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© Susanne Föller / Erzbistum Paderborn
© Susanne Föller / Erzbistum Paderborn

„Gekommen, um Danke zu sagen“

Bischof Jude N. Silva aus Sri Lanka zu Besuch im Erzbistum Paderborn / Begegnung, Austausch und bewegende Impulse zur Misereor-Fastenaktion

„Auf die Würde. Fertig. Los!“ – unter diesem Motto steht die Fastenaktion des katholischen Hilfswerks Misereor. Die diesjährige Aktion lenkt die Aufmerksamkeit auf die Armut und Perspektivlosigkeit, die Menschen im Hochland Sri Lankas durch das Leben in beengten Siedlungen am Rande großer Teeplantagen erfahren. Vier Tage lang war Bischof Jude Nishanta Silva aus Sri Lanka zu Gast im Erzbistum Paderborn und berichtete über die Lebenswirklichkeit der Hochlandtamilen und die Arbeit der Caritas Sri Lanka-SEDEC in seiner Diözese Badulla.

Am Dienstag, 18. März, traf Bischof Jude N. Silva in Paderborn zu einem ersten Austausch mit Susanne Föller zusammen. Die Leiterin des Teams Weltkirche des Erzbischöflichen Generalvikariats organisierte den Besuch des Bischofs gemeinsam mit dem Hilfswerk Misereor.
Den zweiten Tag seines viertägigen Aufenthaltes beging Bischof Jude N. Silva zunächst mit einer Gottesdienstfeier in der Kapuzinerkirche. Gemeinsam mit Generalvikar Dr. Michael Bredeck konzelebrierte Bischof Jude und predigte eindrucksvoll zur Fastenaktion.

Eindrucksvolle Schilderungen

Nach dem Gottesdienst teilte Bischof Jude N. Silva seine Perspektiven im „ThinkTank“ des Bereichs Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat, bevor er am Abend auf Einladung der Fairen Gemeinde St. Pankratius in Warstein-Belecke zu Gast war. Dort sprach Bischof Jude eindrucksvoll von der Arbeit der Misereor-Partnerorganisation Caritas Sri Lanka-SEDEC. Dass es gerade ein katholisches Projekt ist, das den Menschen auf den Teeplantagen im Hochland Sri Lankas zu einem menschenwürdigen Leben verhelfen möchte, sei dabei keineswegs selbstverständlich. „Lediglich sieben Prozent der Menschen in Sri Lanka sind katholisch“, betonte der Bischof. „Aber wir machen im Kontakt mit den Menschen keinen Unterschied“. Weiterhin berichtete er über die Arbeit auf den Teeplantagen Sri Lankas und von der großen Bedeutung von Bildung, Förderung und Menschenwürde. „Das Teepflücken ist eine Aufgabe, die ausschließlich von Frauen übernommen wird. Sie tragen Körbe auf dem Rücken, pflücken bis zu 30 Kilogramm täglich – und das für vier Euro“, schilderte er eindringlich.
Am Donnerstag besuchte Bischof Jude zwei Jahrgänge der Realschule in der Südstadt in Paderborn, bevor er am Nachmittag den Hohen Dom besichtigte und sich mit Weihbischof Matthias König austauschte.
Zum Abschluss seines Besuchs sprach er am Freitag mit Oberstufenschülerinnen und -schülern des Goerdeler-Gymnasiums und traf Angelika Peplinski vom Diözesan-Caritasverband. Thema des Gesprächs waren die strukturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Caritasarbeit in Badulla und Paderborn.

Zum Abschluss seines Besuchs sprach Bischof Jude N. Silva mit Oberstufenschülerinnen und -schülern des Goerdeler-Gymnasiums. © Susanne Föller / Erzbistum Paderborn
Zum Abschluss seines Besuchs sprach Bischof Jude N. Silva mit Oberstufenschülerinnen und -schülern des Goerdeler-Gymnasiums.

Lesen Sie auch die Reportage „Jenseits der Teeplantage“, die von N. Rajanayagi erzählt.

Durch die Unterstützung der Misereor-Partnerorganisation Sri Lanka Caritas-SEDEC gelang es ihr, sich abseits der Teeplantagen ein Einkommen zu sichern.

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