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Besinnliche Weihnachtszeit als höchstes Gut im Stress des Alltags

„Auf eine Kaffeelänge mit…“ Carsten Linnemann, Bundestagsabgeordneter aus Paderborn
© Ronald Pfaff / Erzbistum Paderborn
Unser Glaube
27. Dezember 2021
Paderborn

Besinnliche Weihnachtszeit als höchstes Gut im Stress des Alltags

„Auf eine Kaffeelänge mit…“ Carsten Linnemann, Bundestagsabgeordneter aus Paderborn

Innerhalb unserer Reihe „Auf eine Kaffeelänge mit …“ treffen wir uns regelmäßig mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn. Einzige Vorgabe der Zusammenkunft: Das Treffen endet, sobald die Kaffeebecher geleert sind. Diesmal haben wir uns mit Carsten Linnemann aus Paderborn getroffen. Der 44-jährige Diplom- Volkswirt ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestags und gehört dem Bundesvorstand der CDU an.

Nähe zum Wahlkreis nicht verlieren

„Zeit für mich und keine Termine. Das ist das höchste Gut zwischen den Feiertagen ab Heilig Abend“, freut sich Carsten Linnemann auf ein paar Tage Ruhe. Als Politiker sei man immer „on“, müsse immer erreichbar sein. „Doch zwischen den Jahren steht das Telefon still. Da gönne ich mir sogar, mich mittags mal eine Stunde hinzulegen. Das ist dann Luxus pur.“

23 Sitzungswochen im Jahr in Berlin. Pendeln zwischen Bundestag, bundesweiten politischen Pflichten und Partei-Terminen sowie der Nähe zum Wahlkreis im Paderborner Büro bestimmen den Alltag von Carsten Linnemann. Seine Verbundenheit zur Familie und zu seiner Heimat lebt er an den Wochenenden. „Ich gehe gern ins Büro“, betont Linnemann, der den Politiker-Stress mit einem guten Team ausgleicht: „Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind schon jahrelang dabei und es ist eine gute Mannschaft.“

Laufen und SCP zum Ausgleich

Ausgleich sucht er auch im Sport. Dreimal die Woche heißt es morgens um 6.15 Uhr fit sein für die Jogging-Runde – meist im Berliner Tiergarten. Fußball ist schon seit Kindheitstagen seine große Leidenschaft. Daher auch die Liebe zum SC Paderborn, bei dem er sich als Vize-Präsident einbringt. Und wenn dann noch Zeit bleibt, darf eine Runde Skat mit Freunden nicht fehlen.

Gottesdienst im Hohen Dom

Weihnachten als Zeit der Besinnung und Ruhe – an dieser Maxime möchte Carsten Linnemann festhalten: „Das ist eine ganz ruhige Zeit mit der Familie. Wir haben uns viel zu erzählen. Die Unterhaltung ist uns ganz wichtig. Und in diesem Kreis darf dann eine gute Flasche Wein nicht fehlen.“ Traditionell gibt es am Heiligen Abend den wunderbaren Kartoffelsalat seiner Mutter. „Früher habe ich die Weihnachtsmesse immer in Schwaney mitgefeiert, jetzt gehört für mich der festliche Gottesdienst im Hohen Dom zum festen Termin.“

Die Weihnachtszeit ist für Linnemanns schon immer eine besondere Zeit gewesen. Denn die Eltern führten als selbstständige Geschäftsleute einen Buchhandel und der Dezember war immer ein stressiger Monat. „Für die Einzelhändler war der Dezember so etwas wie die Erntezeit der Landwirte. Ich habe da meine Eltern weniger  gesehen und so wurden Oma und Bruder zu ganz wichtigen Bezugspersonen“, erinnert sich Carsten Linnemann. Deshalb wurde der Sonntag schon in seiner Jugendzeit immer „heilig“ gehalten. „Weil dann Zeit für die Familie war, hat es meine Mutter gar nicht gefallen, wenn ich dann am Sonntag noch beim TuS Egge-Schwaney Fußball spielen wollte.“ Einer unruhigen Adventszeit folgen dann bewusst besinnliche Weihnachtstage – diese Tradition ist bestehen geblieben.

Soziales Engagement eine Herzenssache

Nicht nur zur Weihnachtszeit liegt Carsten Linnemann sein soziales Engagement am Herzen. Vor zehn Jahren hat er die Stiftung „Lebenslauf“ gegründet, in der Kinder und Jugendliche über den Sport zu einem neuen Selbstwertgefühl kommen sollen. „In der Politik wird oft gesagt, dass alle Kinder gleiche Chancen haben müssen. Aber die Realität sieht anders aus. Es wird auch schwer, dies so hinzubekommen. Das tut mir einfach weh. Denn Kinder können einfach nichts dafür, in welchem Umfeld sie aufwachsen“, so Linnemann, der alles, was er nebenbei verdiene, eins-zu-eins an seine Stiftung spende.

Stiftung „Lebenslauf“

Jedes Jahr werden etwa 15 Kinder aus den Kreis Paderborn in enger Zusammenarbeit mit den Jugendämtern in das Projekt aufgenommen. „Kinder, die am Rande der Gesellschaft stehen“, erklärt der Bundestagsabgeordnete. Diese bekommen dann die Möglichkeit am Projekt teilzunehmen, in dem Spaß und Freude an Bewegung, Spiel und Sport vermittelt werden. Ein sportartübergreifendes Training, verschiedene Sportwettkämpfe, erlebnispädagogische Naturerlebnisse und weitere pädagogische Maßnahmen sind die Projektinhalte. Partner sind dabei der Kreissportbund, der SC Paderborn, die Paderborn Baskets und andere. „Ausgestattet werden alle Kinder mit Trainingsanzügen“, freut sich Linnemann dann über strahlende Gesichter.

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© Ronald Pfaff / Erzbistum Paderborn
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© Cornelius Stiegemann / Erzbistum Paderborn
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© Tobias Schulte / Erzbistum Paderborn
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Ein Beitrag von:
Redakteur

Ronald Pfaff

 
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