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St. Martin

Geschichte, Bräuche und Bedeutung

 

 

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Achtung Advent! - der Adventsbegleiter von YOUPAX
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02.11.2026

Glocke ist Zeichen der Aussöhnung und des Friedens

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz weiht am 6. November neue Glocke in Bremke / Neue Glocke ersetzt bisherige Frielinghausener Denkmalglocke, die an Kirchengemeinde in Polen übergeben wird
© Marienwallfahrt Werl
02.11.2026

Erzbischof beendet Wallfahrtszeit in Werl: Trost und Hoffnung am Gnadenbild

Erzbischof Udo Markus Bentz feiert an Allerheiligen den Abschluss der Wallfahrtszeit und dankt allen, die Pilger willkommen heißen.
© privat
02.11.2026

Junge Menschen aus dem Erzbistum Paderborn feiern zusammen mit Weihbischof König ihren Glauben in Rom

Messdiener aus verschiedenen Gemeinden des Erzbistums Paderborn und eine Pilgergruppe des Gymnasiums Schloß Neuhaus waren in den Herbstferien in Rom. Weihbischof Matthias König feierte mit beiden Gruppen Gottesdienste im Petersdom.
© SSKH-Pictures / Shutterstock.com
30.10.2026

60. Diaspora-Aktion: Bonifatiuswerk eröffnet bundesweite Aktion am 8. November in Fulda

Mit dem Leitwort „Glauben bezeugen – Hoffnung teilen“ setzt das Hilfswerk ein Zeichen für gelebten Glauben, Solidarität und Nächstenliebe
© Jochen Maiworm
29.10.2026

Erzbischof Bentz im Gespräch mit Studierenden in Siegen

Politik, Wirtschaft und die Zukunft des Religionsunterrichts: Bei seinem Besuch in der Katholischen Hochschulgemeinde Siegen nahm sich Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz Zeit für die Fragen der Studierenden.
© Möhler-Institut für Ökumenik
28.10.2026

Die Taufe als Grundlage kirchlicher Einheit

Internationale Tagung zur „Baptismalen Ekklesiologie“ im Paderborner Möhler-Institut für Ökumenik

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. – Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Tanzen für Teilhabe

Gemeinsam tanzen, füreinander da sein: Sophia Ditz begleitet bei der Caritas in Paderborn Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung. Im Videoporträt erzählt sie, wie sie Berührungsängste überwunden hat und warum ihr Ehrenamt für sie gelebter Glaube ist.

Warum wir uns der Trauer stellen sollten

Als Priester ist es für Mike Hottmann Teil jeder Arbeitswoche, trauernde Menschen zu begleiten. Er spricht mit YOUPAX-Redakteur Tobi Schulte darüber, wie der christliche Glaube in der Trauer Halt und Hoffnung geben kann.

GLÜCKLICH/T SEIN in den Caritas Werkstätten Schloss Neuhaus

Zum Auftakt fand in den Caritas Werkstätten Schloß Neuhaus eine Aktion statt, bei der gegenseitige Wertschätzung in Gesten ausgedrückt wurde. Das Schreiben von Postkarten mit Dankesgrüßen wurde dabei begeistert angenommen. Die Reaktionen machten klar: Auch kleine Gesten können glücklich machen.

KNA Newsticker

5. November 2026 11:37

Strafrechtler sorgt sich um Bestand des Internationalen Strafgerichts

Regensburg (KNA) Der Völkerstrafrechtler Christoph Safferling zeigt sich wegen der US-Attacken auf den Internationalen Strafgerichtshof von Den Haag besorgt. "Es ist nicht absehbar, ob das Gericht diese Angriffe überlebt", sagte Safferling am Donnerstag bei der Tagung "Krieg und Frieden" des B ...

Regensburg (KNA) Der Völkerstrafrechtler Christoph Safferling zeigt sich wegen der US-Attacken auf den Internationalen Strafgerichtshof von Den Haag besorgt. "Es ist nicht absehbar, ob das Gericht diese Angriffe überlebt", sagte Safferling am Donnerstag bei der Tagung "Krieg und Frieden" des Bistums Regensburg.

Dabei seien auch Interessen von Mitgliedern der Trump-Administration unmittelbar berührt, erläuterte der Erlanger Rechtsprofessor. So müsse Außenminister Marco Rubio "um sein Schicksal fürchten". Schließlich habe dieser im Umgang mit Venezuela völkerstrafrechtliche Tatbestände geschaffen.

Safferling bedauerte, dass die USA und auch Russland das Gericht in Den Haag inzwischen mit allen Mitteln bekämpften. Schließlich seien sie bei den NS-Kriegsverbrecherprozessen 1945 in Nürnberg Ideengeber für diese Instanz gewesen. Ziel sei damals gewesen, auch mit dem Strafrecht die periodische Wiederkehr von Kriegen zu verhindern.

Dass Staatenlenker und Militärs individuell für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich gemacht werden könnten - mit dieser Idee hätten die Nürnberger Prinzipien das völkerrechtliche Denken revolutioniert. Bis dahin sei die nationale Souveränität absolut unantastbar gewesen.

Safferling warb dafür, diese Idee nicht preiszugeben. Den Haag sei "ein Symbol und ein Stachel im Gewissen der Menschheit", auch wenn die Bilanz des erst seit 2003 tätigen Gerichts überschaubar sei. So sei die Hälfte der insgesamt 69 Angeklagten noch gar nicht in Den Haag aufgetaucht. Es brauche aber einen Ort, an dem Opfer solcher Verbrechen Gerechtigkeit suchen könnten. Und es brauche dafür geordnete Verfahren.

Der Professor sprach sich für ein selbstbewussteres Auftreten der Europäer gegenüber den Vereinigten Staaten aus. Vor allem müsse Deutschland seine jahrzehntelang praktizierte Selektivität bei der Achtung von Völkerrecht und Menschenrechten aufgeben.

Dass in Den Haag gegenwärtig auch Deutschland wegen Waffenlieferung an Israel angeklagt sei, wertete Safferling als ein gutes Zeichen. Er wolle und könne dem Ergebnis nicht vorgreifen. Es sei aber richtig, dass diese Frage nach rechtsstaatlichen Prinzipien geklärt werde. Und er sei sich auch sicher, dass sich Deutschland an das Urteil halten werde.

5. November 2026 11:34

Ausstellung von Cézanne bis Renoir ab Samstag im Museum Barberini

Potsdam (KNA) "Die Impressionisten. Monet, Morisot, Renoir und ihr Netzwerk" heißt eine Ausstellung, die ab Samstag im Potsdamer Museum Barberini läuft. Sie ist bis zum 21. Februar 2027 zu sehen. Mehr als 100 Meisterwerke werden gezeigt, darunter Gemälde wie Claude Monets "Kathedrale von Roue ...

Potsdam (KNA) "Die Impressionisten. Monet, Morisot, Renoir und ihr Netzwerk" heißt eine Ausstellung, die ab Samstag im Potsdamer Museum Barberini läuft. Sie ist bis zum 21. Februar 2027 zu sehen. Mehr als 100 Meisterwerke werden gezeigt, darunter Gemälde wie Claude Monets "Kathedrale von Rouen" (1894), Pierre-Auguste Renoirs "Die Bucht von Neapel" (1881) oder Paul Cézannes Stillleben mit Äpfeln in Schale (1879-1882). Auch Werke von Berthe Morisot und Édouard Manet sind dabei.

Bei der aktuellen Schau gehe es auch darum, "die Menschen hinter den Bildern in den Fokus zu rücken" - seien es die Künstler, die Sammler oder die Händler, erklärte Museumsdirektorin Ortrud Westheider. Die Ausstellung wolle zeigen, wie aus einer neuen Art zu malen eine internationale Bewegung werden konnte.

Nicht Bibel, Mythologie oder Geschichte hätten bei der neuen Stilrichtung im Zentrum gestanden, sondern die Frage: "Wie kann ich genau das malen, was ich sehe?", sagte Kuratorin Sterre Barentsen. Dafür gingen die Künstler ins Freie und malten 'en plein air', also draußen.

Die Ausstellung geht thematisch von zehn impressionistischen Gemälden der Sammlung Hasso Plattner aus und entwickelt sich davon ausgehend mit zahlreichen passenden internationalen Leihgaben. "Es sind zehn Gemälde, zehn Geschichten, zehn Räume", sagte Barentsen. Den Auftakt macht der Beginn der Bewegung unter dem Motto "Ohne Freunde geht es nicht". Weitere Themenräume sind etwa Mäzenen gewidmet, Claude Monet im Film oder dem Ende der Sammlung des Potsdamer Mäzens Jakob Goldschmidt im Nationalsozialismus.

Zur Provenienz, also Herkunft der eigenen Sammlung stellte das Museum Barberini eine eigene Datenbank vor. Sie soll die Geschichte der Gemälde, deren Besitzer, private und berufliche Beziehungskonstrukte online von allen Interessierten recherchierbar machen.

Die Ausstellung sei "eine Summe der Arbeit des Museums Barberini seit seiner Eröffnung am 20. Januar 2017", hieß es weiter. Seitdem kamen laut Angaben drei Millionen Besucher. Zur impressionistischen Jubiläumsausstellung werden laut Angaben nun passende Leihgaben aus vielen Museen präsentiert, darunter aus der National Gallery in London, dem Metropolitan Museum of Art in New York und dem Musée d'Orsay in Paris.

5. November 2026 11:33

Papstberater fordert Kurswechsel bei Investitionen der Vatikanbank

Zürich (KNA) Der Schweizer Papstberater Peter Kirchschläger fordert eine grundlegende Änderung der vatikanischen Investitionspolitik. Es gebe "dringenden Handlungsbedarf bei der Vatikanbank", sagte er in einem im schweizerischen kirchlichen Internetportal kath.ch veröffentlichten Interview. ...

Zürich (KNA) Der Schweizer Papstberater Peter Kirchschläger fordert eine grundlegende Änderung der vatikanischen Investitionspolitik. Es gebe "dringenden Handlungsbedarf bei der Vatikanbank", sagte er in einem im schweizerischen kirchlichen Internetportal kath.ch veröffentlichten Interview. Es gelte, "von einem finanzethischen Standpunkt einen Schritt weiter zu denken und kritischer zu überprüfen, wo man investiert".

Auf die Frage, ob Technologiewerte wie Tesla-Aktien vereinbar seien mit den ethischen Prinzipien der Kirche, betonte der Luzerner Theologie-Professor: "Die Wertschöpfungsketten der genannten Firmen umfassen Menschen- und Kinderrechtsverletzungen und massive Umweltzerstörung." Gemäß Papst Franziskus zählten Nachhaltigkeit und die Sorge um das "gemeinsame Haus" zu grundlegenden sozialethischen Prinzipien. Nicht umsonst habe der Papst vehement darauf hingewiesen, dass "diese Wirtschaft tötet". Auch Papst Leo XIV. habe zu ökologischer Umkehr und gerechterer Klimapolitik aufgerufen.

Zu diesen Äußerungen und Papst Leos Enzyklika "Magnifica Humanitas" passe es nicht, wenn die Wertschöpfungsketten von Firmen, in die die Vatikanbank investiere, Menschen- und Kinderrechtsverletzungen und massive Umweltzerstörung beförderten, sagte Kirchschläger. Die Enzyklika gebe der Vatikanbank Anlass, ihre Indizes anzupassen, gerade im Bereich von KI.

Wenn die Vatikanbank ihre Indizes als "in Übereinstimmung mit der Soziallehre der Kirche" bezeichne, müsse sie aufzeigen, wie sie die sozialethischen Prinzipien respektiere und deren Achtung überprüfe, forderte der Theologe. "Sonst läuft sie aus finanzethischer Perspektive Gefahr, dass mit ihren Investitionen Menschenrechte und Kinderrechte verletzt sowie Umwelt und Klima zerstört werden", ergänzte er. Darunter litten die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Bank.

Wenn die Vatikanbank mit ihren Indizes nicht umsetze, was sie predige, "dann handelt es sich leider um 'Ethics-Washing'", sagte Kirchschläger. Der Papstberater forderte, die Vatikanbank solle ihre Rechte als Eigentümerin aktiver wahrnehmen, indem sie mit den Unternehmen rede und auf eine die sozialethischen Prinzipien respektierende Unternehmensführung und -praxis hinwirke. "Macht - in diesem Fall als Eigentümerin - korrespondiert mit entsprechender ethischer Verantwortung", sagte der Sozialethiker.

Papst Leo XIV. hatte Kirchschläger im August zum Berater des Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen ernannt.

5. November 2026 11:15

Pflegereform soll nachgebessert werden - Kritik bleibt deutlich

Berlin (KNA) Die Pflegereform zur Stabilisierung der Finanzen ist dringend nötig. Darüber sind sich Experten, Verbände und Betroffene einig. Doch der nun vorliegende Gesetzentwurf enthält auch aus Sicht von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) Aspekte, an denen nachgebessert wer ...

Berlin (KNA) Die Pflegereform zur Stabilisierung der Finanzen ist dringend nötig. Darüber sind sich Experten, Verbände und Betroffene einig. Doch der nun vorliegende Gesetzentwurf enthält auch aus Sicht von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) Aspekte, an denen nachgebessert werden muss. "Wir wollen das System zielgenauer und gerechter machen, gleichzeitig müssen wir am Einsparvolumen festhalten", erklärte der Minister bei der Ersten Lesung des Pflegeneuordnungsgesetzes am Donnerstag im Bundestag.

Viele Betroffene treibe vor allem die Frage um, wie die konkreten Umstellungen beim Entlastungsbetrag und der Verhinderungspflege aussähen. "Zu Jahresbeginn darf es nicht zu harten Brüchen kommen. Wer Hilfe benötigt, wird sie auch in Zukunft bekommen", versprach Linnemann. Daher solle das Gesetz nachgebessert werden. Der Minister bekräftigte zudem, dass er die häusliche Pflege stärken wolle. Diese lasse sich nicht in nackten Zahlen bemessen und sei in jeder Familie anders.

Die Deutschen Stiftung Patientenschutz nannte den vorliegenden Gesetzentwurf "die größte Mogelpackung seit Bestehen der Pflegeversicherung". Tatsächlich wolle die Regierung gerade bei der häuslichen Pflege kürzen, etwa bei der Kurzzeit- und Verhinderungspflege. Auch sei die Umwandlung des Pflegegrads 1 unglaubwürdig. Das Parlament müsse dringend für Korrekturen sorgen.

Ähnlich äußerte sich der Paritätische Wohlfahrtsverband. Die geplanten Kürzungen des Entlastungsbetrags und bei der Verhinderungspflege müssten zurückgenommen werden. "Wer bei der häuslichen Pflege spart, sägt an dem Ast, auf dem das Pflegesystem sitzt", warnte die Vorstandsvorsitzende Katja Kipping.

Auch der Deutsche Landkreistag forderte deutliche Nachbesserung - insbesondere mit Blick auf die Unterstützung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen. Der Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Oliver Blatt, klagte, dass die Verteilung der Lasten ungerecht bleibe. Der Bund komme seiner Verantwortung nicht nach, die Corona-Schulden an die Pflegeversicherung zurückzuzahlen.

Der Gesetzentwurf, mit dem die Beiträge zur Pflegeversicherung vorerst stabil gehalten werden sollen, sieht unter anderem vor, den Beitragszuschlag für Kinderlose um 0,3 Prozent anzuheben und die Beitragsbemessungsgrenze - analog zur gesetzlichen Krankenversicherung - um 300 Euro hochzusetzen. Die Beitragsbemessungsgrenze ist die Höchstgrenze des Bruttogehalts, bis zu der Versicherte Beiträge in die Pflege- und Krankenversicherung zahlen.

Prävention und Frührehabilitation sollen künftig stärker genutzt werden. Die zunächst angedachten Rentenkürzungen für Pflegende werden nicht umgesetzt. Ab 2028 soll die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern eingeschränkt werden. Bleiben soll sie für Kinder, Eltern von Kindern unter zwölf Jahre und von Kindern mit Behinderungen, für Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen und im Regel-Rentenalter.

Der bisherige Entlastungsbetrag soll für den Pflegegrad 1 wegfallen und für alle anderen in ein sogenanntes Sozialraumbudget überführt werden. Es soll ausschließlich für Unterstützung im Alltag nutzbar sein, nicht für Leistungen ambulanter Pflegedienste. Die bislang bestehende Verhinderungspflege für pflegende Angehörige - bis zu 3.539 Euro für professionelle Ersatzpflege und maximal acht Wochen im Jahr - soll als eigenständige Leistung wegfallen. Stattdessen ist ein - geringeres - Überbrückungsbudget für Notfälle gedacht.

Das Gesetz hatte für harte Auseinandersetzungen in der Regierungskoalition gesorgt. Bis zum Tag der Kabinettsentscheidung war fraglich gewesen, ob überhaupt ein Beschluss gefasst würde. Union und SPD einigten sich dann darauf, besonders strittige Punkte auszuklammern und an eine Expertenkommission zu delegieren. Sie wurde Mitte Oktober eingesetzt und soll bis Ende Dezember konkrete Vorschläge für eine langfristige Strukturreform machen.

5. November 2026 11:08

Midterms: Nummer zwei des Vatikan hofft auf gesunden Menschenverstand

Rom (KNA) Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hofft nach den Zwischenwahlen in den USA auf einen "Weg des Miteinanders" zum Wohl des Landes. Dass die Demokraten die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses errungen haben, lasse definitiv Veränderungen erhoffen, sagte der Chefdiplomat des Pa ...

Rom (KNA) Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hofft nach den Zwischenwahlen in den USA auf einen "Weg des Miteinanders" zum Wohl des Landes. Dass die Demokraten die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses errungen haben, lasse definitiv Veränderungen erhoffen, sagte der Chefdiplomat des Papstes am Donnerstag vor Journalisten in Rom. "Hoffen wir, dass Vernunft und gesunder Menschenverstand die Oberhand gewinnen."

Ob sich durch die neuen Machtverhältnisse in den USA auch die Friedensdiplomatie verändern wird, sei derzeit sehr schwer vorherzusagen, so die vatikanische Nummer zwei. Aber: "Wir wünschen uns schon lange - und tun alles in unserer Macht Stehende -, dass das überaus schmerzhafte Kapitel in der Ukraine sowie viele andere Konflikte auf der Welt beendet werden."

Leo XIV., erster gebürtiger US-Amerikaner im Papstamt, hatte vergangene Woche überraschend mitgeteilt, dass er bei den Midterms per Briefwahl mitwählen werde. "Meines Wissens nach ist so etwas noch nie zuvor vorgekommen - weder unter den italienischen noch unter den Päpsten aus Polen oder Deutschland", so Parolin. Jedoch sei der als Robert Francis Prevost in Chicago geborene Papst nach wie vor US-Staatsbürger - "und daher hat er jedes Recht dazu".

5. November 2026 11:07

Umfrage: Deepfakes für 90 Prozent so schlimm wie echte Nacktbilder

Düsseldorf (KNA) Die meisten Kinder und Jugendlichen in Deutschland fürchten laut Umfrage das Auftauchen von gefälschten Nacktbildern genauso sehr wie echte Aufnahmen. Das besagt eine am Donnerstag in Düsseldorf veröffentlichte Studie der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen. Dafü ...

Düsseldorf (KNA) Die meisten Kinder und Jugendlichen in Deutschland fürchten laut Umfrage das Auftauchen von gefälschten Nacktbildern genauso sehr wie echte Aufnahmen. Das besagt eine am Donnerstag in Düsseldorf veröffentlichte Studie der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen. Dafür waren mehr als 2.000 Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren in Deutschland befragt worden.

Demnach haben 68 Prozent der 11- bis 17-Jährigen Angst, dass von ihnen mithilfe von Künstlicher Intelligenz ein Nacktbild oder Nacktvideo erstellt werden könnte. Besonders groß ist die Sorge bei Mädchen (75 Prozent) und bei den 11- bis 13-Jährigen (72 Prozent). 90 Prozent würden einen sexuellen Deepfake von sich als genauso schlimm empfinden wie ein echtes Nacktbild. Jede achte befragte Person hat bereits einen sexuellen Deepfake gesehen. Dabei spielen neben KI-Plattformen oder -Apps (26 Prozent) auch Gruppenchats (22 Prozent) und Klassenchats (17 Prozent) laut Umfrage eine wichtige Rolle.

"Die Bilder sind fake, die Bloßstellung ist real. Deshalb brauchen wir rechtlichen Schutz und frühzeitige Prävention. Dass die Bundesregierung mit ihrem Gesetzentwurf zum Schutz vor digitaler Gewalt auch gegen sexuelle Deepfakes vorgehen will, ist ein wichtiger Schritt", sagte der Direktor der Landesmedienanstalt, Tobias Schmid.

Eine große Mehrheit der Kinder und Jugendlichen (91 Prozent) nimmt Belästigungen von Mädchen und Frauen im Netz genauso ernst wie im realen Leben. Gleichzeitig zeigen sich laut Mitteilung aber auch problematische Einstellungen: 27 Prozent stimmen der Aussage zu, Mädchen trügen eine Mitschuld an Online-Belästigungen, wenn sie sich freizügig zeigen. 30 Prozent glauben, manche Belästigungsvorwürfe würden nur erhoben, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Jungen stimmen solchen Aussagen etwas häufiger zu als Mädchen.

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