Wie der Name schon sagt, sind Einführungskurse dazu da, Exerzitien und verschiedene Gebets- und Übungsweisen kennenzulernen. Oftmals finden sie in einer Gruppe statt. Kurzexerzitien drehen sich in der Regel um eine bestimmte Frage oder ein Thema des Lebens oder des Glaubens, mit dem man sich meist ein Wochenende lang beschäftigt.
Exerzitien sind geistliche Übungen mit dem Ziel, die Verbundenheit mit Gott zu vertiefen. Menschen nehmen sich dabei bewusst Zeit, um zur Ruhe zu kommen, zu beten und über ihr Leben und ihren Glauben nachzudenken. Exerzitien können einige Stunden, mehrere Tage oder auch mehrere Wochen dauern.
Man kann Exerzitien mit einem Trainingslager für die Seele vergleichen. Es geht nicht nur darum, etwas über den Glauben zu lernen, sondern ihn einzuüben und bewusster auf Gott, das eigene Leben und anstehende Entscheidungen zu schauen.
Die klassische Form der Exerzitien geht auf den heiligen Ignatius von Loyola (1491–1556), den Gründer des Jesuitenordens, zurück. Zwischen 1522 und 1524 hielt er seine eigenen geistlichen Erfahrungen und Gebetsübungen schriftlich fest und ordnete sie später in seinem Werk „Geistliche Übungen“ (Exercitia spiritualia).
Neben den ignatianischen Exerzitien in der jesuitischen Tradition gibt es auch Exerzitien anderer Ordensgemeinschaften. Daraus hat sich bis heute eine Fülle an Exerzitien entwickelt, die sich an vielfältigen Bedürfnissen und unterschiedlichen Lebenssituationen orientieren.