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© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Geweiht zum Dienst am Nächsten

Lukas Arenhövel aus Paderborn und Matthäus Freitag aus Warburg empfangen am 13. Juni 2026 die Diakonenweihe / Biografisches / Was ist den zukünftigen Diakonen des Erzbistums Paderborn wichtig?

Für die beiden Priesterkandidaten des Erzbistums Paderborn Lukas Arenhövel aus Paderborn Elsen und Matthäus Freitag aus Warburg wird der 13. Juni 2026 zu einem „lebens-prägenden“ Tag in ihrer Vita, denn sie empfangen an jenem Samstag in der Paderborner Universitäts- und Marktkirche die Diakonenweihe: Weihbischof Matthias König spendet dem 27-jährigen Lukas Arenhövel und dem 31-jährigen Matthäus Freitag das Weihesakrament und weiht sie im Auftrag von Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz durch Handauflegung und Gebet zum Diakon. Aktuell bereiten sich die beiden Kandidaten auf den Empfang ihrer Diakonenweihe vor: Lukas Arenhövel absolviert ein Schul- und Pastoralpraktikum im Pastoralen Raum Südlippe-Pyrmont, Matthäus Freitag im Pastoralen Raum Olpe-Drolshagen. Jeweils dort werden Lukas Arenhövel und Matthäus Freitag auch nach ihrer Weihe als Diakon wirken.

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Für die beiden Priesterkandidaten Lukas Arenhövel aus Paderborn Elsen und Matthäus Freitag aus Warburg wird der 13. Juni 2026 zu einem lebens-prägenden Tag in ihrer Vita, denn sie empfangen an jenem Samstag in der Paderborner Universitäts- und Marktkirche die Diakonenweihe.

Die Diakon-Weihekandidaten Lukas Arenhövel und Matthäus Freitag stellen sich vor und erläutern jeweils, was ihnen als Christ und zukünftiger Diakon wichtig ist.

Weihekandidat Lukas Arenhövel: Erfüllender Dienst

Christ-sein bedeute, sein ganzes Leben an der Botschaft Jesu Christi auszurichten und die Liebe zu Christus „für, mit und bei den Menschen“ sichtbar werden zu lassen, bekräftigt Lukas Arenhövel. „Die Berufung zum Christsein trägt mich durch das ganze Leben und es ist eine froh machende Herausforderung, sein Leben jeden Tag immer wieder neu auf Christus auszurichten“, unterstreicht Diakon-Weihekandidat Lukas Arenhövel aus der Pfarrei St. Dionysius in Paderborn Elsen. Er wurde 1999 geboren, nach seinem Abitur 2018 am Gymnasium Schloß Neuhaus absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr beim „Forum Michaelshof“ in der Familienseelsorge des Bischöflichen Generalvikariats Fulda. Nach dem für alle Priesterweihekandidaten vorgeschriebenen einjährigen Propädeutikum studierte Lukas Arenhövel Theologie an der Theologischen Fakultät Paderborn sowie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Während seines Studiums war er von März 2023 bis August 2024 als Werkstudent in der Kommunikationsabteilung des Erzbischöflichen Generalvikariates bei YOUPAX tätig.

Seit seiner Kindheit engagiert sich Lukas Arenhövel als Messdiener und Pfadfinder, mehrere Jahre davon als Messdiener- und Pfadfinderleiter. Zudem hat er mehrfach an der Sternsingeraktion in Elsen teilgenommen und diese mitorganisiert. Von 2015 bis 2021 war Lukas Arenhövel als Küster in Elsen tätig. In den beiden Jahren 2022 und 2023 leitete er das Liturgieteam beim „Fest der Jugend“ der Gruppe Refocus e. V. in Elsen. Der 27-jährige Lukas Arenhövel engagiert sich in den Katholischen Studentenverbindungen Adolphiana Fulda, Guestfalo-Silesia Paderborn sowie Aenania München.

„Als Diakon möchte ich den Menschen nach dem Vorbild Jesu dienen und in Hingabe von der Liebe Gottes Zeugnis geben“, sagt Lukas Arenhövel im Hinblick auf seine Diakonenweihe. Die Verkündigung des Wortes Gottes sowie die Vorbereitung und Spendung der Sakramente sei für ihn ein erfüllender Dienst an den Menschen – zu deren Heil und zum Aufbau des Reiches Gottes in dieser Welt mit der Perspektive auf das ewige Leben bei Gott.

Weihekandidat Lukas Arenhövel ist aktuell im Pastoralen Raum Südlippe-Pyrmont mit den Gemeinden St. Marien Lügde, St. Georg Bad-Pyrmont, St. Michael Falkenhagen, St. Martin Blomberg, Christkönig Bad Meinberg, Heilig Kreuz Horn, St. Joseph und St. Laurentius Schieder-Schwalenberg eingesetzt, wo er derzeit ein Schul- und Gemeinde-Praktikum absolviert. Als Diakon wird der 27-jährige wiederum für ein Jahr – bis zu seiner Priesterweihe – hier wirken. Im Hinblick auf seinen Dienst als Diakon erklärt Lukas Arenhövel: „Mir ist wichtig, die liebevolle Botschaft des Evangeliums in den Alltag der Menschen zu tragen, so dass sie die heilende und barmherzige Nähe Gottes erfahren.“ Er möchte zudem „ein fröhliches Zeugnis vom Glauben an Jesus Christus und vom Leben mit Gott zeigen“ und so verdeutlichen: „Glauben lohnt sich!“.

Weihekandidat Matthäus Freitag: Gemeinsam Kirche gestalten

„Berufen zu sein, heißt für mich, mein Leben als Antwort auf Gottes Ruf zu verstehen. Er wird in großen Entscheidungen ebenso wie im täglichen Leben sichtbar, wenn ich versuche, aus dem Glauben zu leben und ihm so im Alltag konkrete Gestalt zu geben“, erklärt Matthäus Freitag. Der Diakonweihekandidat des Erzbistums Paderborn kommt aus der Pfarrei St. Johannes Baptist in Warburg und wurde 1994 geboren. Sein Abitur machte er 2013 am Hüffertgymnasium Warburg. Nach dem für alle Priesterweihekandidaten vorgeschriebenen einjährigen Propädeutikum studierte Matthäus Freitag an der Theologischen Fakultät Paderborn sowie am Institut Catholique de Toulouse Theologie, erwarb 2019 in Paderborn den Magisterabschluss. Bis 2022 war er dann Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Paderborn, von 2024 bis 2025 Bibliothekar in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn. Im Juli 2025 schloss Matthäus Freitag sein Promotionsstudium Katholische Theologie ab. Mit dem Thema „Das Paderborner Brevier von 1513. Ein liturgisches Buch am Übergang vom Handschriften- zum Druckzeitalter“ promovierte er im Fach Liturgiewissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München bei Professor Dr. Stefan Kopp.

„Ich möchte Diakon und Priester werden, weil ich erfahren habe, wie wichtig es ist, den Glauben in der Seelsorge konkret zu leben und weiterzugeben. Ich möchte den Glauben verkünden, Gottesdienste feiern und Menschen auf ihrem Weg begleiten“, unterstreicht der 31-jährige Matthäus Freitag. Im Pastoralen Raum Warburg war Matthäus Freitag in der Firmvorbereitung und Messdienerarbeit engagiert, war von 2019 bis 2022 Küster der Pfarrei St. Nikolaus in Warburg-Germete. Von 2022 bis 2024 wirkte er als Pastoralpraktikant im Pastoralen Raum An Egge und Lippe.

Diakon-Weihekandidat Matthäus Freitag ist aktuell im Pastoralen Raum Olpe-Drolshagen eingesetzt, wo er derzeit ein Schul- und Gemeinde-Praktikum absolviert. Als Diakon wird er wiederum für ein Jahr – bis zu seiner Priesterweihe – hier wirken. „Kirche lebt dort, wo Menschen sich mit ihren Gaben einbringen und gemeinsam Verantwortung übernehmen“, ist Matthäus Freitag überzeugt. Im Hinblick auf sein zukünftiges Wirken als Diakon und Priester betont Weihekandidat Matthäus Freitag: „Mir ist wichtig, für die Menschen vor Ort ansprechbar zu sein und mit ihnen gemeinsam Kirche zu gestalten. Dazu gehören für mich eine verständliche Verkündigung, eine sorgfältig gefeierte Liturgie und die Zusammenarbeit mit den vielen Engagierten in den Gemeinden.“

Gottesdienst mit Weiheliturgie

Der Gottesdienst mit der Weiheliturgie beginnt am Samstag, 13. Juni 2026, um 10 Uhr, in der Universitäts- und Marktkirche Paderborn. Geladene Gäste, Familienmitglieder sowie Gläubige aus der Heimat- und Praktikumsgemeinde der Weihekandidaten werden beim Gottesdienst dabei sein. Die Weiheliturgie kann von weiteren Interessierten mitgefeiert werden.

Stichwort: Diakon

Das Wort Diakon leitet sich vom griechischen Wort „diakonos“ ab und bedeutet „Diener“, „Helfer“. Ein Diakon ist gesandt zur besonderen Nachfolge Christi. Innerhalb der Kirche bekleidet er ein geistliches Amt, den Diakonat. Seine Aufgaben umfassen die Bereiche Gottesdienst (leiturgia – Liturgie), Verkündigung (martyria – Zeugnis) sowie den „Dienst am Nächsten“ (diakonia – Diakonie / Caritas) und damit alle drei Grundvollzüge der Kirche. Für einen Diakon ist der „Dienst am Nächsten“ wesentlich, er ist insbesondere dazu aufgerufen, zu den Armen und Kranken, den „Menschen am Rande“ zu gehen. Die von einem Bischof gespendete sakramentale Weihe zum Diakon ist ein Element des dreigliedrigen Weihesakraments (Diakon – Priester – Bischof), dadurch ist der Diakon in die Gemeinschaft der Geistlichen, den Klerus, eingegliedert.

Diakone assistieren dem Priester bei der Feier der Eucharistie, verkünden dabei das Evangelium und dürfen predigen. Sie können das Sakrament der Taufe spenden, bei der kirchlichen Eheschließung assistieren, Beerdigungen leiten, Wortgottesdienste feiern und die Kommunion spenden. Die Feier der Eucharistie bleibt den Priestern vorbehalten, ebenso wie die Spendung des Sakramentes der Krankensalbung und des Bußsakramentes.

Verheiratete Männer, die 35 Jahre und älter sind, können nach einer entsprechenden Ausbildung und mit Zustimmung ihrer Ehefrau zum Diakon geweiht werden, um als Ständiger Diakon eingesetzt zu werden. Ständige Diakone üben in der Regel zusätzlich zum Seelsorgedienst einen bürgerlichen Beruf aus. Wer ein Zölibatsversprechen ablegt, kann die Diakonenweihe bereits mit 25 Jahren empfangen. Priesteramtskandidaten werden zunächst zum Diakon und dann zum Priester geweiht.

Bei von einem Diakon geleiteten liturgischen Feiern trägt der Diakon als Amtszeichen die Diakonenstola über dem Chorgewand oder der Albe. Die liturgische Kleidung des Diakons bei der Assistenz in der Eucharistiefeier ist die Dalmatik, die wie das priesterliche Messgewand über Albe und Stola getragen wird.

Fürbittnovene

Mit einer Fürbittnovene zur Weihe der beiden zukünftigen Diakone lädt das Team der Diözesanstelle Berufungspastoral dazu ein, gemeinsam für die Weihekandidaten zu beten und ihnen Gottes Segen für ihre Aufgaben und ihren Einsatz zu erbitten. Die Fürbittnovene eignet sich für den Einsatz sowohl innerhalb der Eucharistiefeier als auch in einer Wort-Gottes-Feier. Verschiedene Autorinnen und Autoren stellen ihre Fürbitten ab dem 5. Juni 2026 bis zum Tag der Weihe am 13. Juni 2026 zur Verfügung.

Ein Beitrag von:
Pressereferent Team Presse

Thomas Throenle

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