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© St. Martin Dortmund
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Manifesta 16 Ruhr in der Gartenstadt

St. Martin zeigt 100 Tage Quartiersgeschichte und denkt Kirche neu

Am Sonntag, dem 21. Juni 2026, um 17 Uhr eröffnet die Katholische Kirchengemeinde St. Martin in der Gabelsberger Straße 32 das Projekt „Nebenan — Quartiersgeschichten — auf dem Weg zur Ehrenamtskirche“. Bis zum 4. Oktober 2026 ist es offizieller Programmbestandteil der europäischen Kunstbiennale Manifesta 16 Ruhr+, die in diesem Jahr im Ruhrgebiet zu Gast ist.

Im Mittelpunkt steht die Ausstellung „Ein Nachkriegsquartier und seine Kirche“, die 120 Jahre Stadtgeschichte des Dortmunder Quartiers Gartenstadt sichtbar macht. Die Ausstellung zeichnet die bauliche und soziale Entwicklung des Stadtraums zwischen Massener Weg, Semerteichstraße, Huestraße und Nußbaumweg nach — von der ab 1913 von Heinrich Metzendorf projektierten Reformsiedlung Gartenstadt-Mitte über das Ausländerlager Felkebad und die Felke-Naturheilbewegung bis zu den Wettbewerbsentwürfen für Gartenstadt-Nord von 1955. Ein eigener Schwerpunkt liegt auf der Architektur der Nachkriegsmoderne, in deren Kontext die Kirche St. Martin entstand, die das heutige Quartier prägt.

Parallel zur Ausstellung lädt die Gemeinde 100 Tage lang zu einem dichten Programm ein: Filmabende mit Werken der Dortmunder Filmemacherin Elisabeth Wilms, Konzerte, die BVB-Revue, Workshops der Urban Sketchers Dortmund, Kirchenkabarett mit Ulrike Böhmer, kulinarische Formate, ökumenische Wort-Gottes-Feiern, Angebote für Kinder und Jugendliche sowie nachbarschaftliche Begegnungen. Ein internationales Buffet am 26. Juni vereint Gerichte aus neun Nationen, die im Quartier zu Hause sind.

Verbunden ist das kulturelle Programm mit einer pastoralen Frage: Wie kann eine ehrenamtlich getragene Kirche aussehen? Vor dem Hintergrund schwindender Priesterzahlen und veränderter Gemeindestrukturen versteht St. Martin die Manifesta-Zeit als Experimentierraum. Kirche und umliegende Freiflächen werden zur „Piazetta“ — einem kleinen Marktplatz, der den ursprünglichen städtebaulichen Gedanken der Gartenstadt-Nord wiederaufnimmt: Kirche als räumliche und soziale Mitte des Quartiers.

Das Projekt der Kirchengemeinde St. Martin entsteht in Kooperation mit zahlreichen Vereinen, wie den Freunden der Gartenstadt, der ParkAkademie sowie der Manifesta 16 Ruhr gGmbH, dem Pastoralen Raum Dortmund-Mitte, dem Stadtarchiv Dortmund und zahlreichen Initiativen, wie dem Stadtmarketing, der Ideenwerkstatt Gartenstadt-Nord sowie Künstlerinnen aus dem Stadtteil.

Die Vernissage am 21. Juni um 17 Uhr richtet sich an alle Quartiersbewohner*innen und Quartiersbewohner sowie an Interessierte aus Stadt und Region. Folgender Programmablauf ist für die Vernissage in der St. Martin Kirchengemeinde (Gabelsbergerstraße 32) geplant:

  • Begrüßung aller Gäste, Isabel Stein für den Kirchenvorstand St. Martin
  • Neue Perspektiven für Kirchenräume, Diözesanbaumeisterin Carmen Matery-Meding
  • Zwischen Notkirche und Betonskulptur. Dortmunder Kirchenbau nach 1945, Dr. Eva Dietrich, LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, Referat: Inventarisation
  • Nebenan – Quartiersgeschichten – auf dem Weg zur Ehrenamtskirche, Dr. Bettina Heine-Hippler
  • Eröffnung der Manifesta 16 Ruhr + durch Kinder aus der Kirchengemeinde
  • Anschließend Zeit zum Austausch und zum Netzwerken.

Weitere Informationen finden Sie unter: St-Martin-Dortmund.de.

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