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Erzbistum Paderborn
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Gemeinsam und interaktiv etwas entwickeln

„Auf eine Kaffeelänge mit …“ Marie-Simone Scholz, Gemeindereferentin mit neuer Stelle für innovative Frauenpastoral
Ronald Pfaff / Erzbistum Paderborn
Unser Glaube
10. Januar 2022
Paderborn

Gemeinsam und interaktiv etwas entwickeln

„Auf eine Kaffeelänge mit …“ Marie-Simone Scholz, Gemeindereferentin mit neuer Stelle für innovative Frauenpastoral

Innerhalb unserer Reihe „Auf eine Kaffeelänge mit …“ treffen wir uns regelmäßig mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn. Einzige Vorgabe der Zusammenkunft: Das Treffen endet, sobald die Kaffeebecher geleert sind. Diesmal haben wir uns mit Gemeindereferentin Marie-Simone Scholz getroffen. Seit September 2021 ist sie Pastorale Mitarbeiterin für innovative Frauenpastoral im Paderborner Pastoralverbund „Nord-Ost-West” und hat im Pfarrbüro neben der Bonifatiuskirche in der Stadtheide Quartier bezogen.

Neues Aufgabenfeld im Erzbistum

„Ich möchte mit und von den Frauen lernen, miteinander gestalten und voneinander erfahren“, fasst Marie-Simone Scholz das  Selbstverständnis zusammen, mit denen sie ihre Aufgabe angegangen ist. Eine Aufgabe, die neu im Erzbistum Paderborn und der Abteilung „Glaube im Dialog“ im Erzbischöflichen Generalvikariat angegliedert ist. Für die in Bielefeld aufgewachsene Scholz eine neue Herausforderung, nachdem sie als Gemeindereferentin zuletzt in Gütersloh gearbeitet hat.

Positiv aufgenommen

Positiv blickt Marie-Simone Scholz auf ihre ersten Monate zurück. Im Pfarrbüro sei sie gut aufgenommen worden. Immerhin war Pfarrer Stolz an der Entwicklung der Stelle beteiligt und die Menschen insgesamt hätten sehr interessiert auf diese neue Stelle reagiert. „Ich bin sehr optimistisch, dass sich bei dieser Offenheit etwas Gutes entwickeln wird. In der Gestaltung habe ich einige Freiheiten. Dabei ist es mir wichtig, dass ich Ansprechpartnerin für alle Frauen bin“, betont Scholz und meint: aktiv wie passiv gläubig, kirchennah oder -fern. Auch neue Wege der Kommunikation will sie gehen. Dazu zählt demnächst ein eigener Instagram-Account, um auch in den Sozialen Medien präsent zu sein. „Nicht nur, um zu informieren, sondern interaktiv das Glaubensleben zu gestalten.“

„Was möchten die Frauen gern?“

Die Frage „Was möchten die Frauen gern?“ sei in der Pandemie-Zeit nicht immer leicht zu beantworten, da Kontakte und Veranstaltungen auf Sparflamme liefen. „Ich möchte kein fertiges Konzept präsentieren, sondern den Austausch suchen, um gemeinsam etwas entwickeln, was auch wirklich nachhaltig ist.“ Marie-Simone Scholz bietet an zuzuhören, so dass Frauen von sich erzählen können und ihre Wünsche und Ideen umzusetzen. „Auch mal ein wenig aus dem festen Kirchenraum herausgehen, neue Formate oder Themen finden“, hat sie Ideen, die experimentierfreudig sind: „Klar, möchte ich auch mal verrückte Sachen ausprobieren.“

Offene Gottesdienste und neue Formate

Das könnten geistliche Impulse sein oder auch offene Gottesdienste, zu denen die Frauen dann eigene Gebete oder Texte mitbringen: „Diese Gottesdienste dauern dann so lange, wie etwas passiert.“ Andere Zugänge zu Gebeten oder Bibeltexten möchte Marie-Simone Scholz anbieten, in denen Verse in „gerechte Sprache“ und aus weiblicher Perspektive gelesen werden oder der Frage nachgegangen wird, warum  so wenige Frauen in der Bibel vorkommen“.

„Die Vielfalt von Gott ist toll“

„Die Vielfalt von Gott ist toll“, ist Scholz überzeugt und möchte daher nicht nur ein gängiges Bild vermitteln: „Ich möchte die Menschen schon anregen, vielleicht sogar irritieren, um nachzudenken. Andere Blickweisen aufzunehmen. Vielleicht sogar etwas mehr das Weibliche herausstellen.“ Im positiven Sinne irritieren, betont  sie ausdrücklich, wolle sie, um  deutlicher hinzuschauen, was man singt und betet. Zur Diskussion angeregt hat sie beispielsweise mit dem Bild einer Künstlerin, die die Gottesmutter Maria als syrische Flüchtlingsfrau dargestellt hat: Als eine Frau mit Sorgen und Nöten, jedoch mit einem himmlischen Schein. In jeder Frau sei ein Stück Marias zu finden, betont Scholz.

Frauen ermutigen

Natürlich möchte sie die weibliche Stimme in der Kirche deutlicher hörbar machen. „Ich möchte auch Frauen ermutigen, selbst zu gestalten. Ich möchte auch bewusst machen, in was für einer Kirche wir arbeiten, und sich dann zu positionieren.“ In klaren Stellungnahmen geht Marie-Simone Scholz beispielhaft voran. Sie ist auch Mitglied Vollversammlung des Synodalen Wegs sowie im Vorstand des Bundesverbandes  der GemeindereferentInnen.

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Ein Beitrag von:
Redakteur

Ronald Pfaff

 
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