Als Schirmherr des Bonifatiuswerkes ist Erzbischof Bentz und auch das Erzbistum Paderborn mit den nordischen Bischöfen und der Arbeit des Hilfswerkes eng verbunden. „Wir begegnen einander, kennen uns, vertiefen unsere Beziehung und wollen vor allen Dingen Solidarität miteinander lernen“, sagte Erzbischof Bentz. Zugleich sei die Begegnung eine Gelegenheit, voneinander zu lernen: „Ich habe viel gehört, was es heißt, eine Kirche in der Minderheit zu sein und dennoch relevant und wirksam sein zu können. Ich habe viel gelernt, was es heißt, eine Kirche zu sein, in der viele Nationen zusammenkommen, eine Kirche der Immigration. Und auch das ist ein Thema hier im Ruhrgebiet für unsere Kirche.“ Deutlich wurde zudem, dass die Relevanz der Kirche auch von einem klaren Profil und einer fundierten Verankerung der Christusbeziehung abhängt.
Bischof Erik Varden, Vorsitzender der Nordischen Bischofskonferenz, hob die Bedeutung der Begegnung hervor: „Die letzten Tage waren für uns sehr wertvoll. Es ist gut, dass wir in einen guten, vertraulichen, freundschaftlichen und geschwisterlichen Austausch kommen können.“ Die Zusammenarbeit mit dem Bonifatiuswerk sei wichtig: „Wir haben schon gemeinsam sehr viel getan und dazu beigetragen, die Kirche aufzubauen.“ Die Zukunft der Kirche in der Diaspora sehe er mit Hoffnung.
Die langjährige Verbindung der nordischen Ortskirchen mit dem Bonifatiuswerk bildet einen weiteren Schwerpunkt in diesen Tagen. Seit 1974 gehören Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden zu den Förderregionen des Hilfswerkes. Unterstützt werden unter anderem Bau- und Renovierungsmaßnahmen, Katechese und pastorale Projekte. Auch das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe engagiert sich seit mehr als 50 Jahren für die Unterstützung von Priestern in den nordischen Ländern.