Als Referentin der BVB-Gründerkirche vermittelte die Franziskanerin die Übergabe der Unterlagen aus dem Leben Hubert Dewalds an das Erzbistumsarchiv in Paderborn. Stellvertretend für Schwester Klara übernahm Stefan Magh, Projektleiter der BVB-Gründerkirche, die Übergabe am 21. Mai 2026. Das Paket setzt sich zusammen aus dem Reifezeugnis von Kaplan Dewald, seiner Weiheurkunde aus dem Jahr 1906, dem Primizbild, seiner Ernennungsurkunde mit Einträgen zu verschiedenen Einsatzstellen sowie aus der Todesanzeige des am 15. Oktober 1918 mit erst 36 Jahren verstorbenen Kaplans, seinem Totenbildchen und dem Nachruf der Jünglingssodalität aus Anröchte, der letzten beruflichen Station Dewalds, und schließlich aus einem umfangreichen Nachruf mit Portraitfoto in einer Druckschrift der Dreifaltigkeitsgemeinde Dortmund.
Jünglingssodalitäten, die sich am besten als kameradschaftlicher Freizeit- und Gebetskreis beschreiben lassen, gab es seinerzeit in vielen Städten Deutschlands. Auch in der Dortmunder Dreifaltigkeitsgemeinde entstand 1901 eine Marianische Jünglingssodalität. Nach ihrer harten Arbeit, die meisten Jungmänner der Gruppe malochten in der Westfalenhütte, fanden sie als Sodalen unter dem Dach der katholischen Kirche Erholung, Gemeinschaft und christliche Herzensbildung. Die Aufsicht über die Jungmännervereinigung führte während seiner Dortmunder Zeit Kaplan Hubert Dewald. Just aus seiner Gruppe ging 1909 der BVB hervor, wobei ausgerechnet Dewalds ablehnende Haltung dem Fußball gegenüber, den Impuls zur Vereinsgründung lieferte.