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1000 gute Gründe: Angelina Grasshoff

„Das ist mein Grund, was ist deiner?“ Für unseren Glauben, unsere Kirche und für unser Engagement sprechen 1000 gute Gründe. Und noch viele mehr. Es ist Zeit, von ihnen zu erzählen! Ohne etwas zu verschweigen oder schönzureden. Sondern indem wir gemeinsam auch das Gute wieder zur Sprache bringen und zeigen, wie lebenswert, vielfältig und zeitgemäß katholisches Leben ist.

 

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LiboriTV zu Libori 2022

Was gehört zu Libori? Natürlich der Liboritusch. Wir begleiten diejenigen, die den Liboritusch spielen, bei der Probe. Genau wie die Schreinträger des Libori-Schreins, die sich auf Libori vorbereiten. Außerdem sind wir bei der Wallfahrt in Werl mit dabei und zeigen, welche Emotionen das Patronatsfest Maria Heimsuchung bei den hunderten Wallfahrern hinterlässt.
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1000 gute Gründe: Thomas Dierkes

Wir haben 1000 gute Gründe für die Kirche, den Glauben und die kirchlichen Einrichtungen – lasst uns davon erzählen, was Kirche Gutes tut. Thomas Dierkes, Altenpfleger im St. Vincenz Altenzentrum in Paderborn ist einer davon und spricht über seine Berufung und den Job in der Pflege. Nächstenliebe, anderen Menschen helfen – aus christlicher Überzeugung.

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Ticker der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA)

13. August 2022 17:19

Johanniter fordern Investitionen in den Schutz der Bevölkerung

Berlin/Michendorf (KNA) Die Johanniter fordern weitere Investitionen in den Schutz der Menschen in Deutschland. "Der Schutz und die Stärkung der Resilienz der Bevölkerung haben durch die Corona-Pandemie, die Hochwasserkatastrophe an Ahr und Erft und den Ukraine-Krieg in den vergangenen zwei Ja ...

Berlin/Michendorf (KNA) Die Johanniter fordern weitere Investitionen in den Schutz der Menschen in Deutschland. "Der Schutz und die Stärkung der Resilienz der Bevölkerung haben durch die Corona-Pandemie, die Hochwasserkatastrophe an Ahr und Erft und den Ukraine-Krieg in den vergangenen zwei Jahren an Bedeutung gewonnen. Wir als Hilfsorganisation stehen für diese Aufgaben bereit", erklärte Jörg Lüssem, Mitglied des Bundesvorstands der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), am Samstag. An einigen Stellen brauche es jedoch Investitionen und Anpassungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen, um diesen Auftrag weiter erfüllen zu können.

Lüssem äußerte sich anlässlich eines Besuches von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Johanniter-Quartier im brandenburgischen Michendorf am Freitag. Nach den Worten der Johanniter ist eine Reform der Notfallversorgung dringend nötig. "Die dauerhafte Belastung des Gesamtsystems der Notfallversorgungsstrukturen muss abgebaut werden, um der Bevölkerung weiterhin eine gute Versorgung im Notfall bieten zu können", hieß es.

Zudem forderten die Johanniter eine "ganzheitliche Pflegereform, die sowohl die Struktur der Leistungen als auch die generationsgerechte und zukunftsfeste Finanzierung der Pflegeversicherung berücksichtigt". Pflegebedürftigkeit dürfe nicht zu Altersarmut führen.

13. August 2022 14:25

Bistum: Tausende Tamilen bei Wallfahrt nach Kevelaer

Kevelaer (KNA) An der 35. Wallfahrt der Tamilen nach Kevelaer haben am Samstag nach Angaben des Bistums Münster mehrere tausend Pilger teilgenommen. Gekommen war auch Bischof Felix Genn, der mit einem traditionellen Tanz und einer Blumenkette begrüßt worden sei. "Es war mein ausdrücklicher W ...

Kevelaer (KNA) An der 35. Wallfahrt der Tamilen nach Kevelaer haben am Samstag nach Angaben des Bistums Münster mehrere tausend Pilger teilgenommen. Gekommen war auch Bischof Felix Genn, der mit einem traditionellen Tanz und einer Blumenkette begrüßt worden sei. "Es war mein ausdrücklicher Wunsch", sagte er den Menschen laut Mitteilung, "diese Wallfahrt zu erleben und mitzufeiern." Alle, die an dieser Wallfahrt teilnehmen, sollten wissen, "dass sie hier in Kevelaer und bei uns im Bistum Münster ein Zuhause auch in der Ferne haben", sagte Genn den Menschen, die teilweise seit vielen Jahren weit weg von ihrer angestammten Heimat leben.

Wallfahrtsrektor Gregor Kauling sagte: "Es ist fast wieder wie in den Jahren vor der Pandemie." Endlich könnten Tamilen aus ganz Europa wieder nach Kevelaer kommen, sogar die bunten Marktstände seien aufgebaut worden. "Bei dieser Wallfahrt kann man einfach mal für einige Stunden in eine andere Kultur eintauchen, sie ist ein bunter Farbtupfer unter den Pilgergruppen." Gerade diese Wallfahrt mache deutlich, "dass unser Glaube weltumspannend ist und unterschiedliche Ausdrucksformen haben kann". Es seien längst nicht nur christliche Tamilen zu Gast, sondern auch muslimische und hinduistische. Kauling dankte auch den zahlreichen Helfern für ihren Einsatz.

Kevelaer dient den einstigen Bürgerkriegsflüchtlingen als Ersatz für die Pilgerfahrt nach Madhu im Norden Sri Lankas, die jeden August zum katholischen Hochfest Mariä Himmelfahrt stattfindet. In Madhu wird eine 400 Jahre alte Marienstatue verehrt. Mehrere 100.000 Menschen nehmen alljährlich daran teil, darunter nicht nur Katholiken und Christen anderer Konfessionen, sondern auch Buddhisten und Hindus.

13. August 2022 14:00

Ampel-Politiker wollen Erleichterung für afghanische Ortskräfte

Berlin (KNA) Abgeordnete der Ampel-Koalition haben sich für Erleichterungen im Umgang mit Familien afghanischer Ortskräfte der Bundeswehr ausgesprochen. Bislang dürfen nur Mitglieder der unmittelbaren Kernfamilie mit nach Deutschland umziehen. "Ich habe den pragmatischen Wunsch, dass wir in B ...

Berlin (KNA) Abgeordnete der Ampel-Koalition haben sich für Erleichterungen im Umgang mit Familien afghanischer Ortskräfte der Bundeswehr ausgesprochen. Bislang dürfen nur Mitglieder der unmittelbaren Kernfamilie mit nach Deutschland umziehen. "Ich habe den pragmatischen Wunsch, dass wir in Bezug auf Afghanistan wegen der besonderen Verantwortung, die wir dort haben, einen erweiterten Familienbegriff im Ortskräfteverfahren anwenden", sagte der SPD-Innenpolitiker Helge Lindh am Samstag bei dem ersten Kongress "Afghanische Ortskräfte" in der Evangelischen Akademie Berlin.

Ähnlich äußerte sich der Grünen-Obmann im Afghanistan-Untersuchungsausschuss, Robin Wagener. "Die Gefährdung von Menschen in Afghanistan richtet sich nicht danach, ob sie in deutschen Gesetzen als Teil der Kernfamilie verstanden werden."

Der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Peter Tauber (CDU), mahnte, dass bereits zu Beginn eines Bundeswehreinsatzes geklärt werden müsse, wie man künftig mit einheimischen Kräften umgehen wolle. "Ohne Ortskräfte werden Bundeswehreinsätze auch künftig nicht gehen", sagte Tauber. "Wenn wir Menschen dazu bringen wollen, dass sie unsere Soldaten im Einsatz unterstützen, müssen wir diesen Menschen eine Perspektive bieten."

Bereits zuvor hatte sich die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Luise Amtsberg (Grüne), für eine Neudefinition des Begriffs Ortskraft ausgesprochen: Auch Mitarbeiter von Subunternehmern, die für die Bundeswehr arbeiteten, sollten künftig darunter fallen. "Der Familienbegriff sollte über die deutsche Kernfamilie hinausgehen", sagte Amtsberg. "Auch die 18-jährige Tochter, die noch im Haushalt der Eltern lebt, sollte künftig mit nach Deutschland dürfen, obwohl sie rechtlich als volljährig gilt."

Ein Jahr nach dem überstürzten Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan leben noch immer tausende ehemalige Mitarbeiter der Bundeswehr, von Regierungsorganisationen und Nichtregierungsorganisationen im Land am Hindukusch. Von den rund 23.000 Menschen, denen seitens der Bundesregierung die Aufnahme zugesichert wurde, befinden sich nach Angaben Amtsbergs derzeit etwa zwei Drittel in Deutschland.

13. August 2022 13:57

Dekan empfiehlt Kirchenleuten Kenntnisse der Traumatherapie

Bonn (KNA) Kirchenvertreter sollten im Umgang mit Betroffenen von sexuellem Missbrauch aus Sicht des Erlanger Dekans Michael Pflaum auch die Traumatherapie einbeziehen. Er frage sich, "warum die ganze deutsche katholische Theologie seit dem Bekanntwerden des Missbrauchsskandals in der Kirche kei ...

Bonn (KNA) Kirchenvertreter sollten im Umgang mit Betroffenen von sexuellem Missbrauch aus Sicht des Erlanger Dekans Michael Pflaum auch die Traumatherapie einbeziehen. Er frage sich, "warum die ganze deutsche katholische Theologie seit dem Bekanntwerden des Missbrauchsskandals in der Kirche keinen interdisziplinären Austausch mit Traumatheorien begonnen hat", sagte Pflaum im Interview des Portals katholisch.de (Samstag). Er sei davon überzeugt, dass Bischöfe, Generalvikare und Personalverantwortliche, die mit Betroffenen von sexuellem Missbrauch sprechen, ein Grundwissen in Traumatherapie benötigten.

"Dann erst kann man nachvollziehen, was eine Traumatisierung bedeuten kann und warum viele Betroffene ihr Leben deshalb nicht mehr geregelt bekommen." Nicht jeder Pfarrer müsse ein Traumatherapeut werden, aber es gehe darum, sich Grundwissen anzueignen, erklärte Pflaum. "Wenn wir aus der Missbrauchskrise der Kirche herauskommen und einen heilenden Weg in die Zukunft gehen wollen, dann brauchen wir eine traumaexistentiale Theologie."

Denn ein Trauma wie sexueller Missbrauch betreffe die ganze Existenz eines Menschen. "Die Kirche und ihre Vertreter müssen sich mit Traumatherapien beschäftigen. Denn das wäre eine Bereicherung in vielerlei Hinsicht, weil sie unser Menschenbild korrigiert, sensibler im Seelsorgegespräch macht und den Blick schärft für verletzende Strukturen", betonte der Dekan.

Wenn ein Missbrauchsbetroffener sich über Jahre selbst verletze, depressiv sei, Drogen oder Alkohol konsumiere und keiner Arbeit nachgehen könne, "sei das ein Riesenelend, das er da mit sich herumschleppt", so Pflaum. "Das alles kann bei schwerem Missbrauch die Summe seiner posttraumatisierten Belastungen sein."

Wenn ein Seelsorger jemandem empfehle, dem Täter zu verzeihen, sei das "wie ein Schlag ins Gesicht", sagte Pflaum. "Solche Sätze wirken wie Gift, denn damit wird suggeriert: Heilung geschieht allein durch das Verzeihen, und ansonsten braucht man nichts zu tun. Das ist nicht richtig. So wird das Trauma erneut verdrängt, auch strukturell." So ein Verhalten verhindere, dass der Täter zur Rechenschaft gezogen und auch davon abgehalten werde, weitere Taten zu begehen. "Wenn einem Betroffenen suggeriert wird, er habe es durch das Verzeihen in der Hand, die Tat zu verarbeiten, dann ist das unverschämt."

13. August 2022 13:05

Remscheider Stadtdechant: Klares Papst-Wort zu Woelki nötig

Köln (KNA) Der Remscheider Stadtdechant Thomas Kaster wünscht sich ein klares Wort des Papstes zum Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki. Die Situation derzeit sei "quälend" für die Kirche, für die Menschen und wohl auch für den Erzbischof selbst, sagte Kaster dem Sender WDR 5 am Samstag. " ...

Köln (KNA) Der Remscheider Stadtdechant Thomas Kaster wünscht sich ein klares Wort des Papstes zum Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki. Die Situation derzeit sei "quälend" für die Kirche, für die Menschen und wohl auch für den Erzbischof selbst, sagte Kaster dem Sender WDR 5 am Samstag. "Es wäre jetzt wichtig, dass der Papst für Klarheit sorgt, wie es weitergehen kann." Franziskus müsse auch die aktuellen Vorgänge in Betracht ziehen, so den Unmut im Erzbistum wegen einer PR-Strategie. Die Vertrauensgrundlage sei zerstört. "Mir fehlen mittlerweile einfach auch die positiven Bilder, wie kann es mit diesem Bischof weitergehen."

Papst Franziskus hatte Woelki vergangenen Herbst in eine mehrmonatige Auszeit geschickt und ihn später aufgefordert, seinen Rücktritt anzubieten. Über den Amtsverzicht muss der Papst noch entscheiden.

In der vergangenen Woche hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" aus internen Papieren von Woelkis PR-Beratern berichtet, die sich unter anderem mit der Frage "Wie 'überlebt' der Kardinal?" beschäftigt hätten. Laut Zeitung rieten die Fachleute Erzbischof Woelki und seinem früheren Generalvikar Markus Hofmann, den Betroffenenbeirat des Erzbistums auf ihre Linie zu bringen, was einen Gutachter-Wechsel im Oktober 2020 anging. So sollten die beiden in einer anstehenden Sitzung mit den Betroffenen "Emotionen" zeigen und "Joker" in der Hinterhand haben, etwa das Angebot, sich für zügigere Anerkennungszahlungen an Missbrauchsopfer einzusetzen.

Auf die Berichterstattung folgte der Vorwurf der Instrumentalisierung von Missbrauchsopfern. Dem hielt der Kölner Generalvikar Guido Assmann entgegen, die Perspektive der Betroffenen sei für die Erzdiözese "immer und ausschließlich" handlungsleitend gewesen. Es habe nie das Ziel gegeben, die Betroffenen "zu einem bestimmten Stimmverhalten zu animieren", und es sei nie Druck ausgeübt worden.

Der Bericht hatte Kritik auch von weiteren ranghohen Kirchenvertretern hervorgerufen, etwa bei den Stadtdechanten Frank Heidkamp in Düsseldorf, Robert Kleine in Köln, Wolfgang Picken in Bonn und Bruno Kurth in Wuppertal.

Kaster sagte jetzt, die Reaktion Assmanns kläre die Vorgänge "auch nicht wirklich" auf. Er verstehe nicht, dass Woelki sich nicht selbst zu Wort melde, um für Klarheit zu sorgen. "Das wäre jetzt dringend notwendig." Er sehe, dass Menschen aus dem "innersten Kern" der Gemeinde aus der Kirche austräten oder sich der evangelischen Kirche zuwendeten. Er höre Sätze wie: "Wir können diese Situation nicht mehr ertragen, die wir im Erzbistum haben."

13. August 2022 11:47

Debatte über Gedenkfeier zu Olympia-Attentat 1972 dauert an

Bonn/München (KNA) Bayerns Antisemitismusbeauftragter Ludwig Spaenle hat eine Absage der Gedenkfeier zum 50. Jahrestag des Olympia-Attentats 1972 ins Spiel gebracht. Er sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag): "Man muss ernsthaft prüfen, ob die Gedenkfeier nach der Absage der Hinter ...

Bonn/München (KNA) Bayerns Antisemitismusbeauftragter Ludwig Spaenle hat eine Absage der Gedenkfeier zum 50. Jahrestag des Olympia-Attentats 1972 ins Spiel gebracht. Er sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag): "Man muss ernsthaft prüfen, ob die Gedenkfeier nach der Absage der Hinterbliebenen noch stattfinden kann. Sie darf nicht zur Groteske verkommen."

Die Sprecherinnen der Opferfamilien hatten ein Entschädigungsangebot des Bundes als "Beleidigung" zurückgewiesen. Spaenle zeigte sich nicht überrascht über deren Reaktion. "Ich mahne seit vielen Wochen, dass man auf gleicher Augenhöhe mit den Angehörigen spricht und ihre Klagen ernst nimmt", sagte er den Zeitungen. "Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen. Der Umgang mit den Familien in der Entschädigungsfrage ist beschämend, man kann das nicht anders nennen."

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, bedauerte die Absage der Hinterbliebenen. "Die Bemühungen der deutschen Seite sind in meinen Augen anzuerkennen. Ich hatte gehofft, dass es zur einer Einigung kommen würde", sagte er dem Redaktionsnetzwerk.

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Volker Beck, sagte dem "Spiegel" (Samstag), die für den 5. September geplante Gedenkveranstaltung in München würde zum "Desaster", wenn sich die Verantwortlichen in der Entschädigungsfrage nicht besännen. "Man kann nur eindringlich bitten, den Angehörigen noch einen annehmbaren Vorschlag zu unterbreiten." Versäumnisse über Jahrzehnte seien "nicht mit ein paar hingeworfenen Geldbündeln wiedergutzumachen".

Den Hinterbliebenen gehe es nicht vorrangig um Geld, sondern darum, dass in der Entschädigung auch Respekt zum Ausdruck komme, betonte Beck. "Man sollte darum tunlichst vermeiden, jetzt um Beträge zu feilschen, sondern sich an vergleichbaren Fällen orientieren."

Die Bundesregierung hatte den Angehörigen vor einigen Wochen ein neues Angebot gemacht: insgesamt 10 Millionen Euro, abzüglich der 4,6 Millionen Euro, die die Bundesregierung, der Freistaat Bayern und die Stadt München bereits 2002 zahlten. Die Angehörigen erachten das als zu wenig.

Beck kritisierte zudem eine unzureichende Aufarbeitung des Terroranschlags. Die Angehörigen hätten ihre Verluste kaum verarbeiten und Abschied nehmen können, weil "nie alles auf den Tisch" gekommen sei: "Die offenen Fragen tragen sie bis heute mit sich herum, ebenso das Pflichtgefühl, den Ermordeten zu ihrem Recht und zur Wahrheit über das Attentat verhelfen zu müssen. Das macht den Unwillen auf deutscher Seite besonders grausam."

Bei dem Attentat palästinensischer Terroristen waren in München im September 1972 elf israelische Sportler und Betreuer sowie ein deutscher Polizist ums Leben gekommen.

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