Teamer bei der Jüngerschaftsschule „Follow Me!“. Wie kann er durch den Austausch seinen Glauben vertiefen?
Christoph Brech erklärt das Mahnmal für Betroffene sexualisierter Gewalt in Paderborn
Der Münchener Künstler Christoph Brech hat das Mahnmal für Betroffene sexualisierter Gewalt im Erzbistum Paderborn entworfen. Das interaktive Kunstwerk mit dem Titel „memory – AUFDECKEN + ERINNERN“ ist in der Brigidenkapelle im Paderborner Dom zugänglich. Im Video stellt Christoph Brech die Installation vor und erklärt seine Herangehensweise an dieses sensible Thema.
Mahnmal für Betroffene sexualisierter Gewalt
Das Mahnmal für Betroffene sexualisierter Gewalt im Erzbistum Paderborn ist ab sofort öffentlich zugänglich. Unter dem Titel „memory – AUFDECKEN + ERINNERN“ wurde das interaktive Kunstwerk des Münchner Künstlers Christoph Brech am Montag, 2. März 2026, zunächst Betroffenen sowie Pressevertreterinnen und -vertretern vorgestellt. In einer anschließenden öffentlichen Gedenkstunde hatten Interessierte Gelegenheit, das Mahnmal erstmals auf sich wirken zu lassen.
Veranstaltungen im Erzbistum Paderborn
326. Antonius-Dienstage 2026
- 27.01.2026(Dienstag) – 24.03.2026(Dienstag)
- Marienwallfahrt WerlSteingraben 5359457 Werl
Ausstellung „Freunde statt Helfer“ in der Gaukirche
- 16.03.2026(Montag) – 29.03.2026(Sonntag)
- 09:00 – 17:00 Uhr
- Gaukirche St. Ulrich Markt 1233098 Paderborn
Ausstellung „Freunde statt Helfer“
- 16.03.2026(Montag) – 29.03.2026(Sonntag)
- 09:00 – 17:00 Uhr
- Gaukirche St. UlrichMarkt 1233098 Paderborn
Kirchliche Nachrichten aus Paderborn und Deutschland
BVB-Gründerkirche lädt ins Welcome-Zelt ein
Ehrenamtliches Engagement würdigen
Katholische Gottesdienste in Hörfunk und Fernsehen an den Kar- und Ostertagen 2026
KNA Newsticker
Vatikan: Mehr kirchliche Teilhabe für Arme und Marginalisierte
Vatikanstadt (KNA) Die katholische Kirche will arme und an den Rand gedrängte Menschen stärker beteiligen. Dazu legte die Studiengruppe 2 des Vatikanischen Synodensekretariates am Dienstag Vorschläge zum Thema Entwicklung, soziale Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung vor. Der Bericht "Den Schrei der Armen hören" entstand im Rahmen der von Papst Franziskus (2013-2025) angestoßenen Weltsynode zur Synodalität.
Unter anderem empfiehlt das 42 Seiten umfassende Papier die Gründung einer kirchlichen Behörde für Seelsorge und Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Diese solle von einer betroffenen Person gemeinsam mit einem Bischof geleitet werden.
Vertreter vulnerabler Gruppen, Frauen und Persons of Color (nichtweiße Menschen) sollten stärker in kirchlichen Gremien vertreten sein. Für die Unterstützung indigener Völker sowie von Menschen, die aufgrund des Kastensystems diskriminiert werden, schlägt das Papier den Aufbau regionaler und internationaler Strukturen vor. Für Seelsorge-Mitarbeitende soll es in Fragen sozialer und ökologischer Gerechtigkeit ständige Fortbildungen geben.
Der kirchliche Einsatz für Menschenrechte und Umwelt dürften nicht isoliert betrachtet werden, so die Autorinnen und Autoren des Abschlussberichts. "Der Schrei der Armen und der Schrei der Erde müssen gemeinsam, nicht getrennt voneinander angegangen werden."
Ebenso müsse es in kirchlichen Beratungsgremien auf allen Ebenen mehr Theologen geben, die aus armen, an den Rand gedrängten oder generell unterrepräsentierten Gemeinschaften stammen. Der Zugang zu theologischer Bildung für Laien, speziell für Frauen aus marginalisierten Kontexten, sei zu erleichtern. Generell setzt der Bericht auf eine stärkere Zusammenarbeit von Laien, Ordensleuten und Klerikern.
Am Abschlussbericht der Studiengruppe 2 hatten geweihte und nicht geweihte Katholiken, Theologen und Seelsorgende aus verschiedenen Ländern mitgearbeitet. Geleitet wurden die Beratungen vom Leiter der Vatikan-Behörde für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, Kardinal Michael Czerny.
Die katholische Weltsynode zur Synodalität wurde 2021 von Papst Franziskus für ein neues Miteinander in der Kirche ins Leben gerufen. Sie fand mit der zweiten Vollversammlung im Oktober 2024 im Vatikan ihren vorläufigen Abschluss. Die Umsetzungsphase der Beschlüsse soll im Herbst 2028 in eine globale "kirchliche Versammlung" in Rom münden.
Gericht: Trauma kann bei Leichenumbetter eine Berufskrankheit sein
Kassel/Berlin (KNA) Eine posttraumatische Belastungsstörung kann bei Leichenumbettern wie eine Art Berufskrankheit anerkannt werden. Das hat das Bundessozialgericht in Kassel am Dienstag entschieden. Der Kläger aus dem Raum Berlin hatte jahrelang Tote in Massengräbern aus dem Zweiten Weltkrieg exhumiert.
Der Mann sei bei seiner Arbeit für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im In- und Ausland immer wieder mit Spuren von Gewalt, Folter und Verstümmelung konfrontiert gewesen, argumentierte seine Anwältin beim Revisionsprozess. Die Bilder und Gerüche, mit denen er konfrontiert gewesen sei, könne der Mann nicht vergessen.
Der Mann hat eine posttraumatische Belastungsstörung, die nicht in der Berufskrankheiten-Verordnung auftaucht. Er wollte sie daher als "Wie-Berufskrankheit" geltend machen. Doch die Berufsgenossenschaft sowie das Sozial- und das Landessozialgericht hatten das abgelehnt. Nun muss sich das Landessozialgericht erneut mit dem Fall befassen. Derzeit gibt es in Deutschland keine psychischen Erkrankungen, die als Berufskrankheit anerkannt sind.
Das Bundessozialgericht hatte in einem ähnlich gelagerten Fall bereits im Jahr 2023 ein bundesweit beachtetes Urteil gefällt: Demnach ist die Personengruppe der Rettungssanitäter gegenüber der übrigen Bevölkerung mit einem erheblich höheren Risiko der Belastung mit traumatisierenden Ereignissen und Situationen ausgesetzt.
"Ob dies auch für die Personengruppe der Leichenumbetter anzunehmen ist, wird das Landessozialgericht im wiedereröffneten Verfahren nach den aktuellen Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft zu beurteilen haben", erläuterte das Gericht. Dann sei zu klären, ob es im konkreten Fall zutrifft. Zu viele Fragen seien offen, monierte das Gericht. Bei kleinen Berufsgruppen gebe es noch sehr wenig Forschung über Berufskrankheiten. Es biete sich an, mehrere Berufe etwa aus dem "Blaulicht-Bereich" zusammenzufassen, um Erkenntnisse zu gewinnen.
Neuer Bischof von Münster wird offenbar am Donnerstag bekanntgegeben
Münster (KNA) Das Warten hat wohl bald ein Ende: Die Katholiken im Bistum Münster erfahren offenbar am Donnerstag, wer ihr neuer Bischof wird. Das Bistum verschickte am Dienstag eine Einladung: Am Donnerstag um 12.00 Uhr werde im Sankt-Paulus-Dom eine "wichtige Personalentscheidung" bekannt gegeben.
Seit rund einem Jahr ist Deutschlands mitgliederstärkste Diözese ohne Bischof. Im März 2025 war der langjährige Bischof Felix Genn altersbedingt zurückgetreten. Seitdem leitet der Chef des Katholischen Büros Nordrhein-Westfalen, Antonius Hamers, übergangsweise das Bistum.
Nach der Ernennung des Bischofs dauert es üblicherweise noch wenige Monate, bis der Neue in sein Amt eingeführt wird. Dies geschieht bei einem feierlichen Gottesdienst im Sankt-Paulus-Dom in Münster.
Bei der Wahl des neuen Bischofs spielte das Domkapitel - ein kirchliches Gremium aus 16 Priestern - eine Schlüsselrolle. In Münster gilt nämlich das Preußenkonkordat, ein Vertrag zwischen dem Staat und dem Heiligen Stuhl in Rom.
Gemäß Konkordat schickt das Domkapitel eine Liste mit geeigneten Kandidaten an den Vatikan. Dorthin gehen weitere Vorschläge von Bischöfen. Unter Würdigung sämtlicher Einreichungen erstellt die Kirchenleitung in Rom schließlich eine Dreierliste, aus der das Domkapitel einen neuen Bischof wählt. Die eigentliche Ernennung erfolgt dann durch Papst Leo XIV.
Ein Kandidat muss mindestens 35 Jahre alt und seit mindestens fünf Jahren Priester sein. Die Person kann aus dem Bistum Münster kommen, aber auch aus einer anderen Diözese.
Viel Zuspruch für Petition von 250 Frauen zum Schutz vor Gewalt
Berlin (KNA) Nach nur einem Tag hat eine neue Petition zum Schutz vor digitaler Gewalt und Deepfakes schon Zehntausende Unterstützer. Rund 250 prominente Frauen hatten die am Montag gestartete Petition mit dem Titel "In Solidarität mit Collien Fernandes - 10 Forderungen an die Bundesregierung" als Erste unterzeichnet. Bis Dienstagnachmittag waren es bereits etwa 35.000 Menschen.
In der Petition werden konkrete politische Schritte zum besseren Schutz vor digitaler Gewalt und Femiziden gefordert. So müsse etwa die Herstellung und Verbreitung sexualisierter Deepfakes, also mithilfe von künstlicher Intelligenz hergestellter Bilder und Videos, strafbar werden. Gleiches gelte für heimliche Nacktaufnahmen, zum Beispiel in Saunen. Betroffene brauchten auch mehr Rechte gegenüber Plattform-Betreibern.
Im Sexualstrafrecht solle außerdem klar festgeschrieben werden, dass jede sexuelle Handlung ohne ausdrückliche Einwilligung strafbar sei, nach dem Grundsatz "Ja heißt Ja". Zudem sollten Femizide, also geschlechtsspezifische Tötungen von Frauen, als Straftatbestand anerkannt werden.
Zu den Erstunterzeichnerinnen der Petition gehören neben den Initiatorinnen Kristina Lunz, Ricarda Lang und Düzen Tekkal unter anderen SPD-Chefin und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas, die Grünen-Parteichefin Franziska Brantner, die Moderatorin Carolin Kebekus, die Schauspielerin Veronica Ferres, die Musikerin Nina Chuba und die Aktivistin Luisa Neubauer. Der prominente Fall von Gewalt im Netz gegen die Schauspielerin Collien Fernandes hat eine breite Debatte über den Schutz von Frauen ausgelöst.
Frühere US-Botschafterin Gutmann erhält Leopold-Lucas-Preis
Tübingen (KNA) Die ehemalige US-Botschafterin in Deutschland, Amy Gutmann, erhält den mit 50.000 Euro dotierten Leopold-Lucas-Preis. Gutmann zähle zu den international profiliertesten Stimmen für Demokratie und internationale Verständigung, teilte die Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen am Dienstag mit. Die US-Professorin für Politikwissenschaft amtierte 2022 bis 2024 als Botschafterin der USA in Deutschland.
Im Zentrum von Gutmanns wissenschaftlicher Arbeit stehe die Frage, wie Demokratien stark und lebendig bleiben können. Sie unterstreiche die Bedeutung eines offenen und respektvollen Dialogs über soziale, religiöse und kulturelle Grenzen hinweg, hieß es. Dabei werbe sie für Verständnis, Kompromissbereitschaft und die Berücksichtigung von Minderheiten im politischen Prozess. Zugleich weise sie auf die Zerbrechlichkeit demokratischer Ordnungen hin.
Die Verleihung des Leopold-Lucas-Preises findet am 15. Mai in der Alten Aula der Universität statt. Mit dem Preis geehrt werden Personen, "deren wissenschaftliches Werk die Beziehungen zwischen Menschen und Völkern fördert und sich um die Verbreitung des Toleranzgedankens verdient macht", wie es heißt. Die Evangelisch-Theologische Fakultät vergibt die Auszeichnung im Namen der Universität. Gestiftet wurde der Preis von Franz Lucas zur Erinnerung an seinen von den Nationalsozialisten ermordeten Vater und Rabbiner Leopold Lucas (1872-1943).
Zu den Preisträgern gehören die früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck und Richard von Weizsäcker, der Theologe Karl Rahner und der Dalai Lama. 2023 wurde der Judaist Peter Ochs ausgezeichnet, 2024 der US-amerikanische Historiker David Nirenberg. 2025 erhielt die französische Philosophin Corine Pelluchon den Leopold-Lucas-Preis.
Tuttle weitet Publikumstage der Berlinale nach Besucherrekord aus
Berlin (KNA) Nach einem erneuten Besucherrekord in diesem Jahr will Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle im kommenden Jahr die Publikumstage des Filmfestivals ausweiten. Die 77. Internationalen Filmfestspiele Berlin sind vom 10. bis zum 21. Februar 2027 geplant. Anders als zuletzt an einem Donnerstag soll die Berlinale damit an einem Mittwoch starten und einen Tag länger dauern, wie das Festival am Dienstag mitteilte. Die Bären-Gala zur Verleihung der wichtigsten Preise wird um einen Tag auf den zweiten Festival-Freitag vorverlegt. Damit wird aus dem traditionellen Publikumssonntag zum Abschluss ein Publikumswochenende.
Bei der 76. Berlinale vom 12. bis zum 22. Februar wurden in diesem Jahr den Angaben zufolge 343.200 Tickets verkauft. Im Vorjahr waren es bei der Jubiläumsausgabe demnach rund 340.000 gewesen. Hinzu kamen dieses Jahr rund 19.500 Fachbesucher. Das Filmfestival sorgte zugleich für einigen Wirbel, unter anderem wegen einer Debatte zum Verhältnis von Kunst und Politik sowie harten Vorwürfen von Filmschaffenden gegen Israel und die Bundesregierung bei der Abschlussgala.
Erzbistumsfinder
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