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„Die Sache Jesus braucht Begeisterung“

Auf eine Kaffeelänge mit Ingo Besselmann, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats von St. Clemens Rheda.
Unser Glaube
17. Mai 2021
Rheda

„Die Sache Jesus braucht Begeisterung“

Auf eine Kaffeelänge mit Ingo Besselmann, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats von St. Clemens Rheda.

Innerhalb unserer Reihe „Auf eine Kaffeelänge mit …“ treffen wir uns wöchentlich mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn. Einzige Bedingung der Zusammenkunft: Das Meeting endet, sobald der Kaffeebecher geleert ist. Diesmal haben wir uns mit Ingo  Besselmann (57) getroffen. Er ist Vorsitzender des Pfarrgemeinderats von St. Clemens Rheda und ein auf vielen Ebenen engagierter Bürger.

Optimismus bei Kandidaten-Suche

In der Zeit der Pandemie hätten die Kirchen einiges „sehr gut“ gemacht und gezeigt, dass sie für die Menschen da sind. Daraus schöpft Ingo Besselmann auch Hoffnung, dass sich die katholische Kirche für die Zukunft wieder gut ausrichten könne. Selbst bei der Kandidaten-Findung für die Pfarrgemeinderatswahlen am 6./7. November 2021 blickt der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats von St. Clemens optimistisch nach vorn: „Die Corona-Zeit hat uns viele Einschränkungen abverlangt. Gerade bei persönlichen Kontakten. Den Menschen fehlt die persönliche Nähe und sie möchten wieder mit anderen Menschen zusammenkommen.“

Besselmann hat auch auf unterschiedlichen Ebenen, Frauen und Männer getroffen, die eine neue Lust bekommen haben, Kirche mitgestalten zu können. Beispielsweise sei der Ordnungsdienst bei den Gottesdiensten von Menschen übernommen worden, die sonst gar nicht in der Gremienarbeit beteiligt waren. „Ich glaube, da gibt es ein neues Potenzial.“

Seit 16 Jahren aus Überzeugung dabei

Seit 16 Jahren gehört Ingo Besselmann dem Pfarrgemeinderat an. Dass er im November wieder kandidieren will, steht für ihn fest. „Die Sache Jesu braucht Begeisterung. Das ist mein Leitspruch und deshalb werde ich überzeugt und begeistert weitermachen. Dafür trete ich ein – auch wenn der See der Kirche nicht still ist, sondern Wellengang hat. Ich trete gern dafür ein, was auch immer in der Zeit passiert ist. Das ist das Leben und jede Zeit hat ihre Herausforderung. Man darf sich nicht beirren lassen, und seinen eigenen Standpunkt kennen.“

Außerdem habe das Ehrenamt mal nichts mit Zahlen zu tun, sondern mit Menschen und dem Glauben, freut sich der Steuerberater mit eigener Kanzlei auf andere Aufgaben in der Freizeit. Er sei schon immer an Menschen und Ländern interessiert gewesen. „Und selbst jetzt stehen hinter den Zahlen im Beruf auch wieder Menschen“, so Besselmann, der sich seit 20 Jahren auf internationale Steuerberatung spezialisiert hat. Sein Weg dahin war vielseitig: Er hat einen Handwerk-Gesellenbrief, war eine Zeitlang beamtet und hat u.a. in Wien den Master in internationalem Steuerrecht gemacht. „Ich habe mich von der Intuition leiten lassen, profitiere aber davon in allen Bereichen. Ich bringe mich auch lieber ein, weil nur meckern ist leicht.“

Engagiert im Ehrenamt

Neben dem Pfarrgemeinderat ist Ingo Besselmann ehrenamtlich auch im Vorstand der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe tätig und tritt vor Ort als Stadtverbandsvorsitzender politisch für die FDP ein. In allen Lebenslagen gilt sein Motto: Nie im Affekt handeln, sondern nochmal drüber schlafen und dann mit klarem Verstand handeln. Das habe sich bisher für ihn bewährt.

Die Familie hatte immer eine enge Bindung zur katholischen Kirche. Die beiden Töchter seien, so Besselmann, letztlich mit entscheidend gewesen, dass er in den Pfarrgemeinderat gewählt wurde. Denn über die Zeit im katholischen Kindergarten, der Grundschule und der Kommunion der Töchter, habe es viele Kontakte gegeben. Seine Frau, Stefanie Schnusenberg-Besselmann, war zudem zwölf Jahre im Kirchenvorstand. „Dann wurde ich schließlich sogar gleich Vorsitzender des Pfarrgemeinderates und bin mit großer Freude dabei“, blickt Ingo Besselmann zurück: „Für die Sache einsetzen, durch die man durch die Taufe auch beauftragt ist.“

Das Gemeinde-Parlament ernst nehmen

Transparenz, Kommunikation, Weitsicht und Teamwork sind für den PGR-Vorsitzenden die Schlagwörter für eine gute Arbeit im Pfarrgemeinderat. Auch Pfarrer Thomas Hengstebeck sei auf dieser Linie und einvernehmlich mit dem Gremium in der Einstellung: jetzt und ohne Not handeln. „Wichtig ist auch, dass der PGR nicht reduziert wird als Organ, das die anstehenden Arbeiten einzig und allein ausführt. Zugleich muss man dem Ehrenamt danken, weil dieses Engagement nicht selbstverständlich ist.“

Nicht nur für die Wahlen zum Pfarrgemeinderat im November stellt Ingo Besselmann die Wichtigkeit des Gremiums in den Vordergrund: „Der PGR hat eine bedeutende Aufgabe als Gemeinde-Parlament und kann Einfluss nehmen in Zeiten des unruhigen Fahrwasser. Er kann auf demokratischen Weg mitarbeiten und ausloten, was möglich ist. Die Mitglieder im PGR sollten ihre Möglichkeit nutzen, sich in diesem Gremium stark zu machen, ihre Meinung kundzutun und realistischen Einfluss nehmen.“

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