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Erzbistum Paderborn
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© Romolo Tavani / Shutterstock.com

Schöpfungszeit

Mit seiner Enzyklika "Laudato si" hat Papst Franziskus 2015 die menschliche Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung ins allgemeine Bewusstsein gerufen. Ausdruck dessen ist die Schöpfungszeit, die jährlich vom 1. September bis 4. Oktober begangen wird – und das von Anfang an ökumenisch.

Die Schöpfungszeit: Von Anfang an ökumenisch

Die Geschichte der Schöpfungszeit begann im Jahr 2007. Damals fand in Sibiu in Rumänien die dritte Europäische Ökumenische Versammlung der Kirchen statt. Die Versammlung verfasste eine Botschaft, in der unter anderem folgende Empfehlung zu lesen war:

„Wir empfehlen, dass der Zeitraum zwischen dem 1. September und 4. Oktober dem Gebet für den Schutz der Schöpfung und der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils gewidmet wird, um den Klimawandel aufzuhalten.“

Eine Initiative der Orthodoxie

Die Initiative zu dieser Empfehlung kam von Seiten der Orthodoxie. Schon 1989 hatte der orthodoxe Patriarch Dimitros I. dazu aufgerufen, den 1. September als Tag des Schöpfers, der Bewahrung der Schöpfung und der natürlichen Umwelt zu begehen. Der 1. September ist der erste Tag im orthodoxen Kirchenjahr.

Ein neuer Gebetstag im liturgischen Kalender

Im Jahr 2015, nach der Veröffentlichung der Umweltenzyklika „Laudato si“, führte Papst Franziskus den 1. September als jährlichen Gebetstag für die Schöpfung in den liturgischen Kalender der katholischen Kirche ein. Zusätzlich feiert die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) jeweils am ersten Freitag im September den ökumenischen „Tag der Schöpfung“.

Auch der 4. Oktober, mit dem die Schöpfungszeit endet, hat einen besonderen Bezug zur Schöpfung: Dieser Tag ist der Gedenktag des heiligen Franziskus von Assisi, der unter anderem für seine Liebe zur Schöpfung bekannt ist. Der von ihm verfasste Sonnengesang ist eindrucksvolles Beispiel dafür.

Ökumenischer Tag der Schöpfung 2022

Weil vom 31. August bis zum 8. September 2022 in Karlsruhe die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) stattfindet, feiert die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) den zentralen Ökumenischen Tag der Schöpfung am  1. September, dem international begangenen Schöpfungstag. Die zentrale Feier des Ökumenischen Tags der Schöpfung findet in diesem Jahr in Karlsruhe statt.

Das diesjährige Motto des Schöpfungstages lehnt sich an das Thema der Vollversammlung an: „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt.“

Zur Vollversammlung des ÖRK kommen Tausende Delegierte und Besucherinnen und Besucher aus aller Welt zusammen.

Die Schöpfungszeit im Erzbistum Paderborn: Rückblick ins Jahr 2021

Online-Forum „Für unser gemeinsames Haus sorgen“ am 30. August 2021

Das vom Bildungs- und Tagungshaus angebotene Online-Forum bot den Teilnehmenden Anregungen und Informationen zu verschiedenen Projekten und Formaten, die im Erzbistum Paderborn im Verlauf der Schöpfungszeit 2021 stattfanden.

Laudato-Si-Wanderungen

Leonie Jedicke, Referentin für Kompetenz und Profilbildung im Caritas-Diözesanverband, bot themenbezogene Touren durch das Erzbistum an. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, verschiedene Bereiche der Natur, ihre Vielfalt, aber auch die Spuren des menschengemachten Klimawandels ganz individuell zu entdecken. So sollte dazu angeregt werden, sich persönlich für den Erhalt der Schöpfung einzusetzen.

Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit

Vom 16. bis 21. September 2021 machte der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit Station im Erzbistum Paderborn. Der Weg führte unter anderem durch Beverungen, Detmold und Bielefeld. Die diesjährige Aktion startete am 14. August im polnischen Katowice und endete in der schottischen Stadt Glasgow, wo 2021 die Weltklimakonferenz stattfand.

Ökumenischer Tag der Schöpfung

„Damit Ströme lebendigen Wassers fließen“ – so lautete das Motto des „Tages der Schöpfung“ im Jahr 2021. Er stellte sowohl die Kostbarkeit als auch die Zerstörungskraft des Elementes Wassers in den Mittelpunkt.

Das Erzbistum Paderborn setzt sich auf vielen Wegen für die Bewahrung der Schöpfung ein:

Klimaschutzkonzept

Seit November 2019 hat das Erzbistum Paderborn ein Klimaschutzkonzept, das die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. (FEST) erarbeitet hat. Das Konzept benennt unter anderem Empfehlungen, wie im Erzbistum CO2-Emissionen und der Verbrauch für Strom und Heizenergie gesenkt werden können.

Faire Gemeinde

Im Oktober 2020 hat das Erzbistum Paderborn die „Faire Gemeinde“, ein Zertifizierungsprogramm zur Förderungen ökofairen Handelns, neu aufgelegt. Nachdem die „Faire Gemeinde“ bereits zwischen 2012 und 2017 insgesamt 76 kirchliche Einrichtungen und Gruppen für deren Aufbruch hin zu einem nachhaltigeren und gerechteren Konsum auszeichnen konnte, ist ihr neuer Einsatz nun unbefristet angelegt.

Klimaschutzfonds

Seit Januar 2022 stellt das Erzbistum Paderborn seinen Kirchengemeinden und Einrichtungen den Klimaschutzfonds zur Verfügung. Der Klimaschutzfonds ist mit 3,5 Millionen Euro ausgestattet. Mit dem Geld unterstützt das Erzbistum Maßnahmen wie Sonnenkollektoren, Photovoltaikanlagen, Stromspeicher, Gebäudedämmung sowie nachhaltige und umweltfreundliche Heizungen.

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