„Mit dem Leocampus ist mitten in Paderborn ein Ort entstanden, an dem junge Menschen gemeinsam leben, studieren und sich auf ihren späteren Dienst vorbereiten. Gemeinschaft, geistliches Leben und eine ganzheitliche Ausbildung gehen dabei Hand in Hand und helfen, die persönliche Berufung Gottes zu entdecken und zu entfalten“, erklärte Stefan Kendzorra, Regens des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn. Gemeinsam mit der Ausbildungsleiterin der pastoralen Laienberufe, Michaela Welling, und Johannes Schäfers als Leiter der Diözesanstelle Berufungspastoral bildet Regens Stefan Kendzorra das dreiköpfige Leitungsteam des neuen Leocampus.
Leocampus: leben, wohnen, lernen und glauben
Auf dem Leocampus, dem Gelände des ehemaligen Leokonvikts und Priesterseminars, das lange ausschließlich der Ausbildung von Priestern diente, werden heute Ausbildung und Berufungsklärung zusammengeführt. „Der Leocampus steht allen Menschen offen, die ihren Weg noch suchen. Und auch denen, die bereits einen Schritt weiter sind und den Weg zu einem pastoralen Beruf begonnen haben, als Piester oder als Gemeinde- oder Pastoralreferentin beziehungsweise -referent“, erläuterte Michaela Welling. Der Leocampus lade dazu ein, gemeinsam zu leben, zu wohnen, zu lernen und zu glauben. Dazu arbeiten auf dem Leocampus Hochschulen wie die Theologische Fakultät Paderborn oder die Katholische Hochschule NRW (katho), Ausbildungsleitungen und Berufungscoaching eng zusammen.
Diejenigen, die bereits in der Ausbildung zu einem pastoralen Beruf sind, leben auf dem Leocampus zusammen. Dazu zählen Männer, die auf dem Weg zum Priester sind und in Paderborn Theologie studieren, aber auch Studierende der Angewandten Theologie oder der Voll-Theologie mit dem Ziel Gemeinde- oder Pastoralreferentin oder -referent. Zudem gibt es auf dem Leocampus die come!-WG: „come!“ ist der Name für ein christliches Orientierungsjahr, in dem parallel zu einem Einsatz als FSJler oder Bufdi oder zu einem theologischen Vorstudium die Frage nach der eigenen Berufung geklärt werden kann.
Perspektivisch möchte der Leocampus noch mehr sein als ein Wohn- und Ausbildungsort, bekräftigte Regens Stefan Kendzorra. „Der Leocampus soll zu einem Ort werden, an dem Kirche von morgen erprobt wird, und zwar von den Menschen, die Kirche künftig als pastorale Mitarbeitende gestalten werden. Schritt für Schritt soll alles, was mit der Ausbildung künftiger pastoraler Mitarbeitender zu tun hat, auf dem Leocampus gebündelt werden.“



