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© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

Wie kann Kirche Zukunft bauen?

Tagung „Kirche im Quartier“ fragt nach neuen Rollen von Kirchengebäuden

Welche Rolle spielen Kirchengebäude für ihr Umfeld – und wie können sie heute und morgen Orte des Glaubens, der Begegnung und des gesellschaftlichen Miteinanders bleiben oder neu werden? Diesen Fragen widmet sich am 23. März 2026 die Tagungsreihe „Kirche weitergebaut“ der Katholischen Akademie Schwerte. „Kirche im Quartier“ lautet das Thema der 16. Ausgabe. Die interdisziplinäre Tagung findet diesmal vormittags in der BVB-Gründerkirche in Dortmund und nachmittags in der Akademie in Schwerte statt.

Die Tagung ist eine Veranstaltung in Kooperation der Katholischen Akademie Schwerte mit der DFG-Forschungsgruppe TRANSARA zur Sakralraumtransformation, dem Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der Technischen Universität Dortmund sowie dem Bereich Bauen des Erzbischöflichen Generalvikariats Paderborn. Die Partner tragen mit ihrem fachlichen und interdisziplinären Engagement entscheidend dazu bei, Kirche zukunfts- und gesellschaftsorientiert weiterzudenken und zu gestalten.

Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass Entscheidungen über Umbau, Transformation oder Neunutzung von Kirchengebäuden nicht isoliert vom sozialen und städtebaulichen Umfeld getroffen werden können. Das Quartier rückt als Bezugsrahmen kirchlicher Präsenz neu in den Fokus und mit ihm die Frage nach Kooperation, Verantwortung und gemeinsamer Gestaltung mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort.

Tagung verbindet Theorie und Praxis

Am Vormittag lädt ein Workshop in der BVB-Gründerkirche (Dreifaltigkeitskirche) in Dortmund inklusive Baustellenrundgang dazu ein, die Umnutzung eines Kirchengebäudes als Zentrum sozialer Projekte konkret kennenzulernen. Unter dem Titel „Fußball – Kirche – Quartier: eine emotionale Beziehung“ werden ungewöhnliche, aber tragfähige Allianzen zwischen Kirche, Stadtteil und Zivilgesellschaft sichtbar.

Der Nachmittag in der Katholischen Akademie Schwerte eröffnet den interdisziplinären Dialog: Theologische, soziologische und urbanistische Perspektiven kommen miteinander ins Gespräch. Vorträge zur Rolle religiöser Bauten im Stadtraum des 21. Jahrhunderts, zu Kirchen als mögliche „demokratisierende Räume“ sowie zu hybriden Nutzungserweiterungen von Kirchen im Erzbistum Paderborn beleuchten aktuelle Herausforderungen und Zukunftsoptionen. Den Abschluss bilden die Zielperspektiven aus der DFG-Forschungsgruppe TRANSARA zu Kirchen als Sozialräumen mit hybrider Nutzung.

Die Tagung richtet sich an Verantwortliche in Kirche und Pastoral, an Architektinnen und Architekten, Stadtplanerinnen und Stadtplaner, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie an alle, die sich für die Zukunft kirchlicher Gebäude im gesellschaftlichen Kontext interessieren. Die Veranstaltung ist als Fortbildung von der Architektenkammer NRW anerkannt. Tagungsleiterin ist Professorin Dr. Stefanie Lieb, Studienleiterin der Katholischen Akademie Schwerte.

Für die Teilnahme an der Tagung ist ein Beitrag in Höhe von 89 Euro (inkl. Stehkaffee, Mittagessen, Nachmittagskaffee, Abendimbiss), 67 Euro (inkl. Nachmittagskaffee, Abendimbiss) oder für Studierende von 15 Euro vorgesehen. Um vorherige Anmeldung bis zum 9. März 2026 wird online oder mithilfe des Anmeldeformulars (www.akademie-schwerte.de/veranstaltungen/kirche-weitergebaut-16) gebeten. Hier sind auch weitere Informationen abrufbar.

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