Als das K³ – Kontakt, Kultur und Kirche – 2016 in Siegen eröffnete, war die Ausgangslage eine kirchliche Realität, die heute vielerorts vertraut ist: Die klassische Pfarrpastoral erreicht nicht mehr alle Menschen. Viele fühlen sich von den traditionellen Formaten nicht mehr angesprochen.
Also startete man in Siegen einen Versuch: Das Konzept setzt auf Präsenz mitten in der Stadt und damit auf eine Form von Pastoral, die nicht voraussetzt, dass Menschen sich bewusst auf den Weg zu einem kirchlichen Angebot machen. So wurde ein ehemaliges Ladenlokal mit großen Schaufensterfronten zu einem kirchlichen Treffpunkt.
„Wir sind irgendwie ja auch ein Fachgeschäft“, sagt Pastor Markus Püttmann, der das K³ in Siegen leitet. „Gerade in den ersten Jahren sind viele aus Neugier gekommen. Das ist doch super. Wo passiert es denn noch in der katholischen Kirche, dass Leute neugierig sind.“