Einmal im Jahr wird Wormbach, ein Ortsteil von Schmallenberg im Sauerland mit knapp 400 Einwohnerinnen und Einwohnern, ordentlich aufgemischt. Denn rund um den ersten Mai findet seit mehr als 250 Jahren eine Wallfahrtswoche zu Ehren der heiligen Walburga statt. Laut Monika Winzenick, Gemeindereferentin im Pastoralen Raum Schmallenberg-Eslohe und Wallfahrtsleiterin in Wormbach, kommen zur Walburga-Woche etwa 2500 Menschen zu Besuch. Weil die Kirche für viele Veranstaltungen zu klein ist, müssen die Gäste mittlerweile in die örtliche Schützenhalle ausweichen.
In diesem Jahr findet die Walburga-Woche vom 3. bis zum 10. Mai statt. „An jedem Tag nehmen wir eine andere Zielgruppe in den Blick“, sagt Winzenick. So ist der Dienstag (5. Mai) beispielsweise den älteren Generationen gewidmet, der Mittwoch (6. Mai) den Frauen, der Donnerstag (7. Mai) den Kleinkindern und der Freitag (7. Mai) den Kommunionkindern. „Für mich ist die Lichterprozession von der Schützenhalle zur Kirche am Tag der Frauen der Höhepunkt,“ sagt Winzenick. Dass die Nachbarschaft ihre Vorgärten für diese Prozession ordentlich macht und eigenständig die Lichter aufstellt, zeige, dass die Walburga-Woche von der Gemeinschaft getragen wird, so die Wallfahrtsleiterin.