Dabei begegnete er Partnern aus den weltkirchlichen Beziehungen des Erzbistums Paderborn, nahm an eindrucksvollen liturgischen Feiern teil und besuchte bedeutende Hilfsprojekte, die das Erzbistum Paderborn seit Jahrzehnten unterstützt.
Feierliche Priesterweihe und Begegnungen in Äthiopien
Ein Höhepunkt seines Aufenthalts war die Teilnahme an der Weihe von vier Priestern des Vincentinerordens in Addis Abeba. „Die vierstündige Liturgie in Amharisch war erfüllt von großer Glaubensfreude“, berichtet Weihbischof König. Die Verbindung zwischen dem Bistum Jimma-Bonga und dem Erzbistum Paderborn reicht weit zurück: Der Bad Driburger Friedhelm Henkst sammelte jahrzehntelang Spenden für Kinderprojekte dieser Diözese. Bischof Markos Ghebbremmim, der die Weihe spendete, war bereits mehrfach in Paderborn zu Gast, unter anderem beim Liborifest.
Die Reise bot zudem die Möglichkeit zum interkonfessionellen Dialog: Bei einem Empfang in der deutschen Botschaft traf Weihbischof König unter anderem den anglikanischen Bischof von Addis Abeba und Nordafrika.
Am Sonntag zuvor wurde mit Tesfaye Tadesse ein neuer Weihbischof für Addis Abeba geweiht. Er war bislang Generaloberer der Comboni-Missionare und bringt langjährige Erfahrung in der Missionsarbeit mit. Weihbischof König, Msgr. Peter Lang, der Leiter des Katholischen Auslandssekretariats (KAS), und Dr. Michael Altmaier, Mitarbeiter im KAS, konnten aufgrund eines Gottesdienstes mit der evangelischen und katholischen Gemeinde nicht an der Weiheliturgie teilnehmen, trafen aber rechtzeitig zur weltlichen Feier ein.
Kardinal Berhaneyesus Demerew Souraphiel lud die Gäste ein, an den Feierlichkeiten teilzunehmen, die von herzlicher Gastfreundschaft geprägt waren. Der frisch geweihte Weihbischof Tesfaye Tadesse wurde von Gläubigen, Priestern und Bischöfen mit großer Freude empfangen. Auch ein liturgischer Tanz von Seminaristen war Teil der Feierlichkeiten, in den sich immer mehr Teilnehmer einreihten. „Die großen Trommeln gaben einen immer wilderen Takt vor, der nicht darauf schließen ließ, dass es ein geistlicher Tanz war“, erinnert sich Weihbischof König an das eindrucksvolle Erlebnis.