Simon Ole Weber (16) glaubt an Gott. Und er stellt Fragen an die Kirche. Für ihn gehört beides zusammen. Auf seinem Weg zur Firmung, die er am 14. Juni in Paderborn, in seiner Heimatgemeinde St. Julian, empfangen wird, sucht er keinen fertigen Rahmen, sondern einen Glauben, der sich entwickeln darf.
Der junge Mann ist neugierig, offen und jemand, der selten bei der ersten Antwort stehen bleibt. „Lass uns mal schauen“, ist eher sein Ansatz als ein vorschnelles Urteil. Er probiert aus, beobachtet, denkt nach und ist gerne unter Menschen. Gleichzeitig braucht er aber auch Momente, in denen er zur Ruhe kommt. Dann zieht er sich zurück, schreibt in sein Notizbuch oder geht nach draußen.
Sein Glaube bewegt sich für Simon Ole zwischen diesen beiden Polen: Stille und Gemeinschaft. Die Gemeinschaft erlebt er besonders stark während des Friedensgrußes im Gottesdienst, wenn Menschen einander die Hand reichen. Dort wird für ihn etwas spürbar, das über das Sichtbare hinausgeht:
„Dann habe ich so eine innere Freude, dass man gemeinsam glaubt.“