Mit einer Besichtigung des Hohen Doms zu Paderborn begann am Donnerstag (7.4.22) der große Tag für zehn Mädchen und Jungen der Rheinisch-Westfälischen Realschule Dortmund. Denn am Nachmittag spendete ihnen Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB in der Kapuzinerkirche Paderborn das Sakrament der Firmung. Die Besonderheit: Der Gottesdienst wurde für die hörgeschädigten Schülerinnen und Schüler sowie deren Angehörige und Paten synchron auch in Gebärdensprache übersetzt.
„Sie sind bereit.“
Seit einem Jahr hatten sich die Schülerinnen und Schüler der Rheinisch-Westfälischen Realschule Dortmund auf die Firmung in Paderborn durch Weihbischof Dominicus Meier OSB vorbereitet. „Einmal im Monat haben sich die zehn Mädchen und Jungen nach dem Unterricht mit großem Engagement mit der bevorstehenden Firmung beschäftigt und sich sehr auf diesen Tag gefreut“, berichtet Religionslehrerin Maja Nüssing. Dabei seien auch die besonderen Herausforderungen der Corona-Pandemie gut gemeistert worden. Bei der Firmbitte konnte Nüssing für die Firmlinge bestätigen: „Sie sind bereit.“
„Ihr seid das Salz der Erde“
Gemäß Tagesevangelium (Mt 5, 13-16) – einem Teil der Bergpredigt – sprach Jesus zu seinen Jüngern „Ihr seid das Salz der Erde“. Diesen Gedanken griff Weihbischof Dominicus auch in seiner Predigt auf und betonte die Wertschätzung für die jungen Menschen: „So wie ihr seid, seid ihr auch die besten Boten der Botschaft Gottes.“ Durch die Firmung erhielten sie heute einen Geist der Hoffnung geschenkt. Denn Angst sei ein schlechter Lebensberater.
„Bin ich eigentlich willkommen?“
Der Frage „Bin ich eigentlich willkommen?“ ging Weihbischof Dominicus weiter nach. Diese Frage sei ihm in den letzten Tagen immer wieder deutlich geworden, als er Busse mit ukrainischen Flüchtlingen gesehen habe. Ein Willkommen sei aber nicht nur eine Frage für Flüchtlinge. Auch im Freundeskreis wolle man willkommen sein und akzeptiert werden. „Heute macht Gott ganz deutlich, dass er stolz auf euch ist und euch viel zutraut. Das wird durch drei Zeichen der Firmung deutlich.“
Mit der Nennung des Namens des Firmbewerbers beginne eine Beziehung zu Gott, der Kontakt aufnehmen wolle. Die Salbung mit dem Chrisamöl sei ein Zeichen der Wertschätzung: „Jeder von euch ist einmalig und etwas Besonderes. Nehmt dieses Zeichen tief in Euer Herz auf.“ Und nicht zuletzt der Frieden, „den wir alle brauchen“: Frieden in der großen Politik. Frieden im eigenen Herzen, um zu akzeptieren, wer man sei.