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© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

Das Sakrament der Taufe: Ein Segen fürs Leben

Die Taufe ist das erste Sakrament der katholischen Kirche. Hier erfahren Sie, was bei einer Taufe geschieht, wie Sie eine Taufe anmelden und welche Voraussetzungen für Kinder, Erwachsene sowie Patinnen und Paten gelten.

Was ist die Taufe?

Die Taufe  ist das erste und grundlegende Sakrament der christlichen Gemeinschaft. Äußerlich steht sie für die Aufnahme in die katholische Kirche. Innerlich bedeutet das Sakrament eine Wandlung: Durch das Wasser der Taufe wird ein Mensch gereinigt und symbolisch wiedergeboren. Damit steht die Taufe für Erneuerung und eine spirituelle Transformation. Von nun an begleitet Gott den Menschen durch sein Leben, lässt ihm seine Liebe zuteilwerden, ist bei ihm, wenn es darauf ankommt.

Die Taufe ist Voraussetzung für den Empfang aller anderen Sakramente. Zusammen mit der Firmung und der Erstkommunion zählt sie zu den sogenannten Initiationssakramenten (Einführungssakramenten). Die Eingliederung in die Kirche ist also erst dann vollendet, wenn ein Mensch gefirmt ist und das Sakrament der Eucharistie empfängt.

Biblischer Ursprung

Das Sakrament der Taufe hat einen biblischen Ursprung: Alle vier Evangelien erzählen, wie Jesus Christus durch Johannes den Täufer im Fluss Jordan getauft wurde. „Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.“ (Mt 3,16-17) Die Evangelien beschreiben die Taufe als Wendepunkt im Leben Jesu, denn danach beginnt er sein öffentliches Wirken.

Nach seiner Auferstehung gibt Jesus den Auftrag zu taufen an seine Jünger weiter. Die Taufe ist von Anfang an ein wichtiges Sakrament, das die Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinschaft symbolisierte. Sie ist aber auch Auftrag: Getaufte Christinnen und Christen sind dazu aufgerufen, ihr Leben an Jesus Christus auszurichten.

Geschichte der Taufe

Im ursprünglichen Wortsinn bedeutet Taufe „eintauchen“ – in den ersten Jahrhunderten wurde der Täufling ganz ins Wasser eingetaucht. Die Zeremonie fand damals an Flüssen oder in großen steinernen Becken, den Baptisterien, statt. Und getauft wurde man als Jugendlicher oder junger Erwachsener. Ab dem Mittelalter verbreitete sich die Taufe von Kleinkindern.

Heute ist es bei der Taufe üblich, dass der Taufspender – das ist in der Regel ein Priester oder Diakon – geweihtes Wasser dreimal über den Kopf des Täuflings gießt und dessen Stirn mit Chrisamöl einsalbt. Dabei spricht er folgende Taufformel: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Die Taufe kinderleicht erklärt im Video

Welche Bedeutung hat die Taufe für das Leben?

Die Taufe ist ein besonderes Sakrament und gehört zu den ältesten Ritualen der Christenheit: Die Taufe ist die erste Begegnung mit Gott im Zeichen einer symbolischen Handlung. Dabei wird der Täufling unter Gottes Segen gestellt. Zudem wird der Täufling mit diesem Sakrament in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen.

Kann eine Taufe wiederholt werden?

Die Taufe wird nur einmal gespendet und kann nicht wiederholt werden. Nach katholischem Verständnis prägt sie den Menschen dauerhaft und verbindet ihn bleibend mit Jesus Christus und der Gemeinschaft der Kirche.

Auch eine später empfundene Distanz zum Glauben oder ein Kirchenaustritt hebt die Taufe nicht auf. Kehrt ein getaufter Mensch zum Glauben oder zur Kirche zurück, wird er deshalb nicht erneut getauft.

Die katholische Kirche erkennt in der Regel auch Taufen anderer christlicher Kirchen an, wenn sie mit Wasser und im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes vollzogen wurden.

Warum habe ich mein Kind taufen lassen?

Taufe des Kindes von Svenja U.„Für mich war die Taufe meiner Kinder selbstverständlich. Mir liegt es sehr am Herzen, dass sie sich in ihrem Leben von Gott getragen und behütet wissen.“ (Svenja U.)

 

„Wir haben unsere Kinder getauft, weil das Sakrament der Taufe für uns der Grundstein für die Verbindung unserer Kinder mit der Gemeinschaft der Kirche und Jesus Christus ist. Wir wünschen uns, dass unsere Kinder ein christliches Leben führen und ihr Glaube, die Liebe, Hoffnung und Barmherzigkeit sie stets begleitet.“  (Kathrin B. und Marius H.)

Wie kann ich mein Kind taufen lassen?

Wenn Sie Ihr Kind taufen lassen möchten, wenden Sie sich an das Pfarrbüro Ihrer katholischen Kirchengemeinde. Sie können bereits vor der Geburt oder wenn das Kind schon etwas älter ist, Kontakt aufnehmen. Im Pfarrbüro erfahren Sie, welche Tauftermine angeboten und welche Unterlagen benötigt werden.

Welche Unterlagen werden benötigt?

In der Regel werden folgende Dokumente und Angaben für die Anmeldung einer Kindertaufe benötigt:

  • die Geburtsurkunde oder Geburtsbescheinigung des Kindes,
  • die Namen, Adressen und Konfessionen der Eltern,
  • die Namen und Kontaktdaten der Taufpatinnen und Taufpaten,
  • ein Nachweis, dass die Paten der katholischen Kirche angehören. Dies kann über ein aktuelles Taufzeugnis erfolgen, das vom Taufpfarramt der Paten ausgestellt wird.

Soll die Taufe nicht in Ihrer Wohnortgemeinde stattfinden, kann zusätzlich die Zustimmung oder eine Bescheinigung der zuständigen Kirchengemeinde erforderlich sein.

Die genauen Anforderungen können je nach Gemeinde und persönlicher Situation unterschiedlich sein. Klären Sie deshalb frühzeitig mit dem Pfarrbüro, welche Unterlagen Sie konkret benötigen.

Was geschieht beim Taufgespräch?

Vor der Taufe findet in der Regel ein Taufgespräch statt. Dabei lernen die Eltern den Priester, Diakon oder eine andere zuständige Person aus der Gemeinde kennen. Gemeinsam sprechen Sie über die Bedeutung der Taufe, den Ablauf der Feier und mögliche Formen der Mitgestaltung. Auch Fragen zu Taufpatinnen und Taufpaten, Taufspruch oder Taufkerze können dabei geklärt werden.

Wie läuft eine Kindertaufe ab?

In der katholischen Kirche wird die Taufe in der Regel von einem Priester oder Diakon vollzogen. Möchten Eltern ihr Kind taufen lassen, bekennen sie sich zusammen mit den Taufpatinnen und Taufpaten zu der Aufgabe, das Kind im christlichen Glauben zu erziehen. Dann wird der Täufling dreimal mit geweihtem Wasser übergossen, während der Priester die Taufformel spricht: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Im Anschluss folgt die Salbung mit Chrisamöl.

Einen detailierte Ablauf zur Kindertaufe finden Sie hier.

Der Namenstag – ein Tag zum Feiern

Mit der Taufe erhält das Kind nach katholischem Brauch einen Namenspatron. Dabei handelt es sich um einen Heiligen oder Seligen gleichen Namens. Oft sind heute gebräuchliche Namen von Heiligennamen abgeleitet (z. B. Lena von Magdalena, Hans oder Jan von Johannes). Außerdem gibt es bei manchen Namen auch mehrere Namenspatrone (bei Johannes etwa Johannes den Täufer und Johannes, den Apostel und Evangelisten). Früher war es sogar üblich, Kindern die Namen der jeweiligen Tagesheiligen zu geben. Auch wurde in den Kirchenbüchern der Tauftag und nicht der Geburtstag festgehalten.

Heute ist der Brauch, den Gedenktag der Namenspatronin oder des Namenspatrons zu feiern, in den Hintergrund getreten. Dabei hatte der Namenstag in katholischen Familien über Jahrhunderte hinweg eine höhere Bedeutung als der Geburtstag. In manchen Familien lebt die Tradition, den Namenstag zu feiern, wieder auf. Jedenfalls ist der Namenstag ein schöner Anlass für ein Familienfest.

© Dirk Lankowski / Erzbistum Paderborn
© Dirk Lankowski / Erzbistum Paderborn

Wie kann ich mich als Erwachsener taufen lassen?

Wer darüber nachdenkt, sich taufen zu lassen, kann sich zunächst an die katholische Kirchengemeinde am eigenen Wohnort wenden. In einem persönlichen Gespräch mit einem Priester oder einer anderen seelsorglichen Ansprechperson lässt sich klären, welche Beweggründe hinter dem Wunsch nach der Taufe stehen und wie die Sakramentenvorbereitung konkret gestaltet werden kann.

Was ist das Katechumenat?

Der Vorbereitungskurs auf die Erwachsenentaufe wird Katechumenat genannt. Es dauert etwa ein Jahr und wird mit einer feierlichen Aufnahme in einem Gottesdienst begonnen.

Während des Katechumenats lernen die Taufbewerberinnen und Taufbewerber den christlichen Glauben kennen. Sie erleben das Kirchenjahr mit, nehmen am Leben der Gemeinde teil und setzen sich mit der Bedeutung des Glaubens für den eigenen Alltag auseinander. Auch das persönliche Gebet und die Mitfeier von Gottesdiensten gehören zur Vorbereitung. Gleichzeitig bietet das Katechumenat Raum für persönliche Fragen, Zweifel und Glaubenserfahrungen.

Die Taufbewerberinnen und Taufbewerber werden dabei einzeln oder in einer Katechumenatsgruppe von einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger begleitet. Während der gesamten Vorbereitungszeit können sie frei und ohne Druck entscheiden, ob sie den begonnenen Weg fortsetzen möchten.

Wenn die Taufbewerberin oder der Taufbewerber zum Ende der Vorbereitungszeit den Entschluss gefasst hat, sich taufen zu lassen, bittet sie oder er den begleitenden Seelsorgenden um die Zulassung zur Taufe. Diese erfolgt oft wenige Wochen vor dem Tauftermin in einem feierlichen Gottesdienst.

Wie läuft eine Erwachsenentaufe ab?

Die Erwachsenentaufe wird im Rahmen eines Gottesdienstes gefeiert. Bereits in der frühen Kirche war die Osternacht der wichtigste Termin für Taufen. Deshalb finden auch heute viele Erwachsenentaufen während der Feier der Osternacht statt.

Vor der Taufe bekennt die Taufbewerberin oder der Taufbewerber persönlich den christlichen Glauben. Anschließend wird Wasser über den Kopf gegossen und die Taufformel gesprochen. In einigen Kirchen besteht auch die Möglichkeit, in einem Taufbecken vollständig oder teilweise unterzutauchen.

Bei Erwachsenen werden in der Regel in derselben Feier auch die Firmung und die erste heilige Kommunion gespendet. Damit wird der neu getaufte Mensch vollständig in die Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen.

Einen detailierten Ablauf zur Erwachsenentaufe finden Sie hier.

© Erzbistum Paderborn

Ablauf der Taufe

Die Kindertaufe kann sowohl innerhalb der heiligen Messe als auch als eigenständiger Gottesdienst gefeiert werden. Nachfolgend wird der Ablauf der Kindertaufe in einem eigenständigen Gottesdienst beschrieben, da der Aufbau der Feier auch in der heiligen Messe der gleiche bleibt. In der heiligen Messe werden lediglich einige Elemente ergänzt, wie zum Beispiel das Kyrie in der Eröffnung oder die Eucharistiefeier im Anschluss an die ausdeutenden Riten.

Der Zelebrant eröffnet den Gottesdienst mit einem Kreuzzeichen und spricht ein paar Worte an die Feiergemeinde. Danach fragt er die Eltern nach dem Namen des Kindes. Diese erklären zusammen mit den Paten die Bereitschaft zur christlichen Erziehung des Kindes. Im Anschluss zeichnen sowohl der Zelebrant, die Eltern und die Paten ein Kreuzzeichen auf die Stirn des Kindes.

Der Wortgottesdienst wird mit einer Schriftlesung eröffnet. Oft wird hier ein Text aus dem Evangelium gewählt. Es ist aber auch möglich, zusätzlich eine Lesung aus dem Alten oder Neuen Testament vorzutragen. Danach folgt eine kurze Predigt des Zelebranten.

Im Anschluss folgt die Allerheiligenlitanei – wenn sie gesprochen wird. Wenn sie gesungen wird, erfolgt sie später bei der Prozession der Gemeinde zum Taufort (in der Regel zum Taufbecken). Allerheiligenlitanei bedeutet, dass der Zelebrant und die Gemeinde im Wechsel sprechen oder singen: Z: „Heilige Maria, Mutter Gottes.“ A: „Bitte für uns“. Z: „Heiliger Johannes der Täufer.“ A: „Bitte für uns.“ Weitere Heilige werden in dieser Form aufgezählt. Das können zum Beispiel die Namenspatrone der Kinder, der Eltern, der Paten, der Kirche oder des Ortes sein.

Dann folgen die Fürbitten. Hier kommen oft die Paten zum Einsatz. Sie können sich die Fürbitten vorher ausdenken und im Gottesdienst vortragen. Im Anschluss spricht der Zelebrant das Gebet um Schutz vor dem Bösen.

Anschließend erfolgt die Salbung mit Katechumenöl auf der Brust des Kindes. Allerdings entfällt diese Salbung oft bei der Kindertaufe.

Zum Beginn der Tauffeier zieht die Gemeinde zum Taufort. Das ist in der Regel das Taufbecken. Wenn sich die Gemeinde dort aus Platzgründen nicht versammeln kann, ziehen nur der Zelebrant, die Eltern mit Kind und die Paten zum Taufort. Während dieser Prozession kann die Allerheiligenlitanei oder ein anderes passendes Lied gesungen werden.

Dort angekommen spricht der Zelebrant den Lobpreis und segnet das Taufwasser. Danach fragt der Zelebrant die Eltern und Paten, ob sie dem Satan und seinen Verlockungen widersagen. Darauf antworten sie dreimal mit „Ich widersage“. Im Anschluss fragt der Zelebrant die Eltern und Paten, ob sie an Gott, Jesus Christus und den Heiligen Geist glauben. Darauf antworten sie dreimal mit „Ich glaube“. Dann sprechen alle gemeinsam das Apostolische Glaubensbekenntnis.

Nachdem die Eltern und Paten bestätigen, dass sie das Kind taufen lassen wollen, bekommt es dreimal Wasser über den Kopf geschöpft. Dabei spricht der Zelebrant die Worte: „[Name], ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und es Heiligen Geistes.“

Nach einem Gebet salbt der Zelebrant das Kind mit Chrisamöl auf dem Scheitel. Danach kann dem Kind ein weißes Taufgewand überreicht werden. Nun zünden die Eltern die Taufkerze an der Osterkerze an.

Optional ist der sogenannte „Effata-Ritus“. Dabei handelt es sich um die Segnung von Mund und Ohren des Getauften.

Mehr Informationen zu den ausdeutenden Riten und Zeichen der Taufe gibt es hier.

Zum Abschluss prozessieren Zelebrant, Eltern mit Kind und Patern vom Taufort zurück zum Altarraum. Dann sprechen alle gemeinsam das Vaterunser. Dann bekommen die Eltern, Paten und die Gemeinde den Segen zugesprochen. Der Gottesdienst endet mit einem Lied.

Die Erwachsenentaufe kann in der Osternacht oder in einem anderen Gottesdienst der Osteroktav erfolgen. Auch ein Sonntag im Jahreskreis ist möglich. Da es die bevorzugte Form ist, wird nachfolgend der Ablauf der Erwachsenentaufe in der Osternacht beschrieben:

Die Gemeinde versammelt sich draußen im Dunklen vor dem Osterfeuer. Der Zelebrant segnet das Feuer und bereitet die Osterkerze vor, indem er Symbole auf ihr einritzt. Danach wird sie am Osterfeuer entzündet.

Die brennende Kerze wird in einer Prozession in die dunkle Kirche getragen. Dreimal ruft der Zelebrant den Ruf: „Lumen Christi“. Nach und nach wird das Licht der Osterkerze an die mitgebrachten Kerzen der Gläubigen weitergegeben, bis der ganze Kirchraum im Kerzenschein erhellt ist. Am Ambo wird das feierliche Osterlob (Exsultet) gesungen.

Der Wortgottesdienst wird mit den Schriftlesungen eröffnet. Eigentlich sind sieben Lesungen aus dem Alten Testament vorgesehen. Oft werden die Lesungen auf drei reduziert. Anschließend folgen das Evangelium und die Predigt des Zelebranten.

Im Anschluss spricht der Zelebrant das Gebet um Schutz vor dem Bösen. Dann erfolgt die Salbung mit Katechumenöl in der Nähe des Herzens auf der Brust des Täuflings.

Zelebrant, Täufling, Paten und gegebenenfalls auch Mitglieder der Katechumenatsgruppe begeben sich zum Taufbecken. Im Anschluss daran wird die Allerheiligenlitanei gesprochen. Falls diese gesungen werden soll, ziehen alle Beteiligten währenddessen in einer Prozession zum Taufbrunnen.

Allerheiligenlitanei bedeutet, dass der Zelebrant und die Gemeinde im Wechsel sprechen oder singen: Z: „Heilige Maria, Mutter Gottes.“ A: „Bitte für uns“. Z: „Heiliger Johannes der Täufer.“ A: „Bitte für uns.“ Weitere Heilige werden in dieser Form aufgezählt.

Dort angekommen spricht der Zelebrant den Lobpreis und weiht das Taufwasser, indem er die Osterkerze dreimal hineintaucht. Danach wendet sich der Zelebrant dem Täufling zu und fragt ihn, ob er dem Satan und seinen Verlockungen widersagt. Darauf antwortet der Täufling dreimal mit „Ich widersage“. Im Anschluss fragt der Zelebrant den Täufling, ob er an Gott, Jesus Christus und den Heiligen Geist glaubt. Darauf antworte er dreimal mit „Ich glaube“.

Dann bekommt der Täuflinge dreimal Wasser über den Kopf geschöpft. Dabei spricht der Zelebrant die Worte: „[Name], ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und es Heiligen Geistes.“

Im Anschluss bekommt der Täufling ein weißes Taufgewand oder einen weißen Schal überreicht, das oder den sie anlegen. Einer der Paten zündet die Taufkerze an der Osterkerze an und überreicht sie dem Täufling.

Was die Zeichen und Symbole der Taufe bedeuten, erfahren Sie hier.

Die Firmung findet entweder am Taufbecken oder im Altarraum statt. Der Zelebrant breitet die Hände über dem Getauften aus und spricht das Gebet um die sieben Gaben des Heiligen Geistes. Anschließend salbt der Zelebrant den Neugetauften mit Chrisam auf der Stirn und spricht:

„[Name], sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Der Gefirmte antwortet „Amen“.

Dann folgt die Erneuerung des Taufglaubens der Gemeinde und die Fürbitten.

Mehr Informationen zum Sakrament der Firmung gibt es hier.

Inspiration für die Fürbitten gibt es hier.

Die Messe wird mit der Gabenbereitung fortgesetzt. Häufig bringt der Neugetaufte nun Brot und Wein zum Altar. Danach wird das eucharistische Hochgebet gesprochen.

Beim Kommunionempfang empfängt der neu getaufte und gefirmte Christ zum allerersten Mal die heilige Kommunion – oft unter beiderlei Gestalt, also Brot und Wein.

Mehr Informationen zum Sakrament der Eucharistie gibt es hier.

Nach dem Schlussgebet spendet der Priester den Gläubigen den Segen, in dem er den Neugetauften besonders würdigt. Der Gottesdienst endet mit einem feierlichen Auszug und einem Lied.

Wofür gibt es Taufpatinnen und Taufpaten?

Taufpatinnen und Taufpaten begleiten einen Menschen auf seinem Weg im christlichen Glauben. Sie sollen ihn darin unterstützen, in die Gemeinschaft der Kirche hineinzuwachsen und die Bedeutung der Taufe für das eigene Leben zu entdecken.

Bei der Taufe eines Kindes übernehmen sie diese Aufgabe gemeinsam mit den Eltern. Sie können dem Kind den Glauben näherbringen, für seine Fragen offen sein und ihm als verlässliche Bezugsperson zur Seite stehen.

Bei der Taufe eines Erwachsenen begleiten Patinnen und Paten die Taufbewerberin oder den Taufbewerber während der Vorbereitung. Sie unterstützen den Weg zur Taufe, helfen beim Ankommen in der Gemeinde und bleiben auch danach wichtige Ansprechpersonen.

Das Patenamt endet deshalb nicht mit der Tauffeier. Es ist als langfristige Begleitung gedacht, die den getauften Menschen im Glauben und in wichtigen Lebensphasen stärkt.

Wie viele Patinnen und Paten sind möglich?

In der katholischen Kirche sind mindestens ein Pate und höchstens zwei Paten erlaubt. Bei zwei Paten sollen sie sich im Geschlecht unterscheiden. Die Patinnen und Paten werden nach der Taufe ins Taufbuch, also das Personenstandsbuch der Kirchengemeinde, eingetragen.

Welche Voraussetzungen gelten für Taufpatinnen und Taufpaten?

Eine Taufpatin oder ein Taufpate muss

  • der katholischen Kirche angehören,
  • Taufe, Erstkommunion und Firmung empfangen haben
  • in der Regel mindestens 16 Jahre alt sein,
  • bereit und geeignet sein, die mit dem Patenamt verbundenen Aufgaben zu übernehmen.

Die Patenschaft kann nicht von einem Elternteil des Täuflings übernommen werden.

Kann eine evangelische Person Taufpatin oder Taufpate sein?

Bei einer katholischen Taufe muss mindestens einer der beiden Paten katholisch sein. Denn das Patenamt ist laut katholischem Kirchenrecht ein Bekenntnisamt, erfordert also eine konfessionelle Glaubenshaltung.

Der Pate unterstützt dabei, den Täufling im katholischen Glauben zu erziehen (Kindertaufe) oder zu begleiten (Erwachsenentaufe). Dafür ist die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche notwendig.

Allerdings ist es möglichen einen evangelischen Part zu beteiligen. Dieser gilt dann aber nicht als Taufpate, sondern als Taufzeuge. Er wird zwar im Taufbuch eingetragen, übernimmt aber kirchenrechtlich nicht die offizielle Patenpflicht.

Patenschaftsbriefe des Erzbistums Paderborn

Taufpatinnen und -paten übernehmen oft eine wichtige Rolle im Leben eines Täuflings. Sie begleiten ihn auf seinem Weg und können so zu wichtigen Bezugspersonen werden. Zur Würdigung dieses bedeutenden Amtes stellt das Erzbistum Paderborn Patenschaftsbriefe zur Verfügung. Sie können im Pfarramt ausgedruckt und ausgefüllt und den Paten im Rahmen der Tauffeier überreicht werden.

Die Briefe stehen in zwei Layouts zur Verfügung. Sie haben das Format DinA5 und sind beidseitig bedruckt.

Was bedeuten die Symbole der Taufe?

Das Kreuzzeichen

Bei der Taufe zeichnen der Zelebrant, die Eltern und die Paten dem Täufling ein Kreuzzeichen auf die Stirn. Dieses Ritual ist nicht nur Glaubensbekenntnis, sondern auch Willkommensgruß der Christengemeinschaft. Es drückt aus, dass der Täufling von Gott geliebt ist und unter dem Schutz von Jesus Christus steht.

Das Katechumenöl

Das Katechumenöl wird dem Täufling vor dem eigentlichen Taufritus auf die Brust aufgetragen. Die Salbung soll Kraft spenden und dem Täufling dabei helfen, dem Bösen zu entsagen. Diese Salbung kann bei der Kindertaufe entfallen.

Bei der Erwachsenentaufe findet die Salbung mit dem Katechumenenöl unmittelbar vor dem eigentlichen Taufritus statt. Doch das Öl spielt bereits in der vorausgehenden Vorbereitungszeit eine Rolle. Bei verschiedenen Stärkungsriten werden die Taufbewerberinnen und Taufbewerber damit gesalbt.

Das Wasser

Wasser ist ein Zeichen für Leben, Reinigung und Neubeginn. Ohne Wasser kann kein Leben bestehen. Zugleich kann Wasser reinigen und Altes abwaschen. Bei der Taufe macht es deshalb sichtbar, was Gott dem Menschen zusagt: ein neues Leben in der Gemeinschaft mit Jesus Christus.

Während der Taufe gießt die Taufspenderin oder der Taufspender Wasser über den Kopf des Täuflings und spricht: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Das Wasser und diese Worte gehören untrennbar zusammen.

Das Chrisamöl

Chrisam ist das meist verwandteste und heiligste Öl der katholischen Kirche. Es wird bei der Taufe, Firmung, Priester- und Bischofsweihe verwendet.

Es besteht aus reinem Pflanzenöl – meist Olivenöl – und gut riechendem Balsam. Der Bischof weiht dieses Öl jedes Jahr in der Karwoche.

Schon in der Bibel wurden Menschen gesalbt, wenn ihnen eine wichtige Aufgabe anvertraut wurde. In der Tauffeier macht die Salbung deutlich, dass der Täufling zu Christus gehört, unter dem Segen Gottes steht und eine unantastbare Würde hat.

Das weiße Taufkleid

Wenn der Zelebrant dem Kind das Taufkleid beim Taufritus überreicht, sagt er: „[Name], in der Taufe bist du eine neue Schöpfung geworden und hast – wie die Schrift sagt – Christus angezogen. Das weiße Gewand sei dir ein Zeichen für diese Würde. Bewahre sie für das ewige Leben.“

Damit wird das Taufkleid zum Zeichen, dass der Täufling in Christus neuer Mensch geworden ist und auf die Vollendung hoffen kann.

Die Taufkerze

Die frühe Kirche hat die Taufe „photismos“ genannt – Erleuchtung. Die Taufe zeigt also nicht nur, dass im Kind ein Licht für uns aufgeht, sondern dass das Kind selbst erleuchtet wird vom ewigen Licht Gottes. Deshalb wird die Taufkerze an der Osterkerze entzündet.

Der Effata-Ritus

„Effata“ ist ein aramäischer Ausruf von Jesus und bedeutet „Öffne dich“. Jesus verwendet ihn im Markusevangelium (7,31-37), als er einem taubstummen Mann hilft. Er „öffnet“ ihm die Ohren und „löst“ seine Zunge.

In der Feier der Taufe werden die Ohren und der Mund des Kindes symbolisch berührt, um sie zu segnen. Diese Geste soll deutlich machen, dass der Getaufte die Botschaft Gottes hören und mit dem Mund den Glauben bekennen soll.

Was ist eine Nottaufe?

Wenn ein ungetaufter Mensch in akuter Lebensgefahr schwebt und kein Priester oder Diakon erreichbar ist, kann grundsätzlich jeder Mensch eine Nottaufe spenden. Dafür muss die Person selbst nicht getauft sein. Entscheidend ist, dass sie die Taufe bewusst im Sinne der Kirche vollziehen will.

Für die Nottaufe wird Wasser über den Kopf des Täuflings gegossen. Gleichzeitig wird die Taufformel gesprochen: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Wenn es die Situation erlaubt, sollten ein oder zwei Personen die Taufe bezeugen.

Überlebt die getaufte Person die Notsituation, muss die Taufe anschließend dem zuständigen Pfarramt gemeldet werden. Dort wird sie dokumentiert und in das Taufbuch eingetragen. Da die Nottaufe eine gültige Taufe ist, wird sie nicht wiederholt. Teile der regulären Tauffeier, die in der Notsituation nicht möglich waren, können später in einem Gottesdienst nachgeholt werden, zum Beispiel die Übergabe und das Entzünden der Taufkerze.

Die häufigsten Fragen und Antworten zur Taufe

Das Sakrament der Taufe ist ein heiliges Zeichen, das den Eintritt eines Menschen in die christliche Gemeinschaft markiert. Es ist der Beginn eines Lebens mit Gott. Die katholische Kirche kennt insgesamt sieben Sakramente, die wichtige Punkte im Leben eines Menschen und seiner Beziehung zu Gott markieren – etwa die Kommunion oder die Ehe.

Als heiliges Zeichen hat die Taufe eine wichtige Bedeutung: Sie steht für die Reinigung von der Erbsünde und eine Erneuerung des Lebens in Jesus Christus. Zugleich bedeutet sie die Aufnahme in die christliche Gemeinschaft.

Grundsätzlich kann jeder Mensch getauft werden. In der katholischen Kirche können sowohl Säuglinge und Kleinkinder, als auch Erwachsene das Sakrament der Taufe empfangen.

In der katholischen Kirche wird die Taufe in der Regel von einem Priester oder Diakon vollzogen. Möchten Eltern ihr Kind taufen lassen, bekennen sie sich zusammen mit den Taufpatinnen und Taufpaten zu der Aufgabe, das Kind im christlichen Glauben zu erziehen. Handelt es sich um eine Erwachsenentaufe, wird der Täufling selbst nach seinem Glauben gefragt. Dann wird der Täufling dreimal mit geweihtem Wasser übergossen, während der Priester die Taufformel spricht: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Außerdem wird der Täufling mit Chrisamöl gesalbt.

Mit der Taufe ist man in die christliche Gemeinschaft aufgenommen, man ist Teil der katholischen Kirche. Die Taufe ist aber auch ein lebenslanger Auftrag: Alle Getauften sind dazu aufgerufen, ein Leben in der Nachfolge Jesu Christi zu führen.

Am einfachsten ist es, Sie schauen vor oder nach der Geburt des Kindes einfach im Pfarrbüro Ihrer Heimatgemeinde zu einem Vorgespräch vorbei. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vermitteln den Kontakt zum leitenden Pfarrer und zu weiteren Ansprechpersonen her, die das Taufgespräch mit Ihnen führen. In diesem Gespräch erhalten Sie auch Informationen zur Organisation und Gestaltung des Taufgottesdienstes.

Für die Anmeldung brauchen Sie das Familienstammbuch mit der Geburtsurkunde des Kindes sowie Namen und Adressen des oder der Paten. Wenn diese aus einer anderen Gemeinde stammen oder einen anderen Wohnsitz haben, braucht es auch einen Nachweis, dass die Paten der katholischen Kirche angehören und die Voraussetzungen zur Übernahme des Patenamtes erfüllen. Dies kann über ein aktuelles Taufzeugnis (ausgestellt vom Taufpfarramt der Paten) erfolgen.

Im Normalfall wird die Taufe durch einen Priester oder Diakon gespendet. In Ausnahmefällen taufen mancherorts auch Laientheologen wie Pastoral- oder Gemeindereferenten, dies aber nur mit einer bischöflichen Beauftragung. In schweren Notsituationen kann die Taufe von jedem Menschen gespendet werden – der Spender oder die Spenderin muss nicht einmal Christ sein. Bei der Nottaufe spricht der Spender die Taufformel, während er den Täufling mit Wasser übergießt.

Im Erzbistum Paderborn und anderen Diözesen gibt es zwar ökumenische Taufgottesdienste aber keine ökumenische Taufe. Diese ist unmöglich, da die Taufe die Aufnahme in eine kirchliche Gemeinschaft bedeutet. Wenn die Elternteile verschiedenen Konfessionen angehören, sollten sie sich daher vorher entscheiden, ob ihr Kind Mitglied in der katholischen oder evangelischen Kirche werden soll. Dabei kann es sinnvoll sein, vorher sowohl mit dem katholischen als auch dem evangelischen Pfarrer ein Gespräch zu führen. Übrigens: Beide Konfessionen erkennen die Taufe gegenseitig an. Falls das Kind später einmal seine Konfession wechseln möchte, muss es also nicht erneut getauft werden. Die 2021 erschienene „Handreichung für die Taufe von Kindern in konfessionsverbindenden Familien“ ist die Grundlage, die Taufe von Kindern konfessionsverbindender Familien in einer gemeinsamen Taufliturgie gemeinsam – ökumenisch und damit konfessionsverbindend – zu feiern. Der Anregung des Erzbistums Paderborn folgen die Evangelische Kirche von Westfalen, das Bistum Essen, die Lippische Landeskirche und die Evangelische Kirche im Rheinland für die nächsten drei Jahre zur Erprobung. Die Taufe des Kindes erfolgt in einer gemeinsamen ökumenischen Feier, in der die handelnden Personen beider Konfessionen die Teile des Taufgottesdienstes untereinander aufteilen können. Die eigentliche Taufhandlung vollzieht allein die Liturgin oder der Liturge der Taufkonfession, die anschließend die Eintragung in das römisch-katholische oder evangelische Taufregister vornimmt.

Die Handreichung steht hier zum Download bereit. Gedruckte Exemplare können bei der Fachstelle Ökumene angefordert werden, Telefon 05251 8729806.

Ja, das ist möglich, denn jedes Kind hat ein Recht auf die Taufe. Paare, die nicht kirchlich verheiratet sind, können übrigens eine kirchliche Trauung zusammen mit der Taufe ihres Kindes in einem Gottesdienst feiern. Diese gemeinsame Feier von Trauung und Taufe wird scherzhaft auch „Traufe“ genannt.

Ja, das ist möglich und auch erwünscht. Zum Beispiel ist es möglich, einen Taufspruch auszuwählen, der in der Regel aus der Bibel stammt und dem Kind als Motto für seinen Lebensweg mitgegeben wird. Auch Geschwister des Täuflings und andere Kinder können mitwirken und so einen Bezug zu ihrer eigenen Taufe bekommen. Zum Beispiel, indem sie ihre Taufkerzen mitbringen, Fürbitten oder ein kleines gemeinsames Gebet für den Täufling sprechen. Der Gestaltung sind jedoch auch Grenzen gesetzt: Eine Taufe in Privaträumen ist zum Beispiel nur in Ausnahmesituationen möglich, weil Taufe Aufnahme in eine Gemeinschaft bedeutet und auch nur in Gemeinschaft stattfinden sollte.

Taufkleid und Taufkerze sind keine Pflicht, aber sie sind gleichzeitig auch wichtige Glaubenssymbole. Falls Sie kein Kleid kaufen möchten, kann die Pfarrei mit einem weißen Umhang weiterhelfen. Und wer keine geschmückte Taufkerze möchte, kann auch auf eine einfache Kerze zurückgreifen.

Nein, aber es wäre sehr schön, denn der Namenstag ist ein besonderer Tag im Jahr. Beim Namenspatron handelt es sich um einen Heiligen oder Seligen gleichen Namens. Früher war es sogar üblich, einem Kind den Namen desjenigen Heiligen zu geben, der am Tag seiner Geburt gefeiert wurde. Auch wurde in den Kirchenbüchern der Tauftag und nicht der Geburtstag festgehalten. Heute ist der Brauch, den Gedenktag der Namenspatronin oder des Namenspatrons zu feiern, in den Hintergrund getreten. Dabei hatte der Namenstag in katholischen Familien über Jahrhunderte hinweg eine höhere Bedeutung als der Geburtstag. In manchen Familien lebt die Tradition, den Namenstag zu feiern, wieder auf. Jedenfalls ist der Namenstag ein schöner Anlass für ein Familienfest.

Das ist von Pfarrei zu Pfarrei sehr unterschiedlich. Mancherorts gibt es Gesprächskreise für Eltern, mancherorts Krabbelgottesdienste, die für Eltern mit kleinen Kindern geeignet sind. Ein weiterer wichtiger Ort sind katholische Kindertageseinrichtungen machen viele Angebote, um junge Familien zu begleiten. Selbstverständlich können Eltern auch selbst aktiv werden und sich in ihrer Pfarrgemeinde mit anderen jungen Familien zusammentun.

Die Taufe ist nicht nur ein äußerliches Geschehen. Durch sie wird ein unzerstörbares Band mit Gott geknüpft. Daher kann die Taufe nicht mehr rückgängig gemacht werden. Man spricht in diesem Zusammenhang von dem „unauslöschlichen Charakter“ der Taufe. Mit ihr wird man in die Gemeinschaft mit Jesus Christus aufgenommen und gehört von diesem Zeitpunkt an immer zu ihm, auch wenn man selbst nicht (mehr) gläubig ist. Aus diesem Grund ist die Taufe auch nicht wiederholbar, da man den Status des Getauften nie verlieren kann. Die meisten christlichen Religionsgemeinschaften erkennen die Taufe untereinander an. So gilt ein evangelisch getaufter Christ auch in der katholischen Kirche als getauft und umgekehrt.

Es ist üblich, dass Kinder innerhalb der ersten Lebenswochen getauft werden. Die Kirche hat von den ersten Jahrhunderten an nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder getauft, die sich noch nicht selbst für den Glauben entscheiden können. Sie ist der Überzeugung, dass die Zuwendung Gottes in Jesus Christus jedem Einzelnen unabhängig von seinem Alter gilt. Weil Gottes Liebe aller Leistung der Menschen zuvorkommt, darf die Kirche das Geschenk der Taufe auch den Kindern nicht vorenthalten. Deshalb werden auch sie durch die Taufe von der Erbsünde befreit und in die Kirche eingegliedert.

Weder für die Tauffeier Ihres Kindes noch für die Vorbereitung müssen Sie etwas bezahlen. Als getaufte katholische Christin oder getaufter katholischer Christ wird Ihr Kind abhängig vom Einkommen durch die Kirchensteuer zur Arbeit der Kirche beitragen.

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