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Erzbistum Paderborn
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Besim Mazhiqi

Heilige von hier

Diese seligen oder heiligen Frauen und Männer stammen aus dem Gebiet des Erzbistums Paderborn

Allerheiligen, das ist – wie es der Name schon sagt – ein Fest für alle Heiligen der katholischen Kirche. Ursprünglich wurde es eingeführt, damit jene unter ihnen nicht vergessen werden, die keinen eigenen Festtag im Kirchenjahr haben. Heute gedenkt die Kirche an diesem Tag sowohl den bekannten heiliggesprochenen Menschen, als auch jenen  Frauen und Männern, die ihren Glauben abseits von Chroniken und Märtyrerlisten gelebt, verteidigt und verkündet haben. Darunter fallen auch Menschen, die in der Kirchengeschichte nur lokale Verehrung erfahren und nie offiziell in den Kreis der Heiligen aufgenommen worden sind.

Liborius, Reinoldus, Pusinna und Gorgonius – die Reliquien dieser wichtigen Patrone westfälischer Kirchen sind hierhergebracht worden, um den Glauben der Menschen zu stärken. Dass das funktioniert haben muss, sieht man an der Liste der Frauen und Männer, die sich hier immer wieder zu ihrem Glauben bekannt, tätige Nächstenliebe gewirkt oder in der Nachfolge Christi gelebt haben. Es gibt sie, die „Heiligen von hier“.

Mit der folgenden Liste geht es zu den Wurzeln des Christentums auf dem Gebiet des heutigen Erzbistums Paderborn, sie umfasst die ersten Bischöfe und fromme Stifter, aber auch Mystikerinnen und einflussreiche Klostergründerinnen. Nicht alle sind durch ein offizielles Verfahren in Rom „zur Ehre der Altäre“ erhoben worden, manchmal haben die Menschen vor Ort den Glauben dieser Menschen erkannt und sie sich selbst zu Vorbildern erkoren. Und vielleicht finden auch heutige Leserinnen und Leser in den hier versammelten Biografien von Seligen und Heiligen aus ihrer Region Inspiration für das eigene (Glaubens-)Leben.

Hathumar

Heiliger

Gestorben: 9. August 815 in Paderborn

Gedenktag: 9. August (im Erzbistum Paderborn: 7. August)

Hathumar entstammte sächsischem Adel, wurde aber – wohl als fränkische Geisel – nach Würzburg gebracht und dort christlich erzogen. Karl der Große setzte ihn 806/807 als ersten Bischof des 799 gegründeten Bistums Paderborn ein. Unter seiner Herrschaft wurde der erste Dombau vollendet und 815 das Kloster in Hethis gegründet, das später nach Corvey verlegt werden sollte.

Badurad

Heiliger

Geboren: um 780 in Sachsen

Gestorben: 17. September 862 in Paderborn

Gedenktag: 17. September (im Erzbistum Paderborn: 7. August)

Badurad war adliger Herkunft und wurde wie Hathumar als Geisel nach Würzburg gebracht und dort zum Kleriker ausgebildet. Er wurde 815 zweiter Bischof von Paderborn. Seine Herrschaft war der Stabilisierung und dem Ausbau der jungen Diözese gewidmet. Badurad erweiterte den karolingischen Dom um ein Querhaus und eine Ringkrypta im Westen und gründete die Domschule. Er unterstützte die Gründungen der Klöster Corvey (815/822), Herford (832) und Böddeken (836/840). Wichtigstes Ereignis seiner Amtszeit war die Überführung der Reliquien des heiligen Liborius von Le Mans an die Quellen der Pader, die eine „ewige Liebesbruderschaft“ zwischen den beiden Städten begründete, die bis heute besteht. Weitere Reliquientranslationen brachten den heiligen Vitus nach Corvey und die heilige Pusinna nach Herford. Badurad starb 862, noch im 9. Jahrhundert setzte eine Heiligenverehrung ein.

Meinolf von Böddeken

Heiliger

Geboren: um 795 in Sachsen

Gestorben: 5. Oktober 857 in Böddeken bei Paderborn

Gedenktag: 5. Oktober

Meinolf stammte aus westfälischem Adel, sein Patenonkel war Karl der Große. Unter Bischof Badurad besuchte er die Domschule, wurde ins Domstift aufgenommen und zum Diakon geweiht. 836 wurde er Archidiakon, also Stellvertreter des Bischofs. Als solcher führte er im gleichen Jahr die Gesandtschaft aus Paderborn an, die die Gebeine des heiligen Liborius von Le Mans an die Pader überführte. 837 gründete er auf seinem Familienbesitz in Böddeken ein Kloster – der Legende nach an der Stelle, an der ihm ein Hirsch mit einem Kreuz im Geweih erschienen sein soll. Darstellungen des heiligen Meinolfs zeigen ihn deshalb mit einem Modell der Klosterkirche und einem Hirsch. In Böddeken wurde er auch begraben. Als das Stift 1803 aufgelöst wurde, brachte man seine Reliquien in die Paderborner Busdorfkirche, wo sie bis heute bewahrt werden.

Waltger von Dornberg

Heiliger

Geboren: im 8. Jahrhundert bei Kirchdornberg

Gestorben: 16. November 825 in Herford

Gedenktag: 16. November

Waltger oder Walter von Dornberg versuchte zunächst in Müdehorst bei Bielefeld ein Kanonissenstift zu errichten, dies scheiterte jedoch. Deshalb verlegte er seine Gründung an den Zusammenfluss von Werre und Aa im heutigen Herford. Noch zu seinen Lebzeiten erreichte er die Erhebung seines Klosters zur Reichsabtei und stattete sie mit bedeutenden Besitzungen aus. Die Wolderuskapelle neben dem Herforder Münster St. Marien und Pusinna soll Waltgers Grablege sein. Da die Reichsabtei Keimzelle der heutigen Stadt Herford war, gilt Waltger als ihr Mitbegründer.

Hadwiga von Herford

Heilige

Geboren: um 810/811 in Sachsen

Gestorben: 887 in Herford

Gedenktag: 4. September

Nach der Überlieferung war Hadwiga (auch als Haduwy oder Hedwig bekannt) eine Enkelin der heiligen Ida von Herzfeld. Nach dem Tod ihres Mannes und ihrer Söhne schenkte sie dem Kloster Corvey weite Gebiete, damit die Mönche für das Seelenheil ihrer Familie beteten. Sie selbst wurde Benediktinerin und folgte ihrer verstorbenen Tante als Äbtissin des Stifts Herford nach. Zusammen mit ihrem Bruder Cobbo gelang es ihr, die Reliquien der heiligen Pusinna aus deren Einsiedelei in der Nähe des französischen Corbie nach Herford zu überführen. Dadurch gewann das Stift enorm an geistlicher Bedeutung. Hadwigas Gebeine wurden bis zur Reformation in Herford verehrt.

Hardward von Minden

Heiliger

Gestorben: 16. September 853 in Minden

Gedenktag: 13. April

Hardward war von 813 bis 853 der zweite Bischof von Minden. Mit 40 Jahren weist er die längste Amtszeit aller Mindener Bischöfe auf. Bei seiner Arbeit unterstützte ihn der Diakon Meimelph, der ebenfalls als Heiliger verehrt wurde.

Meimelph

Heiliger

Gestorben: Mitte 9. Jahrhundert

Gedenktag: 1. November

Über den heiligen Meimelph ist kaum etwas bekannt. Er soll zur Zeit des Bischof Hardwards Diakon am Mindener Dom gewesen sein. Diesen soll er bei der Amtsführung unterstützt haben. Verschiedene Quellen rühmen ihn als Bekenner mit tugendhaftem Lebenswandel, außerdem soll er Wunder gewirkt haben.

Liudhard

Seliger

Geboren: im 9. Jahrhundert in Westfalen

Gestorben: 2. Mai 877 in Paderborn

Gedenktag: 2. Mai

Liudhard oder Luithard war der Spross einer im Nethegau (Gegend um Brakel und Bad Driburg) begüterten Familie. Vermutlich besuchte er die Paderborner Domschule und erlangte dann eine Position im Domklerus. König Ludwig der Deutsche ernannte ihn 862 zum dritten Bischof von Paderborn. Liudhard war in der Kirche seiner Zeit gut vernetzt, er unterhielt Freundschaften und Verbindungen nach Hildesheim, Minden, Mainz und bis ins Kloster Reichenau im Bodensee. Zusammen mit seiner Schwester, der heiligen Walburga von Heerse, gründete er das dortige freiweltliche Damenstift, heute Neuenheerse. Und er erreichte eine königliche Bestätigung für die freie Bischofswahl durch den Paderborner Domklerus.

Walburga von Heerse

Heilige

Gestorben: an einem 4. März im 9. Jahrhundert in Heerse, heute Neuenheerse

Gedenktag: 4. März

Zusammen mit ihrem Bruder, Bischof Liudhard von Paderborn, gründete sie um das Jahr 868 das Frauenstift Heerse – dem heutigen Neuenheerse – und wurde dessen erste Äbtissin. Die Gründung wurde vom Wormser Konzil im gleichen Jahr gebilligt, in der Urkunde gibt Walburga als Motivation an, „sich dem Gottesdienst weihen“ zu wollen. Die Klostergründung hatte aber noch einen anderen Effekt: An seinem Standort im Quellbezirk der Nethe hatte zuvor ein heidnisches Quellheiligtum bestanden. Durch seine Umwandlung in eine christliche Stätte sollte die Sachsenmission vorangetrieben werden.

Helmtrud von Heerse

Heilige

Geboren: um 900 in Heerse, heute Neuenheerse

Gestorben: 31. Mai um 950 in Heerse, heute Neuenheerse

Gedenktag: 31. Mai

Helmtrud war Stiftsdame im Damenstift Heerse – dem heutigen Neuenheerse – und verbrachte einen Teil ihres Lebens als Einsiedlerin auf dem Berg an der Iburg bei Bad Driburg. Heilige Frauensollen ihr erschienen sein, zum Beispiel die Heilige Cordula von Köln.

Helmward von Minden

Heiliger

Gestorben: 12. oder 14. Februar 958 in Minden

Gedenktag: 12. Februar

Helmward war Benediktinermönch. Von 950 bis 958 war er Bischof von Minden. Im Jahr 952 oder 953 konnte er zusammen mit den Bischöfen Dudo von Paderborn und Drogo von Osnabrück den zweiten Mindener Dom weihen, nachdem der karolingische Vorgängerbau 947 durch ein Feuer zerstört worden war. Er wird in der Überlieferung vor allem für sein tugendhaftes Leben und seine guten Predigten gelobt.

Mathilde von Ringelheim

Heilige

Geboren: um 895 in Enger bei Herford

Gestorben: 14. März 968 in Quedlinburg

Gedenktag: 14. März

Mathilde war die Tochter des sächsischen Grafen Dietrich, eines Nachfahren Widukinds. Ihre gleichnamige Großmutter war Äbtissin des Klosters Herford und erzog sie dort. In den Quellen wird sie als schön, gelehrt und fromm beschrieben. Sie wurde 909 mit Herzog Heinrich von Sachsen, dem späteren König Heinrich I., vermählt. Ihm schenkte sie fünf Kinder, darunter Otto, den späteren römisch-deutschen Kaiser. Ihr Leben war von Schicksalsschlägen geprägt: Ihr Mann starb 936, ihr Lieblingssohn Heinrich 955. Danach folgte Streit zwischen ihr und den übrigen Kindern, die in den barmherzigen Werken Mathildes Verschwendung von Throngeldern sahen. Sie stiftete insbesondere Frauenklöster wie das Stift Quedlinburg, welches sie selbst 30 Jahre lang leitete. Nach einem Leben der Mildtätigkeit wurde sie dort neben ihrem Mann bestattet.

Thetwif

Heilige

Gestorben: um 1000 in Minden

Gedenktag: 2. April

Thetwif, auch Thetwig genannt, lebte als jungfräuliche Einsiedlerin auf dem Wittekindsberg bei Minden. Sie versuchte, „unter den Übungen einer ruhigen Frömmigkeit dem Himmel umso näher zu kommen“. Bischof Milo von Minden gründete dort 994 ein Benediktinerinnenkloster, dessen Leitung er Thetwif übertrug. Milos Nachfolger Ramward verlegte das Kloster um 1000 in die Stadt Minden.

Meinwerk

Seliger

Geboren: um 975

Gestorben: 5. Juni 1036 in Paderborn

Gedenktag: 5. Juni ( im Erzbistum Paderborn: 7. August)

Meinwerk gehörte dem mächtigen Geschlecht der Immedinger an. Als zweitgeborener Sohn schlug er die geistliche Laufbahn ein und besuchte in seiner Jugend die Domschulen von Halberstadt und Hildesheim. Kaiser Otto III. berief ihn als Kaplan an den Hof nach Aachen. Ottos Nachfolger Heinrich II., ein ehemaliger Mitschüler Meinwerks aus Hildesheim, machte ihn 1009 zum 10. Bischof von Paderborn. Der reich begüterte Meinwerk entwickelte im armen Bistum Paderborn eine rege Bautätigkeit: Er ließ den Dom wiederherstellen, gründete das Benediktinerkloster Abdinghof, das Stift Busdorf und warb byzantinische Bauleute für die Bartholomäuskapelle an. Kurz nach der Weihe der Busdorfkirche verstarb Meinwerk. Er wurde zunächst in der Abdinghofkapelle bestattet, nach der Säkularisierung wurde er in die Busdorfkirche umgebettet. Einige Gebeine sind aber auch in der Bischofsgruft des Paderborner Domes bestattet.

Rotho

Heiliger

Geboren: um 1000 in Westfalen

Gestorben: 6. November 1052 in Paderborn

Gedenktag: 6. November

Rotho oder Rudolf stammte aus einem westfälischen Adelsgeschlecht, entweder dem der Herren von Büren oder dem der Grafen von Werl. Er war Benediktinermönch im Kloster Stablo bei Lüttich, dann Abt des Klosters Hersfeld. 1036 wurde er Nachfolger Bischof Meinwerks von Paderborn. Er war treuer Gefolgsmann der deutschen Könige und Kaiser, was auch seinem Bistum zugutekam. Er begleitete Konrad II. nach Rom und empfing mehrere deutsche Monarchen in Paderborn. Nach seinem Tod setzte bald eine Heiligenverehrung in Paderborn ein, ein Arm der Pader ist nach ihm Rothobornpader benannt. 1450 ließen Mitglieder der Familie von Büren ein Grabdenkmal für ihn errichten, das heute im Nordquerhaus des Domes steht.

Brun von Minden

Heiliger

Gestorben: 10. Februar 1055 in Minden

Fest: 10. Februar

Brun oder Bruno war von 1037 bis 1055 Bischof von Minden. Auf dem Werder, einer Weserinsel vor Minden, gründete er 1042 das St. Mauritius-Kloster. Brun galt als großmütig und mildtätig. Die letzten fünf Jahre seines Lebens war er teilweise gelähmt und war an einen Sessel gebunden. Er starb am 10. Februar 1055 und wurde in „seinem“ Kloster St. Mauritius begraben. An seinem Gedenktag verteilten die Ordensfrauen von St. Marien jährlich Fleischspeisen an die Armen.

Imad

Seliger

Geboren: um 1000 in Paderborn

Gestorben: 3. Februar 1076 in Paderborn

Gedenktag: 3. Februar

Imad war ein Neffe Bischof Meinwerks. Er folgte Rotho auf den Paderborner Bischofsstuhl. Die von seinem Onkel gegründete Domschule führte er zu großer Blüte. Nach einem verheerenden Brand, der Paderborn fast vollständig zerstörte, baute Imad den Dom wieder auf. Er stiftete die nach ihm benannte Imadmadonna. Unter dem mächtigen Westturm, der auf seine Initiative errichtet wurde, ließ er sich begraben.

Petrus von Arolsen

Seliger

Gestorben: 19. Dezember um 1150 in Arolsen

Gedenktag: 19. Dezember

Petrus lebte als Priester in dem um 1131 gegründete Augustiner-Chorfrauen-Stift Arolsen. Er kümmerte sich dort um die Seelsorge, die ihm insgesamt ein großes Anliegen war. Er war ein großer Verehrer der Gottesmutter Maria.

Anno von Landsberg

Heiliger

Gestorben: 15. Februar 1185

Gedenktag: 15. Februar

Anno stammte aus dem Geschlecht derer von Landesbergen, er war von 1171 bis 1185 Bischof von Minden – und lebte damit in krisenreichen Zeiten. Im Konflikt zwischen Friedrich Barbarossa und Heinrich dem Löwen stand er aufseiten des Kaisers. Auch sonst weilte er mehrfach zu politischen und militärischen Angelegenheiten außerhalb seines Bistums. Dort gilt seine Amtszeit dennoch als überaus segensreich, denn Anno stellte den durch Brand und Überfälle zerstörten Dom wieder her und stattete ihn wieder mit Reliquien aus. 1175 pilgerte er zum Apostelgrab nach Santiago de Compostela und konnte Gebetsverbrüderungen mit der dortigen Kirche sowie mit den auf dem Weg liegenden Abteien Gorze, Cluny, Saint-Gilles, Tours und Saint-Denis bei Paris schließen.

Christian von Wedinghausen

Seliger

Gestorben: 16. August  um 1200

Gedenktag: 16. August

Christian wurde 1186 zweiter Abt des Prämonstratenserstiftes Wedinghausen bei Arnsberg. Durch eine fromme Lebensweise war er ein Vorbild für seine Mitbrüder. In dieser Zeit trat auch der Gründer des Stiftes, Graf Heinrich von Arnsberg, als Laienbruder in das Kloster ein. Christian starb der Überlieferung nach an einem 16. August um das Jahr 1200.

Christina „Stine“ von Hamm

Selige

Geboren: im 15. Jahrhundert

Gestorben: im 15. oder 16. Jahrhundert

Gedenktag: 22. Juni

Über das Leben der Christina von Hamm ist nur sehr wenig bekannt. Die Überlieferung stützt sich auf den Bericht des Kölner Kartäusermönches Werner Rolevinck. In seiner Universalgeschichte „Fascciculus temporum“ aus den 1470er Jahren erzählt er von einer einfachen Dienstmagd mit Namen Stine. Diese sei im Jahr 1464 nach Hamm gekommen, um dort ein frommes Leben zu führen. Kurz nachdem sie zum katholischen Christentum konvertiert sei, habe sie die fünf Wundmale Christi empfangen. Die Stigmata waren 15 Wochen lang, von Aschermittwoch bis Fronleichnam, zu sehen. Stine zeigte die Wundmale zwölf Zeugen und sagte voraus, dass sie binnen zwei Stunden verschwinden sollten – was auch geschehen sein soll. Christina galt ihren Zeitgenossen als Mystikerin.

Pauline von Mallinckrodt

Selige

Geboren: 3. Juni 1817 in Minden

Gestorben: 30. April 1881 in Paderborn

Gedenktag: 30. April

Noch im Kindesalter zog Pauline mit ihrer Familie nach Aachen, weil ihr Vater dort stellvertretender Regierungspräsident war. Nach religiöser Erziehung in einer katholischen Töchterschule setzte sie sich zusammen mit Freundinnen für vom Frühkapitalismus benachteiligte Menschen ein. Auf mehreren Reisen lernte sie das Wirken sozial-karitativer Orden in der Kranken-, Blinden- und Armenfürsorge kennen. 1840 gründete sie in Paderborn eine Tagesstätte für Kinder, 1847 eine Blindenanstalt, 1849 letztlich die Kongregation der „Schwestern der Christlichen Liebe“ zur Betreuung von Blinden. Der Kulturkampf beeinträchtigte ihr Lebenswerk stark. Doch Pauline von Mallinckrodt konnte noch erleben, wie sich ihre Kongregation in Europa, Nord- und Südamerika ausbreitete. Papst Johannes Paul II. sprach sie am 14. April 1985 selig.

Maria Theresia Bonzel

Selige

Geboren: 17. September 1830 in Olpe

Gestorben: 6. Februar 1905 in Olpe

Gedenktag: 6. Februar

Regine Christine Wilhelmine Bonzel, Aline genannt, wuchs als Tochter einer wohlhabenden Olper Bürgerfamilie auf. Nach der Volksschule schickte die Mutter sie zu den Ursulinen nach Köln, dort hatte sie erste Berührungen mit dem Leben als Ordensfrau. 1850, im Alter von 20 Jahren, trat sie in den dritten Orden des heiligen Franziskus ein. Dabei erhielt sie den Ordensnamen Maria Theresia, den sie zeitlebens behielt. 1859 begann sie mit ihren Freundinnen Clara Pfänder und Regina Loeser ein klösterliches Leben. Von Anfang an kümmerten sich die Schwestern um Kinder und Kranke. Zunächst an die Franziskanerinnen von Salzkotten gebunden, war die Gemeinschaft der „Armen Franziskanerinnen von der Ewigen Anbetung“ ab dem 20. Juli 1863 selbstständig und Maria Theresia wurde Generaloberin. Als Maria Theresia Bonzel 1905 starb, hatte der Orden 73 Niederlassungen in Deutschland und 49 in Nordamerika. Am 10. November 2013 wurde die Ordensgründerin im Hohen Dom zu Paderborn seliggesprochen.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollten Sie noch von weiteren seligen oder heiligen Männern und Frauen wissen, die aus dem Gebiet des heutigen Erzbistums Paderborn stammen und hier gewirkt haben, lassen Sie es uns gerne wissen. Schreiben Sie dazu bitte eine E-Mail an kommunikation@erzbistum-paderborn.de mit dem Betreff „Heilige von hier“.

 
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