logocontainer-upper
logocontainer-lower

Erstkommunion 2026

 

Entdecken, verstehen, feiern

© Micwic / Shutterstock.com
© Micwic / Shutterstock.com
50 Wege nach Ostern - der Osterbegleiter von YOUPAX
© Erzbistum Paderborn
© Erzbistum Paderborn

Katholikentag 2026 in Würzburg

Infos zu Anmeldung und Kartenkauf

Überblick über Würzburg© canadastock / Shutterstock.com
© canadastock / Shutterstock.com
© Erzbistum Paderborn
© Erzbistum Paderborn
#wepower - hier wirkt das Wir!

Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Studie zum Missbrauch veröffentlicht

Die Universität Paderborn hat die Studie zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn veröffentlicht. Sie trägt den Titel „Sexuelle Gewalt an Minderjährigen im Erzbistum Paderborn. Eine historische Untersuchung (1941–2002)“. Alle Informationen zur Studie sowie zur Aufarbeitung im Erzbistum Paderborn sind auf den Themenseiten gebündelt zusammengestellt.

Unsere Nachrichten

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
15.04.2026

Gottes Segen für die Zielgerade der Schulzeit

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz wünscht Erfolg und Gottes Segen für Abschlussprüfungen / Schulstart-Aktion des Erzbistums geht in die dritte Runde
© Isabella Maria Struck / Erzbistum Paderborn
14.04.2026

Geschichte zum Anfassen im Erzbistumsarchiv Paderborn

Bundesweiter „Tag der Archive“: Archivalien und Vorträge locken zahlreiche Besucherinnen und Besucher ins Paderborner Erzbistumsarchiv
© Matthias König
13.04.2026

Schwester Anna-Maria Blum als Priorin der Karmelitinnen in Witten wiedergewählt

Schwester Anna-Maria Blum bleibt Priorin des Karmelitinnenklosters „Auf der Klippe“ in Witten. Die Ordensgemeinschaft bestätigte sie bei der turnusmäßigen Wahl am 13. April 2026 für eine weitere Amtszeit von drei Jahren im Amt
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
13.04.2026

Erzbistum Paderborn trauert um Bischof Leo Nowak

Emeritierter Bischof von Magdeburg verstarb am Sonntag / Enge Verbundenheit zwischen den Bistümern Paderborn und Magdeburg / Erzbischof Dr. Bentz würdigt verstorbenen Bischof
© Archiv-Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
11.04.2026

Bischof Dieter Stöckler vollendet 90. Lebensjahr

Erzbischof Dr. Bentz und Weihbischof König senden Segenswünsche an den aus dem Erzbistum stammenden Bischof nach Argentinien
© Pfarrgemeinde Giershagen
10.04.2026

Pferdeprozession im 300. Jubiläumsjahr

Einzigartiges Brauchtum wird seit 300 Jahren in Giershagen lebendig gehalten / Weihbischof Hubert Berenbrinker feiert Pontifikalamt am 19. April 2026

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Schöpfungsgeschichte einfach erklärt: Wie hat Gott die Welt erschaffen?

Was ist die Schöpfungsgeschichte? Wie hat Gott die Welt erschaffen? Und was bedeutet das für uns heute? Dieses Video erklärt die biblische Schöpfungsgeschichte einfach und verständlich – für Kinder und für alle, die mehr über die Erschaffung der Welt erfahren möchten.

Gehorsam gegenüber Gott?!

Von wem lässt du dir was sagen? Auf wen hörst du? Eine Facette des Glaubens an Gott ist der Gehorsam gegenüber ihm. Doch: Gehorsam – das klingt nach Fremdbestimmung und Zwang. Wie passen Glaube und Gehorsam zusammen? Was bedeutet es, Gott gehorsam zu sein? Eine Spur dahin finden Diözesanjugendseelsorger Tobias und YOUPAX-Redakteur Tobi in ihrem Glaubenstalk bei einer ganz alltäglichen Situation: im Restaurant.

Was bedeutet es, ein Jünger Jesu zu sein?

Adrian Tentscher engagiert sich als Teamer bei der Jüngerschaftsschule „Follow Me!“. Wie kann er durch den Austausch seinen Glauben vertiefen?

KNA Newsticker

15. April 2026 18:09

Menschenrechte gelten auch für Tote - doch "wir werden stumpfer"

München (KNA) Wenn Menschen ihre Toten bestatten und an sie erinnern, verändert sich etwas in ihnen: Das betont der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Thomas Rachel. Daher sei es wichtig, gerade in einer schnelllebigen Zeit an tröstlichen Ritualen fes ...

München (KNA) Wenn Menschen ihre Toten bestatten und an sie erinnern, verändert sich etwas in ihnen: Das betont der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Thomas Rachel. Daher sei es wichtig, gerade in einer schnelllebigen Zeit an tröstlichen Ritualen festzuhalten, sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend bei einer Veranstaltung der Hilfswerke Renovabis und missio Aachen sowie der Deutschen Kommission Justitia et Pax.

Einen Anstieg antisemitischer Grabschändungen auf jüdischen Friedhöfen in Deutschland in den vergangenen Jahren verurteilte Rachel: "Was für eine Schande." Er wies zudem Forderungen nach einem Abschluss des Gedenkens an den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust zurück: Die Erinnerungskultur sei nicht zuletzt Ausdruck dessen, dass die Menschenwürde über das Lebensende hinaus gelte. Ein angemessener Umgang mit Verstorbenen sei zudem untrennbar mit dem Menschenrecht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit verbunden.

Die Religionsbeauftragte der Grünen, Lamya Kaddor, bezeichnete das Thema Tod als omnipräsent - allein durch ständige Nachrichten aus Kriegsregionen. "Aber wir hören sehr wenig über Menschen", kritisierte die Islamwissenschaftlerin: "Ob sie im Mittelmeer ertrinken, Opfer eines Kriegs werden oder hier in Deutschland sterben." Es sei berechtigt, beispielsweise über die Energiekrise zu sprechen, doch "mit dem Tod kommen wir offenbar nicht klar. Wir werden stumpfer."

Dabei sei das Thema zu wichtig, um es allein den Religionsgemeinschaften "und vielleicht noch dem Verteidigungsministerium" zu überlassen, mahnte Kaddor. "Das biologische Ende erreicht uns alle." Darüber häufiger zu sprechen - nicht nur bei äußeren Anlässen - könnte auch den oftmals bedenklichen Ton politischer Debatten verändern.

Die UN-Sonderberichterstatterin für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Nazila Ghanea, sprach von "funeral rights" - also Rechten rund um Tod und Gedenken - als Menschenrechten. Ein problematischer Umgang damit zeige sich Tag für Tag: In einer der herausforderndsten Situationen des Lebens würden grundlegende Rechte verletzt. Es brauche Instrumente, um sicherzustellen, dass Menschen ihrem Glauben entsprechend bestattet werden beziehungsweise um ihre Toten trauern könnten - und um Verstöße zu ahnden.

Der Umgang mit den Toten sagt nach Worten von Renovabis-Hauptgeschäftsführer Thomas Schwartz auch immer etwas darüber aus, wie eine Gesellschaft das Leben versteht. Dies sei vielerorts in Gefahr, wenn etwa Friedhöfe zerstört, Gräber geschändet oder Bestattungsrituale verboten würden. Im Zusammenhang mit Flucht und Krieg fänden viele Menschen nicht einmal ein Grab.

Bernd Hirschberger von Justitia et Pax nannte Beispiele für Verfolgung über den Tod hinaus: So seien in China traditionelle Friedhöfe uigurischer Muslime auf staatliche Anordnung zerstört worden. Hierzulande wiederum stelle sich beispielsweise die Frage, wie sich die Gesellschaft um Menschen kümmere, die allein gestorben seien: Rund 1.000 Menschen würden inzwischen jährlich "von Amts wegen" beigesetzt, weil sich keine Angehörigen kümmern könnten oder wollten.

15. April 2026 17:31

1,5 Milliarden Euro für den Sudan - aber noch keine Feuerpause

Berlin (KNA) Der kriegsversehrte Sudan wird künftig deutlich mehr finanzielle Unterstützung erhalten. Zum Ende der Geberkonferenz in Berlin am Mittwochabend gab es Zusagen in Höhe von mehr als 1,5 Milliarden Euro, im vergangenen Jahr waren es insgesamt rund 800 Millionen Euro. Auch Deutschlan ...

Berlin (KNA) Der kriegsversehrte Sudan wird künftig deutlich mehr finanzielle Unterstützung erhalten. Zum Ende der Geberkonferenz in Berlin am Mittwochabend gab es Zusagen in Höhe von mehr als 1,5 Milliarden Euro, im vergangenen Jahr waren es insgesamt rund 800 Millionen Euro. Auch Deutschland erhöhte seinen Anteil für die humanitäre Hilfe deutlich von rund 157 Millionen Euro auf nun 212 Millionen Euro.

Zuvor hatte Außenminister Johann Wadephul (CDU) eindrücklich um Unterstützung für den afrikanischen Binnenstaat geworben. "Der Krieg geht die Welt an", sagte Wadephul und betonte: "Hinter jeder Zahl steht ein Mensch." Sie alle hätten Namen und Pläne für ihre Zukunft gemacht, die nun zerstört seien. "Wir alle teilen die humanitäre Verantwortung", so Wadephul weiter.

Im Sudan sind bis zu 15 Millionen Menschen vertrieben, zwei von drei Sudanesen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Schätzungen zufolge sind mittlerweile Hunderttausende Menschen in dem Krieg gestorben, der am 15. April 2023 begann. Vor allem Mädchen und Frauen werden Opfer gezielter sexueller Gewalt. Die Vereinten Nationen sprechen von der größten humanitären Krise der Welt.

Die deutlich höheren Zusagen für humanitäre Hilfe bezeichnete der Generalsekretär der Nichtregierungsorganisation "Help - Hilfe zur Selbsthilfe", Thorsten Klose-Zuber, als Erfolg. Zudem sei eindringlich auf die Notlage der Bevölkerung aufmerksam gemacht worden. "Das war eine deutliche Botschaft", sagte er der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Die Hilfe müsse aber auch ankommen, mahnen Helfer. "Im Sudan sterben Menschen nicht nur an Bomben, sondern auch daran, dass Hilfe weiter blockiert wird", sagte Sarah Meschenmoser, Leiterin der politischen Abteilung von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland. Hunderttausende Menschen im Sudan müssten aktuell ohne jede Art von Hilfe auskommen. Es brauche mehr als "wohlklingende Versprechen".

Deshalb, so die deutliche Forderung, müsse der Druck auf die Kriegsparteien erhöht werden. Im Sudan kämpfen seit drei Jahren die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) und die sudanesischen Streitkräfte sowie verbündete Milizen auf beiden Seiten um die Vorherrschaft. Ziel müsse nun eine Feuerpause sein, sagte Wadephul. "All jene, die Einfluss haben, das Morden und Sterben zu beenden, sind politisch und moralisch aufgefordert, diesen Einfluss auch auszuüben." Unter den Konferenzteilnehmern waren mit den Vereinigten Arabischen Emiraten auch Staaten, die die Konfliktgeber etwa mit Waffenlieferungen unterstützen.

Erstmals hatten sich auch zahlreiche Akteure der sudanesischen Zivilgesellschaft getroffen und ausgetauscht, darunter die Organisation Emergency Response Rooms, die vergangenes Jahr den Alternativen Nobelpreis erhielt. "Trotz ihrer verzweifelten Lage bleiben die Menschen resilient", betonte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk.

Neben Gesprächen hätten sie, so Außenminister Wadephul, auch Wege zu einer zivilen Transition erarbeitet. Das sei ein wichtiger Schritt. Er drücke den unmissverständlichen Wunsch der Sudanesinnen und Sudanesen auf allen Seiten des Konfliktes nach Frieden aus.

15. April 2026 16:39

Religionsbeauftragter: In schnelllebiger Zeit braucht es Rituale

München (KNA) Wenn Menschen ihre Toten bestatten und an sie erinnern, verändert sich etwas in ihnen: Das betont der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Thomas Rachel. Daher sei es wichtig, gerade in einer schnelllebigen Zeit an tröstlichen Ritualen fes ...

München (KNA) Wenn Menschen ihre Toten bestatten und an sie erinnern, verändert sich etwas in ihnen: Das betont der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Thomas Rachel. Daher sei es wichtig, gerade in einer schnelllebigen Zeit an tröstlichen Ritualen festzuhalten, sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend bei einer Veranstaltung der Hilfswerke Renovabis und missio Aachen sowie der Deutschen Kommission Justitia et Pax.

Einen Anstieg antisemitischer Grabschändungen auf jüdischen Friedhöfen in Deutschland in den vergangenen Jahren verurteilte Rachel: "Was für eine Schande." Ein angemessener Umgang mit Verstorbenen sei untrennbar mit dem Menschenrecht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit verbunden: "Verstorbene sind kein Müll, der einfach entsorgt oder gar weggeschmissen werden kann." Die Menschenwürde gelte vielmehr über das Lebensende hinaus. Es gelte, dieses Thema aus einem gewissen Schattendasein zu lösen.

15. April 2026 15:47

Wadephul: Krieg im Sudan geht die Welt an

Berlin (KNA) Auf die Kriegsparteien im Sudan muss nach Ansicht von Außenminister Johann Wadephul (CDU) mehr internationaler Druck ausgeübt werden. "All jene, die Einfluss haben, das Morden und Sterben zu beenden, sind politisch und moralisch aufgefordert, diesen Einfluss auch auszuüben", sagt ...

Berlin (KNA) Auf die Kriegsparteien im Sudan muss nach Ansicht von Außenminister Johann Wadephul (CDU) mehr internationaler Druck ausgeübt werden. "All jene, die Einfluss haben, das Morden und Sterben zu beenden, sind politisch und moralisch aufgefordert, diesen Einfluss auch auszuüben", sagte Wadephul anlässlich der Geberkonferenz am Mittwochnachmittag in Berlin. Das gelte insbesondere für die Kräfte, die den einzelnen Kriegsparteien nahe stünden. "Der Krieg geht die Welt an", so Wadephul weiter. Es müsse endlich eine Waffenruhe erreicht werden.

An der Geberkonferenz hatten am Mittwoch 61 Delegationen teilgenommen. Unter den Teilnehmern waren etwa mit den Vereinigten Arabischen Emiraten auch Staaten, die den Hauptkriegsparteien, den paramilitärischen Rapid Support Forces und den sudanischen Streitkräften, nahe stehen und diese teilweise sogar mit Waffen beliefern.

Hauptziel des Treffens war es, finanzielle Hilfe einzuwerben. Deutschland stellt 212 Millionen Euro für humanitäre Hilfe bereit. Insgesamt werden für dieses Jahr 2,2 Milliarden US-Dollar benötigt. Am Nachmittag habe es bereits, so Wadephul, Zusagen für mehr als 1,3 Milliarden Euro gegeben - im vergangenen Jahr waren es insgesamt rund 800 Millionen Euro. Das sei ein gutes Zeichen. Er betonte allerdings auch: Die Kriegsparteien stünden in der Pflicht, Hilfsorganisationen vollständigen, sicheren und ungehinderten Zugang zu den Menschen zu ermöglichen.

Als wichtig bezeichnete Wadephul darüber hinaus die Teilnahme der sudanesischen Zivilgesellschaft. Viele Akteure hätten sich erstmals in Berlin getroffen. Trotz Differenzen hätten sie Wege zu einer zivilen Transition erarbeitet. Das sei ein wichtiger Schritt. Er drücke den unmissverständlichen Wunsch der Sudanesinnen und Sudanesen auf allen Seiten des Konfliktes nach Frieden aus.

15. April 2026 15:01

Caritas verweist bei Abtreibung auf Recht zur Selbstbestimmung

Berlin (KNA) Die Caritas hat darauf hingewiesen, dass rund 85 Prozent aller in Deutschland durchgeführten Abtreibungen ambulant in Arztpraxen oder OP-Zentren stattfinden. Lediglich 13 Prozent nähmen Ärzte in Krankenhäusern vor, erklärte der Verband am Mittwoch in einer Stellungnahme bei ein ...

Berlin (KNA) Die Caritas hat darauf hingewiesen, dass rund 85 Prozent aller in Deutschland durchgeführten Abtreibungen ambulant in Arztpraxen oder OP-Zentren stattfinden. Lediglich 13 Prozent nähmen Ärzte in Krankenhäusern vor, erklärte der Verband am Mittwoch in einer Stellungnahme bei einer Anhörung im Bundestag. Es greife deshalb zu kurz, die Versorgungslage für Schwangerschaftsabbrüche vorrangig über Krankenhäuser zu definieren.

Bei den Prozentzahlen bezog sich die Caritas auf Angaben des Statistischen Bundesamtes. Die Anhörung fand zu einem von den Grünen eingebrachten Antrag statt, bei dem es um eine Sicherung der Versorgung von Schwangerschaftsabbrüchen geht.

Hintergrund für den Antrag der Grünen ist eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie zur Versorgung von ungewollt Schwangeren. Die sogenannte Elsa-Studie wird allerdings unterschiedlich interpretiert.

Unter anderem geht es um die Frage, ob ein Fahrweg mit dem Auto von mehr als 40 Minuten zu einer Einrichtung, die einen Abbruch durchführt, zumutbar ist oder nicht. Ein weiterer Hintergrund sind Krankenhausfusionen und die Übernahmen von Krankenhäusern in Lippstadt und Flensburg durch katholische Träger. In katholischen Krankenhäusern werden - außer bei medizinischer Indikation oder wenn Gefahr für Leib und Leben der Schwangeren besteht - keine Abtreibungen vorgenommen.

Marcel Bieniek vom Deutschen Caritasverband erklärte weiter, es sei gesetzlich geregelt, dass niemand verpflichtet werden könne, an einem Schwangerschaftsabbruch mitzuwirken. Zudem verwies er auf das verfassungsrechtlich geschützte kirchliche Selbstbestimmungsrecht. Es fuße auf diesem Recht sowie auf dem Glaubensverständnis, keine Abtreibungen in katholischen Kliniken durchzuführen.

Dagegen sieht der Deutsche Juristinnenbund bei der Versorgungslage bei Abtreibungen sowie bei der Unterstützung von betroffenen Frauen erheblichen Handlungsbedarf. Eine realistische Sicherstellung könne nur durch eine Verpflichtung oder durch relevante Anreize von Krankenhäusern des öffentlichen Gesundheitswesens erfolgen, so Liane Wörner vom Juristinnenbund.

Die Berliner Gynäkologin Mandy Mangler betonte, die Versorgungslage sei regional unterschiedlich. Auch in einer Großstadt wie Berlin gebe es undurchsichtige Strukturen. Ungewollt Schwangere wüssten häufig nicht, wo sie hingehen könnten und wo sie weggeschickt würden. In anderen Regionen sei die Versorgung unzureichend.

Die Abtreibungsfrage ist in Paragraf 218 des Strafgesetzbuches geregelt. Demnach ist ein Schwangerschaftsabbruch rechtswidrig, bleibt aber bis zur zwölften Schwangerschaftswoche straffrei, wenn vor dem Eingriff eine Beratung stattgefunden hat und ein Beratungsschein ausgestellt wurde. Zwischen Beratung und Eingriff müssen mindestens drei Tage vergehen. Jährlich gibt es in Deutschland rund 100.000 Abtreibungen.

15. April 2026 14:48

Bahai-Beauftragter: Druck auf Minderheit wächst durch Iran-Krieg

München (KNA) Der Druck auf die Minderheit der Bahai wächst seit dem US-Angriff auf den Iran: Das berichtet Jascha Noltenius, Beauftragter für auswärtige Angelegenheiten der Gemeinde in Deutschland. "Wir merken Krisenzeiten sehr deutlich", sagte Noltenius am Mittwoch bei einer Veranstaltung ...

München (KNA) Der Druck auf die Minderheit der Bahai wächst seit dem US-Angriff auf den Iran: Das berichtet Jascha Noltenius, Beauftragter für auswärtige Angelegenheiten der Gemeinde in Deutschland. "Wir merken Krisenzeiten sehr deutlich", sagte Noltenius am Mittwoch bei einer Veranstaltung der Hilfswerke Renovabis und missio Aachen sowie der Deutschen Kommission Justitia et Pax. Religiöse Minderheiten und insbesondere die Bahai würden zu Sündenböcken gemacht, die alltägliche Verfolgung nehme sofort zu.

Grundsätzlich hätten die Bahai als größte nichtislamische Minderheit des Iran keinerlei Rechte, erklärte der Experte. Derzeit stünden zwei junge Bahai in großer Gefahr, hingerichtet zu werden.

Seit Jahrzehnten gebe es eine strukturelle Diskriminierung in allen Lebensbereichen. So seien Friedhöfe von Bahai landesweit beschlagnahmt, Gräber planiert und in anderen Fällen geschändet worden: "Das Gedenken soll ausgelöscht und langfristig nicht an unsere Gemeinde erinnert werden", beklagte Noltenius. "Die Verweigerung einer würdigen Bestattung bedroht die kulturelle Existenz einer Gemeinschaft und verstößt massiv gegen die Religionsfreiheit."

Die Bahai-Religion wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in Persien gestiftet. Das Bahaitum, aus dem schiitischen Islam hervorgegangen, versteht sich als jüngste monotheistische Offenbarungsreligion und vertritt die Idee der Einheit der Menschheit. Alleinvertretungs- und Absolutheitsansprüche werden abgelehnt. Aufgabe der Religionen in der heutigen Zeit sei es, Frieden und Verständigung zu stiften.

Heute zählt die Gemeinschaft rund sechs Millionen Anhänger weltweit. Das geistige Zentrum befindet sich in Haifa in Israel, in Deutschland leben rund 6.000 Bahai. In ihrem Ursprungsland Iran bilden die Bahai die größte religiöse Minderheit, die dort seit 1983 als Religionsgemeinschaft verboten ist.

Erzbistumsfinder

Mit dem neuen „Erzbistumsfinder“ sehen Sie die Vielfalt aller katholischer Einrichtungen im Erzbistum Paderborn auf einen Blick – ob Pfarrbüros, Kirchen, Jugendstätten, Schulen, Bildungshäuser, Bibliotheken, Beratungszentren, Krankenhäuser, Orden und Konvente oder Kunst- und Kulturstätten – immer samt Kontaktmöglichkeiten.

© Erzbistum Paderborn
© Erzbistum Paderborn
Kontakt
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0