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Erzbistum Paderborn
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Unscharfe Menschen an einem Tisch© D.Somsup / Shutterstock.com

Betroffene wollen (und sollen) ihre Interessen selber vertreten

Seit Februar 2022 gibt es im Erzbistum Paderborn eine Betroffenenvertretung, die darüber berät, wie sie zukünftig die Stimmen von Betroffenen zum Ausdruck bringen kann und sich auch an Fragen der Aufarbeitung beteiligt. Eine solche Vertretung ist in der Vereinbarung der deutschen Bischöfe mit dem Beauftragten des Bundes für Fragen des Kindesmissbrauchs vorgesehen.

Die Betroffenenvertretung agiert frei und eigenständig. In ihrer Arbeit wird sie seitens des Erzbistums Paderborn umfänglich unterstützt. Die Diözese begleitet mit dem Team Intervention den Aufbau, sorgt für die notwendige Infrastruktur und ist mit den Personen im Kontakt.

In einem ersten Schritt wurden Betroffene Anfang Februar zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen. Über 20 Frauen und Männer haben an diesem Tag teilgenommen. Weitere 40 Personen haben ihr Interesse bekundet, über die Arbeit Betroffenenvertretung informiert zu werden. Eine Gruppe von acht Teilnehmenden übernahm den weiteren Aufbau.

Die Betroffenenvertretung arbeitet selbstorganisiert und in Eigenständigkeit. Zu gegebener Zeit wird sie sich selbst äußern, wie sie zukünftig die Stimmen der betroffenen Personen zum Ausdruck bringen möchte. Die beiden Sprecher der Gruppe  sind zudem Mitglied in der unabhängigen Aufarbeitungskommission.

Betroffenenvertretung

Mit der Betroffenenvertretung setzt das Erzbistum Paderborn eine Vereinbarung der Deutschen Bischöfe und dem Beauftragten des Bundes für Fragen des Kindesmissbrauchs um, die in der „Gemeinsamen Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland“ formuliert wurde.

Seelsorge für Betroffene von Missbrauch

Pastor Liudger Gottschlich aus Dortmund bietet Menschen seelsorgliche Gespräche und Begleitung an, die als Minderjährige oder schutzbefohlene Erwachsene Missbrauch durch einen Kleriker oder Beschäftigten im kirchlichen Dienst des Erzbistums Paderborn erleiden mussten.

 
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