Teil von Benedikts Geschichte sind auch die Herausforderungen seiner letzten Jahre: Seit er drei ist, trägt Benedikt einen Herzschrittmacher. 2023 wurde er wieder am Herzen operiert. Es kam zu Komplikationen, Benedikt musste beatmet werden. Zeitgleich starb sein Opa. Eine Zeit, die ihn bis heute prägt. Noch oft beschäftigt ihn die Situation, Sorgen überschatten dann die Hoffnung. Mentale Downs, wie Benedikt das nennt. Manchmal auch gepusht durch den Leistungsdruck, den viele Abiturienten seiner Generation kennen – neben Lernen fürs Abi im nächsten Jahr bereitet sich der 18-Jährige auf ein Medizinstudium vor. „Wenn ich mit Ängsten und Zweifeln kämpfe, holen mich religiöse Posts und digitale Gebete über das Smartphone schnell wieder da raus und helfen mir, den Glauben anzunehmen. Dann weiß ich: Gott achtet auf dich und hat einen Plan, auch wenn’s gerade mal richtig scheiße ist.“
Benedikt Kroker ist gläubig aufgewachsen, ist in der Kirche schon lange analog unterwegs. Bis heute engagiert er sich als Messdienerleiter und Firmkatechet in der Gemeinde und als Schülersprecher am Mallinckrodt-Gymnasium Dortmund. Sein Austauschjahr in Amerika, wo er eine katholische Privatschule besuchte und in einer gläubigen Gastfamilie lebte, hat seine Beziehung zu Gott gestärkt: die Konzentration auf die Liturgie in fremder Sprache, die Begegnungen mit den Gasteltern und eben die ersten Glaubensimpulse aus dem Netz. Immer häufiger zeigten ihm die digitalen Plattformen in dieser Zeit religiöse Inhalte an.