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© Antony McAulay / Shutterstock.com
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Wo der Norden den Horizont erweitert

Zwei junge Menschen aus dem Erzbistum Paderborn entdecken mit dem „Praktikum im Norden“ des Bonifatiuswerkes Schweden und Estland

Manche Reisen verändern nicht nur den Blick auf andere Länder, sondern auch den auf das eigene Leben. Für 25 junge Erwachsene aus ganz Deutschland beginnt in diesem Sommer mit dem „Praktikum im Norden“ des Bonifatiuswerkes eine Reise, die weit mehr ist als ein Auslandsaufenthalt. Sie führt nach Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Island sowie nach Lettland und Estland – dorthin, wo sie in Kirchengemeinden, sozialen Einrichtungen, Schulen und Bildungszentren mitarbeiten, Verantwortung übernehmen und Menschen begegnen werden, die ihren weiteren Lebensweg prägen werden. Dabei lernen sie nicht nur neue Länder mit ihren jeweiligen Kulturen kennen, sondern auch eine Kirche, deren Mitglieder ihren Glauben in einer kleinen Minderheit lebt.

Aus dem Erzbistum Paderborn reisen Pia Mösenfechtel aus Lippstadt am 21. August in das estnische Tartu und Miriam Labudda am 1. September nach Stockholm.

Junge Freiwillige engagieren sich in Estland und Schweden

In Estland sind nur 0,5 Prozent der Gesamtbevölkerung katholisch. In Tartu, im Südosten des Landes, wird die Abiturientin Pia Mösenfechtel eine unterstützende Kraft im katholischen Bildungszentrum sein, zu dem neben einem Kindergarten, einer Grundschule und einer Gesamtschule auch ein Kulturhaus und ein Sportclub gehören. Die 19-Jährige wird beispielsweise im Deutschunterricht an der katholischen Schule helfen oder die Erzieher im Kindergarten unterstützen. „Ich freue mich sehr über die Chance, mein Engagement und meine Begeisterung für die Gemeinschaft auch im Ausland einzubringen. Besonders reizt mich die Vorstellung, die katholische Gemeinde in Tartu kennenzulernen und dort mit den Menschen in Kontakt zu treten und gemeinsam an sozialen oder kirchlichen Projekten mitzuwirken. Mir liegt viel daran, Glaube nicht nur als Glauben, sondern als gelebte Gemeinschaft zu erfahren und weiterzugeben“, erklärt Mösenfechtel.

In der Hauptstadt Schwedens wird Miriam Labudda die katholische Gemeinde St. Eugenia unterstützen. Dort erwarten sie unterschiedliche Aufgaben, sei es in der Studentengruppe der Gemeinde, der Caritas oder der katholischen Buchhandlung, die in St. Eugenia angesiedelt ist. Weitere Einsatzstellen in Stockholm, wie der „Caritas-Mötesplats“, ein Treffpunkt für Menschen, die neu in Schweden sind, können die Arbeit vor Ort ergänzen. „Der Freiwilligendienst bietet für mich die perfekte Kombination aus sozialem Engagement, persönlicher Entwicklung und kulturellem Austausch. Besonders freue ich mich darauf, Gemeinschaft zu erleben, Verantwortung zu übernehmen und neue Perspektiven auf den Glauben und das Leben kennenzulernen“, sagt die 18-jährige Abiturientin.

Begleitung und Austausch während des Freiwilligendienstes

Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen blickt mit großer Freude auf den bevorstehenden Start der Freiwilligen: „Jeder Aufbruch ist mit Erwartungen, Fragen und manchmal auch Unsicherheiten verbunden. Ich wünsche unseren Freiwilligen, dass sie mit offenen Augen und einem offenen Herzen auf die Menschen zugehen. Sie werden viele prägende Begegnungen erleben, neue Perspektiven gewinnen und erfahren, wie bereichernd gelebter Glaube über Länder- und Kulturgrenzen hinweg sein kann. Für diese besondere Zeit wünsche ich ihnen Gottes Segen und viele Erfahrungen, die sie ein Leben lang begleiten werden.

Während ihres Freiwilligendienstes werden die jungen Erwachsenen von Mentorinnen und Mentoren vor Ort begleitet und bleiben zugleich mit dem Bonifatiuswerk im Austausch. Das Programm wurde 2011 gestartet und ermöglicht jährlich mehr als 20 jungen Menschen zwischen 18 und 27 Jahren Auslandserfahrungen in Nordeuropa und dem Baltikum. Das „Praktikum im Norden“ ist ein Kooperationsprogramm zwischen dem Bonifatiuswerk und dem Newman-Institut im schwedischen Uppsala. Es kann als „Internationaler Jugendfreiwilligendienst“ (IJFD) anerkannt werden.

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