Pontifikalamt zu Herbstlibori im Hohen Dom zu Paderborn.
St.-Martins-Tag
Geschichte, Bräuche und Bedeutung
Pontifikalamt zu Herbstlibori im Hohen Dom zu Paderborn.
Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.
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Sie kapieren es nicht, haben Fragen, Zweifel und sind immer wieder auch total begeistert – so erlebt man die Jünger von Jesus in der Serie „The Chosen“. YOUPAX-Redakteur Tobi Schulte unterhält sich mit Gemeindereferent Jan-Niklas Kleinschmidt darüber, wie es sie inspiriert, sich in die Jünger hineinzuversetzen.
Max Halbe ist Pfadfinder. Immer. Er sagt: „Eigentlich ist das für mich eine Lebenseinstellung“. Im YouTube-Video aus der Serie „Mein Engagement“ lernen wir Max als Pfadfinderleiter des Stamms Vinzenz Pallotti in Olpe näher kennen.
Charlotte Roland feierte in Bigge ihre Jungfrauenweihe. Ein alter Ritus, ein starkes Glaubenszeugnis. Die Entscheidung der 40-Jährigen, der Berufung als geweihte Jungfrau zu folgen, reifte über Jahre. „Die Weihe war nur noch die Konsequenz auf Gottes Liebe Antwort zu geben, sagt sie.
Berlin (KNA) Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) spricht sich für eine grundlegende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus. Beispielsweise könne man überlegen, "die ARD nach dem Muster des bereits vor Jahren diskutierten Kleeblattmodells auf vier oder fünf Landesrundfunkanstalten zu reduzieren", schreibt er in der "Welt am Sonntag". Auch die "kostenintensive Koexistenz zweier bundesweiter Vollprogramme" solle man grundsätzlich überdenken: "Ein erster Schritt wäre, die Aufgabenteilung zwischen ARD und ZDF klarer zu definieren."
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk werde "als Vertrauensmedium und wichtiges Diskurskorrektiv dringend gebraucht", betonte Weimer. Aber sein Zustand sei besorgniserregend. Der beitragsfinanzierte Rundfunk sei überorganisiert, zu teuer, in eine Glaubwürdigkeitskrise geraten und erleide einen fundamentalen Bedeutungsverlust - nicht nur im Osten, sondern vor allem bei jüngeren Menschen.
Der Wandel "von einer Vollprogrammdenke kontinuierlichen linearen Sendens hin zu einer neuen Plattformwirklichkeit fragmentierten Medienkonsums" verlange, so der Minister weiter, "einen neuen, agilen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der sich konsequent auf seinen eigentlichen Zweck konzentriert: mehr Information als Krimis, mehr Hintergrund als Kochshows, mehr Kultur als Quizsendungen, mehr Bildung als Telenovelas".
Die Fortsetzung des Ansatzes, alles für alle anzubieten, und das gleich mehrfach, trage nicht mehr, fügte Weimer hinzu: "Denkverbote helfen uns nicht weiter. Wenn wir jetzt nicht über die bisherigen Reformschritte hinaus planen, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk in zehn Jahren aussehen könnte, werden diejenigen, die ihn ablehnen und schwächen wollen, die Deutungshoheit erringen."
Den Mediendiskurs dürfe man nicht "populistisch agierenden Parteien überlassen, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffen oder sich Big Tech vor die Füße werfen wollen", ergänzte der Minister. Als beste Strategie, ein offenes Mediensystem zu erhalten, nannte er einen "Dreiklang aus harter Regulierung von Big Tech, einer industriepolitischen Stärkung europäischer Medienanbieter und einem zeitgemäß transformierten öffentlich- rechtlichen Rundfunk".
Ansonsten drohe "die Vernichtung freier Medien und vielfältiger Meinungen", warnte Weimer. In dem Zusammenhang rief er dazu auf, Big-Tech-Plattformen entschieden zu zwingen, sich an die Spielregeln einer offenen Mediendemokratie zu halten: "Wir müssen sie in allen Kategorien - kartellrechtlich, steuerrechtlich, daten- und jugendschutzrechtlich, medienregulatorisch - so behandeln wie klassische Medienanbieter auch. Alle Plattformprivilegien und Steuerschlupflöcher müssen fallen, Kartelle und Monopole müssen aufgebrochen werden."
Berlin (KNA) Der Co-Vorsitzende der Linken, Luigi Pantisano, sieht hinter der Debatte um Antisemitismus in seiner Partei eine Kampagne. Der Diskurs um Äußerungen aus seiner Partei werde "nicht wegen der Sorge vor Antisemitismus in der Linken" geführt, sagte er im Deutschlandfunk-Interview der Woche.
Vielmehr gehe es dabei um die Sorge, "dass wir es ernst meinen mit der Vergesellschaftung". Zugleich betonte er: "Wir wollen, dass alle Dinge des Gemeinwohls - Energie, Mobilität, Wohnen, Wasser, alle Grundbedürfnisse, die die Menschen in diesem Land haben - vergesellschaftet sind."
"Natürlich haben wir auch Antisemitismus in der Linken", räumte Pantisano ein: "Den gibt es aber in jeder anderen Partei, und in jeder gesellschaftlichen Gruppe ist Antisemitismus ein Übel, mit dem man umgehen muss."
Er bekräftigte zugleich, seine Partei lehne jede Form der Judenfeindlichkeit ab und stehe an der Seite jüdischen Lebens. Antisemitische Äußerungen von Mitgliedern müssten verfolgt und notfalls gemäß der Satzung geahndet werden: "Bei uns hat niemand Platz, der die Auslöschung jüdischen Lebens im Sinn hat."
Der Parteichef fügte hinzu, es sei "unsere Kernaufgabe als Partei, uns stets vor jüdisches Leben zu stellen und dieses zu schützen". Doch müsse man auch differenzieren zwischen Judenfeindlichkeit und Kritik an der Politik Israels: "Wir kritisieren die israelische rechtsextreme Regierung, die über 70.000 Palästinenser*innen getötet hat, die ja nach einem Kriegsverbrechen der Hamas am 7. Oktober, an dem über 1.000 Jüdinnen und Juden abgeschlachtet wurden teilweise, dann mit einem weiteren Kriegsverbrechen reagiert hat."
Diese Politik der Regierung Netanjahu lehne die Linkspartei ab, ergänzte Pantisano: "Die Bundesregierung liefert Waffen für einen Genozid, wie wir das nennen, was in Gaza passiert." Diese Kritik habe aber nichts mit Antisemitismus zu tun.
Zum Thema Vergesellschaftung sagte der Politiker weiter, der Linkspartei in Berlin gehe es darum, Wohnungen von Konzernen mit mehr als 10.000 Wohnungen zu vergesellschaften. In der Hauptstadt betreffe das rund 160.000 Wohnungen. Privates Eigentum von Menschen mit selbst erarbeiteten Häusern oder Wohnungen wolle man nicht antasten.
Außerdem plane die Berliner Linke einen Mietendeckel für landeseigene Wohnungen, den Bau von 100.000 Sozialwohnungen und eine "Mietenpolizei" gegen Mietwucher. Mit Wohnraum dürfe nicht spekuliert werden, so Pantisano.
München (KNA) Für Talkshow-Moderatorin Caren Miosga führt kein Weg daran vorbei, auch Politikerinnen und Politiker der AfD einzuladen: "Im Bundestag ist sie die größte Oppositionspartei. Wir müssen sie also einladen, auch wenn die Partei den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffen will", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung". Ihre Redaktion überlege sich aber gut, "wie oft und warum wir das machen. Dem Argument, man dürfe ihnen keine Bühne geben, kann ich nichts mehr abgewinnen. Die haben ihre eigenen Plattformen."
Wichtig sei es, die Sendung online mit einem Faktencheck zu begleiten, fügte die ARD-Moderatorin hinzu: "Bestenfalls sollte ich solche Falschaussagen in der Sendung sofort korrigieren, und wir bereiten uns so vor, dass uns das meistens gelingt. Aber wenn nicht, liefern wir es nach. Beides ist wichtig."
Sie habe häufig den Eindruck, dass Vertreter der AfD während der Sendung nicht wirklich an einem konstruktiven Gespräch interessiert seien, ergänzte Miosga: "Umso wichtiger ist es, Falschaussagen zu korrigieren oder rhetorische Strategien zu dechiffrieren. Nicht, um sich moralisch zu empören, sondern um zu klären, was die Fakten sind."
Die AfD habe von Anfang an eine Parallelmedienstrategie gefahren, so die Moderatorin weiter: "Wenn Sie sehen, wie Ulrich Siegmund mit dem Moped durch die Gegend gefahren ist und in erster Linie gute Stimmung verbreitet hat - das war vor allem Social-Media-PR. Das wird gut gefilmt, es gibt Streamer, die das völlig unkritisch begleiten. Umso wichtiger, dass wir in den klassischen Medien über ihre politischen Inhalte und Ziele berichten."
Köln (KNA) Der vor allem als skurriler "Heizungspfuscher" Ignaz Flötzinger aus den Eberhofer-Krimis bekannte Schauspieler Daniel Christensen (48) ist "ein großer Freund von Kirchenräumen". Dem Kölner katholischen Internetportal domradio.de sagte er weiter: "Ich habe einen tschechisch-jüdischen Hintergrund, aber ich setze mich selbst trotzdem gerne immer wieder mal in der Kirche - für die Kontemplation."
Persönlich sei er "mit Jesus nicht aufgewachsen, weil ich nicht getauft war, aber später habe ich angefangen, mich auch mit der Bibel zu beschäftigen", so Christensen weiter. Er habe dann auch eine Pilgerreise ins Heilige Land mitgemacht und an Bibelarbeiten teilgenommen: "Das war sehr spannend für mich - und ich glaube, ich habe einen starken Bezug zu dem, was man Christusbewusstsein nennt."
Er komme aber eher aus einem jüdischen Kontext, fügte der TV-Star hinzu: "Ich bin auch auf einer jüdischen Schauspielschule gewesen und bin eigentlich eher über die Mystik geprägt."
Auf die Frage, welche besonderen Werte von der Gesellschaft mehr gewürdigt und gepflegt werden sollten, antwortete Christensen: "Ich habe mal gehört, dass im Alt-Aramäischen die Übersetzung von 'Du sollst nicht töten' eigentlich heißt: 'Wenn du mit Gott verbunden bist, wirst du nicht töten.' Sein Angebot ist kein Gesetz, sondern ein Angebot."
In diesem Gedanken stecke schon eine ganze Menge drin, so der Schauspieler weiter: "Wenn du willst und du die Wahl hast, dann kannst du dich mit etwas in dir beschäftigen, was dich auf eine Art und Weise in dir selbst verwurzelt, dass du nicht das Verlangen hast, anderen Menschen zu schaden."
München (KNA) Der Münchner Kardinal Reinhard Marx sieht die Wahrung und Verteidigung von Menschenwürde als wichtigste Aufgabe des Journalismus. "Der Mensch muss im Mittelpunkt bleiben - auch und gerade der Mensch, der keine Lobby und keine Reichweite hat", schreibt er in einem Gastbeitrag für das Verbandsmagazin der Gesellschaft Katholischer Publizistinnen und Publizisten Deutschlands (GKP).
Menschenwürde im Journalismus heiße konkret, Menschen, über die berichtet wird, nicht zu entwürdigen, sie nicht zum Objekt, nicht zum bloßen Vehikel einer Erzählung zu machen, fügte er hinzu. "Es heißt, der Versuchung zu widerstehen, aus dem Leid eines Einzelnen Aufmerksamkeit zu schlagen."
Marx appellierte weiter an die Journalistinnen und Journalisten, auch "die Vielfalt der Stimmen gegen jede Macht, die sich zur alleinigen Deuterin der Wirklichkeit aufschwingt, zu bewahren. Halten wir an einem Journalismus fest, der der Wahrheit mehr verpflichtet ist als der Reichweite!"
Außerdem pochte der frühere Medienbischof der Bischofskonferenz auf die Wahrung des Urheberrechts im digitalen Zeitalter. Medienschaffende müssten wirksam davor geschützt werden, dass ihre Werke ohne angemessene Beteiligung zur "billigen Ressource" für die Geschäftsmodelle großer Technologieunternehmen werden.
Die Mahnung, sich an Fakten und an die Wahrheit zu halten, richtete Marx auch an die Kirche selbst. Papst Leo XIV. erinnere daran, "dass wir auch als Kirche an einer transparenten Kommunikation und einer ehrlichen Suche nach Fakten mitwirken müssen - und dass dies nicht immer überall der Fall gewesen ist". Genau deshalb könne die Kirche diese Maßstäbe nur dann glaubwürdig vertreten, wenn sie ihnen auch in ihrer eigenen Kommunikation gerecht werde.
Amman (KNA) Nach dem Attentat auf eine christliche Gemeinde in Jordanien hat König Abdullah II. hartes Vorgehen gegen die Täter angekündigt. Es könne keine Nachsicht geben, wenn es um das Leben von Bürgern gehe, sagte er laut der staatlichen Nachrichtenagentur Petra. Unterdessen bekundeten weiter zahlreiche Institutionen und Gruppen ihre Solidarität und beschworen den Zusammenhalt der Gesellschaft.
Durch den Anschlag mit Schusswaffen auf eine Beerdigungsfeier im südjordanischen Dorf Hamoud waren am Freitag nach aktuellen Regierungsangaben acht Menschen ums Leben gekommen und 40 verletzt worden.
Abdullah II. leitete am Samstag eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats zu dem Vorfall. Die nationale Sicherheit sei eine rote Linie. Der König wies die Behörden an, mit "eiserner Faust" gegen islamistische Extremisten vorzugehen.
Jeder, der die Tat unterstützt habe oder rechtfertige, sei mit der vollen Härte des Gesetzes zu verfolgen. Der Monarch sprach erneut von einem "schändlichen Terrorakt", der mit den Werten Jordaniens unvereinbar sei. Die Opfer der christlichen Gemeinde bezeichneten er und andere Mitglieder des Königshauses als "Märtyrer".
Unterdessen besuchte laut jordanischen Medien der päpstliche Botschafter in Jordanien, Nuntius Giovanni Pietro Dal Toso, Verletzte des Anschlags im Krankenhaus. In der südjordanischen Stadt Akaba gab es eine Blutspendeaktion.
Für die deutschen Bischöfe bekundete der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki Verbundenheit mit den Opfern. "Terror ist mit nichts zu rechtfertigen", sagte er als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Bischofskonferenz: "Mehr denn je stehen wir solidarisch an der Seite der Christen in Jordanien. Vom Staat erwarten wir eine lückenlose Aufklärung und einen verbesserten Schutz kirchlicher Einrichtungen."
Zuvor hatten auch das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Jerusalem und das Lateinische Patriarchat den Angriff verurteilt. Die Tat habe "die Heiligkeit einer Kultstätte verletzt und das grundlegende Menschenrecht auf Leben, Sicherheit und die Freiheit, in Würde seinen Glauben zu praktizieren, missachtet", hieß es in einer Stellungnahme.
Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), ein Verband von 57 Staaten mit Sitz im saudischen Dschiddah, nannte den Anschlag eine "offenkundige Verletzung aller menschlichen Werte und internationaler Normen". Generalsekretär Ismail Ould Cheikh Ahmed sprach den betroffenen Familien sein Mitgefühl aus.
Auch Vertreter zahlreicher islamischer Organisationen und Verbände in Jordanien äußerten sich bestürzt und anteilnehmend. Wiederholt wurde der Vorfall als Versuch bewertet, Zwietracht und Hass in die Gesellschaft zu tragen. Mahnungen zum Kampf gegen Extremismus und zur Wahrung der Einheit kamen auch von Hochschulvertretern und hochrangigen Militärs.
Regierungssprecher Mohammad Momani betonte in einer Pressekonferenz am Freitag, Christen seien in Geschichte und Identität Jordaniens "tief verwurzelt". In dem Königreich bekennen sich 95 Prozent der Bevölkerung zum Islam, etwa 4 Prozent sind Christen unterschiedlicher Konfessionen.
Mit dem neuen „Erzbistumsfinder“ sehen Sie die Vielfalt aller katholischer Einrichtungen im Erzbistum Paderborn auf einen Blick – ob Pfarrbüros, Kirchen, Jugendstätten, Schulen, Bildungshäuser, Bibliotheken, Beratungszentren, Krankenhäuser, Orden und Konvente oder Kunst- und Kulturstätten – immer samt Kontaktmöglichkeiten.