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Pressemeldungen
8
Juni
2020
Paderborn

Genügend Substanz für notwendige Konsolidierung

Kirchensteuerrat thematisiert Folgen der Corona-Krise für Kirche im Erzbistum Paderborn

Der im Herbst 2019 von Vertretern der Kirchengemeinden neu gewählte Kirchensteuerrat des Erzbistums Paderborn traf sich jetzt zum ersten Mal in seiner neuen Besetzung im Auditorium Maximum der Theologischen Fakultät Paderborn. Als neue Mitglieder wurden Sonja Hansmann aus Marsberg, Marcus Arldt aus Witten und Dr. Klaus Weimer aus Hagen vereidigt. Das langjährige Kirchensteuerratsmitglied Hans Robert Schrewe aus Schmallenberg wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Schwerpunkt der Beratungen waren die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise für die Kirche im Erzbistum Paderborn.

Der neu gewählte Kirchensteuerrat des Erzbistums Paderborn traf sich zur konstituierenden Sitzung im Auditorium Maximum der Theologischen Fakultät Paderborn Foto: Erzbistum Paderborn

Dem Kirchensteuerrat des Erzbistums gehören 19 gewählte und berufene Mitglieder an: 17 Laien und zwei Priester. Der Kirchensteuerrat hat weitgehende Entscheidungsbefugnisse, beispielswiese für die Verteilung der Kirchensteuer und die Beratung über den Haushalt. Durch die von den Kirchenvorständen der Kirchengemeinden gewählten Mitglieder ist der Kirchensteuerrat ein wichtiges Gremium für die Wahrnehmung der Mitverantwortung im gesamten Erzbistum Paderborn.

Einbrüche bei der Kirchensteuer

In der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Kirchensteuerrates wurde deutlich: Der für dieses und das nächste Jahr erwartete wirtschaftliche Abschwung in Deutschland trifft die Einnahmen des Erzbistums Paderborn unmittelbar, weil die Kirchensteuer eine so genannte Annex-Steuer zur Einkommensteuer ist. Der Kirchensteuerrat rechnet mit massiven Einbrüchen bei den Kirchensteuern – diese Einnahmen machen circa 75 Prozent der Erträge des Erzbistums aus. Außerdem sind Ertragsausfälle in den Tagungshäusern und Bildungsstätten zu erwarten, die seit April wegen der Corona-Pandemie geschlossen sind. Für das Jahr 2020 ist deshalb insgesamt von einem defizitären Haushalt auszugehen.

Defizit mildern

Haushaltsdisziplin, die Überprüfung aller Investitionen sowie eine restriktive Einstellungspolitik sollen das Defizit mildern. „Das Erzbistum verfügt über genügend Substanz, um in Ruhe die notwendigen Konsolidierungsschritte anzugehen“, sagt Diözesanökonom Dirk Wummel. Er konkretisiert: „Wir wollen die Konsolidierungsmaßnahmen so gestalten, dass die Pastoral in den Kirchengemeinden so wenig wie möglich betroffen ist“.

Der Kirchensteuerrat ist deshalb den Empfehlungen der Erzbischöflichen Verwaltungsbehörde gefolgt, den Punktewert zur Berechnung der Zuweisungen an die Kirchengemeinden um 1 Prozent für das Jahr 2021 zu erhöhen. Die Zuschüsse für Instandhaltungsaufwendungen in den Kirchengemeinden werden auf dem Niveau von 2020 belassen. Zudem wurde entschieden, das Programm zur Einführung der Verwaltungsleitungen in den Pastoralen Räumen im Erzbistum planmäßig durchzuführen.

Hintergrund: Wie wird der Kirchensteuerrat gebildet?

Vertreterinnen und Vertreter der Kirchenvorstände aller im nordrhein-westfälischen Teil der Erzdiözese Paderborn gelegenen Pfarrgemeinden wählen 14 Laien als Mitglieder für den Kirchensteuerrat. Die Kirchenvorstände können Kandidaten zur Wahl vorschlagen. In sieben Regional-Wahlbezirken werden jeweils zwei Mitglieder gewählt. Drei weitere Laien werden vom Paderborner Erzbischof in den Kirchensteuerrat des Erzbistums berufen. Vom Priesterrat werden außerdem zwei amtierende Pfarrer des in Nordrhein-Westfalen gelegenen Teils der Erzdiözese Paderborn in den Kirchensteuerrat gewählt.

Initiativen angestoßen

Der Kirchensteuerrat hat in den letzten vier Jahrzehnten über die satzungsmäßigen Aufgaben hinaus viele Initiativen angestoßen, wie zum Beispiel Maßnahmen zur Familienförderung, die Einrichtung des Katastrophenfonds, Hilfen zum Schutz des ungeborenen Lebens, Arbeitslosen- und Spätaussiedler-Hilfsmaßnahmen, eine Anlaufförderung für Hospize und Hilfen für Kriegsopfer in Krisengebieten und für Flüchtlinge.

Ein Beitrag von:

Maria Aßhauer
Redakteurin Team Presse
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