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© el lobo / Shutterstock.com
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Allerheiligen

Am Hochfest Allerheiligen gedenkt die Kirche allen Menschen, die offiziell heiliggesprochen wurden, aber auch allen, deren Heiligkeit nur Gott kennt.

Pauline von Mallinckrodt setzte sich in Paderborn für Kinder und blinde Menschen ein. Maria Theresia Bonzel kümmerte sich in Olpe mit ihren Mitschwestern um Kinder und Kranke. Ihr Glaube prägte ihr Handeln. Beide Frauen werden heute als Selige verehrt.

An Allerheiligen, dem 1. November, feiert die katholische Kirche nicht nur sie, sondern alle Heiligen, weltweit. Dazu gehören bekannte Glaubensvorbilder ebenso wie Menschen, deren Heiligkeit allein Gott kennt. Die Kirche glaubt, dass sie nach ihrem Tod bei Gott leben.

Viele Menschen besuchen an Allerheiligen auch die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen und Freunde, um ihnen nahe zu sein, sich zu erinnern und für sie zu beten. Dieser Brauch verbindet das Fest mit Allerseelen am 2. November, an dem die Kirche besonders der Verstorbenen gedenkt und für sie betet. Blumen und Kerzen drücken Verbundenheit aus. Das Licht steht im christlichen Glauben auch für die Hoffnung auf Auferstehung. In vielen Gemeinden werden die Gräber gesegnet und die Verstorbenen im Gebet Gott anvertraut.

Was unterscheidet Allerheiligen und Allerseelen?

An Allerheiligen, dem 1. November, feiert die katholische Kirche alle Heiligen. Sie denkt dabei auch an Menschen, die nie offiziell heiliggesprochen wurden. Im Mittelpunkt steht der Glaube, dass sie bei Gott leben.

An Allerseelen, dem 2. November, gedenkt die Kirche der verstorbenen Gläubigen und betet für sie. Beide Tage verbindet die Hoffnung auf ein Leben bei Gott. Der Besuch und das Schmücken der Gräber finden vielerorts bereits an Allerheiligen statt.

Was hat Allerheiligen mit unserem Alltag zu tun?

Allerheiligen richtet den Blick nicht nur auf die Menschen, die offiziell heiliggesprochen wurden. Gemeint sind auch Menschen, die ihren Glauben im Alltag gelebt haben, anderen beistanden und ihnen mit Geduld und Liebe begegneten. Vielleicht haben wir solche „Heiligen von nebenan“, wie Papst Franziskus sie nannte, selbst gekannt: in unserer Familie, im Freundeskreis oder in der Nachbarschaft. Das Hochfest Allerheiligen kann also Gelegenheit sein, sich an die Menschen zu erinnern, die für den eigenen Glauben prägend waren.

Es gefällt mir, die Heiligkeit im geduldigen Volk Gottes zu sehen: in den Eltern, die ihre Kinder mit so viel Liebe erziehen, in den Männern und Frauen, die arbeiten, um das tägliche Brot nach Hause zu bringen, in den Kranken, in den älteren Ordensfrauen, die weiter lächeln. In dieser Beständigkeit eines tagtäglichen Voranschreitens sehe ich die Heiligkeit der streitenden Kirche. Oft ist das die Heiligkeit „von nebenan“, derer, die in unserer Nähe wohnen und die ein Widerschein der Gegenwart Gottes sind, oder, um es anders auszudrücken, „die Mittelschicht der Heiligkeit“.

Papst Franziskus, Apostolisches Schreiben GAUDETE ET EXSULTATE über den Ruf zur Heiligkeit in der Welt von heute (2018)

Berühmte und weniger berühmte Heilige

Manche Heilige, denen am Hochfest Allerheiligen gedacht wird, werden überall in der Weltkirche verehrt. Neben Maria und den Aposteln gehören zum Beispiel der heilige Martin, der heilige Nikolaus, die heilige Katharina von Siena, die heilige Theresa von Avila, der Heilige Franziskus von Assisi, die heilige Clara oder der heilige Benedikt von Nursia dazu. Aber es gibt auch Heilige und Selige, die vor allem in bestimmten Regionen bekannt sind, etwa im Gebiet des heutigen Erzbistums Paderborn. Auf dieser Seite haben wir Informationen zu diesen berühmten und weniger berühmten Heiligen zusammengestellt.

Was verbindet Halloween und Allerheiligen?

Schon der Name verrät den Zusammenhang: Halloween leitet sich vom englischen „All Hallows’ Eve“ ab – dem Abend vor Allerheiligen. Gefeiert wird Halloween entsprechend am 31. Oktober, dem Vorabend von Allerheiligen.

Halloween-Bräuche entwickelten sich vor allem in Irland und Schottland, vermutlich seit der frühen Neuzeit. Schon dort spielten Geister eine Rolle. Man erwartete die Rückkehr verstorbener Angehöriger und fürchtete zugleich unheilvolle Wesen. Verkleidungen und Rübenlaternen (aus denen später die bekannten Kürbis-Laternen wurden) sollten schützen – oder die Nachbarn erschrecken. Daneben gehörten gemeinsames Essen, Spiele und Zukunftsorakel zum Fest.

Irische Auswanderer brachten diese Bräuche im 19. Jahrhundert in die USA, wo Halloween zu einem vorwiegend weltlichen und stark kommerzialisierten Verkleidungs- und Gruselfest wurde. Kinder sammeln Süßigkeiten, Erwachsene feiern Kostümpartys, und Häuser werden unheimlich geschmückt. Der Spaß am spielerischen Gruseln steht dabei stärker im Vordergrund als religiöses Gedenken.

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