Rom (KNA) Shane Legg (53), KI-Forscher und Mitgründer des Unternehmens Google DeepMind, hat den neuen Magnificent Humanity Award erhalten. Zur Begründung hieß es am Mittwochabend in Rom, Legg habe durch seine wissenschaftliche Führungsrolle und sein ethisches Engagement die Entwicklung der K ...
Rom (KNA) Shane Legg (53), KI-Forscher und Mitgründer des Unternehmens Google DeepMind, hat den neuen Magnificent Humanity Award erhalten. Zur Begründung hieß es am Mittwochabend in Rom, Legg habe durch seine wissenschaftliche Führungsrolle und sein ethisches Engagement die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) mitgeprägt und dabei stets deren Auswirkungen auf Menschenwürde und Gemeinwohl im Blick behalten.
Der undotierte Preis bezieht sich auf das Lehrschreiben "Magnifica humanitas", in dem Papst Leo XIV. Chancen und Risiken der KI für die Menschheit aufzeigt. Gestiftet wurde er von einer neuen Initiative, die zur Umsetzung der Ideen der im Mai veröffentlichten Enzyklika beitragen will. Dazu gründeten Personen aus Kirche, KI-Forschung und Techunternehmen zwei Schwesterstiftungen: Die US-Stiftung "Magnificent Humanity" und die deutsche Stiftung "Magnifica Humanitas".
Deren Präsident ist Peter Klasvogt, Rektor des deutschsprachigen Zentrums Campo Santo Teutonico neben dem Petersdom. Präsidentin der US-Stiftung ist die Künstlerin Alexandra Stretton Harr, Ehefrau von Eric Harr, Mitgründer und CEO der KI-Plattform Maxiom. Mit Hilfe der Stiftungen sollen Spenden gesammelt werden, um das Anliegen des Papstes umzusetzen.
Klasvogt sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), eine Reihe von Unternehmern hätten bereits hohe Summen gespendet. Ebenso wurde eine Selbstverpflichtung formuliert, in der Personen aus Wissenschaft, Forschung und Unternehmen versprechen, sich dafür einzusetzen, dass die neue Technologie zugunsten von Frieden und Menschlichkeit angewandt wird, nicht jedoch für Krieg, Ausbeutung oder zum Profit einzelner Akteure.
Ebenso fand am Campo Santo eine zweitägige Expertentagung zum Thema statt. Zudem war an diesem Donnerstag ein Gespräch mit der Vatikan-Kommission für KI geplant, die vom langjährigen Leiter der Entwicklungsbehörde, Kardinal Michael Czerny, koordiniert wird. Vor kurzem wurde Klasvogt von Papst Leo XIV. zum Berater dieser Behörde berufen.
"Wir wollen Antworten auf die Themen geben, die Papst Leo in seiner Enzyklika formuliert hat - nicht nur mit Worten, sondern mit Taten", so Klasvogt. "Mein Anliegen war von Anfang an, hier ein Resonanzforum der Sozialverkündigung von Leo XIV. zu schaffen", so der Priester aus dem Erzbistum Paderborn. "Mit den Stiftungen, dem Preis und der Selbstverpflichtung zeigen wir dem Papst, dass wir uns zusammen mit ihm für das Gemeinwohl einsetzen wollen."