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© FUENF6 Photographie / Malteser
© FUENF6 Photographie / Malteser

Wenn letzte Wünsche Wirklichkeit werden

Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen im Erzbistum Paderborn ermöglichen schwerkranken Menschen besondere letzte Reisen – getragen von gut ausgebildeten Ehrenamtlichen wie Mona Kurek aus Dortmund

47 Anfragen, 16 erfüllte Fahrten und mehr als 15.000 zurückgelegte Kilometer: Wenn die Malteser im Sommer ihre Jahresbilanz vorstellen, blicken sie auch auf die Fahrten der drei Herzenswunsch-Krankenwagen im Erzbistum Paderborn zurück. Hinter diesen Zahlen stehen schwerkranke Menschen, deren Lebenszeit begrenzt ist – und letzte Wünsche, die ohne Hilfe oft unerfüllt bleiben würden.

Noch einmal das Meer sehen, den eigenen Garten besuchen oder mit der Familie an einem vertrauten Ort Abschied nehmen: Die Herzenswunsch-Krankenwagen machen solche besonderen Fahrten möglich – medizinisch sicher begleitet, sorgfältig geplant und mit viel Einfühlungsvermögen.

Letzte Reise voller Erinnerungen

Eine Fahrt führte einen schwerkranken Mann mit seiner Frau noch einmal in die Berge – an einen Ort, der für beide voller Erinnerungen war. Als das Team ihn später abholte, erzählte er von seinem Leben, von gemeinsamen Jahren und von großer Dankbarkeit. Dann kamen die Tränen. Schließlich sagte er leise: „Das war das letzte Mal.“

Für die Angehörigen bedeuten solche Stunden kostbare Momente: Krankheit und Abschied verschwinden nicht, aber sie treten für eine Weile in den Hintergrund. Es bleibt Raum für Nähe, Würde und einen letzten gemeinsamen Augenblick.

Seit 2018 erfüllen die Malteser Fahrt- und Reisewünsche von Menschen mit begrenzter Lebenszeit. Drei Fahrzeuge sind im Einsatz: in Gütersloh für Ostwestfalen-Lippe, in Bad Laasphe für Südwestfalen und in Dortmund für die Region Ruhrgebiet-Hellweg. Begleitet werden die Fahrten von gut vorbereiteten und ausgebildeten Ehrenamtlichen. Viele von ihnen kommen aus medizinischen oder pflegerischen Berufen und bringen neben Fachwissen auch Erfahrung im Umgang mit schwerkranken Menschen und ihren Angehörigen mit.

Gut vorbereitet für besondere Situationen

Jede Fahrt wird individuell geplant und sorgfältig vorbereitet. Oft bleibt wenig Zeit, wenn ein Wunsch geäußert wird; zugleich müssen medizinische Versorgung, sichere Lagerung, Begleitung und emotionale Belastbarkeit stimmen. Die Fahrzeuge sind auf die Bedürfnisse der Fahrgäste eingerichtet. Entscheidend ist aber auch die Qualifizierung der Teams: Die Malteser bereiten ihre Ehrenamtlichen gezielt auf die Fahrten vor – fachlich, organisatorisch und menschlich.

„Wenn wir mit dem Herzenswunsch-Krankenwagen unterwegs sind, gehören wir ein Stück weit zur Familie. Alles, was ich an diesem Tag tue, tue ich für diesen einen Menschen, den wir auf seiner letzten Fahrt begleiten“, sagt Mona Kurek, Ehrenamtliche beim Herzenswunsch-Krankenwagen in Dortmund.

Auf verlässliche Unterstützung angewiesen

Für Fahrgäste und Angehörige sind die Herzenswunschfahrten kostenfrei. Der Betrieb der Fahrzeuge bleibt jedoch mit Aufwand verbunden: Neben Ausstattung, Kraftstoff, Wartung und medizinischem Material braucht es regelmäßige Qualifizierung, Vorbereitung und Begleitung der Ehrenamtlichen. Das Angebot ist deshalb dauerhaft auf finanzielle und organisatorische Unterstützung angewiesen.

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