Erzbischof Hans-Josef Becker gab im Juni bekannt, dass er den Papst um Entpflichtung von seinen Aufgaben gebeten habe. Dieser Bitte hat der Papst am 1. Oktober stattgegeben. Lesen Sie auf einer Themenseite, was in der Zeit des vakanten Bischofsstuhls geschieht und wie der neue Erzbischof von Paderborn gewählt wird. Außerdem finden Sie auf der Themenseite eine Bildergalerie und alle News rund um den Rücktritt.
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Kirchliche Nachrichten aus Paderborn und Deutschland
Ticker der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA)
Bürgerbegehren gegen Kirchentag in Düsseldorf gescheitert
Düsseldorf (KNA) Ein Bürgerbegehren gegen kommunale Zuschüsse zur Finanzierung des Evangelischen Kirchentags 2027 in Düsseldorf hatte keinen Erfolg. Von den knapp 15.000 benötigten Unterschriften für eine zulässige Abstimmung fehlten fast 4.000, wie eine Stadtsprecherin der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Dienstag in Düsseldorf sagte. Die Landeshauptstadt könne somit am Ratsbeschluss festhalten.
Die mehrtägige Veranstaltung in vier Jahren soll laut Entscheid des Düsseldorfer Stadtrates mit 5,8 Millionen Euro bezuschusst werden. Zusätzlich will das Land Nordrhein-Westfalen den Kirchentag mit sieben Millionen Euro finanziell unterstützen. Darüber hinaus finanziert er sich nach Angaben des Düsseldorfer Stadtdirektors Burkhard Hintzsche (SPD) auch aus einem Zuschuss des Bundes von einer halben Million Euro und der evangelischen Landeskirche von sieben Millionen Euro.
Düsseldorf sehe der Veranstaltung mit Freude entgegen, sagte Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU). "Der evangelische Kirchentag ist ein Event für Menschen aller Religionen und Glaubensrichtungen." Genau wie die Stadt Düsseldorf stehe die Veranstaltung für Offenheit und kulturelle Vielfalt. "Werte, die uns wichtig sind und die wir nach außen tragen und unterstützen möchten", so Keller.
Experten: Freiwilligendienste als Einstieg in soziale Berufe
Berlin (KNA) Der Freiwilligendienst sollte nach Ansicht des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge stärker als möglicher Einstieg in soziale Berufe genutzt werden. Als Forum von Kommunen und Wohlfahrtsorganisationen empfahl der Verein am Dienstag in Berlin, Freiwilligendienste stärker zu fördern. Für Einsatzstellen sowie für den sozialen Sektor böten sie die Gelegenheit, engagierte Menschen anzusprechen und ein attraktives Arbeitsfeld anzubieten.
Die Präsidentin des Vereins, Irme Stetter-Karp, verwies darauf, dass nahezu alle sozialen Berufe von einem eklatanten Mangel an Fach- und Assistenzkräften betroffen seien. Freiwilligendienste böten die Möglichkeit, Fähigkeiten zu erproben und eine Tätigkeit im sozialen Bereich zu erwägen. Allerdings sollten Einsatzstellen der Versuchung widerstehen, Freiwilligendienstleistende als kurzfristige personelle Entlastung zu nutzen.
Ausbildungsstätten für soziale Berufe sollten wiederum die im Dienst erworbenen Kenntnisse berücksichtigen. Stetter-Karp forderte Bund, Länder und Kommunen auf, bestehende Hürden beim Zugang zum Freiwilligendienst abzubauen.
Limburger Generalvikar wegen Aufarbeitungsfehler zurückgetreten
Limburg (KNA) Der Generalvikar des katholischen Bistums Limburg, Wolfgang Rösch (63), ist zurückgetreten, weil er bei der Aufklärung übergriffigen Verhaltens eines Priesters Fehler gemacht hat. Zum neuen Verwaltungschef wurde Domdekan Wolfgang Pax (64) ernannt.
Wie das Bistum am Dienstag mitteilte, hatte Rösch Bischof Georg Bätzing nicht über Vorwürfe gegen den Priester Christof May informiert. Dieser war 2018 zum Leiter des Priesterseminars befördert worden und hatte sich im Juni 2022 das Leben genommen. Bätzing hatte May am Tag davor von allen Ämtern freigestellt, um Vorwürfe übergriffigen Verhaltens prüfen und klären zu können.
Bischof Bätzing, der auch Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz ist, hatte nach Mays Tod einen externen Juristen mit einer Untersuchung beauftragt. "Die Ergebnisse des Juristen liegen jetzt vor und haben mir deutlich gemacht, dass ich Fehler gemacht habe", schrieb Rösch in einem Brief an die Mitarbeitenden des Bistums: "Dafür ziehe ich persönlich Konsequenzen, indem ich um Entpflichtung vom Amt des Generalvikars gebeten habe."
Wie Rösch weiter schrieb, war er 2015 fälschlicherweise davon ausgegangen, dass die Vorwürfe übergriffigen Verhaltens von May gegenüber Erwachsenen gegenstandslos seien: "Damals habe ich ein gemeinsames Gespräch mit einer betroffenen Person und dem Beschuldigten geführt. Das war ein Fehler. Dieses gemeinsame Gespräch konnte der betroffenen Person nicht gerecht werden." Rösch ergänzte: "Ich bitte alle, die durch mein Fehlverhalten getroffen und verletzt sind, um Verzeihung."
Bischof Bätzing hatte May am 8. Juni 2022 von allen Ämtern freigestellt, um Vorwürfe zu prüfen, die mehrere Personen gegen ihn geäußert hatten. Einen Tag danach wurde May tot aufgefunden. Im November teilte das Bistum mit, dass die Vorwürfe sich erhärtet hätten und disziplinarrechtliche Maßnahmen gegen May zur Folge gehabt hätten: "Strafrechtlich wären die Vorwürfe nicht relevant gewesen."
Bischof Bätzing dankte seinem langjährigen Verwaltungschef Rösch für dessen vielfältige Arbeit und erklärte: "Es ist wichtig, dass aus neuen Erkenntnissen auch Konsequenzen gezogen werden. Ich habe Respekt dafür, dass er Verantwortung für sein damals fehlerhaftes Handeln übernimmt." In fast zehn Jahren als Generalvikar habe sich Rösch nachhaltig für einen Kulturwandel in der Kirche starkgemacht.
Der neue Generalvikar Pax stammt aus Bad Iburg im Landkreis Osnabrück. Von 1996 bis 2005 leitete er das Dezernat Jugend im Bischöflichen Ordinariat und war Diözesanjugendpfarrer. 2006 wurde er Dompfarrer in Limburg. 2007 promovierte ihn die Ludwig-Maximilians-Universität in München im Bereich der Wirtschafts- und Organisationspsychologie mit einer Arbeit über "Führung in der Kirche". Seit August 2010 leitet er das Kommissariat der Katholischen Bischöfe in Hessen, die oberste Verbindungsstelle zwischen Kirche und Politik. Pax war zudem vier Jahre bis 2022 Bischofsvikar für den synodalen Bereich und steht seit 5. März 2022 als Domdekan dem Limburger Domkapitel vor.
Thierse kritisiert wechselseitige Ost-West-Pauschalisierungen
Meißen (KNA) Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse hat wechselseitige pauschale Verurteilungen zwischen West- und Ostdeutschen kritisiert. "Diese eigentümliche Reduktion der Ostdeutschen auf Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, auf Jammern, Schimpfen und Klagen - das ärgert mich. Und gerade diejenigen, die sich als Ostdeutsche empfinden, müssten sich ausdrücklich dagegen wehren", sagte er am Montagabend beim "Sachsensofa" der Katholischen und Evangelischen Akademie in Meißen.
Scharf kritisierte Thierse das neue Buch "Der Osten: eine westdeutsche Erfindung" des ostdeutschen Literaturwissenschaftlers Dirk Oschmann, das eine breite Debatte ausgelöst hat. "Was mich bei Oschmann ärgert, ist so eine typische, negative Ossi-Haltung", sagte der SPD-Politiker, der sich selbst als jahrelange "Stimme für Ostdeutschland" in der Politik bezeichnete.
"Ich habe den Eindruck, dass wir Ostdeutschen immer noch so eine Art Rucksack mit uns schleppen, eine Art Minderwertigkeitskomplex gegenüber dem Westen", erläuterte Thierse. "Wir sind ja jeden Abend via Fernsehen in den Westen ausgewandert. Der Westen war immer der Maßstab für uns. Und gegenüber dem Westen waren wir immer die Schlechteren, die Schwächeren, die Zweitklassigen." Das äußere sich bis heute auch darin zu sagen, der Westen sei an allem schuld. "Da sage ich: Umdrehen! Darauf blicken, was haben wir in den 30 Jahren zustande gebracht." Es sei nicht hilfreich, dass man sich "im Ton des Jammerns und des Vorwurfs gegen die anderen richtet".
Ähnlich sieht es die Präsidentin der Synode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Bettina Westfeld: "Mit Pauschalurteilen und -zuschreibungen sind wir noch nie weit gekommen." Sie rief die Ostdeutschen auf, selbstbewusst ihre Stimme im gesamtdeutschen Diskurs zu erheben. "Je mehr Gruppen sich zu Wort melden, umso weiter sind wir im Zusammenwachsen - und da sind wir auf einem guten Weg."
Thierse hob hervor: "Die deutsche Wiedervereinigung ist nicht nur ein politischer, rechtlicher, ökonomischer Prozess, sondern auch ein wesentlich schwierigerer Prozess der Verständigung, der Kommunikation, der Veränderungen von Mentalitäten und Einstellungen und des Selbstverständnisses." Er beobachte vor allem eine West-Ost-Ungleichheit der Sicherheiten und Gewissheiten. Die gegenwärtige massive Umbruchsphase mit Globalisierung, Digitalisierung und anderem treffe in Ostdeutschland auf Menschen, die in den vergangenen 30 Jahren bereits eine dramatische Veränderung zu überstehen hatten: "Und nicht alle waren gleich erfolgreich. Das wirkt nach. Das muss man ernst nehmen, darauf muss man hören, und das muss zur Sprache gebracht werden."
Limburger Generalvikar wegen Aufarbeitungsfehler zurückgetreten
Limburg (KNA) Der Generalvikar des katholischen Bistums Limburg, Wolfgang Rösch (63), ist zurückgetreten, weil er bei der Aufklärung übergriffigen Verhaltens eines Priesters Fehler gemacht hat. Zum neuen Verwaltungschef wurde Domdekan Wolfgang Pax (64) ernannt.
Wie das Bistum am Dienstag mitteilte, hatte Rösch Bischof Georg Bätzing nicht über Vorwürfe gegen den Priester Christof May informiert. Dieser war 2018 zum Leiter des Priesterseminars befördert worden und hatte sich im Juni 2022 das Leben genommen.
Bätzing hatte ihn am Tag davor von allen Ämtern freigestellt, um Vorwürfe übergriffigen Verhaltens prüfen und klären zu können. Das Bistum teilte später mit, die Vorwürfe hätten sich erhärtet und hätten disziplinarrechtliche, aber keine strafrechtlichen Maßnahmen für May zur Folge gehabt.
Ausstellung über Sicht jüdischer Flüchtlinge auf Berlin
Berlin (KNA) Ihre Sicht auf die deutsche Hauptstadt dokumentieren jüdische Flüchtlinge aus der Ukraine ab Donnerstag in einer neuen Ausstellung des Berliner Centrum Judaicum. Unter dem Titel "Through Our Lens" (Durch unsere Linsen) zeigen 18 Frauen und Kinder mit Fotos und Texten "ihre persönlichen Berlin-Momente", wie die Stiftung Neue Synagoge Berlin ankündigte. Zugleich stellen sie Fragen nach jüdischer Sichtbarkeit in der Stadt.
Jenseits der medial verbreiteten Bilder von Zerstörung, Leid und Menschenmassen, von der die Wahrnehmung der ukrainischen Geflüchteten geprägt werde, eröffneten die Frauen und Kinder eine eigene Perspektive auf ihre Situation, so die Stiftung. "Ihre fotografischen Arbeiten tragen Momente der Emotionen und überraschender Schönheit. In ihren Texten reflektieren sie ihre eigene Bedeutung von Begriffen wie Flucht, Evakuierung oder Migration - und lassen sie in der Stadtlandschaft greifbar werden."
Die Fotografien entstanden im vergangenen Oktober, etwa sechs Monate nach Ankunft der Flüchtlinge in Berlin. Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Verein Masorti zur Förderung der jüdischen Bildung und des jüdischen Lebens statt.
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