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© Cornelius Stiegemann / Erzbistum Paderborn
© Cornelius Stiegemann / Erzbistum Paderborn

Liborius verbindet Paderborn mit der Welt

Der ernannte Erzbischof von Brisbane, Shane Mackinlay, betont in seiner Predigt am Liboridienstag, wie wichtig der heilige Liborius als Brückenbauer zwischen Menschen in aller Welt ist.

Der ernannte Erzbischof von Brisbane, Shane Mackinlay, hat die Bedeutung der Verbindungen herausgestellt, die über den heiligen Liborius zwischen Paderborn und verschiedenen Teilen der Weltkirche bestehen. „Im Jahr 836 hat Bischof Aldrich von Le Mans mit den Liboriusreliquien ein Versprechen des Vertrauens abgegeben. Eines Vertrauens ins Morgen“, so Mackinlay in seiner Predigt am Dienstagmorgen. Nach über 1000 Jahren sei das Ergebnis dieses Versprechens größer geworden, als man es sich jemals habe vorstellen können.

Die erste und wichtigste Verbindung bestehe zwischen Le Mans und Paderborn, so der ernannte Erzbischof weiter. Aber auch mit der australischen Diözese Sandhurst, der Mackinlay bisher als Bischof vorstand, gebe es enge Verbindungen. Denn vor 170 Jahren war der Paderborner Priester Henri Backhaus der erste Seelsorger für die Menschen in der Goldgräberregion um Bendigo. Bis heute besuchten sich deutsche und australische Theologiestudenten und Priester und das Bistum Sandhurst führe die Paderborner Kreuzfibel in ihrem Wappen. Auch die in einer Pfarrkirche der Diözese Sandhurst verwahrte Reliquie des heiligen Liborius ist „greifbares Zeichen der Verbindung von Paderborn nach Australien“.

Hoffnung durch Verbundenheit

Seine zu Libori angereisten bischöflichen Mitbrüder aus 27 Nationen erwähnend, betonte Mackinlay die Bedeutung des heiligen Liborius als Brückenbauer zwischen den verschiedenen Teilen der Weltkirche. „In diesem Fest der Verbindungen feiern wir die Hoffnung“, sagte Mackinlay. Und diese Hoffnung sei kein naiver Optimismus oder ein Alles-Gott-Überlassen, sondern eine Aufforderung zum Handeln. Gleichwohl ohne dabei die eigenen Kräfte zu überschätzen.

Shane Mackinlay wurde 1965 in Brunswick, Australien, geboren. Er studierte in Melbourne Katholische Theologie, Philosophie und Physik. Am 7. September 1990 empfing er die Diakonenweihe und am 6. September 1991 das Sakrament der Priesterweihe. Papst Franziskus ernannte ihn am 23. Juli 2019 zum Bischof von Sandhurst. Mackinlay war einer der internationalen Beobachter des deutschen Synodalen Weges. Die Ernennung zum Erzbischof von Brisbane durch Papst Leo XIV. erfolgte am 18. Juni 2025.

 

Besuch aus Down Under

Bischof Shane Mackinlay aus der australischen Diözese Sandhurst war zuletzt 2022 im Erzbistum zu Gast. Zwischen den beiden Ortskirchen gibt es eine enge Verbindung. Die beiden Diözesen verbindet unter anderem auch das Thema Synodalität.

Die Stadt in Ostwestfalen war kein willkürlicher Stopp auf Mackinlays Reise. „Ich bin in Paderborn, um an die Anfänge meines Bistums anzuknüpfen“, sagte er damals. Denn ihre Gründung im Jahr 1874 verdankt die Diözese von Sandhurst einem Paderborner: George Henry Backhaus (1811-1882), dessen Leben sich wie ein Abenteuerroman liest und das Stereotyp des bodenständigen Ostwestfalen Lügen straft.

Lesen Sie hier mehr über Henri Backhaus, die Diözese Sandhurst und die katholische Kirche in Australien:

Ein Beitrag von:
Redakteur

Cornelius Stiegemann

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