Gleich zwei Zertifikate hat die Kita St. Heinrich in Paderborn erlangt. Sie wurde für ihre jahrelange engagiert katholische Arbeit nicht nur als familienpastoraler Ort ausgezeichnet. Durch ein größeres Projekt hat sie sich auch als „Faire Kita“ mit nachhaltigem und gerechtem Ansatz qualifiziert. Gemeindereferentin Christina Fromme für den Pastoralverbund sowie Kathrin Vonnahme für den Träger Kita Hochstift gGmbH überreichten jetzt die Türschilder dazu. Künftig werden die beiden Logos bereits von außen sichtbar zeigen, wie sich das Team rund um die kommissarische Kita-Leiterin Ulrike Vollmer mit den Kindern engagiert.
In der Kita gut aufgehoben sein
Dass christliche Inhalte in einer katholischen Kita selbstverständlich sind, steht bei der Auszeichnung als familienpastoraler Ort nicht in Frage. Bei diesem Zertifikat geht es um die Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit, in der Glaube vermittelt wird. Denn die katholischen Kitas seien wichtige Punkte eines familienpastoralen Netzwerks. Dieses biete Kindern und Eltern ein lebenspraktisches und aus dem christlichen Glauben geleitetes Angebot, so hat es das Erzbistum als Zertifikatsgeber formuliert. Wie das in St. Heinrich umgesetzt wird, das zeigte das jetzige Herbstfest. Denn vor den begeisterten Eltern führten die Kinder die Geschichte der kleinen Feldmaus Frederik auf. „Die Geschichte von Frederik, der Farben, Licht und Wörter für die langen Winterabende sammelt zeigt, was wir im Leben brauchen“, zog Christina Fromme die Verbindung vom Stück zum Zertifikat. Denn diese Erzählung mache deutlich, „dass Gott uns die Welt und das, was wir brauchen geschenkt hat“. Gerade in Zeiten des Erntedankes sei es wichtig, das als Ziel und Sinn des Lebens zu entdecken. Familienpastoraler Ort, das sind Inhalte, die die Kita St. Heinrich zwar bereits seit Jahren umsetzt. Doch durch die jetzige Dokumentation und Zertifizierung ist die gleichbleibende Qualität der Arbeit gesichert. Durch das Zertifikat werde nun deutlich, dass sich die Kinder und Familien auf dem Gemeindegebiet finden können und in der Kita gut aufgehoben sind“, schilderte Christina Fromme.
„Kita fair, nachhaltig und gerecht“
Das ist auch bei der zweiten Auszeichnung, der „Kita fair, nachhaltig und gerecht“ so. Um sie zu erlangen, hat die Kita ein Jahr lang mehrere Projekte durchgeführt. Bei allen ging es um die Erfahrung und Wertschätzung der Schöpfung. Imkerprojekt mit Wildbienenstock, Hochbeete als Platz für Blumen, Obst und Gemüse, Exkursionen und Entdeckungsreisen wie mit dem Nabu standen für die Kinder an. All das wurde dokumentiert und fand im Herbstfest seinen Abschluss.
Wie vielfältig die Kita mit dem Thema Natur umgeht, zeigt auch ein Blick in die Gruppenräume, die voller Pflanzen sind. Neben der Gratulation von Kita Hochstift Chef Detlef Müller überbrachte Regionalleitung Kathrin Vonnahme auch einige Geschenke für die Kita. „Jeder kann nun sehen, dass sie eine „Faire Kita“ sind und dass hier aufgepasst wird, was mit unserer Schöpfung passiert“, freute sich die Regionalleiterin mit dem Team, das sich um 34 Kinder in zwei Gruppen kümmert.