Angebote der Jugendfreizeitstätten in der Krisenzeit: Vernetzung untereinander behalten
Die Jugendlichen der „Kleinen offenen Tür“ in Wenden trotzen dem Corona-Virus und haben einen Weg gefunden, weiter untereinander in Verbindung zu bleiben. Virtuell – lautet das Schlagwort, mit dem der Leiter der KoT, Andreas Stein, und sein Team die Vernetzung auch in schwierigen Zeiten erhalten wollen. Chat, Spiele und Informationen bieten für die Mädchen und Jungen die Chance, auch Zuhause in Kontakt zu bleiben.
„Bisher ist es ganz gut angelaufen“, ist Andreas Stein zufrieden. Die Arbeitsgemeinschaft „Offene Türen“ hatte ihn auf die Idee gebracht, die virtuelle Jugendfreizeitstätte ins Leben zu rufen. „Das war interessant, wir probieren es aus und viele sind schon aufgesprungen. So können wir mit den Jugendlichen und die Jugendlichen unter sich Kontakt halten.“
Natürlich hat die KoT Wenden auch geschlossen und hält sich an die Vorschriften. Zu Beginn hätten allerdings viele Jugendliche noch vor verschlossener Tür gestanden und mussten die neue Situation erst verstehen. Lediglich Andreas Stein und ein weiterer Mitarbeiter besetzen ihre Arbeitsplätze, denn es gäbe genug zu tun. Klassische Bürotätigkeiten, Konzepte überarbeiten und vorbereitet sein, wenn die Türen wieder öffnen dürfen.
Ein Ehrenamtlicher befasst sich besonders mit dem neuen virtuellen Angebot. „Die 16-Jährigen haben doch einfach mehr Ahnung als wir“, weiß Stein, dass das KoT-Netz, was in einem Gaming-Portal seinen Ursprung hat, gut aufgehoben ist. Aber die Übersicht verlieren die Hauptamtlichen nicht, dass die „virtuelle Welt“ auch so ihre Tücken haben kann. „Ein Zugang ist nur nach Einladung möglich, dann überprüfen wir auch die Anmeldungen“, möchte Stein so viel vorbeugen wie möglich. Alle Neuen bekommen eine Mail, wer nicht antwortet fliegt raus. Und die Rückantworten werden auch nochmal genau betrachtet.
Derzeit erfreut sich die „virtuelle Jugendfreizeitstätte“ etwa 40 Teilnehmer. Zeitgleich seien immer etwa ein Dutzend online. „Wir haben rund 120 Stammbesucher unserer regulären offenen Tür, dabei sind Donnerstag und Freitag die meistbesuchten Öffnungszeiten mit etwa 30 bis 50 Mädchen und Jungen“, stellt Andreas Stein fest, der aber mit dem neuen Angebot zufrieden ist: „Es tut gut, wenn wir so untereinander Kontakt halten können.“