logocontainer-upper
Erzbistum Paderborn
logocontainer-lower
Kaffeebecher des Erzbistums Paderborn© Erzbistum Paderborn
Unser Glaube
07. November 2022
Südsauerland

„Ein Ohr für die Belange der Menschen“

„Auf eine Kaffeelänge mit …“ Mechthild Tilke, Caritaskoordinatorin im Dekanat Südsauerland

Innerhalb unserer Reihe „Auf eine Kaffeelänge mit …“ treffen wir uns regelmäßig mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn, um die Vielfalt der engagierten Menschen abzubilden. Denn für den Glauben, die katholische Kirche und für das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ehrenamtlich tätigen Menschen sprechen 1000 gute Gründe. Wir möchten von ihnen erzählen, indem wir auch das Gute zur Sprache bringen und sichtbar machen, wie lebenswert und vielfältig unser katholisches Glaubensleben ist. „1000 gute Gründe“ – lernen Sie auf eine Kaffeelänge die hauptberuflich und ehrenamtlich Engagierten im Erzbistum Paderborn näher kennen. Diesmal haben wir uns mit Mechthild Tilke, Caritaskoordinatorin im Dekanat Südsauerland, getroffen.

„In der Caritasarbeit haben wir ein Ohr für die Belange der Menschen“, lautete schon immer die berufliche Maxime von Mechthild Tilke. Für Menschen da sein, denen es nicht so gut geht. Diese zu unterstützen. Diese Ziele hat sich die Caritaskoordinatorin schon vor 20 Jahren gesteckt. „Über den Tellerrand schauen und helfen“, so Tilke, die als Quereinsteigerin zur Caritas kam. Im Klinikum Essen hat die Sauerländerin aus Heggen (bei Finnentrop) den Beruf der Diät-Assistentin erlernt, gab dazu etwa in Krankenpflegeschulen und im Auftrag von KrankenkassenKurse. Nebenher war Mechthild Tilke immer schon ehrenamtlich in der katholischen Kirche, der Jugendarbeit und bei der Kolpingfamilie aktiv.

Als Pastorale Mitarbeiterin in der Kirchengemeinde

Das Interesse daran wuchs. Nach Fortbildungen und Schulungen wechselte Mechthild Tilke ihren Beruf und wurde Pastorale Mitarbeiterin der Kirchengemeinde. Zu ihren Aufgaben zählte auch die Seelsorge in einer Grundschule. „Da ich noch ehrenamtlich für die Caritaskonferenz vor Ort tätig war und dem Pfarrgemeinderat angehörte, habe ich viel von den Wünschen der Menschen mitbekommen“, freute sich Mechthild Tilke, dass sie vor elf Jahren die Chance bekam, als Caritaskoordinatorin des Dekanats diese Nähe zu gewichten und diesen Menschen Gehör zu verschaffen.

Das neue Aufgabenfeld war vielseitig und lässt sich nur unvollständig so zusammenfassen: Kontaktpflege mit caritativen Diensten, Fachverbänden und Initiativen im Dekanat. Entwicklung und Fortschreibung von Konzepten für die Caritasarbeit in den Pastoralverbünden. Unterstützung der Gesamtpastoral in Gemeinden und Pastoralverbünden. Stärkung des caritativen Ehrenamtes. Gewinnung, Beratung und Fortbildung Ehrenamtlicher sowieAnsprechpartnerin bei Projekten und Hilfsangeboten. „Dabei gilt es auf der einen Seite das Ehrenamt mit dem Caritasverband zu verknüpfen und auf der anderen das Konzept der Caritaskonferenzen im Erzbistum Paderborn verstärkt in die Gemeinden und Orte zu transportieren“, so Mechthild Tilke. „Der Caritasdienst am Nächsten ist uns in diesen schwierigen Zeiten wichtiger denn je.“

Projektbezogene Mitarbeit findet Resonanz

Dabei hat Mechthild Tilke wenig Schwierigkeiten Freiwillige zu finden, wenn es um projektbezogene Hilfsangebote geht. Die ehrenamtlichen Frauen und Männer kämen gern, bringen sich freiwillig ein, jedoch ohne fest gebunden zu sein. Mit diesem Konzept fahre man gut, freut sich Tilke über die Resonanz. „Das Ehrenamt ist jedoch oft zu still. Die Leistung wird oft nicht so wertgeschätzt. Man müsste die Verdienste viel öffentlicher machen.“ Denn die ehrenamtlichen Frauen und Männer der Caritas vor Ort haben etwas Kostbares für die Menschen, was dieser bitter suchen, egal ob Kleinkind oder Rentner. „Wir schenken diesen Menschen Zeit und hören ihnen zu!“

„Effata!“ – eine gelungene Einrichtung

Solch ein „Ort des Zuhörens“ für Bedürftige, Einsame und Ältere wurde vor zwei Jahren gemeinsam mit der Caritas-Konferenz St. Johannes Baptist in Attendorn geschaffen. In den Räumlichkeiten von Caritas-AufWind Attendorn steht immer donnerstags von 14 bis 16 Uhr die Tür für alle Menschen offen, die jemanden suchen, der ihnen zuhört oder der ihnen Zeit für ein Gespräch schenkt. „Besucherinnen und Besucher dürfen sich mit ihren persönlichen Sorgen und Nöten in geschützter Atmosphäre öffnen, entsprechend des Namens „Effata!“, das heißt: Öffne dich!, wie es im Markus-Evangelium zu lesen ist“, so Mechthild Tilke. Zehn bis 15 Personen seien auch in der Corona-Zeit immer da gewesen und hätten bei Kaffee und Kuchen Gesprächspartner gefunden. „Manche bleiben auch länger als zwei Stunden, weil sie hier die einzigen Menschen treffen, mit denen sie in der Woche mal reden können. Zeit und Ort werden angenommen zum Austausch, aus dem sich manchmal auch Hilfen ergeben“, so die Caritaskoordinatorin, die betont, dass dieses Angebot nicht mit dem Warenkorb oder der Tafel vergleichbar sei.

Auch Flüchtende aus der Ukraine hätten sich dem Treffen schnell angeschlossen, aber zugleich für die Organisatorinnen eine neue Herausforderung geschaffen. Teilweise waren es bis zu 90 Interessierte, die vor der Tür standen. Schließlich habe man zwei Gruppen aufgemacht, um diesen Ansturm zu bewältigen. „Aber solch eine Nachfrage bestätigt, dass wir hier eine gute Idee verfolgen“, so Mechthild Tilke, die ihre Kraft für die Aktivitäten aus ihrem Leitspruch zieht: „Der Glaube ist mir wichtig. Ein Leben ohne Glauben kann ich mir nicht vorstellen.“

Weitere Kaffeelängen

Frank Oberschelp spielt auf einer Blockflöte. © Ronald Pfaff / Erzbistum Paderborn
20. Februar 2023

„Die Spiritualität der Kirchenmusik strahlt aus“

„Auf eine Kaffeelänge mit…“ Frank Oberschelp, Musiklehrer mit dem Faible für Blockflöten.
Porträt Linda Michalke bei der Kaffeelänge © Lena Jordan / Erzbistum Paderborn
13. Februar 2023

Ein Job – Alle Interessen vereint

„Auf eine Kaffeelänge mit…“ Linda Michalke, Bildungsreferentin für das Bildungs- und Tagungshaus Liborianum in Paderborn, die das Mentoring-Programm „Frauen steigen auf“ durchlaufen hat
© Birgit Engel / Erzbistum Paderborn
23. Januar 2023

Ich zeige meinen Glauben gerne

„Auf eine Kaffeelänge mit …“ Robin Geisweid, engagiert im ambulanten Caritas-Hospizdienst Camino
Theresa Bartz vor einer Karte des Dekanats Siegen © Birgit Engel / Erzbistum Paderborn
02. Januar 2023

„Ich bin ein Fan von mittleren Ebenen“

„Auf eine Kaffeelänge mit …“ Theresa Bartz, neue Dekanatsreferentin für Jugend und Familie in Siegen
Schwester M. Johanna Harke trat vor 20 Jahren in die Gemeinschaft der Franziskanerinnen Salzkotten ein. Aktuell arbeitet sie als Oberärztin in der Abteilung für Geriatrie und Frührehabilitation in der Medizinischen Klinik des St. Josefs-Krankenhauses in Salzkotten. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn © Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
26. Dezember 2022

Was braucht der alte Mensch?

„Auf eine Kaffeelänge mit…“ Schwester M. Johanna Harke, Franziskanerin und Oberärztin in der Abteilung für Geriatrie und Frührehabilitation in der Medizinischen Klinik des St. Josefs-Krankenhauses in Salzkotten
Dr. Eva Brockmann vor dem Caritas-Dienstgebäude in Paderborn. © Ronald Pfaff / Erzbistum Paderborn
19. Dezember 2022

Gute Atmosphäre schaffen und erleben

„Auf eine Kaffeelänge mit…“ Dr. Eva Brockmann, Leiterin Soziale Dienste im Caritasverband Paderborn
chael King vor der vom Holzbildhauer Rudi Bannwarth geschaffenen Krippe. © Ralf Bittner / Erzbistum Paderborn
12. Dezember 2022

Unvoreingenommener Gesprächspartner hinter Gittern

„Auf eine Kaffeelänge mit…“ Michael King, Gefängnisseelsorger in der (Jugend-) Justizvollzugsanstalt Herford. Eine besondere Krippe gibt hier Anstöße zum Gespräch.
© Birgit Engel / Erzbistum Paderborn
05. Dezember 2022

„Das christliche Menschenbild berührt mich“

„Auf eine Kaffeelänge mit …“ Tanja Maaßen vom Pflegekinderdienst Viento
Pfarrer Manfred Pollmeier vor einem bunten Banner mit einem Kaffeebecher in der Hand. © Ralf Bittner / Erzbistum Paderborn
28. November 2022

Die Kirche muss Gemeinde größer denken

„Auf eine Kaffeelänge mit…“ Pfarrer Manfred Pollmeier, Leiter des Pastoralen Raumes WerreWeser. Er ist mit „Anderen Gottesdiensten“ auf neuen Wegen zu den Menschen.
Hannes Groß, ist neuer Direktor des Instituts für christliche Organisationskultur (I-C-O) in Dortmund. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
21. November 2022

Mensch und Ethik müssen zusammenpassen

„Auf eine Kaffeelänge mit…“ Hannes Groß, neuer Direktor des Instituts für christliche Organisationskultur (I-C-O) in Dortmund
Ein Beitrag von:
Redakteur Team Redaktion & Presse

Ronald Pfaff

Weitere Einträge

Unser Glaube 22. Nacht der Lichter in Paderborn

Hunderte Kerzen, ruhige Musik, meditative Stimmung – das war die 22. Nacht der Lichter im Paderborner Dom. Sehen Sie sich hier die Highlights des besonderen Gottesdienstes im Video an
© privat

Unser Glaube Frau Dennemark, Franz Stock und der Frieden

Der Zweite Weltkrieg klingt für viele heute weit weg und wenig relevant. Margreth Dennemark versucht, trockenen Zahlen ein Gesicht zu geben.

Unser Glaube Im Schoß der Kirche überlebt

Erzbistumskalender 2024: Die Orgel von St. Antonius Einsiedler in Fleckenberg macht die Kirche zum Ort des interreligiösen Dialogs
 
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0
Barrierefreiheit