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© Friso Gentsch / Erzbistum Paderborn
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Menschen für die Botschaft des Evangeliums aufschließen

Weihbischof Matthias König weiht Lukas Arenhövel aus Paderborn und Matthäus Freitag aus Warburg zum Diakon / Diakonatsjahr im Pastoralen Raum Südlippe-Pyrmont und Olpe-Drolshagen

Durch Handauflegung und Gebet spendete Weihbischof Matthias König am Samstag, 13. Juni 2026, Lukas Arenhövel aus Paderborn Elsen und Matthäus Freitag aus Warburg in der Paderborner Universitäts- und Marktkirche die Diakonenweihe. Beide sind Priesterkandidat des Erzbistums Paderborn, ihre Weihe zum Diakon ist für sie eine Wegstation zum Priestertum. Diakon Lukas Arenhövel (27) wird im Pastoralen Raum Südlippe-Pyrmont wirken, Diakon Matthäus Freitag (31) im Pastoralen Raum Olpe-Drolshagen – jeweils haben sie hier bereits vor der Diakonenweihe ihr einjähriges Schul- und Gemeindepraktikum absolviert. Zahlreiche Gäste nahmen am festlichen Gottesdienst teil. Ein Diakon und Priester sei dazu gesandt, „mit Freundlichkeit, Einfühlsamkeit, Fröhlichkeit, aber auch mit Festigkeit im Glauben, Herzen zu öffnen und Menschen für die Botschaft des Evangeliums aufzuschließen“, bekräftigte Weihbischof Matthias König in seiner Predigt.

Ein unbedingtes „Ja“ sei und bleibe seine persönliche Antwort auf die Frage, ob er nach 41 Jahren im priesterlichen Dienst „noch einmal“ das Weihesakrament empfangen würde, bezeugte Weihbischof Matthias König am Beginn seiner Predigt im festlichen Weihegottesdienst. In all den Jahren habe er „wunderbar erlebt“, „wie der Gott, dem ich mich mit der Diakonen- und Priesterweihe ganz in die Hände gegeben habe, führt und fügt“. Obgleich vieles ganz anders gekommen sei, als er es sich gedacht – vielleicht gewünscht – habe, gelte sein „Ja“ zu Gott uneingeschränkt „und mein Vertrauen in Ihn ist tragend und lebendig“, unterstrich Weihbischof König.

Die beiden Kandidaten für die Diakonen- und Priesterweihe, Lukas Arenhövel und Matthäus Freitag, rief Weihbischof König dazu auf, neugierig zu bleiben für das, was „der Herr“ möglich mache – „der Herr hält immer Überraschungen für uns bereit“. Wichtig sei die Offenheit, sich von Gott „durch die Wirklichkeit, in die Sie gestellt sind“, weiter formen zu lassen.

Sendung und Begleitung

Als Diakon und Priester von Gott gesandt zu sein, brauche ein tiefes Vertrauen in die Fürsorge Gottes und seine Begleitung, betonte Weihbischof Matthias König. Die Bereitschaft, „sich mit Leib und Seele für die Verkündigung einzusetzen“ sei Zeichen eines Eifers für die Sendung durch Gott. Weihbischof König legte den beiden zukünftigen Diakonen und Priestern des Erzbistums Paderborn abschließend ans Herz: „Im Hinhören auf das Wort Gottes, im treuen Gebet, in der Liebe zur heiligen Eucharistie in Feier und Anbetung holen Sie sich immer neu die Kraft für den Dienst“.

Bereitschaft und Erwählung – „Hier bin ich!“

Im Gottesdienst rief Diakon Florian Kruppa aus der Erzdiözese München Freising die beiden Weihekandidaten mit Namen auf, Lukas Arenhövel und Matthäus Freitag traten jeweils vor Weihbischof Matthias König und erklärten mit den Worten „Hier bin ich!“ ihre Bereitschaft zur Weihe. Regens Stefan Kendzorra bat als Leiter des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn Weihbischof Matthias König im Namen der Kirche, den Weihekandidaten die Diakonenweihe zu spenden. Weihbischof König erklärte: „Mit dem Beistand unseres Herrn und Gottes Jesus Christus erwählen wir diese unsere Brüder zum Diakon“. Die Gottesdienstteilnehmenden antworteten mit „Dank sei Gott, dem Herrn“.

© Friso Gentsch / Erzbistum Paderborn
Bestandteil der Weiheliturgie ist das Überreichen des Evangelienbuches. Hier empfängt der soeben geweihte Diakon Matthäus Freitag aus der Hand von Weihbischof Matthias König das Evangeliar.

„Ich bin bereit. Ich verspreche es.“

Am Beginn der Weiheliturgie sang die Gottesdienstgemeinschaft den Heilig-Geist-Hymnus „Komm, Heilger Geist, der Leben schafft …“. Damit wird der Heilige Geist um seinen Beistand angerufen. Im Anschluss fragte Weihbischof König die beiden Weihekandidaten nach ihrer Bereitschaft zum diakonalen Dienst und zum Gehorsam gegenüber den Weisungen der Kirche. Lukas Arenhövel und Matthäus Freitag erklärten ihre Bereitschaft, sich zum Diakon weihen zu lassen, in Gemeinschaft mit dem Bischof und den Priestern dem Volk Gottes zu dienen, den Glauben in Wort und Tat zu verkünden, das Stundengebet zu feiern, den Bedürftigen zu helfen und ihr Leben in der Nachfolge Jesu Christi zu gestalten. Sie versprachen zudem, dauerhaft ehelos zu leben. Danach traten die Weihekandidaten Lukas Arenhövel und Matthäus Freitag einzeln vor Weihbischof König, knieten sich vor ihn, legten ihre Hände in die Hände des Weihbischofs und versprachen ihrem Bischof und seinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam.

Handauflegung – Weihe – Weihegebet

Während die Heiligen der Kirche um Beistand angerufen wurden, lagen die beiden Weihekandidaten ausgestreckt auf den Boden. Nach diesem Ritus knieten Lukas Arenhövel und Matthäus Freitag im Altarraum, um das Weihesakrament zu empfangen: Durch Auflegen der Hände und sein Gebet spendete Weihbischof Matthias König den Weihekandidaten Lukas Arenhövel und Matthäus Freitag die Diakonenweihe. Im Weihegebet betete der Weihbischof: „Das Evangelium Christi durchdringe ihr Leben. In ihrem Wirken soll Jesu Weisungen aufleuchten, das Beispiel ihres Lebens soll die Gemeinde auf den Weg der Nachfolge führen.“ Das von Weihbischof König gesprochene Weihegebet vollendete die Weihe.

Stola und Dalmatik – Evangeliar – Friedensgruß

Die neuen Diakone – Lukas Arenhövel aus den Händen von Domkapitular Pfarrer Dr. Thomas Witt aus Paderborn Elsen, Matthäus Freitag aus den Händen von Pfarrer Gerhard Pieper aus Warburg – erhielten von ihren Heimatpfarrern die Stola, die von ihnen als Zeichen des diakonalen Amtes während der Liturgie getragen wird, sowie das liturgische Gewand des Diakons, die Dalmatik. Schließlich überreichte Weihbischof König den beiden neuen Diakonen jeweils symbolisch das Evangelienbuch mit den Worten: „Empfange das Evangelium Christi. Zu seiner Verkündigung bist du bestellt.“ Als Zeichen der besonderen Verbundenheit und Gemeinschaft tauschte Weihbischof Matthias König mit den beiden neugeweihten Diakonen den Friedensgruß, anschließend die anwesenden Diakone.

An die Weiheliturgie schloss sich die Feier der Eucharistie an. Dabei bereitete Diakon Matthäus Freitag den Altar und nahm die Gaben für die Feier der Eucharistie in Empfang. Der feierliche Gottesdienst wurde geleitet von Weihbischof Matthias König. Die Leitung des Erzbischöflichen Priesterseminars – Regens Stefan Kendzorra und Spiritual Christian Städter – konzelebrierten.

Diakon Lukas Arenhövel – Biografisches

Diakon Lukas Arenhövel aus der Pfarrei St. Dionysius in Paderborn Elsen wurde 1999 geboren. Nach seinem Abitur 2018 am Gymnasium Schloß Neuhaus absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr beim „Forum Michaelshof“ in der Familienseelsorge des Bischöflichen Generalvikariats Fulda. Nach dem einjährigen Propädeutikum studierte Lukas Arenhövel Theologie an der Theologischen Fakultät Paderborn sowie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Seit seiner Kindheit engagiert sich Lukas Arenhövel als Messdiener und Pfadfinder. Von 2015 bis 2021 war Lukas Arenhövel als Küster in Elsen tätig, in den Jahren 2022 und 2023 leitete er das Liturgieteam beim „Fest der Jugend“ der Gruppe Refocus e. V. in Elsen. Diakon Lukas Arenhövel engagiert sich in den Katholischen Studentenverbindungen Adolphiana Fulda, Guestfalo-Silesia Paderborn sowie Aenania München.

Im Pastoralen Raum Südlippe-Pyrmont mit den Gemeinden St. Marien Lügde, St. Georg Bad-Pyrmont, St. Michael Falkenhagen, St. Martin Blomberg, Christkönig Bad Meinberg, Heilig Kreuz Horn, St. Joseph und St. Laurentius Schieder-Schwalenberg absolvierte der 27-jährige Lukas Arenhövel sein einjähriges Schul- und Gemeinde-Praktikum. Hier wird Lukas Arenhövel auch als Diakon wiederum für ein Jahr – bis zu seiner Priesterweihe – wirken.

„Als Diakon möchte ich den Menschen nach dem Vorbild Jesu dienen und in Hingabe von der Liebe Gottes Zeugnis geben. Die Verkündigung des Wortes Gottes und die Vorbereitung und Spendung der Sakramente ist für mich ein erfüllender Dienst an den Menschen zu ihrem Heil und zum Aufbau des Reiches Gottes in dieser Welt mit der Perspektive auf das ewige Leben bei Gott“, unterstreicht Diakon Lukas Arenhövel.

Diakon Matthäus Freitag – Biografisches

Diakon Matthäus Freitag aus der Pfarrei St. Johannes Baptist in Warburg wurde 1994 geboren. Sein Abitur machte er 2013 am Hüffertgymnasium Warburg. Nach dem Propädeutikum studierte Matthäus Freitag an der Theologischen Fakultät Paderborn sowie am Institut Catholique de Toulouse Theologie, erwarb 2019 in Paderborn den Magisterabschluss. Bis 2022 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Paderborn, von 2024 bis 2025 Bibliothekar in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn. Im Juli 2025 schloss Matthäus Freitag sein Promotionsstudium Katholische Theologie ab und promovierte im Fach Liturgiewissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München bei Professor Dr. Stefan Kopp.

Im Pastoralen Raum Warburg war Matthäus Freitag in der Firmvorbereitung und Messdienerarbeit engagiert, war von 2019 bis 2022 Küster der Pfarrei St. Nikolaus in Warburg-Germete. Von 2022 bis 2024 war er Pastoralpraktikant im Pastoralen Raum An Egge und Lippe.

Matthäus Freitag absolvierte im Pastoralen Raum Olpe-Drolshagen sein einjähriges Schul- und Gemeinde-Praktikum. Hier wird der 31-jährige Matthäus Freitag auch als Diakon wiederum für ein Jahr – bis zu seiner Priesterweihe –wirken.

„Mir ist wichtig, für die Menschen vor Ort ansprechbar zu sein und mit ihnen gemeinsam Kirche zu gestalten. Dazu gehören für mich eine verständliche Verkündigung, eine sorgfältig gefeierte Liturgie und die Zusammenarbeit mit den vielen Engagierten in den Gemeinden. Kirche lebt dort, wo Menschen sich mit ihren Gaben einbringen und gemeinsam Verantwortung übernehmen“, bekräftigt Diakon Matthäus Freitag.

Motivation für den Dienst in der Kirche

In einem eigenen Beitrag stellen sich Diakon Lukas Arenhövel aus Paderborn Elsen und Diakon Matthäus Freitag aus Warburg vor und geben Einblick in ihre Motivation für einen Dienst in der Kirche. Hier geht es zum Beitrag auf der Homepage des Erzbistums Paderborn.

Stichwort: Diakon

Das Wort Diakon leitet sich vom griechischen Wort diakonos ab und bedeutet „Diener“, „Helfer“. Ein Diakon ist gesandt zur besonderen Nachfolge Christi. Innerhalb der Kirche bekleidet er ein geistliches Amt, den Diakonat. Seine Aufgaben umfassen die Bereiche Gottesdienst (leiturgia – Liturgie), Verkündigung (martyria – Zeugnis) und „Dienst am Nächsten“ (diakonia – Diakonie / Caritas), also alle drei Grundvollzüge der Kirche. Für einen Diakon ist der „Dienst am Nächsten“ wesentlich, er ist insbesondere dazu aufgerufen, zu den Armen und Kranken, den „Menschen am Rande“ zu gehen. Die von einem Bischof gespendete sakramentale Weihe zum Diakon ist eine Stufe des dreigliedrigen Weihesakraments (Diakon – Priester – Bischof), dadurch ist der Diakon in die Gemeinschaft der Geistlichen, den Klerus, eingegliedert.

Diakone assistieren dem Priester bei der Feier der Eucharistie, verkünden dabei das Evangelium und dürfen predigen. Sie können das Sakrament der Taufe spenden, bei der kirchlichen Eheschließung assistieren, Beerdigungen leiten, Wortgottesdienste feiern und die Kommunion spenden. Die Feier der Eucharistie ist den Priestern vorbehalten, ebenso wie die Spendung des Sakramentes der Krankensalbung und des Bußsakramentes.

Verheiratete Männer, die 35 Jahre und älter sind, können nach einer entsprechenden Ausbildung und mit Zustimmung ihrer Ehefrau zum Diakon geweiht werden, um als Ständiger Diakon eingesetzt zu werden. Ständige Diakone üben in der Regel zusätzlich zum Seelsorgedienst einen bürgerlichen Beruf aus. Wer ein Zölibatsversprechen ablegt, kann die Diakonenweihe bereits mit 25 Jahren empfangen. Priesteramtskandidaten werden zunächst zum Diakon und dann zum Priester geweiht.

Bei von einem Diakon geleiteten Gottesdiensten trägt der Diakon als Amtszeichen die Diakonenstola über dem Chorgewand oder der Albe. Die liturgische Kleidung des Diakons bei der Assistenz in der Eucharistiefeier ist die Dalmatik, die wie das priesterliche Messgewand über Albe und Stola getragen wird.

Ein Beitrag von:
Pressereferent Team Presse

Thomas Throenle

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