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Die Anmeldung für die Fahrt zum Weltjugendtag nach Seoul aus dem Erzbistum Paderborn hat begonnen.
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Amtssitzwechsel 2026 - MITTEN UNTER EUCH.

Erzbischof Bentz eine Woche mitten in der Region · Witten, Hagen, Herne und Umgebung · 21.–27. September 2026



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Neuausrichtung von Seelsorge und Verwaltung

 

 

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Gute Gründe für jeden Monat

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Willkommen auf dem Glaubens- und Informationsportal des Erzbistums Paderborn

Unser Glaube

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10.08.2026

Auf eigenen Füßen stehen

Auf eigenen Füßen stehen: Das beginnt mit den ersten wackeligen Schritten eines Kindes – und hört nie ganz auf. Den eigenen Weg zu finden, braucht Mut zum Aufbruch und Vertrauen. Manchmal gehört auch Widerstand dazu.
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09.08.2026

Die Kirche muss Christus lebendig halten

Was macht kirchliche Identität aus? Was gilt es zu wahren und wo braucht es Aufbruch? Darüber spricht Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in seinem Festvortrag zum Abschluss der Salzburger Hochschulwochen.
© Bistum Münster
07.08.2026

Wallfahrt der Tamilen: Zeugnis gelebten Glaubens und der Marienverehrung

Zum 39. Mal pilgern am 8. August viele Tamilen auch aus dem Erzbistum Paderborn zur Wallfahrt nach Kevelaer. Was ihre Glaubenspraxis ausmacht und welche Rolle Maria spielt
© Laura Binotto Fotografie / shutterstock.com
05.08.2026

Von Herzen: Pax et bonum!

Auch 800 Jahre nach seinem Tod ist das Friedensvermächtnis des heiligen Franziskus von Assisi hochaktuell. Ein Beitrag in der Reihe "800 Jahre Franz von Assisi - sein Vermächtnis für heute"
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03.08.2026

Grund Nr. 268: GOTT GÖNNT!

Initiative 1000 gute Gründe: 12 gute Gründe für das Jahr 2026 – August
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01.08.2026

Die Mondsichelmadonna ist fast so modern wie die „Beule“

In der ehemaligen Stiftskirche St. Walburga in Meschede haben alle Epochen ihre Spuren hinterlassen, von der Karolingerzeit bis in die Moderne

Unsere Nachrichten

Glauben. Gemeinsam. Gestalten. Alle Informationen zum Bistumsprozess

Das Erzbistum Paderborn startet unter dem Titel „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ die nächste Etappe des Bistumsprozesses: Es geht um zwei Transformationsstränge – pastoraler Aufbruch und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist, die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn so zu gestalten, dass Glaube auch in Zukunft lebendig bleibt und Engagierte spürbar entlastet werden. Kirche von morgen wird gemeinsam gemacht – mit Beteiligung, Austausch und klaren Strukturen.

Mehr Infos, Hintergründe und wie Sie sich einbringen können unter:

Unsere Videos

Wie kann ich erfolgreich sein (im Sinne Gottes)?

Die Fußball WM 2026 ist gespielt, ein neuer Weltmeister ist gefunden: Spanien. Doch: Was ist so ein Erfolg wert? Was ist das Geile an Erfolg? Und wer definiert überhaupt, was zu einem erfolgreichen Leben dazugehört oder nicht? Darüber tauschen sich Tobias Hasselmeyer, Jugendpfarrer im Erzbistum Paderborn, und YOUPAX-Redakteur Tobi Schulte aus.

Weil Ehrenamt Ehrensache ist

Lena Ortwein arbeitet als Sonderpädagogin in Paderborn und setzt sich darüber hinaus ehrenamtlich in der Kolpingjugend ein. Sie wirkt unter anderem beim Projekt „Gute N8cht“ mit und übernimmt in diesem Jahr die Leitung der Kanu-Pilgerreise nach Werl.

"Du bist gut genug" - Wie kann ich das verinnerlichen?

Ein Ohrwurm fesselt Deutschland – das Lied „Gut genug“. Doch: Stimmt die Aussage des Lieds? Ist jeder Mensch gut genug? Und wenn das so ist, was ist das unser Problem als Menschen? Wieso sind wir so verletzlich? Was kann uns helfen, zu spüren, dass wir gut genug sind?

KNA Newsticker

11. August 2026 09:52

Den Jungvögeln zuliebe: Hecken und Bäume derzeit nicht schneiden

Hilpoltstein (KNA) Auch wenn manche Hecke derzeit höher ist als gewünscht, die dafür nötige Schere zum Stutzen sollte noch bis 1. Oktober Pause haben. Daran hat am Dienstag der in Hilpoltstein ansässige bayerische Naturschutzverband LBV erinnert. Denn wer dieser Tage zu schnell und unbedach ...

Hilpoltstein (KNA) Auch wenn manche Hecke derzeit höher ist als gewünscht, die dafür nötige Schere zum Stutzen sollte noch bis 1. Oktober Pause haben. Daran hat am Dienstag der in Hilpoltstein ansässige bayerische Naturschutzverband LBV erinnert. Denn wer dieser Tage zu schnell und unbedacht schneide, erlebe mitunter eine traurige Überraschung: Denn Amselküken, die im Dickicht der Hecke auf ihre Vogeleltern warten, seien nach dem Schnitt ungeschützt der Witterung ausgesetzt oder würden in kürzester Zeit von einem Nesträuber gefressen.

Der LBV bittet daher alle Gärtnerinnen und Gärtner noch um etwas Geduld. Denn auch im August brüteten manche Singvögel wie Amseln, Rotkehlchen und Zaunkönige im Schutz des dichten Laubes in Gärten, Friedhöfen und Parks, erinnert LBV-Biologin Angelika Nelson. Erst ab dem 1. Oktober, wenn auch die letzten Jungvögel sicher ausgeflogen sind, dürfen Hecken und Bäume laut Bundesnaturschutzgesetz wieder kräftig zurückgeschnitten werden.

Laut Mitteilung erhält der Verband aktuell immer wieder Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern, die zum Teil radikale Heckenschnitte während der Brutzeit der bayerischen Gartenvögel melden. Die Besorgten berichteten von tot aufgefundenen Jungvögeln. "Schonende Form- oder Zuwachsschnitte an Hecken sind zurzeit erlaubt. Aber auch dabei sollte man vorher genau prüfen, ob fütternde Vogeleltern im Gebüsch ein- und ausfliegen oder laut rufen, wenn man sich der Hecke nähert. Das deutet darauf hin, dass Jungvögel im Dickicht sitzen", erläutert die LBV-Biologin.

Oft genüge es, einzelne Äste, die weit in den Weg ragten, abzuschneiden, heißt es. Einen radikalen Schnitt sollte man erst am Ende der Wachstumsperiode im Oktober oder sogar erst im Spätwinter vornehmen, empfiehlt Nelson, und hat noch einen weiteren Hinweis parat: "Dichte Hecken bieten nicht nur Vögeln Schutz. Sie spenden Schatten und sorgen durch die Verdunstung ihrer Blätter an heißen Tagen für angenehmere Temperaturen rund um Haus und Garten."

11. August 2026 09:42

Corona-Folge soziale Angst: "Wenig Übung, Beziehungen anzubahnen"

Stuttgart/Freiburg (KNA) Die Folgen der Corona-Lockdowns wirken nach Angaben von Psychologen der Caritas bei vielen jungen Menschen bis heute nach. Viele Jugendliche hätten "in einer entscheidenden Lebensphase nicht gelernt, wie man Freundschaften aufbaut und Beziehungen anbahnt", erklärte die ...

Stuttgart/Freiburg (KNA) Die Folgen der Corona-Lockdowns wirken nach Angaben von Psychologen der Caritas bei vielen jungen Menschen bis heute nach. Viele Jugendliche hätten "in einer entscheidenden Lebensphase nicht gelernt, wie man Freundschaften aufbaut und Beziehungen anbahnt", erklärte die Caritas in Baden-Württemberg anlässlich des Internationalen Tages der Jugend am Mittwoch.

In den Corona-Jahren 2020 bis 2022 waren Treffen mit Freundinnen und Freunden über lange Zeit kaum oder gar nicht möglich. "Vielen Jugendlichen fehlten dadurch wichtige Erfahrungen im direkten Miteinander: gemeinsame Aktivitäten, spontane Begegnungen, Konflikte und Versöhnung, Nähe und Zugehörigkeit", hieß es. Dieser Wegfall persönlicher Kontakte zu Gleichaltrigen habe die soziale und psychische Entwicklung vieler Jugendlicher "nachhaltig beeinträchtigt", so das Fazit der psychologischen Beraterinnen und Berater der Caritas.

Die 14-jährigen Jugendlichen aus dem ersten Corona-Jahr 2020 sind heute 20 Jahre alt - und manche Schwierigkeiten zeigten sich nun im jungen Erwachsenenalter besonders deutlich, hieß es. So habe sich bei manchen etwa das "Zocken" - also das intensive Spielen von Video- und Computerspielen am PC oder Handy - nicht ausgewachsen, sondern werde im Erwachsenenalter fortgesetzt.

Gleichzeitig lebten viele junge Erwachsene ohne Partnerschaft und verfügten nur über wenig Erfahrung darin, Kontakte zu knüpfen oder Beziehungen aufzubauen. Ein Teil der jungen Erwachsenen habe soziale Ängste entwickelt, ziehe sich zurück und bleibe lieber zu Hause, als sich auf Begegnungen mit anderen einzulassen, so die Psychologen der Caritas-Beratungsstellen. Manche jungen Leute müssten erst wieder regelrecht üben, auf andere zuzugehen, Gespräche zu führen und soziale Sicherheit zurückzugewinnen.

Schon während der Pandemie sei die Zahl psychischer Belastungen und Erkrankungen bei jungen Menschen deutlich angestiegen. Die hohe Nachfrage nach psychologischer Erziehungsberatung, die mit Corona nach oben schnellte, habe bis jetzt nicht nachgelassen, betonte die Caritas.

Bundesweit gibt es ein nahezu flächendeckendes Netz an Psychologischen Beratungsstellen der Caritas. Die Beraterinnen und Berater wollen Eltern, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bei Erziehungsfragen, familiären Konflikten und psychischen Belastungen unterstützen. Das Angebot steht Menschen unabhängig von ihrer Konfession offen.

11. August 2026 09:39

Expertin: Südliche Baumarten für Städte besser geeignet

Bonn (KNA) Spenden demnächst Pinien statt Platanen Schatten in der Stadt? Angesichts zunehmender Hitze und Trockenheit setzen Städte bei der Auswahl ihrer Bäume verstärkt auf Arten aus südlicheren Regionen. Diese kämen mit den Bedingungen in der Stadt besser zurecht als heimische Arten, sa ...

Bonn (KNA) Spenden demnächst Pinien statt Platanen Schatten in der Stadt? Angesichts zunehmender Hitze und Trockenheit setzen Städte bei der Auswahl ihrer Bäume verstärkt auf Arten aus südlicheren Regionen. Diese kämen mit den Bedingungen in der Stadt besser zurecht als heimische Arten, sagte Silke Thyssen, Leiterin des Arbeitskreises Stadtbäume der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK), auf Anfrage.

Stadtbäume stehen demnach zunehmend unter Stress. Hitze und Wassermangel sind in diesem Jahr bereits an trockenem Laub, abgestorbenen Ästen und ganzen abgestorbenen Bäumen sichtbar, sagte Thyssen. Das tatsächliche Ausmaß der Schäden werde sich vermutlich erst im kommenden Jahr zeigen.

Besonders schwierig sind die Standortbedingungen in den Städten, betont Thyssen. Bäume haben dort häufig deutlich weniger Platz für ihre Wurzeln als in ihrem natürlichen Lebensraum. Einbauten, Leitungen und angrenzende Fahrbahnen begrenzen den Raum im Untergrund für die Wurzeln der Bäume. Sinke zusätzlich der Grundwasserspiegel, könnten die Bäume an ihre Belastungsgrenze kommen.

Der Arbeitskreis Stadtbäume der GALK beschäftigt sich nach eigenen Angaben seit mehr als 50 Jahren mit den Bedingungen für Bäume in Städten und sucht nach Möglichkeiten, den Baumbestand langfristig zu sichern. Dabei gehe es unter anderem um die Verbesserung der Standorte. Untersucht werden etwa der Einsatz geeigneter Substrate sowie Bewässerung und Düngung.

11. August 2026 09:29

20 Romane noch im Rennen um Deutschen Buchpreis 2026

Frankfurt (KNA) Für den Deutschen Buchpreis 2026 sind jetzt noch 20 Romane im Rennen. Zur sogenannten Longlist zählen unter anderem "Wer möchte nicht im Leben bleiben" von Helene Bukowski, "Memories of Heidelberg" von Heinz Strunk, "Das Wasser im August" von Ingo Schulze und "Anton und Alma" ...

Frankfurt (KNA) Für den Deutschen Buchpreis 2026 sind jetzt noch 20 Romane im Rennen. Zur sogenannten Longlist zählen unter anderem "Wer möchte nicht im Leben bleiben" von Helene Bukowski, "Memories of Heidelberg" von Heinz Strunk, "Das Wasser im August" von Ingo Schulze und "Anton und Alma" von Dana Vowinckel. Die Stiftung Buchkultur und Leseförderung gab am Dienstag die Auswahl aus 205 Titeln bekannt.

Die renommierte Auszeichnung ehrt den besten deutschsprachigen Roman. Die sechs Finalisten werden am 8. September bekanntgegeben. Die Verleihung ist für den 5. Oktober geplant. Der Deutsche Buchpreis ist mit 25.000 Euro dotiert. Im Vorjahr hatte Dorothee Elmiger für ihren Roman "Die Holländerinnen" die Auszeichnung erhalten.

"Das Vergangene ergründen, um Gegenwart zu verstehen – das findet sich in unserer Auswahl der Romane des Jahres 2026 auf ganz unterschiedliche Weisen", erläuterte Jurysprecherin Cornelia Geißler. "Fragmentarische Formen von bezwingender Vielschichtigkeit haben wir ebenso aufgenommen wie große, mitreißende Erzählungen über lange Zeiträume. Wir sind sehr angetan davon, wie markant und erhellend biografische Mehrsprachigkeit in literarischen Reichtum mündet."

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):- Shida Bazyar: Die Lücken (Verlag Kiepenheuer & Witsch) - Helene Bukowski: Wer möchte nicht im Leben bleiben (claassen Verlag) - Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter (Carl Hanser Verlag)- Muri Darida: King Cobra (dtv)- Alisha Gamisch: Parasiti (Verlag Voland & Quist)- Franziska Gänsler: Orca (Kein & Aber)- Tomer Gardi: Liefern (Tropen Verlag)- Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle (S. Fischer Verlag)- Elias Hirschl: Schleifen (Paul Zsolnay Verlag) - Svenja Leiber: Nelka (Suhrkamp Verlag)- Leh-Wei Liao: Glaszeit (Luchterhand Literaturverlag)- Peggy Mädler: Selbstregulierung des Herzens (Verlag Galiani Berlin)- Giuliano Musio: Aus anderem Holz (Luftschacht Verlag) - Yade Yasemin Önder: Anti Müller (park x ullstein)- Lukas Rietzschel: Sanditz (dtv, März 2026) - Ingo Schulze: Das Wasser im August (S. Fischer Verlag)- Heinz Strunk: Memories of Heidelberg (Rowohlt Verlag)- Karosh Taha: Gulistan (DuMont Buchverlag) - Lilli Tollkien: Mit beiden Händen den Himmel stützen (Aufbau Verlage) - Dana Vowinckel: Anton und Alma (Suhrkamp Verlag)

11. August 2026 08:56

Mindestlohnbetrug - Sozialpfarrer kritisiert Zynismus der Arbeitgeber

Lengerich (KNA) Die Studienergebnisse des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zu mutmaßlichem Mindestlohnbetrug in Milliardenhöhe kommen für den Sozialpfarrer Peter Kossen wenig überraschend. "Aus unseren Beratungen wissen wir, dass es einige kreative Möglichkeiten gibt, um den Mindestlohn ...

Lengerich (KNA) Die Studienergebnisse des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zu mutmaßlichem Mindestlohnbetrug in Milliardenhöhe kommen für den Sozialpfarrer Peter Kossen wenig überraschend. "Aus unseren Beratungen wissen wir, dass es einige kreative Möglichkeiten gibt, um den Mindestlohn zu umgehen oder zumindest weniger zahlen zu müssen, als angemessen wäre", sagte der Priester und Menschenrechtler auf Anfrage.

Das fange schon mit einer unklaren Definition dessen an, was als Arbeitszeit gerechnet wird, so Kossen. "Zählt dazu nur die Zeit 'am Band' oder ebenso das Ankommen und Einrichten, das An- und Ausziehen der Arbeitskleidung." Hinzu kämen Gehaltsabzüge, etwa für den Kauf von Arbeitswerkzeug, sowie willkürliche Strafzahlungen, während Überstunden unentgeltlich abgerechnet würden. "Ebenso kennen wir Fälle, in denen Lohn zwar zugesagt, aber dann vorenthalten wird, um die Menschen möglichst lange bei der Stange zu halten. Das ist schon ein Stück Alltag."

Kossen ist Gründer des Vereins Aktion Würde und Gerechtigkeit mit Sitz im münsterländischen Lengerich, der sich nach eigenen Angaben für die Integration von Arbeitsmigrantinnen und -migranten einsetzt und diese bei der Durchsetzung ihrer Rechte berät.

Nicht ausgezahlter oder zurückgehaltener Lohn werde von den Betroffenen als Demütigung empfunden, führe aber oft zur Resignation statt zum Handeln, sagte der Priester. "Die Menschen wissen häufig, was ihnen wirklich zusteht, aber sie haben keine Vorstellung davon, wie sie es durchsetzen können. Den Satz 'Mit uns kann man es ja machen' hören wir oft genug."

Am Montag hatte der DGB eine neue Studie veröffentlicht. Demnach sind durch Betrug beim Mindestlohn in den vergangenen zehn Jahren rund 64 Milliarden Euro Schaden entstanden, davon 35 Milliarden bei den Beschäftigten, 22 Milliarden bei den Sozialkassen und 7 Milliarden beim Bund durch Steuereinbußen. Durchschnittlich hätten etwa zwei Millionen Menschen zu wenig Geld bekommen. Die Arbeitgeberverbände bekräftigten daraufhin zwar ihr Bekenntnis zum Mindestlohn, mahnten aber gleichzeitig, ihn an der "wirtschaftlichen Realität" festzumachen.

Dieses Argument hält der Lengericher Sozialpfarrer für zynisch. "Denn für die Betroffenen, die diese Arbeit leisten - und häufig ist das Schwerstarbeit in der Fleischindustrie, bei Paketdiensten oder auf dem Bau - gilt ja dieselbe wirtschaftliche Realität. Sie müssen von dem Leben können, was sie hier verdienen", betonte Kossen.

Gleichzeitig gehe damit auch eine Form der Diskriminierung einher, da es vor allem die Branchen betreffe, in denen überproportional Migranten arbeiteten. "Wenn dort dann weniger gezahlt wird, steht dahinter die Idee: Die Migranten sollen doch erst mal froh sein, dass sie überhaupt hier arbeiten können, und dann auch mit dem niedrigeren Lohn zufrieden sein."

11. August 2026 08:43

Christian Neureuther: Sport schafft Struktur und Zugehörigkeit

München (KNA) Christian Neureuther (77), deutsche Ski-Legende, hat den Sport immer als einen guten Lebensbegleiter empfunden. Deshalb sei er auch überzeugt, dass dieser jungen Menschen unglaublich viel geben könne, sagte Neureuther am Dienstag der Münchner "Abendzeitung". Denn Sport stärke ...

München (KNA) Christian Neureuther (77), deutsche Ski-Legende, hat den Sport immer als einen guten Lebensbegleiter empfunden. Deshalb sei er auch überzeugt, dass dieser jungen Menschen unglaublich viel geben könne, sagte Neureuther am Dienstag der Münchner "Abendzeitung". Denn Sport stärke nicht nur den Körper, sondern auch das Selbstvertrauen. "Man lernt, Ziele zu setzen, Rückschläge auszuhalten und gemeinsam Erfolge zu feiern. Sport schafft Freundschaften, Struktur und ein Gefühl von Zugehörigkeit."

Gerade in einer Zeit, in der vieles digital sei, stelle Bewegung einen wertvollen Ausgleich dar, so Neureuther. "Wer in jungen Jahren lernt, einen Ausgleich durch Bewegung zu finden, profitiert davon bis ins hohe Alter."

Neureuther war Slalom-Spezialist und gewann in dieser Disziplin sechs Weltcup-Rennen. Eine olympische Medaille blieb ihm versagt. Von 1980 bis zu deren Tod im Januar 2023 war er mit der Skirennläuferin und zweifachen Olympiasiegerin Rosi Mittermaier (1950-2023) verheiratet. Neureuther engagiert sich sozial und wirkt regelmäßig bei der Live-Sendung "Der Sonntags-Stammtisch" im BR-Fernsehen mit.

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