Mal ist ein Besuch richtig. Mal ein Brief. Mal erst später ein Gespräch. Wir können nie genau wissen, wie es dem anderen geht, welches Verhältnis er oder sie zu dem Verstorbenen hatte oder wie jemand trauert. Gehe ich zur Beerdigung oder nicht? Auf Fragen wie diese können wir in Absprache mit anderen aus dem Freundeskreis Hilfestellung bekommen oder indem wir tief in uns hineinhorchen. Oder über Seiten wie unsere Trauerseite.
Auch Rituale, die mich selbst tragen, kann ich für die anderen miteinfließen lassen. Um aufzuzeigen, was diese leisten können, sei ein kleiner Perspektiv-Wechsel erlaubt. Eindrücke aus Reporterinnen-Sicht, die Sie motivieren sollen, auch Ihre Erfahrungen als Menschen mit Menschen und im Glauben zu teilen: Ich zünde Kerzen an, im Dom oder in unserer Kirche, und bitte Gott, Menschen in ihrer Trauer zu stärken. Bei Beerdigungen habe ich viel Tröstendes erlebt. Texte, die berühren. Lieder wie „Segne Du, Maria“, „Von guten Mächten“ oder „Möge die Straße“. Zuletzt: „Dankbar für die Zeit“ von den Wise Guys. Solche Rituale, solche Lieder geben Halt. Dies oft, ohne dass ich genau sagen kann, warum genau. Aber doch: Ich glaube, sie trösten.
„Segne du, Maria, unsere letzte Stund! Süße Trostesworte flüstre dann dein Mund.“
Lied Nr. 535 im Gotteslob für das Erzbistum Paderborn)
Ursprung: Gedicht aus dem Jahre 1870 von Cordula Wöhler
Wir sind es, für die wir bei der Beerdigung mitsingen. Die Verstorbenen im Herzen und beim Requiem präsent. Uns selbst und unser eigenes Schicksal immer im Auge.