Über das Christentum in Deutschland wird derzeit in der Gesellschaft viel diskutiert. Glaube und Kirche stehen in der Kritik und es gibt Befürchtungen, dass sie absehbar sogar verloren gehen. Aber sind es tatsächlich die großen Skandale der jüngsten Zeit, die den Glauben so fundamental bedrohen und die religiösen Fundamente wegbrechen lassen? Oder könnte es sein, dass sich hier vermeintlich gelöste Probleme aus längst vergangenen Tagen mit neuer Kraft zu Wort melden?
Diese und weitere aktuelle Fragen stehen am Samstag, dem 13. Mai 2023, von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr während eines Impulstages im Liborianum, dem Bildungs- und Tagungshaus des Erzbistums Paderborn, auf der Agenda. Unter dem Titel „Verlorenes Christentum? – Wie wir wurden, was wir sind“ referiert Prof. Dr. Joachim Negel, der seit 2015 Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Fribourg in der Schweiz ist. Er wurde 1989 in Paderborn zum Priester geweiht und ist mittlerweile Direktor des Institutes für Ökumenische Studien an der Universität Fribourg.
Wie mit Kritik umgehen?
Die Veranstaltung richtet sich an kirchlich Interessierte und ausdrücklich auch an Laien, die sich der aktuellen Diskussion nicht verschließen wollen und Antworten auf zentrale Fragen suchen.
„Kritik an der Institution Kirche ist nicht neu“, sagt Dr. Werner Sosna, der als Bildungsreferent des Liborianum die Veranstaltung leitet. „Die zentrale Frage lautet, wie die Kirche heute mit Kritik umgeht und welche Zukunftschancen in einer solchen Diskussion liegen. Wir wollen an dem Tag aber auch Argumente für den eigenen Glauben in den Fokus nehmen.“
Die Teilnahmegebühr beträgt 40, bzw. für Tätige im Ehrenamt 30 Euro. Enthalten ist die Verpflegung inklusive Mittagessen im Liborianum.
Interessierte können sich ab sofort telefonisch (05251/121-450) oder per E-Mail: bildung@liborianum.de anmelden (Veranstaltungs-Nr.: M01PBRA020).