Dass die Madonna kunstgeschichtlich noch besser erforscht ist, erfreut das Wallfahrtsteam in Werl. „Und doch liegt die Bedeutung nicht im Alter der Madonna, sondern darin, was sie in den Menschen auslöst“, sagt Monsignore Best. Seit 1661 pilgern die Menschen zur „Trösterin der Betrübten“ nach Werl, um ihre Sorgen und Nöte, gleichzeitig auch ihren Dank und ihre Hoffnung vor das Gnadenbild zu bringen – und sie tun es bis heute.
Das liegt auch am einfallsreichen Wirken des Wallfahrtsteams um den neuen Wallfahrtsleiter Pastor Bernd Haase, das die Aktivitäten ständig weiterentwickelt. Zu den traditionellen Wallfahrten wie derjenigen der Portugiesen am Fatima-Sonntag kommen neue Formate hinzu. Allein unter den Fahrzeugwallfahrten gibt es mittlerweile mit „Velo Maria“ eine Fahrradwallfahrt, mit „Moto Maria“ eine Motorradwallfahrt, eine Oldtimerwallfahrt, eine Treckerwallfahrt und sogar eine Bobbycar-Wallfahrt. Auch lädt Werl wallfahrende Erstkommunionkinder und Firmlinge und sogar Strafgefangene ein.