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© Art Stocker / Shutterstock.com
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Wenn der Glaube trotz Verfolgung stark bleibt

Weihbischof Matthias König: Mut bedrohter Christen ist beispielhaft

Vor wenigen Tagen hat das internationale christliche Hilfswerk Open Doors den Weltverfolgungsindex 2024 veröffentlicht. Er unterstreicht einen neuen Höhepunkt der Gewalt gegen Christinnen und Christen. Weihbischof Matthias König, im Erzbistum Paderborn Beauftragter für die Aufgaben der Weltmission, zeigt sich vor dem Hintergrund der Veröffentlichung beeindruckt vom Mut und der Feindesliebe vieler verfolgter Christinnen und Christen. Dieser Mut könne für Menschen im westlichen Kulturkreis Ansporn sein, den Glauben gerade in Krisenzeiten als Kraftquelle zu sehen:

„Das Christentum ist für viele Menschen anderer Kulturen eine Religion der Befreiung. Der Glaube an Christus hat besonders die Armen und Entrechteten im Blick. Mich beeindruckt der Mut der unterdrückten und verfolgten Christen. Auf dem Höhepunkt der Verfolgung durch den Islamischen Staat im Irak haben Christen aus den betroffenen Dörfern und Städten mit Tränen in die Kameras gesagt: ‚Wir werden nicht aufhören, zu lieben – auch nicht unsere Feinde.‘ Und das, nachdem ihre Häuser und Kirchen zerstört, sie selbst vertrieben und Angehörige ermordet wurden.

Uns, die wir oft ‚lau‘ geworden sind, kann dieses Zeugnis anspornen, den eigenen Glauben als Kraftquelle auch in schweren Zeiten neu zu entdecken. Am Christkönigssonntag 2023 war der armenisch-orthodoxe Bischof von Aleppo in Syrien zu Gast in Paderborn. Er hat ein berührendes Glaubenszeugnis gegeben, wie in diesem zerstörten Land die verbliebenen Christen sich um Wiederaufbau und Versöhnung einsetzen.“

 

Weihbischof Matthias König

Weltverfolgungsindex 2024

Der Weltverfolgungsindex des internationalen christlichen Hilfswerks Open Doors führt 50 Länder auf, in denen Christen weltweit am stärksten verfolgt werden – von der Zerstörung von Kirchen bis zur Vertreibung und Ermordung. An der Spitze steht Nordkorea, auf den weiteren Plätzen folgen Somalia, Libyen, Eritrea, Jemen, Nigeria, Pakistan, Sudan, Iran und Afghanistan. Laut Index wurden fast 5.000 Christinnen und Christen wegen ihrer Glaubensausübung getötet – bei vermuteter höherer Dunkelziffer. Rund 43.000 Christen waren von physischer Gewalt oder Todesdrohungen betroffen. Laut Vorjahresindex waren dies knapp 29.000 Menschen. Ebenfalls dramatisch angestiegen sind auch Angriffe auf Häuser von Christen: von knapp 4.500 auf über 21.000. Weltweit sind 365 Millionen Christen wegen ihres Glaubens mindestens in hohem Maße Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt.

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