Partnerschaft Magdeburg und Paderborn
Im Jahr 968 wurde Magdeburg als Erzbistum errichtet, ging aber während der Reformation mit den zugeordneten Bistümern unter. Es folgte eine wechselvolle Geschichte kirchlicher Zuordnung. Im 17. und 18. Jahrhundert waren Paderborner Fürstbischöfe mit der Sorge für das Magdeburger Gebiet betraut. Durch das von Papst Pius VII. erlassene Schreiben „De Salute Animarum“ wurde das „Kommissariat Magdeburg“ 1821 dem Bistum Paderborn zur ständigen Verwaltung übergeben.
Durch die Teilung Deutschlands 1949 wurde der Kontakt zwischen Ost- und Westteil des Erzbistums Paderborn schwieriger. Kurz nach dem Mauerfall nahm das Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn als Vertreter der Laien Kontakt zu den katholischen Laien im „Bischöflichen Amt Magdeburg“ auf. 1994 wurde Magdeburg eigenständiges Bistum. Das Bistum Magdeburg ist als Suffraganbistum der mitteldeutschen Kirchenprovinz mit Paderborn als Erzbistum zugeteilt. Im selben Jahr unterzeichneten der Magdeburger Bischof Leo Nowak und der Paderborner Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt eine offizielle Partnerschaftsurkunde für beide (Erz-)Diözesen, die im Juli 2009 vom Magdeburger Bischof Dr. Gerhard Feige und vom damaligen Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker aktualisiert wurde.
Die Liborius-Kapelle im Magdeburger Roncalli-Haus und eine Wandtafel im Kreuzgang des Paderborner Domes stehen für die Verbundenheit, ebenso wie gegenseitige Einladungen zu Libori und zur Wallfahrt des Bistums Magdeburg auf der Huysburg. An den Treffen der Priesterräte beider Bistümer nimmt jeweils ein Vertreter aus dem Partnerbistum teil. Die Bereiche des Erzbischöflichen Generalvikariates in Paderborn und des Ordinariats in Magdeburg, die Diözesan-Caritasverbände oder die Laiengremien arbeiten zusammen. Besonders ausgeprägt ist die Partnerschaft zwischen Stämmen der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) aus beiden Diözesen.