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Erzbistum Paderborn
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Die Blockflöten von Frank Oberschelp© Ronald Pfaff / Erzbistum Paderborn

„Die Spiritualität der Kirchenmusik strahlt aus“

„Auf eine Kaffeelänge mit…“ Frank Oberschelp, Musiklehrer mit dem Faible für Blockflöten.

Innerhalb unserer Reihe „Auf eine Kaffeelänge mit…“ treffen wir uns regelmäßig mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn, um die Vielfalt der engagierten Menschen abzubilden. Denn die Mitarbeitenden sowie ehrenamtlich tätigen Menschen zählen zu den 1000 guten Gründen für den Glauben und die katholische Kirche. Indem wir von ihnen erzählen, bringen wir das Gute zur Sprache und machen sichtbar, wie lebenswert und vielfältig das katholische Glaubensleben ist. „1000 gute Gründe“ – lernen Sie auf eine Kaffeelänge die hauptberuflich und ehrenamtlich Engagierten im Erzbistum Paderborn näher kennen. Diesmal haben wir uns mit Frank Oberschelp getroffen, stellvertretender Leiter der Musik- und Kunstschule der Stadt Bielefeld und Fachbereichsleiter Blockflöte. Zudem hat er einen Lehrauftrag für Blockflöte an der Hochschule für Musik Detmold.

„Das Lamento hat das Instrument gar nicht verdient“, weist Frank Oberschelp ein „schlechtes Image“ der Blockflöte gleich von sich: „Die Blockflöte bietet ein breites Spektrum. Sie ist zugleich ein perfektes Instrument für Anfänger, aber auch ein Instrument, das längst seinen festen Platz im Konzertleben erobert hat.“ Die Blockflöte sei ein direktes Instrument – ähnlich dem Gesang – mit großer Vielseitigkeit von der Garkleinblockflöte bis zur Kontrabassblockflöte. Darunter zählen Sopran- und Altblockflöte sicherlich zu den populärsten.

Bei den Auftritten beispielsweise mit dem „Markus-Consort“ könne man gut erkennen, dass die verschiedenen Stimmen der Blockflöten im Ensemble zusammen einem Register einer Kirchenorgel gleichen.

Ein auf vielen Ebenen vielseitiges Instrument

Die musikalischen Stilrichtungen bieten ebenso viele Varianten: von Folk bis Jazz, von Barock und Renaissance bis zur modernen Musik. Also weit mehr als nur Kinderlieder oder Weisen zur Weihnachtszeit. „Zu mir kommen Menschen, die vom Instrument fasziniert sind, weil sich so viele Möglichkeiten anbieten“, so Frank Oberschelp, dem in der Musik- und Kunstschule vor allem am Herzen liegt, das der Grundstein für eine musikalische Lebensbeschäftigung gelegt werde. „Die Nachfrage in Bielefeld ist groß. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die sogar ein Drittel meiner Schüler ausmachen.“ Insgesamt sechs Blockflötenlehrkräfte vermitteln ihr Wissen an der Musik- und Kunstschule. In Detmold unterrichtet Frank Oberschelp junge Menschen, die professionelle Musiker werden wollen.

 

 

„Die Blockflöte bietet ein breites Spektrum. Sie ist zugleich ein perfektes Instrument für Anfänger, aber auch ein Instrument, das längst seinen festen Platz im Konzertleben erobert hat.“

Frank Oberschelp

 

Projekt „Nacht der Blockflöte“

Der Wunsch, Musiker werden zu wollen, stand für Frank Oberschelp schon als Zwölfjähriger fest. Sein familiäres Umfeld und der Besuch einer Schule mit musischem Schwerpunkt waren Wegbereiter, dieses Ziel umzusetzen. Neben der Blockflöte erlernte er auch Klavier, Cembalo und Geige. „Mich hat die Aufgabe gereizt, die Liebe zur Musik mit Pädagogik zu verknüpfen. Außerdem arbeite ich gern mit Menschen zusammen und entwickele Projekte, Konzerte und Ensembles.“ Seit 2008 ist die „Nacht der Blockflöte“ solch ein Projekt, wo quasi jeder mitspielen kann: Ein Mix aus Amateuren, Profis, regionalen Ensembles und Preisträgern.

„Mir ist Spiritualität ganz wichtig und kann mich da in der Musik wiederfinden. Besonders in der Kirchenmusik“, erklärt Frank Oberschelp, der gerade in der Musik der Renaissance und des Barock eine Nähe zur Kirchenmusik findet. Die Marienvesper von Claudio Monteverdi zählt zu seinen bevorzugten Werken. „Die Spiritualität der Kirchenmusik strahlt aus und ist zu spüren.“

„Alle haben eigene Facetten und eine eigene Seele“

Dazu bietet die Vielfalt der Blockflöte viele Möglichkeiten. Er sei gern mit „alter Musik unterwegs“, betont Oberschelp, der aber auch Bach oder französischen Zeitgenossen liebt. Dagegen möchte er sich bei seiner „Lieblingsflöte“ nicht festlegen. 50 Instrumente nennt er sein Eigen: „Alle haben eigene Facetten und eine eigene Seele.“ Er bevorzugt handgebaute Flöten, gern auch historische Modelle. „Blockflöten bauen ist eine sehr hohe Kunst.“

Ein Tipp zum Abschluss für Interessenten, die es auch mal mit der Blockflöte probieren möchten. „Auch Kinder sollten schon mit Holzinstrumenten beginnen, um ein Gefühl für das Holz und das Instrument zu bekommen. Und Erwachsene sollten sich auch nicht für die billige Lösung entscheiden, denn das Instrument ist auch ein Lehrmeister.“

Auftritte in Paderborn

Am 27. August tritt Frank Oberschelp erneut im Michaelskloster in Paderborn auf. Beim „Konzert mit Flöte und Harfe“ begleitet ihn Riccardo Delfino auf der Barockharfe. Bereits im Januar begeisterte das Flötenkonzert des Markus-Consort (Bielefeld) unter der Leitung von Frank Oberschelp mit Werken von Scheidt, Corelli und Maute im Kloster St. Michael auf Einladung der Augustiner Chorfrauen.

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Ein Beitrag von:
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