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Der Advent und Weihnachten bei LiboriTV. Mit der Adventszeit in der Kita in Lennestadt, der Gemeinde in Bad Wünnenberg oder der Tagespflege in Attendorn. Außerdem begleiten wir den Winterdienst in Winterberg und besuchen echte Rentiere.

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Impfaktion im Dom

Die Impfaktion im Hohen Dom zu Paderborn am 11. Dezember 2021 stieß auf große Resonanz: 734 Personen ließen sich impfen, davon 105 Erstimpfungen, 32 Zweitimpfungen und 597 Booster-Impfungen. Nach dem „Pieks“ bestand für die Geimpften die Möglichkeit, ihre 15-minütige Beobachtungszeit im Hohen Dom zu verbringen.

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Den großen Traum erfüllt

Im 4.30 erzählt Helena Minner aus Sundern von der Sehnsucht nach einer jungen Kirche und der Suche nach Gott.

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Kirchliche Nachrichten aus Paderborn und Deutschland

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Ticker der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA)

18. Januar 2022 15:45

Bischof Overbeck warnt vor Ideologien in Gesellschaft und Kirche

Düsseldorf (KNA) Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hat vor allzu einfachen Antworten auf die aktuellen Krisen in Gesellschaft und Kirche gewarnt. Es brauche stattdessen die Fähigkeit zum Dialog und zu einer ...

Düsseldorf (KNA) Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hat vor allzu einfachen Antworten auf die aktuellen Krisen in Gesellschaft und Kirche gewarnt. Es brauche stattdessen die Fähigkeit zum Dialog und zu einer "konstruktiven Konfliktkultur", sagte er am Dienstag bei einem Gottesdienst in der Düsseldorfer Maxkirche vor Vertretern von Politik und Gesellschaft. Bei Misstrauen in die demokratischen und rechtsstaatlichen Institutionen stelle sich die Frage, "wie wir denn noch zusammenleben wollen, wenn wir einander nicht mehr vertrauen und selbst in grundlegenden Fragen keine Verständigung mehr finden", so Overbeck laut Redemanuskript.

Christen müssten dabei das Wohl aller Menschen im Blick behalten. Sie dürften die "Auseinandersetzungen mit den diversen Despoten und Ideologen dieser Welt nicht scheuen, mit den Verschwörungstheoretikern und denen, die der Vernunft abschwören und gefährlichen Illusionen als Heilsversprechen vertrauen". Zu dem Gottesdienst hatte der Beauftragte der katholischen Kirche bei Landtag und Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, Antonius Hamers, im Rahmen eines Jahresempfangs eingeladen.

Wegen des Missbrauchsskandals befinde sich die Kirche in einer "existenziellen Krise", so der Ruhrbischof. "Abscheuliche Taten sexueller Gewalt und geistlichen Missbrauchs, aber auch viele andere Leiderfahrungen, fordern heute zu einer neuen Ehrlichkeit, Bescheidenheit und Anerkennung von Schwäche." Dieses "schreckliche Unheil" verlange nach grundsätzlicher Veränderung. Es helfe nicht, wenn die Kirche auf den Unmut vieler Gläubiger abwehrend reagiere: "Hier zeigen sich eher die Ängste vor Veränderungen, die zugleich auch einen Schmerz über so manche Bewegungslosigkeit und Arroganz in sich birgt."

Die Kirche sei in ihrer sakramentalen Gestalt "regelrecht bedroht", sagte Overbeck. Sinkende Zahlen von Priestern und pastoralen Mitarbeitenden seien ein alarmierendes Zeichen. "Sich deswegen die alten Strukturen wieder herbeizuwünschen, ist keine Lösung. Sie sind nicht wieder herstellbar!" Kirchliche Angebote erwiesen sich als ungenügsam und erreichten die meisten Menschen nicht mehr. Es stimme ihn zugleich hoffnungsfroh als auch nachdenklich, dass Menschen weiterhin nach spirituellen Antworten suchten - jedoch oftmals außerhalb der Kirche.

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18. Januar 2022 15:18

Zentrumspartei plötzlich wieder im Bundestag

Neuss (KNA) Die katholische Deutsche Zentrumspartei ist überraschend wieder im Bundestag vertreten. Der Bundestagsabgeordnete Uwe Witt (62), der in der vergangenen Legislaturperiode für die AfD im Bundestag saß un ...

Neuss (KNA) Die katholische Deutsche Zentrumspartei ist überraschend wieder im Bundestag vertreten. Der Bundestagsabgeordnete Uwe Witt (62), der in der vergangenen Legislaturperiode für die AfD im Bundestag saß und im Dezember wegen des strammen Rechtskurses aus der Partei ausgetreten war, ist in die Zentrumspartei eingetreten.

Die 1870/71 gegründete Zentrumspartei war sowohl im Kaiserreich als auch in der Weimarer Republik eine sehr einflussreiche demokratische Partei und stellte mehrere Reichskanzler und Minister, darunter Heinrich Brüning, Wilhelm Marx und Matthias Erzberger. Im Juli 1933 löste sie sich auf. Mit der Gründung der CDU als überkonfessioneller Sammlungspartei verlor das Zentrum nach dem Zweiten Weltkrieg größere Teile seiner Wähler- und Mitgliederbasis. Seit Mitte der 1950er-Jahre war sie lediglich eine Kleinpartei.

Der Generalsekretär der Deutschen Zentrumspartei, Christian Otte, begrüßte den Beitritt: "Die Deutsche Zentrumspartei ist hocherfreut, seit 1957 endlich wieder einen Bundestagsabgeordneten in den eigenen Reihen begrüßen zu dürfen", heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung vom Dienstag. "Wir freuen uns, dass mit Uwe Witt ein christlich-sozialer und auf dem Boden der Demokratie verwurzelter Abgeordneter den Weg zu uns gefunden hat. Mit seiner Erfahrung sowohl im arbeits- und sozialpolitischen Bereich, wie auch in anderen politisch relevanten Bereichen, wird er unser Profil und unsere Programmatik schärfen."

Otte bezeichnete den Parteieintritt Witts als "Signal des Aufbruchs und der neuen Aufstellung der Partei. Die Bürger haben den Wunsch nach einer neuen ernstzunehmenden konservativen-sozialen politischen Kraft und diese wollen wir nun wieder aktiv bundesweit anbieten."

Witt sagte dazu, mit der Zentrumpartei habe er eine echte politische Oppositionspartei gefunden, die tief und fest in der Demokratie verwurzelt sei. "Ich freue mich, christlich soziale und menschengerechte Politik für die Zentrumspartei im Deutschen Bundestag machen zu dürfen." Er wolle den Bürgern "bei der derzeitigen Parteienlandschaft eine neue bürgernahe, freiheitliche und konservative Kraft bieten".

Witt, der aus Witten im Ruhrgebiet stammt, war im Dezember aus der AfD-Fraktion ausgetreten. In einem Schreiben hatte er als Grund "Grenzüberschreitungen" von AfD-Mitgliedern genannt. Er wandte sich sich gegen die Dominanz des rechtsextremen "Flügel" rund um den Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke. Witt war bei der Bundestagswahl im September Spitzenkandidat der AfD in Schleswig-Holstein.

Das Zentrum bezeichnet sich selbst als "älteste Partei Deutschlands". Andere Parteien wie die SPD wurden zwar teils schon vorher gegründet, wechselten im Laufe der Geschichte jedoch ihre Namen.

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18. Januar 2022 15:13

Linksfraktion und Flüchtlingsrat gegen Abschiebungen nach Polen

Potsdam (KNA) Einen sofortigen Stopp der Abschiebungen von Geflüchteten nach Polen hat die Linksfraktion im Brandenburger Landtag gefordert. Dort würden Flüchtlinge in geschlossenen Lagern im Wald oder auf Militä ...

Potsdam (KNA) Einen sofortigen Stopp der Abschiebungen von Geflüchteten nach Polen hat die Linksfraktion im Brandenburger Landtag gefordert. Dort würden Flüchtlinge in geschlossenen Lagern im Wald oder auf Militärbasen untergebracht, die keine Kontakte zur Außenwelt hätten, kritisierte die Fraktionssprecherin für Migrations- und Integrationspolitik, Andrea Johlige, am Dienstag in Potsdam. "Das ist europarechtswidrig", betonte die Abgeordnete. Entsprechend äußerte sich auf Anfrage auch der Flüchtlingsrat Brandenburg.

Johlige war in der vergangenen Woche zusammen mit anderen Landtags- und Bundestags-Abgeordneten ihrer Partei im weißrussisch-polnischen Grenzgebiet unterwegs. Dort befinden sich nach ihren Angaben rund 1.400 Flüchtlinge in einem Waldgebiet von der Größe des Brandenburger Landkreises Barnim. Es handle sich um "einen Urwald, ein sumpfiges Dickicht", sagte Johlige. "Die Geflüchteten sitzen in der Falle, werden mit Hunden gehetzt und getreten." Aus ihrer Sicht gibt es eine humanitäre Pflicht, die 1.400 Menschen sofort zu evakuieren. "Was dort - 800 Kilometer von uns entfernt - passiert, muss sofort beendet werden."

Der Flüchtlingsrat Brandenburg schloss sich der Forderung nach einem Stopp der Abschiebungen nach Polen an. Nur so könne Menschen, die in Brandenburg nach einer langen Flucht angekommen seien, Sicherheit gewährt werden, heißt es in einer Stellungnahme. Polnische Gesetze erlaubten es, Asylsuchende bis zu zwei Jahre zu inhaftieren, betonte der Flüchtlingsrat. Davon seien auch geflüchtete Kinder betroffen. "Wenn Brandenburg nach Polen abschiebt, machen wir uns mitschuldig an den dortigen Menschenrechtsverletzungen", so das nichtstaatliche Gremium mit Vertretern aus Hilfsorganisationen, Kirchen und Geflüchteten-Initiativen.

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18. Januar 2022 14:53

"Flimmo" warnt vor neuem Gruselphänomen "Huggy Wuggy" im Netz

München (KNA) Der Medienratgeber "Flimmo" warnt vor einer neuen Gruselfigur im Netz. Derzeit sorge das blaue Plüsch-Ungeheuer "Huggy Wuggy" mit seinem furchterregenden breiten Maul samt voller spitzer Zähne für ...

München (KNA) Der Medienratgeber "Flimmo" warnt vor einer neuen Gruselfigur im Netz. Derzeit sorge das blaue Plüsch-Ungeheuer "Huggy Wuggy" mit seinem furchterregenden breiten Maul samt voller spitzer Zähne für Ängste bei Kindern, teilte "Flimmo" am Dienstag in München mit. Es geistere durch Videos auf Youtube, Tiktok oder Instagram. Ursprünglich stamme der Charakter aus dem Survival-Horror-Game "Poppy Playtime", das sich an Erwachsene richte und für Kinder völlig ungeeignet sei. Durch "Let's-Play"-Videos sei Huggy Wuggy aber schnell auch über die Gaming-Szene hinaus bekannt geworden.

Mittlerweile gibt es laut Mitteilung auch Videos, in denen YouTuber vorgeben, von Huggy Wuggy bedroht oder entführt zu werden. Doch auch ohne Medien könnten Kinder mit der Figur in Kontakt kommen. So gebe es bereits entsprechende Plüschpuppen zu kaufen.

Gruselphänomene wie Huggy Wuggy könnten Mädchen und Jungen verunsichern und ängstigen, so "Flimmo". Gerade Jüngeren falle es oft schwer zu durchschauen, dass die Geschichten um diese Figur fiktiv seien. Zudem könne die Verbindung von Spielzeugpuppen und Horrorelementen für Kinder besonders angsteinflößend sein.

"Flimmo" ist ein Projekt des Vereins Programmberatung für Eltern. Mitglieder sind elf Landesmedienanstalten, die Stiftung Medienpädagogik Bayern der Bayerischen Landesmedienzentrale und das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI). Mit der Durchführung ist das JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis beauftragt.

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18. Januar 2022 14:51

Ostdeutsche Bischöfe würdigen gestorbenen Kirchenzeitungschef

Berlin/Leipzig (KNA) Die ostdeutschen katholischen Bischöfe haben die Verdienste des am Samstag gestorbenen Journalisten Matthias Holluba nachdrücklich gewürdigt. Als Chefredakteur der Kirchenzeitung "Tag des Herr ...

Berlin/Leipzig (KNA) Die ostdeutschen katholischen Bischöfe haben die Verdienste des am Samstag gestorbenen Journalisten Matthias Holluba nachdrücklich gewürdigt. Als Chefredakteur der Kirchenzeitung "Tag des Herrn" in über 25 Jahren sei er für sie "das Bindeglied zur Leserschaft" gewesen, erklärten am Dienstag Erzbischof Heiner Koch sowie die Bischöfe Gerhard Feige, Wolfgang Ipolt, Ulrich Neymeyr und Heinrich Timmerevers. In einem Schreiben an die Familie, die Redaktion sowie den Leipziger Sankt-Benno-Verlag, in dem die Kirchenzeitung erscheint, brachten sie ihre Trauer und Erschütterung zum Ausdruck.

"Wir haben ihn geschätzt als loyalen und reflektierten Chronisten und Kommentator der rasanten Veränderungen, die uns gerade im Osten Deutschlands vor große Herausforderungen stellten", heißt es in dem Beileidsschreiben der Bischöfe weiter, die gemeinsam Herausgeber der Kirchenzeitung sind. "Die lange Kontinuität - er war länger beim 'Tag des Herrn' im Amt, als ein jeder von uns Bischof ist - hat uns allen bei der Einschätzung der aktuellen Lage sehr geholfen."

Auch bei den Großveranstaltungen über zukunftsträchtige kirchliche Initiativen unter dem Motto "die pastorale!" habe Holluba eine wichtige Rolle gespielt, so die Bischöfe. So habe er das Konzept für die ersten beiden Auflagen der "pastorale!" 2006 und 2009 in Schmochtitz mitentwickelt und sei entscheidend an der Umsetzung der dritten Ausgabe 2019 in Magdeburg beteiligt gewesen.

"Als Chefredakteur der Kirchenzeitung half sein weiter Blickwinkel, der an Bistumsgrenzen nicht Halt machte, pastorale Anforderungen zu erkennen, die gegenwärtige kirchliche Situation auf dem Hintergrund der ostdeutschen Geschichte zu deuten sowie Entwicklungen und Diskussionen mit anzustoßen, die für die Kirche zwischen Ostsee und Erzgebirge relevant sind", würdigten die Bischöfe.

Der aus Thüringen stammende Holluba war nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 59 Jahren gestorben. Nach Abschluss eines Theologiestudiums in Erfurt gehörte er der Redaktion des "Tag des Herrn" ab 1989 an und war seit 1996 deren Chefredakteur. Die Kirchenzeitung erscheint wöchentlich in fünf Ausgaben für die fünf ostdeutschen Bistümer Görlitz, Dresden-Meißen, Magdeburg, Erfurt und das Erzbistum Berlin. Das Blatt gehört zur Verlagsgruppe Bistumspresse, einem Zusammenschluss von vier katholischen Kirchenzeitungsverlagen.

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18. Januar 2022 14:44

Unterschiedliche Reaktionen auf Pläne zu Paragraf 219a

Berlin (KNA) Auf das Vorhaben der Ampel-Regierung zur Streichung des Paragrafen 219a gibt es unterschiedliche Reaktionen. Während es nach Einschätzung der "Aktion Lebensrecht für Alle" (ALfA) kein Informationsdefi ...

Berlin (KNA) Auf das Vorhaben der Ampel-Regierung zur Streichung des Paragrafen 219a gibt es unterschiedliche Reaktionen. Während es nach Einschätzung der "Aktion Lebensrecht für Alle" (ALfA) kein Informationsdefizit für schwangere Frauen in Notsituationen gibt, spricht sich die Arbeiterwohlfahrt am Dienstag mit Blick auf die Abtreibung für weitere Reformen aus. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hatte am Montag den Referentenentwurf zur Streichung des Werbeverbots für Abtreibungen vorgestellt.

Inhaltlich untersagt der Passus das Anbieten, Ankündigen oder Anpreisen von Schwangerschaftsabbrüchen aus finanziellem Vorteil heraus oder wenn dies in grob anstößiger Weise geschieht. Damit soll auch sichergestellt werden, dass Abtreibung nicht als normale Dienstleistung angesehen wird.

Die ALfA-Bundesvorsitzende Cornelia Kaminski betonte, die in der vergangenen Legislaturperiode erfolgte Novellierung des Werbeverbots für Abtreibungen ermögliche es bereits jetzt jeder abtreibungswilligen Schwangeren, sich eine von der Bundesärztekammer gepflegte, monatlich aktualisierte Liste aus dem Internet zu laden. In dieser seien Arztpraxen, Kliniken und Einrichtungen aufgelistet, die "vorgeburtliche Kindstötungen durchführen".

Mit einer Streichung des Werbeverbots für Abtreibungen würde das ohnehin in Teilen der Gesellschaft unterentwickelte Bewusstsein für das Lebensrecht ungeborener Menschen weiter untergraben. Denn es sei praktisch niemandem zu vermitteln, dass etwas, das beworben werde und für das geworben werden dürfe, eine rechtswidrige und prinzipiell strafbare Handlung darstelle, so Kaminski weiter.

Ähnlich wie der Verein ALfA äußerten sich die Christdemokraten für das Leben (CDL). Es fehlten Zahlen, die belegten, dass es Kinder gebe, die nur zur Welt gekommen seien, weil ihre Mütter keinen Zugang zu Informationen über Abtreibung erhalten hätten. Dagegen gebe es Statistiken über Abtreibungen. So seien im vergangenen Jahr fast 100.000 gemeldete Abtreibungen statistisch festgehalten worden. Auch die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Beatrix von Storch, kritisierte die geplante Streichung.

Dagegen erklärte die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die Abschaffung des Paragrafen 219a könne erst der Anfang sein. Sie forderte ein "Gesamtkonzept für reproduktive Rechte". Zusammen mit ihren bundesweit vorhandenen Schwangerschaftsberatungsstellen für die freie Entscheidung über einen Schwangerschaftsabbruch, die Abschaffung der Pflichtberatung und eine außerstrafrechtliche Regelung von Schwangerschaftsabbrüchen ein.

Die von der Ampel-Regierung angekündigte Kommission, die sich mit einer außerstrafrechtlichen Regelung von Abtreibung beschäftigen soll, müsse daher zügig kommen, um auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse eine Liberalisierung voranzutreiben und reproduktive Rechte auch in Deutschland umzusetzen.

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