Die Gebäude und Objekte, die wir heute als Denkmäler schützen, belegen Perioden immenser Kreativität und Schaffenskraft. Gleichzeitig können sie Zeugnisse düsterer Zeiten sein. Kirchen, Kapellen und Friedhöfe als Denkmäler sind Ausdruck der Kultur als urmenschliche Eigenschaft. Darüber hinaus sind sie aus dem Glauben an Gott heraus entstanden und ihm geweiht. Wer hier wandelt, kann Kultur, Kreativität und Sinnhaftigkeit erfahren und vielleicht verändert zurückkommen.
Um Anregungen zu geben, haben wir unterschiedliche christliche Denkmäler ausgesucht, die am 14. September mit dabei sind. An allen teilnehmenden Orten ist zu unterschiedlichen Zeiten geöffnet, darum sind die Zeiten miterwähnt. Teils ist nur geöffnet, teils werden Führungen angeboten, meist finden sich aber Ansprechpartner vor Ort. Dass der Tag des offenen Denkmals zeitgleich mit dem Sonntag der Kommunalwahlen in NRW stattfindet, kann ein Fingerzeig sein. Politik braucht auch Kultur, Moral und Menschen, die sich aus dem Glauben heraus für ein gelingendes Zusammenleben einsetzen. Also, warum nicht vor oder nach dem Wahllokal auch noch ein Denkmal besuchen?
Eine Rundreise mit Vorschlägen von Süd nach Nord, von West nach Ost
Wir führen unsere Rundreise von Süd nach Nord, von West nach Ost, unterteilt in regionale Abschnitte. Als besonderes Gebäude sticht zu Beginn unserer Denkmalsreise die Pfarrkirche St. Johannes Baptist Rödgen, bei Wilnsdorf, hervor: Sie ist seit Ende des 18. Jahrhunderts eine so genannte Doppelkirche. Es sind zwei Kirchen mit einem Turm in der Mitte, den sich beide teilen. Westlich steht die katholische, östlich die evangelische Kirche. Das Gotteshaus hat eine sehr spannende Geschichte rund um die beiden Konfessionen. Am Tag des offenen Denkmals ist von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Die Pfarrkirche Rödgen wurde erstmals im 13. Jh. erwähnt, gestiftet vom Herrn von Wilnsdorf. Der Turm wird simultan genutzt, auch das Läutwerk. Letzteres umfasst drei Glocken, darunter die Marienglocke von 1512.