Für das Erzbistum Paderborn und für Siegen war es eine Premiere: Die sechste Bundestagung der Kolumbarien und Grabeskirchen fand vom 24. bis 26. März 2025 in der vom Erzbistum Paderborn geförderten Kolumbariumskirche Siegen statt. Vertreterinnen und Vertreter von 16 Kolumbarien und Grabeskirchen in Deutschland fragten nach der liturgischen und organisatorischen Qualität in der Trauerkultur. „An erster Stelle steht der Austausch: Erfahrungen teilen und die erfahrenen Kollegen mit Mitarbeitenden der erst kürzlich eingerichteten Kolumbarien vernetzen. Die Bundestagungen sind geprägt vom Miteinander, dem gegenseitigen Beraten und voneinander Lernen“, betont Gemeindereferentin Irmtrud v. Plettenberg, die die Trauerpastoral in der gastgebenden Kolumbariumskirche Heilig Kreuz im Pastoralen Raum Siegen-Freudenberg verantwortet.
Dr. Nicole Stockhoff vermittelte den pastoralen und seelsorgenden Teilnehmenden der Bundestagung unterschiedliche Impulse zur liturgischen und rituellen Qualität in der Trauerkultur. Die Liturgiereferentin des Bistums Münster erklärte, dass sich die Liturgie und das liturgische Verständnis entwickle und damit verändere. In Arbeitsgruppen wurden die Liturgie der Trauerfeier, Texte, Rituale, auch Umbettungen und „Ewige Ruhe“ in den Blick genommen, ebenso Erinnerungsgottesdienste und -Rituale. Gefragt wurde zudem nach liturgischen Möglichkeiten im Kirchenjahr sowie Brücken zur Gemeindepastoral. In einer weiteren Arbeitsgruppe wurden „besondere“ Liturgien in den Blick genommen: Sozialbestattung, Einbeziehung von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung.