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© LuckyNova / Shutterstock.com

Trost wie finde ich ihn? Wie hilft Glaube?

Neue Themenseite „Trost - Umgang mit Trauer und Tod“: Wirken Sie mit und teilen Sie Ihre Erfahrungen.

Unsere Bitte: Schreiben Sie uns!

Was hat Ihnen in der Trauer geholfen? Recherchen zum Thema sowie Gespräche mit Priestern und Trauerbegleiterinnen haben gezeigt: Es gibt nie nur den einen Weg. Begleitung von Kranken, Sterbenden und Trauernden ist immer individuell

Ganz wichtig ist: Unsere neue Themenseite darf und soll wachsen – mit Ihren Tipps, Erlebnissen und Eindrücken. Zutiefst menschlich und aus dem Glauben heraus. Deshalb die herzliche Einladung, Ihre Erfahrungen mit uns zu teilen, damit andere auf etwas stoßen können, das auch sie tröstet. Schildern Sie uns Momente während der Kondolenz oder auch Texte und Lieder, die Ihnen gutgetan haben mit Stichwort „Themenseite Trauer“ an: kommunikation@erzbistum-paderborn.de

Wie verhalte ich mich, wenn jemand trauert?

Christus ist auferstanden. Wir dürfen hoffen und darauf vertrauen, dass es nach dem Tod weitergeht und das ewige Leben auf uns wartet. Trotzdem: Wenn ein geliebter Mensch stirbt, entsteht erst einmal eine Lücke, die sich so nie wieder füllen lässt, sowohl bei den Betroffenen als auch im weiteren Umfeld. Kaum ein Thema fordert so sehr wie der Verlust eines nahestehenden Menschen.

Sicher ist es abhängig von Alter, Lebenssituation und vielem mehr, ob wir jemanden voller Dankbarkeit gehen lassen können, oder ob das Gefühl, plötzlich verlassen zu sein, Oberhand gewinnt.  Trotzdem entsteht immer eine Zäsur. Der Mensch ist im Herzen lebendig und doch nicht mehr greifbar.

Das kann verunsichern und sogar hilflos machen. Was den Angehörigen sagen? Ein Patentrezept gibt es nicht, aber wer zu dem Thema recherchiert, erfährt, dass Dasein, Schweigen, Aushalten oft das Beste ist, was man tun kann. Mehr bleibt manchmal nicht.

Wie den Kontakt suchen? Eigene Erfahrungen

Mal ist ein Besuch richtig. Mal ein Brief. Mal erst später ein Gespräch. Wir können nie genau wissen, wie es dem anderen geht, welches Verhältnis er oder sie zu dem Verstorbenen hatte oder wie jemand trauert. Gehe ich zur Beerdigung oder nicht? Auf Fragen wie diese können wir in Absprache mit anderen aus dem Freundeskreis Hilfestellung bekommen oder indem wir tief in uns hineinhorchen. Oder über Seiten wie unsere Trauerseite.

Auch Rituale, die mich selbst tragen, kann ich für die anderen miteinfließen lassen. Um aufzuzeigen, was diese leisten können, sei ein kleiner Perspektiv-Wechsel erlaubt. Eindrücke aus Reporterinnen-Sicht, die Sie motivieren sollen, auch Ihre Erfahrungen als Menschen mit Menschen und im Glauben zu teilen: Ich zünde Kerzen an, im Dom oder in unserer Kirche, und bitte Gott, Menschen in ihrer Trauer zu stärken. Bei Beerdigungen habe ich viel Tröstendes erlebt. Texte, die berühren. Lieder wie „Segne Du, Maria“, „Von guten Mächten“ oder „Möge die Straße“. Zuletzt: „Dankbar für die Zeit“ von den Wise Guys. Solche Rituale, solche Lieder geben Halt. Dies oft, ohne dass ich genau sagen kann, warum genau. Aber doch: Ich glaube, sie trösten.

„Segne du, Maria, unsere letzte Stund! Süße Trostesworte flüstre dann dein Mund.“

Lied Nr. 535 im Gotteslob für das Erzbistum Paderborn)
Ursprung: Gedicht aus dem Jahre 1870 von Cordula Wöhler

Wir sind es, für die wir bei der Beerdigung mitsingen. Die Verstorbenen im Herzen und beim Requiem präsent. Uns selbst und unser eigenes Schicksal immer im Auge.

Wie geht es mir selbst? Kann ich gerade jemanden trösten?

Recherchen zum Thema machen noch etwas deutlich:  Es ist wichtig, auf sich selbst zu achten. Die eigene seelische Verfassung entscheidet mit, was man geben kann. Das ist in Ordnung, man kann auch später persönlich kondolieren. Es gibt nicht den einen Moment, den man verpassen könnte.

Manchmal ist zum Beispiel ein später Besuch sogar hilfreicher als ein früher. Denn Trauer hört nicht einfach auf. Es geht nicht darum, sie „zu heilen“. Es geht darum, mit dem Verlust leben zu lernen. Die Beziehung bleibt, in der Erinnerung, in Momenten, an bestimmten Tagen. Und da ist – wie hoffnungsvoll! – der Glaube an ein Wiedersehen, so diffus das „Wie“ auch erscheinen mag.

Unsere Themenseite „Trost“ möchte dafür Raum geben. Für Hilfestellungen. Für Erfahrungen. Für Glauben. Für Gemeinschaft. Für das, was trägt.

 

Ein Beitrag von:
Sonja Funke
Redakteurin

Sonja Funke

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