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© Thomas Throenle
Foto von der Ankunft am Paradiesportal des Hohen Domes zu Paderborn aus dem Jahr 2024.
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Foto von der Ankunft am Paradiesportal des Hohen Domes zu Paderborn aus dem Jahr 2024.

Zu Fuß nach Paderborn: Liboriwallfahrt der Briloner Pilger

In der Dunkelheit geht es stets freitags los: In der frühen Nacht vom 24. auf den 25. Juli 2026 startet die traditionelle Fußwallfahrt der Briloner zum Liborifest nach Paderborn. Auch aus anderen Gemeinden gesellen sich junge und ältere Pilger zur großen Gruppe.

Stets zwischen 40 und 50 Personen

Die Wallfahrer treffen sich um 23:30 Uhr zu einer heiligen Messe in der Briloner Nikolaikirche. Um 00:15 macht sich die Grupe dann auf den Weg. Die 46 Kilometer lange Strecke durch Felder und Wälder, und auch über Asphaltstraßen, führt über Alme, Bad Wünnenberg, Haaren, Nordborchen zum Hohen Dom. Stationen zur Rast gibt es in Bad Wünnenberg, Haaren und Nordborchen und an der Borchener Straße. Unterwegs wird gebetet und gesungen, geschwiegen und sich unterhalten.  Ab dem Ostring in Brilon beten die Pilgerinnen und Pilger den Rosenkranz und singen zu den Gesetzen passende Lieder.

Die große Gruppe zwischen vierzig und fünfzig Personen bleibt eng beisammen. Wimpel voran. Die erste Gebetsmeditation ist an Wildebrands Kreuz am Ausgang Alme; die zweite an Borghoffs Kreuz an der Weggabelung 6 auf dem Weg von Bad Wünnenberg nach Haaren.

Um 11:15 Uhr am Morgen des 25. Juli empfängt Domvikar Christian Städter schließlich die Pilgerinnen und Pilger an ihrem Ziel: dem Paradiesportal. Mit dem Liborilied ziehen sie durch den noch leeren Mittelgang in die Krypta zu einer Dankandacht.

Jede und jeder kann mitgehen - keine Anmeldung nötig

Die Tradition der Fußpilgerinnen und -pilger geht nachweislich zurück in die Mitte des 19. Jahrhunderts, ist aber womöglich auch älter. Denn schon 1830 kam das ehedem kurkölnische Brilon zum Bistum Paderborn. Auch im Libori-Begleiter des Erzbistums ist die Ankunft der Pilger am Paradiesportal aufgeführt. Da es sich um eine Wallfahrt von Laien handelt, ist auf dem Weg grundsätzlich jede und jeder für sich selbst verantwortlich, schreiben die Organisatoren. Das Tragen von Gelben Warnwesten ist Pflicht.

Eine besondere Anmeldung ist nicht erforderlich. Einfach dabei sein ist alles.

 

 

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