Am 17. März 2024 um 15.30 Uhr führt die Mädchenkantorei am Paderborner Dom Passionsmusik für Solistinnen, Chor und Orchester in der Hohen Domkirche Paderborn auf. Im vergangenen Jahr hat die Mädchenkantorei ihr 15-jähriges Bestehen mit Joseph Haydn’s „Schöpfung“ in der Marktkirche gefeiert. In diesem Jahr besinnt sie sich auf den Schmerz der Gottesmutter Maria, der in Giovanni Battista Pergolesis „Stabat mater“ in unnachahmlicher Weise beleuchtet wird. Der Komponist hat den Text dieser alten Sequenz in 12 Sätzen vertont. In der Aufführung der Mädchenkantorei werden – wie zuletzt 2017 – die einzelnen Sätze abwechselnd vom Chor und den Solistinnen (Marina Schuchert, Sopran und Bettina Schaeffer, Alt) gesungen. Begleitet werden die Sängerinnen vom Streichorchester „Camerata Paderborn“ unter der Gesamtleitung von Domkantor Patrick Cellnik.
Die Mädchenkantorei wird dem Publikum sowohl Altes wie auch Neues präsentieren und den Dom mit ihren strahlkräftigen Stimmen und eindringlichen Klängen füllen. Das älteste Stück des Programms ist ein gregorianischer Gesang: „Hosanna, filio David!“ Der Choral erklingt am Palmsonntag und leitet die Heilige Woche (Palmsonntag bis Ostern) ein. Das neueste Stück wird in den Konzerten uraufgeführt: „Mein Gott, mein Gott (Psalm 22)“ von Patrick Cellnik. Über das Komponieren sagt er: „Das Komponieren und Arrangieren ist für mich Bestandteil der kirchenmusikalischen Praxis. Immer wieder schreiben wir kleinere und größere Sätze für unsere verschiedenen Besetzungen in der Dommusik – zuletzt für die Amtseinführung unseres Erzbischofs Udo Markus Bentz. Wir reihen uns damit in eine Tradition sein, die über viele Jahrhunderte praktiziert wurde. Insbesondere für die Gattung Mädchenchor gibt es den Bedarf, Werke zu verschiedenen Inhalten und Anlässen neu zu schreiben.“
Verbindendes und Trennendes
Die Zusammenstellung der Stücke soll die verschiedenen Aspekte des komplexen Inhalts von Tod und Auferstehung hörbar und erfahrbar machen. Ebenso wie es um den Schmerz geht, steht auch die Erlösung und die Freude auf das ewige Leben immer wieder im Zentrum. Inhaltlich werden Brücken geschlagen. Und auch zwischen den einzelnen Werken lässt sich Verbindendes und Trennendes erkennen. „Das Besondere an „Mein Gott, mein Gott (Psalm 22)“ ist die Verbindung zu Pergolesis „Stabat mater“. Ich habe meine Komposition so geschrieben, dass sich kleine Elemente gleichen und ein nahtloser Übergang zwischen den Stücken möglich, sogar erwünscht ist. Die Besetzung ist gleich und ich hoffe, dass die Komposition so eindringlich und praxisnah ist, dass sie in den Kanon der Werke für Oberstimmen, Soli und Orchester aufgenommen werden kann.“
Das Konzert in Paderborn findet am 17. März um 15.30 Uhr im Hohen Dom zu Paderborn statt (VVK Paderborn: https://dommusik.ticket.io/sl6ted2a/). Einen Tag zuvor führt die Mädchenkantorei das Programm bereits in der Marienkirche in Minden auf (VVK Minden: https://mt.leoticket.de/fs/6f3f0b98-3bbb-49ed-b380-ce2fed8c5677). Restkarten werden jeweils an der Tageskasse verkauft (zzgl. Tageskassenaufschlag).