Seine Amtseinführung vor einem Jahr sei „kein Fest einer Person“, sondern „des ganzen Erzbistums“ gewesen, so Erzbischof Dr. Bentz. Es sei um die Kirche vor Ort gegangen, um das „Miteinander, das den Glauben trägt“. Beeindruckt habe ihn in dieser Hinsicht auch das Liborifest. Im vergangenen Jahr habe ihm die spürbare Bereitschaft der Menschen, gemeinsam neue Wege zu gehen, „unglaublich viel Kraft gegeben“, macht Erzbischof Dr. Bentz im Interview deutlich.
Geistliche Verankerung
Auf dem Weg in die Zukunft könne jede Erneuerung und jeder Strukturprozess nur tragfähig sein, wenn er geistlich verankert sei, blickt der Paderborner Erzbischof nach vorn. „Wie wir unsere Beziehung mit Gott gestalten, damit steht oder fällt alles.“ Deshalb sei es ihm wichtig, „in allen Ebenen unseres Handelns diese geistliche Tiefe zu bewahren.“ Bei der Weiterführung der Bistumsentwicklung wolle er darauf achten, „dass die Prozesse nicht auf reine Strukturdebatten reduziert werden, sondern echte geistliche Prozesse bleiben“, erklärt Erzbischof Dr. Bentz.
In den kommenden Monaten werden konkrete Zielvorstellungen für die weitere Entwicklung im Erzbistum Paderborn veröffentlicht. Diese Entwicklung bringe viele Herausforderungen mit sich. Doch der Paderborner Erzbischof zeigt sich im Blick darauf überzeugt: „Wenn wir als Kirche zeigen, dass wir mit Konflikten verantwortungsvoll umgehen, dass wir Menschen begleiten und eine Zukunftsperspektive eröffnen, dann wird dieses Jahr nicht nur ein Jahr des Umbruchs, sondern auch eines der Zuversicht sein.“