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Katholikentag 2028 in Paderborn

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
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Katholikentag 2026 in Würzburg

 

Infos zu Anmeldung und Kartenkauf

 

Überblick über Würzburg© canadastock / Shutterstock.com
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Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung

© Erzbistum Paderborn
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Kinderwallfahrt 2026

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

© Jasmin Lobert / Erzbistum Paderborn
15.05.2026

Jung. Engagiert. Unverzichtbar. – Helfen beim Katholikentag

Rund 100 junge Menschen aus dem Südsauerland sind beim 104. Deutschen Katholikentag als Helferinnen und Helfer im Einsatz. Dort erleben sie Kirche als Ort der Gemeinschaft und der Begegnung.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
15.05.2026

Alte Pfarrkirche, stolze Bürgerkirche, lebendige Marktkirche und jetzt auch Wallfahrtskirche

Maria ist weitergezogen: St. Aegidius in Wiedenbrück hat im Jahr 2024 von der Franziskanerkirche St. Marien die Marienwallfahrt übernommen
© LuckyNova / Shutterstock.com
13.05.2026

Trost – wie finde ich ihn? Wie hilft Glaube?

Neue Themenseite „Trost - Umgang mit Trauer und Tod“: Wirken Sie mit und teilen Sie Ihre Erfahrungen.
© Maximilian Gödecke / Renovabis
11.05.2026

Über die Pfingstkollekte zu mehr Freundschaft in Europa beitragen – eine Reportage

Mehr als 100.000 Menschen flohen 2023 aus Bergkarabach nach Armenien. Eine Reportage im Rahmen der Renovabis-Pfingstaktion 2026 erzählt von Menschen, die alles verloren haben und dennoch Hoffnung schöpfen.
Junger Mann lächelt in Kamera © YOUPAX / Erzbistum Paderborn
09.05.2026

Zwischen wissenschaftlichen Beweisen und Staunen über Gott

Marc studiert Mathe. Er sagt: „An einem gewissen Punkt kann der Mensch nur noch staunen“
© Torychemistry / Shutterstock.com
07.05.2026

Glaube wird handfest

Da wird geknotet, gegraben, gesungen und gelaufen. Annkathrin Taddays WDR-Morgenandachten bleiben nah am Alltag. Es geht um Schmerz, Durchhalten und Miteinander. Nichts ist glatt, alles hat Erde, Schweiß und Stimme. Glaube wird handfest, als Knoten, Dreck und Atem bis zum Ziel.

Unsere Nachrichten

© Dirk Lankowski / Erzbistum Paderborn
15.05.2026

Erzbischof spricht beim Katholikentag über die Kirche der Zukunft

Beim Katholikentag in Würzburg sprach Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz über die Zukunft der Kirche im Erzbistum Paderborn und die schwierige Lage der Christen im Nahen Osten.
© canadastock / Shutterstock.com
13.05.2026

Erzbistum Paderborn beim Katholikentag in Würzburg vielfältig vertreten

Mit dem Deutschen Katholikentag hat in Würzburg eines der größten Treffen der katholischen Kirche in diesem Jahr begonnen. Viele Engagierte aus dem Erzbistum Paderborn sind dabei – und sammeln Ideen und Eindrücke für den Katholikentag 2028 in Paderborn.
© Erzbistum Paderborn
13.05.2026

„Wir verstehen uns – wir teilen unseren Glauben“

Weihbischof Josef Holtkotte feiert in der Domkrypta mit über 50 gehörlosen Menschen einen Dankgottesdienst zu deren Jubelkommunion
© Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn
12.05.2026

„Ihr seid Zeugen durch euer Bleiben“

Elf Priester feiern mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz ihr 40-jähriges Weihejubiläum
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
12.05.2026

Den Weg des Priesters gehen

Priesterweihe von Viktor Schefer aus Delbrück am 23. Mai 2026 / Biografisches / Was ist dem zukünftigen Priester des Erzbistums Paderborn wichtig?
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
11.05.2026

Gemeinsam beten, singen, hören und feiern als Freunde Jesu

Ökumenischer Vespergottesdienst in St. Martin in Bad Lippspringe macht Gemeinschaft verschiedener Konfessionen erfahrbar und sichtbar

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Katholische Landvolkshochschule Hardehausen: Ein Ort zwischen Bildung, Natur und Gemeinschaft

Seit mehr als 19 Jahren begleitet Stephan Kreye Menschen in der Familien- und Erwachsenenbildung in Hardehausen. Im Video gibt er Einblicke in seine Arbeit, erzählt von besonderen Erfahrungen und zeigt, was die Landvolkshochschule für ihn zu einem ganz besonderen Ort macht.

Taizé - Wo junge Menschen zu Gott finden

Taizé ist für viele junge Menschen mehr als nur ein Ort – es ist ein Raum für Stille, Begegnung und echtes Gebet. In diesem Video nehmen wir dich mit nach Taizé und zeigen, warum gerade hier so viele junge Leute ihren Zugang zu Gott neu entdecken.

Schöpfungsgeschichte einfach erklärt: Wie hat Gott die Welt erschaffen?

Was ist die Schöpfungsgeschichte? Wie hat Gott die Welt erschaffen? Und was bedeutet das für uns heute? Dieses Video erklärt die biblische Schöpfungsgeschichte einfach und verständlich – für Kinder und für alle, die mehr über die Erschaffung der Welt erfahren möchten.

KNA Newsticker

15. Mai 2026 19:20

Klöckner: Kirche muss Halt geben und ist keine weitere NGO

Würzburg/Bonn (KNA) Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat am Rande des Katholikentages in Würzburg die Kirche dazu aufgerufen, sich stärker auf die Vermittlung des Glaubens und existenzielle gesellschaftliche Fragen zu konzentrieren. "Wenn ich eine Stellungnahme zu einem Tempolimit von 1 ...

Würzburg/Bonn (KNA) Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat am Rande des Katholikentages in Würzburg die Kirche dazu aufgerufen, sich stärker auf die Vermittlung des Glaubens und existenzielle gesellschaftliche Fragen zu konzentrieren. "Wenn ich eine Stellungnahme zu einem Tempolimit von 120 von der Kirche bekomme, dann kann sie das natürlich tun. Aber das wird die Menschen nicht in die Kirche bringen. Sie muss sicherlich mehr bieten", sagte Klöckner im Fernsehsender Phoenix.

Es gehe auch darum, dass man als gläubiger Christ im Gottesdienst angesprochen werde, "von Predigten, die nicht auf der Meta-Ebene sind, sondern die wirklich ins Hier und Jetzt übersetzt werden und mir auch immer die Transzendenz, den Glauben und auch die Hoffnung mitpräsentieren", so die CDU-Politikerin, die selbst katholische Theologie studiert hat. Kirche müsse sich zudem in Fragen einmischen, die über tagesaktuelle Themen hinauswiesen, etwa beim gesellschaftlichen Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen. "Was sagen wir den Menschen, die eben anders als die Norm sind? Da will ich die Kirche hören. Und da ist sie mir manchmal zu leise."

In Zeiten von Krisen und Kriegen wie auch wachsender Unsicherheit könne Kirche Orientierung geben. "Die Relevanz ist gerade bei Kirchen die, dass sie über den Alltag hinausweist, dass sie eben nicht eine innerweltliche Gruppierung, eine weitere NGO ist", so Klöckner. Bei den Kirchen gehe es um das Thema Hoffnung, um das Menschsein und das Zusammenleben in einer Gesellschaft.

Kritisch setzte sich Klöckner mit dem Zeitgeist auseinander, der kirchliche Feiertage oft nur als eine weitere Form von Freizeit ansehe. "Wenn ich keinen Bezug mehr dazu habe und nur noch irgendwie Kulturchrist bin, dann darf ich mich nicht wundern, wenn vieles auch erodiert."

Dass zum Kirchentag keine AfD-Politiker eingeladen wurden, wollte Klöckner nicht kommentieren, meinte aber: "Es gibt durchaus Positionen bei der AfD, die ich schwierig finde, mit dem christlichen Menschenbild zu vereinen."

15. Mai 2026 19:08

Jewrovision wird zum Festival jüdischer Hoffnung - Badener siegen

Stuttgart/Berlin (KNA) Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat jüdische Jugendliche ermutigt, ihren Platz in der Gesellschaft lautstark und selbstbewusst einzufordern. "Der gesellschaftliche Gegenwind weht uns spürbar rauer ins Gesicht", sagte Schuster am F ...

Stuttgart/Berlin (KNA) Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat jüdische Jugendliche ermutigt, ihren Platz in der Gesellschaft lautstark und selbstbewusst einzufordern. "Der gesellschaftliche Gegenwind weht uns spürbar rauer ins Gesicht", sagte Schuster am Freitag beim Jewrovision in Stuttgart, dem größten jüdischen Gesangs- und Tanzwettbewerb Europas. In solchen Momenten sei die Verlockung groß, sich zurückzuziehen und unsichtbar zu machen. Schuster: "Wir verstecken uns nicht. Im Gegenteil: Ihr greift heute Abend zum Mikrofon, um euren verdienten Platz in der Mitte der Gesellschaft lautstark einzunehmen."

Den diesjährigen Jewrovision, der sich am Vorbild des Eurovision Song Contest (ESC) orientiert und vom Zentralrat ausgerichtet wird, gewann aus dessen Landesverband Baden das Jugendzentrum JuJuBa. In der Messe Stuttgart setzte sich die Gruppe gegen zwölf weitere jüdische Jugendzentren aus ganz Deutschland durch. "Mit ihrer mitreißenden Performance zu 'We Ride On' widmeten sie sich dem Thema der gemeinsamen Reise ins Licht und der unerschütterlichen jüdischen Einheit", heißt es in der Mitteilung des Zentralrats.

Auf den Plätzen zwei und drei prämierte eine prominent besetzte Jury die Jugendzentren Olam Berlin sowie We.Zair Westfalia des Landesverbands Westfalen-Lippe. Der Preis für das beste Video ging an das Jugendzentrum Neschama München. Die Auszeichnung für den besten Text teilten sich die Jugendzentren Jachad Köln & Kavanah Aachen und die Jugendzentren Emet Nürnberg feat. Am Echad Bayern. Den Preis für den besten Gesang sicherte sich der Gewinner, das Jugendzentrum JuJuBa. Der Preis für die beste Performance wurde an We.Zair Westfalia übergeben, während Amichai Frankfurt für das beste Bühnenbild prämiert wurde.

Unter dem Motto "Voices of Hope" feierten die Kinder und Jugendlichen laut Angaben die größte Jewrovision ihrer Geschichte mit rund 1.200 Anwesenden. "Die Bühne wurde zum Ort, an dem die geballte Energie und Dynamik der jüdischen Jugend spürbar wurde", so der Zentralrat. "Die Botschaft dieses Abends war unmissverständlich: Die jüdische Jugend versteckt sich nicht. Sie schöpft aus der Hoffnung den mitreißenden Antrieb, ihre Zukunft aktiv und selbstbestimmt zu gestalten."

Schirmherren der Jewrovision 2026 sind Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU), der Ministerpräsident von Baden-Württemberg a.D. Winfried Kretschmann (Grüne) und Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU).

15. Mai 2026 18:26

Theologe: Bischöfe bei Segnung homosexueller Paare auf Linie mit Rom

München (KNA) Der Theologe Jochen Sautermeister sieht in der Handreichung der deutschen katholischen Bischöfe zur Segnung homosexueller Paare keinen Widerspruch zu der vom Vatikan vorgegebenen Linie. Die Handreichung sei "keine offizielle Einführung eines feierlichen Segensritus", sagte er de ...

München (KNA) Der Theologe Jochen Sautermeister sieht in der Handreichung der deutschen katholischen Bischöfe zur Segnung homosexueller Paare keinen Widerspruch zu der vom Vatikan vorgegebenen Linie. Die Handreichung sei "keine offizielle Einführung eines feierlichen Segensritus", sagte er der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag). Sondern das von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken im April 2025 herausgegebene Dokument gebe lediglich Empfehlungen "für eine situativ angemessene Gestaltung von Segnungen".

Auch das Schreiben "Fiducia supplicans" des vatikanischen Glaubenspräfekten Víctor Fernández von Dezember 2023 verbinde solche Segnungen mit Fürbitte und Gebet und empfehle, Elemente der Volksfrömmigkeit zu berücksichtigen, betonte Sautermeister, der an der Universität Bonn Moraltheologie lehrt.

Da die Segnungen kein formaler Ritus seien und nicht in liturgischen Büchern reguliert würden, wolle Rom, dass die geweihten Amtsträger entsprechend ausgebildet werden, um solche Segnungen kompetent und angemessen durchzuführen. "Genau das wird ja auch mit der deutschen Handreichung beabsichtigt: Orientierung und Qualitätssicherung, damit die Segnung auf die Situation des Paares eingeht und sich klar von einer liturgischen Feier unterscheidet."

Es werde in der Handreichung kein Ritual festgeschrieben und keine feste Form definiert. "Außerdem ist kein Seelsorger zu einer Segnung verpflichtet, wenn er das mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann."

Papst Leo XIV. habe die Geltung von "Fiducia supplicans", das noch aus der Amtszeit seines Vorgängers Franziskus stammt, bekräftigt, unterstrich Sautermeister. "Beim Segen für Homosexuelle gibt es aus meiner Sicht kein Zurück. Darum hat Rom seine Gesprächsbereitschaft signalisiert."

"Fiducia supplicans" erlaubt Segnungen homosexueller Paare nur im außerliturgischen Rahmen. Der Segen soll demnach nur wenige Sekunden dauern und nicht den Eindruck einer kirchlichen Eheschließung erwecken. Demgegenüber enthält die deutsche Handreichung auch feierliche Elemente wie Gesang und Gebet.

Nachdem der Münchner Kardinal Reinhard Marx die Umsetzung der Segensfeiern in seinem Erzbistum empfohlen hatte, erklärte der Papst auf dem Rückflug von seiner Afrikareise im April: "Der Heilige Stuhl hat deutlich gemacht, dass wir mit der formellen Segnung von Paaren - in diesem Fall homosexuellen Paaren oder Paaren in irregulären Lebenssituationen - nicht einverstanden sind."

15. Mai 2026 16:59

Kardinal Marx: Kirche muss westliche Moderne heute mit verteidigen

Würzburg (KNA) Die Kirche als Verteidigerin der Demokratie - mit Blick auf die Geschichte findet Kardinal Reinhard Marx das "schon verrückt". Über Jahrhunderte habe sich die Kirche mühsam daran abgearbeitet, so der Erzbischof von München und Freising beim Katholikentag in Würzburg: "Und je ...

Würzburg (KNA) Die Kirche als Verteidigerin der Demokratie - mit Blick auf die Geschichte findet Kardinal Reinhard Marx das "schon verrückt". Über Jahrhunderte habe sich die Kirche mühsam daran abgearbeitet, so der Erzbischof von München und Freising beim Katholikentag in Würzburg: "Und jetzt sind wir auf der Seite derer, die die westliche Moderne verteidigen müssen." Zugleich versicherte er: "Wir bleiben an der richtigen Stelle."

Die Münsteraner Sozialethikerin Marianne Heimbach-Steins wies unter dem Gelächter des Publikums darauf hin, dass die Kirche selbst trotz aller Fortschritte in Sachen Demokratie immer noch eine "Großbaustelle" sei. Vor allem aber müsse sich die Gesellschaft insgesamt neu darüber verständigen, was Demokratie bedeutet: "Was wollen wir verteidigen? Wie wollen wir ein gutes politisches Zusammenleben für die Zukunft gestalten?"

Die früher für selbstverständlich gehaltene Allianz der Kirchen mit den C-Parteien sei schon seit den 1990er Jahren nicht mehr selbstverständlich, fügte die Sozialethikerin hinzu. Heute sei klar, dass das ernsthafte Vertreten von Positionen, die im biblischen Gottesglauben verankert sind, unterschiedliche politische Konsequenzen haben könne - "aber nicht beliebige". Diese im Detail zu definieren, sei dann Sache der Parteien.

"Wir können nicht sagen, was Gott denkt", ergänzte Marx: "Aber wir können sagen, was vom Evangelium her nochmals aufgerufen werden soll". Denn wenn sich Kirche in die Politik einmische, müsse sie deutlich machen, über welche Fragen intensiver nachgedacht werden müsse. Kirche müsse insbesondere ethische Perspektiven einbringen, die sonst unter den Tisch fallen würden.

15. Mai 2026 16:45

Julia Klöckner: Bundestag hat viel Toleranz für queere Menschen

Würzburg (KNA) Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat den Abgeordneten des Parlaments viel Verständnis für queere Menschen bescheinigt. Beim Katholikentag in Würzburg sagte sie am Freitag: "Ich kenne keinen - und wenn's einen gibt, dann hat es Konsequenzen, der gegenüber queeren Mensche ...

Würzburg (KNA) Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat den Abgeordneten des Parlaments viel Verständnis für queere Menschen bescheinigt. Beim Katholikentag in Würzburg sagte sie am Freitag: "Ich kenne keinen - und wenn's einen gibt, dann hat es Konsequenzen, der gegenüber queeren Menschen diskriminierend wäre."

Die CDU-Politikerin wehrte sich zugleich gegen den Vorwurf, feindlich gegenüber sexuellen Minderheiten zu sein, weil sie zum Christopher-Street-Day im Juli keine Regenbogenfahne auf dem Reichstagsgebäude zulässt. "Weil ich die nicht hisse, wird mir Homophobie vorgeworfen." Das, was andere für sich beanspruchten, nämlich nicht diskriminiert zu werden, "das erwarte ich dann umgekehrt auch."

Im Gespräch mit Marc Frings, dem Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), ergänzte Klöckner: "Ich hisse sie morgen, aber nicht auf Bestellung. (...) Sonst hätte ja auch der Katholikentag sich eine Fahne jetzt bestellen können." Wie im vergangenen Jahr soll am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit, die Fahne am Bundestag zu sehen sein. Zudem ist es auch der Jahrestag des Gesetzes zur Rehabilitierung homosexueller Opfer der NS-Justiz, das der Bundestag am 17. Mai 2002 beschloss.

Mit dem englischen Wort queer bezeichnen sich Menschen, die nicht heterosexuell sind oder deren geschlechtliche Identität nicht mit gesellschaftlichen Rollenbildern übereinstimmt. Unter ihnen sind Personen mit gleichgeschlechtlicher Orientierung die wohl größte Gruppe.

15. Mai 2026 16:23

Pfiffe und Applaus für Merz - Der dritte Tag beim Katholikentag

Würzburg (KNA) Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist beim Katholikentag in Würzburg auf Protest gestoßen. Klimaaktivisten störten mehrfach sein Gespräch mit jungen Menschen, für das er am Ende aber auch viel Applaus bekam. Jugendvertreter forderten den Kanzler auf, junge Menschen stärker ...

Würzburg (KNA) Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist beim Katholikentag in Würzburg auf Protest gestoßen. Klimaaktivisten störten mehrfach sein Gespräch mit jungen Menschen, für das er am Ende aber auch viel Applaus bekam. Jugendvertreter forderten den Kanzler auf, junge Menschen stärker an politischen Entscheidungen zu beteiligen und sie nicht als faul zu bezeichnen.

"In meiner Partei hat noch niemand gesagt, dass die Menschen in Deutschland faul sind", entgegnete Merz. Er räumte aber ein: "Ich weiß, dass ich in meiner Kommunikation etwas verbessern muss." Die Bundesregierung gebe nicht das beste Bild ab: "Vielleicht streiten wir im Augenblick zu viel und bringen zu wenig Ergebnisse."

Der CDU-Vorsitzende warb vor rund 1.000 Zuhörenden dafür, dass mehr junge Menschen in Parteien der politischen Mitte eintreten und sich in der Kommunalpolitik engagieren sollten.

Großen Applaus im Saal gab es vor allem für Forderungen nach mehr Klimaschutz. Auf die Frage, ob Merz den Mut habe, Deutschland zum Vorreiter beim Klimaschutz zu machen, antwortete er: "Ja, mit Technologie und nicht mit Verboten."

Vor dem Veranstaltungssaal kamen nach Polizeiangaben rund 600 Demonstrierende zu einer Kundgebung zusammen. Die Organisatoren warfen Merz vor, die Anliegen junger Menschen zu ignorieren.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, verteidigte im ZDF-Morgenmagazin die Nicht-Einladung von AfD-Vertretern zum Katholikentag. Die Kirche stehe für Schwächere, Bedrängte und Menschen in Not ein, sagte er. Öffentlich geäußerte Parolen könnten nicht geduldet werden: "Das erinnert uns an die dunkelste Vergangenheit."

Die Botschaft des Katholikentags - der Bibelvers "Hab Mut, steh auf!" - richte sich an alle Menschen, fügte Wilmer hinzu. In Deutschland gehe es derzeit darum, nicht in Jammern oder Hysterie zu verfallen, sondern zusammenzustehen und "den Rücken gerade zu machen, vor allem, wenn Menschen bedrängt werden, wenn Minderheiten in die Ecke gedrängt werden". Dazu gehöre auch, sich von Ängsten nicht lähmen zu lassen.

Der Limburger katholische Bischof Georg Bätzing erwartet tiefgreifende Veränderungen der religiösen Praxis durch Künstliche Intelligenz. "Wir sind uns der Dimensionen, die KI auf Glaubensweisen und Glaubensformen haben wird, noch überhaupt nicht bewusst", sagte der frühere Vorsitzende der Bischofskonferenz. Er sprach sich auch für mehr Frauen in Führungspositionen der Kirche aus. Allerdings werde damit die Diskussion um Priesterinnen nicht zu Ende sein, fügte er hinzu.

Der Bischof von Speyer, Karl-Heinz Wiesemann (65), beeindruckte viele Teilnehmer des Katholikentags, als er in einer Veranstaltung mit Harald Schmidt offen über seine Depressionen sprach. Auslöser waren, wie er schilderte, auch ein hohes Ideal als Priester und Bischof und eine ständige Überforderung. Schon länger habe er gemerkt, dass ihm der Missbrauchsskandal, die Krise der Kirche und das Verschwinden der traditionellen Kirchlichkeit zusetzten.

Wiesemann kritisierte, in Kirche und Gesellschaft herrsche ein Drang zu Perfektionierung und Selbstoptimierung. Kirche könne mit ihrem Gottesbild dazu beitragen, dass die Menschen Begrenztheiten und Endlichkeit annehmen könnten. "Ich habe gelernt, mit Ohnmachtserfahrungen umzugehen, Hilfe anzunehmen und mich auf das Positive, auf das Schöne in der Welt zu konzentrieren."

Um sehr persönliche Erfahrungen ging es auch bei einem "Mut-Mach-Gottesdienst" für Familien: Der Fuldaer Bischof Michael Gerber erzählte, wie ihm ein kleiner Kauz während seiner Krebserkrankung Mut gemacht habe. Und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner sprach über Gott und die Menschenwürde als Gegengewicht zu problematischen Entwicklungen in den Sozialen Medien.

Der Missbrauchsbeauftragte der Bischofskonferenz, Bischof Helmut Dieser, rief dazu auf, sich gegen unangemessene Fragen von Priestern bei der Beichte zu wehren. Er nannte es "erschütternd", wenn Erwachsene und sogar Kinder dort nach intimen Themen rund um die Sexualität befragt würden.

Militärexperte Carlo Masala lobte die Rolle der Kirchen bei den Bemühungen um Frieden in der Welt. Gerade Papst Leo XIV. spiele mit seinen Friedensappellen eine wichtige Rolle. Militärbischof Franz-Josef Overbeck plädierte für eine Wehrpflicht für Männer und Frauen, verbunden mit der Möglichkeit, einen zivilen Alternativdienst zu wählen.

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx wandte sich gegen Tendenzen, das Thema Abtreibung zum Brennpunkt eines innerkirchlichen Lagerkampfes zu machen. Der Schutz menschlichen Lebens von Anfang bis Ende sei "für uns als Kirche essenziell", betonte er: "Wir wissen aber als Kirche, dass wir das ungeborene Leben nur mit den Frauen und nicht gegen sie schützen können."

Bei anderen Diskussionsrunden ging es unter anderem um Kirchenreformen und um das Miteinander der Religionen. Zum Programm gehörten auch ein Mitmachzirkus, eine spirituelle Weinwanderung, Gespräche mit einem Astronauten sowie ein "Headbanger-Gottesdienst" für Heavy-Metal-Fans. Völlig überfüllt war eine Bibelarbeit mit dem Ordensmann und Bestsellerautor Anselm Grün im Dom.

Das Christentreffen mit zehntausenden Teilnehmern und rund 900 Veranstaltungen endet am Sonntag.

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