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Erzbistum Paderborn
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© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

Die Kirche muss den Menschen etwas geben

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Alle Jahre wieder

Libori ist wie Weihnachten: alle Jahre wieder. Irgendwie immer gleich in seinen Traditionen und etablierten Abläufen und doch jedes Mal ein bisschen anders. Auch weil es immer jemanden gibt, der in dem Phänomen Libori neue Facetten erkennen kann, ist die Geschichte des Festes nie auserzählt. Einer dieser besonderen Erzähler ist Dompropst Monsignore Joachim Göbel. Er beginnt seine Geschichte mit den bekannten drei „K“, die Libori ausmachen: Kirche, Kirmes und Kultur. Hinzu kommt vielleicht noch als viertes „K“ die Kulinarik. Die reicht vom klebrigen Liebesapfel über exotische Gerichte aus fernen Ländern bis hin zum kräftig gehopften Bier und zu westfälischen Deftigkeiten vom Grill. Sogar Veganes soll es geben!

Unwestfälisch-heiter und leicht

Dann berichtet Joachim Göbel davon, dass sich zu Libori eine besondere Stimmung über die Stadt legt. Auf wundersame Weise fühle sich nach der Erhebung der Reliquien des heiligen Liborius alles „unwestfälisch-heiter und leicht“ an. Die Erklärung dafür gibt der Monsignore mit einem Augenzwinkern: „Das macht der heilige Liborius, der in Le Mans lebte und wirkte. Mit seinen Reliquien kam nicht nur der Glaube hierher. Unser Stadt- und Bistumspatron brachte auch ein bisschen französisches Flair zu uns nach Paderborn.“

Ein friedliches Fest

Ebenfalls sei es dem heiligen Liborius – oder zumindest dem zutiefst christlichen Charakter des Festes – zu verdanken, dass die Massenveranstaltung vergleichsweise friedlich vonstattengehe, vermutet Dompropst Göbel. „Obwohl unsere Kirmes zu den zehn größten Volksfesten Deutschlands gehört, berichtet mir die Polizei, dass sie zu Libori kaum mehr zu tun hat als an anderen Tagen im Jahr“, sagt er. „Unser Stadtfest ist ein Fest für die ganze Familie, für die Kinder und die Alten, für die Stadt und das Umland, für die Einheimischen und für Menschen aus nah und fern.“

Der Blick von den Paderquellen

Zu den Besucherinnen und Besuchern zählen auch viele Gäste aus der Weltkirche, die angesichts dieser einzigartigen Durchdringung von Geistlichem und Weltlichem regelmäßig ins Schwärmen geraten. Für die Schwestern und Brüder aus dem Ausland gibt der Dompropst gern den Fremdenführer und schickt die Gruppen auch zu dem Ort, an dem das Foto für dieses Kalenderblatt aufgenommen wurde. Unten, nahe den Paderquellen, präsentiert sich der fahnengeschmückte Turm des Hohen Doms besonders eindrucksvoll, zugleich besteht hier die Möglichkeit, eine Weile dem Remmidemmi der Kirmes zu entfliehen. Ein anderer Rückzugsort ist der Hohe Dom. Viele Menschen besuchen die festlichen Gottesdienste, viele kommen aber auch einfach so in den Dom für eine Verschnaufpause oder ein Gebet.

Mehr als nur ein Rummel

„Libori ist eben viel mehr als nur ein Rummel“, erklärt Joachim Göbel. „In vielen Belangen hat sich der Charakter eines religiösen Festes erhalten.“ Dies macht sich auch dadurch bemerkbar, dass sich Libori in Sachen Kommerz von vielen anderen großen Volksfesten wohltuend abhebt. So machen in Paderborn die Fahrgeschäfte und Buden nach alter Sitte erst auf, nachdem die Reliquien erhoben worden sind.

Für den Dompropst ist Libori eine schöne, aber auch eine anstrengende Zeit, in der sich Termin an Termin reiht. Zum Flanieren durch die Budenstadt kommt Monsignore Göbel meist erst in den späteren Abendstunden. Aber wer schaut schon auf die Uhr, wenn ein Heiliger die Stadt in französisches Flair hüllt und die Menschen fröhlich sind?!

Hoher Dom zu Paderborn

Hier finden Sie weitere Informationen über diesen besonderen Ort.

 

Hoher Dom zu Paderborn

Das Kalenderbild

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

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