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Synodaler Weg

Die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz 2019 in Lingen stand ganz unter dem Eindruck der MHG-Studie, die das Ausmaß sexuellen Missbrauchs im Bereich der katholischen Kirche deutlich gemacht hatte. Unter dem Eindruck der Ergebnisse beschlossen die deutschen Bischöfe einen „synodalen Weg”, der am 1. Advent 2019 eröffnet wurde. Gemeinsam mit allen Gläubigen wollen die Bischöfe Reformen anstoßen. Ziel ist es, einen Aufbruch im Licht des Evangeliums zu wagen und Antworten auf drängende Fragen der Kirche zu finden. Die Themen lauten: Machtmissbrauch, Sexualmoral, Zölibat und die Rolle der Frau.

Aktuelle Nachrichten:

BDKJ: Gesprächsformat zum Synodalen Weg mit prominenter Besetzung

Mit der Veranstaltungsreihe DIGITAL SYNODAL bringt der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) an vier Abenden junge Interessierte und Mitglieder der Synodalforen zu Online-Hearings zusammen. Über ein Beteiligungstool werden alle Thesen und Wünsche der jungen Menschen die Vertreter*innen der verschiedenen Synodalforen erreichen. Die Teilnahme an den Veranstaltungen steht allen Interessierten offen.

Synodaler Weg tagt in Regionalkonferenzen

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf den Fortgang des Synodalen Weges aus. Nachdem absehbar ist, dass eine Veranstaltung mit über 230 Teilnehmern in  schwierig wird, hat das Präsidium des Synodalen Weges beschlossen, dass es eine eintägige Konferenz geben wird, die zeitgleich an fünf verschiedenen Orten stattfindet.

Newsletter zum Synodalen Weg

Ab Juni 2020 gibt es als weiteres Informationsangebot einen Newsletter zum Synodalen Weg, der alle wichtigen Neuigkeiten kompakt zusammenfasst. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Neuer Vorsitzender im Forum „Leben in gelingenden Beziehungen“

Nachwahl im Forum „Leben in gelingenden Beziehungen — Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“:  Der bisherige Co-Vorsitzende des Forums, Bischof Dr. Georg Bätzing (Limburg), stand für die Aufgabe aufgrund seiner neuen Verantwortung als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz nicht mehr zur Verfügung. Das Synodalforum hat Bischof Dr. Helmut Dieser (Aachen) also Co-Vorsitzenden gewählt.

Matthias-Kapelle im Hohen Dom ist zum Gebet für den „Synodalen Weg“ eingerichtet

Wer den Hohen Dom durch das Paradiesportal betritt, sieht sie sofort: auffällige weiße Fußspuren auf den Bodenplatten der Paderborner Bischofskirche. Folgt man ihnen, gelangt man in die Matthias-Kapelle am südlichen Längsschiff. Die Kapelle ist seit Mitte März ganz im Zeichen des „Synodalen Wegs“ eingerichtet, dem Dialogprozess, zu dem die katholische Kirche in Deutschland im Dezember 2019 aufgebrochen ist. Viele Besucher sind den Spuren in die Kapelle seitdem schon gefolgt, haben dort selber „Spuren“ ihres Weges hinterlassen und für das Gelingen des Synodalen Weges gebetet.

Die junge Generation beim Synodalen Weg

YOUPAX, das junge Glaubensportal im Erzbistum Paderborn, hat jene drei Teilnehmenden am Synodalen Weg vorgestellt, die der jüngeren Generation angehören: Lukas Färber, Finja Miriam Weber und Janosch Roggel. Hier geht es zu den Beiträgen.

Lukas Färber

Der gebürtige Sauerländer Lukas Färber ist in verschiedenen Jugendverbänden engagiert. „Ich finde es unglaublich wichtig, ohne Vorbehalte und Scheu an Menschen heranzutreten, mit ihnen zu sprechen und sie anzunehmen”, sagt er. „Da ist Jesus ein Vorbild, dies auch heute zu versuchen.“

Foto: BDKJ

Janosch Roggel, 24 Jahre aus Dortmund, hat bei der ersten Vollversammlung des Synodalen Weges eine viel beachtete Rede gehalten. Darüber, dass er Opfer von sexualisierter Gewalt innerhalb der Kirche geworden ist. Darüber, dass er transsexuell ist. Darüber, dass er als einer von vielen Betroffenen da ist, mitten in der Kirche, vor allen Augen. „Ich sehe es als meine Verantwortung“, sagt Janosch Roggel im Gespräch, „die Chance, die wir mit dem Synodalen Weg bekommen, zu nutzen.“

Synodale aus dem Gebiet des Erzbistums Paderborn bei der Synodalversammlung

Folgende Personen aus dem Erzbistum Paderborn sind stimmberechtigte Mitglieder bei Synodalversammlungen:

  • Erzbischof Hans-Josef Becker sowie die Weihbischöfe Matthias König, Hubert Berenbrinker und Dr. Dominicus Meier OSB als Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz
  • Nadine Mersch, Jan Hilkenbach, Michaela Labudda und Kolping-Bundespräses Josef Holtkotte als durch das Zentralkomitee der deutschen Katholiken nominierte Mitglieder
  • Pfarrer Ludger Hojenski (Dortmund) als Vertreter des Paderborner Priesterrates
  • Marie-Simone Scholz (Gütersloh) für den Bundesverband der Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten
  • Finja Weber, Lukas Färber und Janosch Roggel – aus verschiedenen Jugendverbänden, vom ZdK besetzt als Mitglieder unter 30 Jahren
  • Dr. Katharina Westerhorstmann (Expertin) – Einzelbenannte der DBK
  • Professorin Dr. Agnes Wuckelt (Expertin, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) und Professor Dr. Matthias Sellmann (Experte) – Einzelbenannte vom ZdK

Diözesane Ansprechperson für das Synodalbüro: Msgr. Dr. Michael Bredeck
Kontakt: bistumsentwicklung@erzbistum-paderborn.de

Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB
Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB

Höre und neige deines Herzens Ohr

“Kirche ist mehr als ein Verein”, schreibt Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB in einem Blogbeitrag auf dem Wir-Portal des Erzbistums Paderborn. Darin blickt er als Ordenschrist auf den Synodalen Weg und die bevorstehende Synodalversammlung. In der benediktinische Ordensregel findet er zwei Handlungsmaximen für das Miteinander der Synodalen: „Höre“ und „Neige das Ohr deines Herzens“.

Erzbischof Hans-Josef Becker

Im Pontifikalamt am Vorabend des ersten Advent eröffnete Erzbischof Becker durch das Anzünden der Synodalkerze den "Synodalen Weg" auch für das Erzbistum Paderborn.

Nadine Mersch

Zusammenhalten statt Auseinanderfallen

Nadine Mersch, Leiterin der Stabstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), hat bei der Vorbereitung des Synodalen Weges mitgearbeitet und war eines von 15 Mitgliedern im Forum „Sexualmoral”. Über Ihre Erfahrungen haben wir mit ihr bereits im September gesprochen.

Michaela Labudda
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