Das Zeugnis der Menschen im Stand des geweihten Lebens sei wertvoll, so der Bischofsvikar des Erzbistums Paderborn für Institute des geweihten Lebens und für Gesellschaften des apostolischen Lebens. In einer Zeit, in der sich der Mensch mit seinen Bedürfnissen weitgehend an die erste Stelle setze, sei es eine bewusste „Gegenexistenz“, das eigene Leben Gott zu überantworten. Die Existenz eines Menschen, der sich Gott ganz und gar weihe, mache deutlich, dass es sich lohne, ohne Wenn und Aber zu Gott Ja zu sagen: „Denn von Ihm erhalten wir immer mehr, als wir je erbitten können“, bekräftigte Weihbischof König. Der Verzicht auf das rein Materielle, die Bescheidung auf das Wesentliche und Notwendige, wie es im Evangelischen Rat der Armut zum Ausdruck komme, könne ein Leben reich machen.
„Erneuern wir unser Ja zu Gott in den Gelübden der ‚Evangelischen Räte‘, damit viele unserer Zeitgenossen im Kontrast unserer Lebensform für sich das finden, was zu einem erfüllten Leben führt.“ Das sagte Weihbischof Matthias König im Pontifikalamt zum „Tag des geweihten Lebens“ im Hohen Dom zu Paderborn. Das Erzbistum Paderborn und die Paderborner Ordenskonferenz (POK) hatten zur gemeinsamen Feier eines Gottesdienst und zur Begegnung eingeladen. Rund 150 Christen des geweihten Lebens, Ordenschristen, Mitglieder eines Säkularinstitutes und „geweihte Jungfrauen“ aus dem ganzen Erzbistum Paderborn waren der Einladung gefolgt. Ordenschristen bekennen, was ihnen der von Papst Johannes Paul II. 1997 eingeführte „Tag des geweihten Lebens“ bedeutet und warum sie diese Lebensform für sich gewählt haben.